Cover: Hirnforscherin enthüllt: Mit diesen Tricks steuern Politik & Konzerne Ihr Verhalten!

Hirnforscherin enthüllt: Mit diesen Tricks steuern Politik & Konzerne Ihr Verhalten!

3. August 2026 60:58 Min.
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Worum es geht

Ob im Supermarkt, in den Nachrichten oder an der Börse: Unser Verhalten wird ständig gesteuert – und meist merken wir es nicht. Politik und Konzerne nutzen gezielt die Erkenntnisse der Hirnforschung, um zu beeinflussen, was wir kaufen, glauben und entscheiden. Wer versteht, wie das eigene Gehirn dabei getäuscht wird, kann sich schützen. In der 100. Folge von Klartext Finanzen spricht Daniel Stüssi mit Dr. Barbara Studer, Neurowissenschaftlerin, Hirnforscherin und eine der gefragtesten Rednerinnen der Schweiz (Autorin von „Hirnpower", ausgezeichnet von Focus × The Economist). Sie erklärt, warum wir als Anleger immer wieder falsch entscheiden und wie Sie sich davor schützen. Themen dieser Folge: • Wie das Belohnungssystem uns zu schlechten Käufen verführt• Warum wir Trends und der Herde folgen – und was das mit Sicherheit zu tun hat • Verlustaversion, Bestätigungsfehler & kognitive Dissonanz beim Investieren • Wie Firmen Erkenntnisse der Hirnforschung nutzen, um Ihren Umsatz zu steigern • Der Weg zu einem gesunden Gehirn bis ins hohe Alter – und wie Sie Demenz vorbeugen • Das überraschend beste Hobby für Ihr Gehirn für Mentale Gesundheit 🔔 Abonniere KLARTEXT FINANZEN – jeden Montag neue Folgen. 🇨🇭Jetzt zum Live-Webinar anmelden: Vermögensschutz aus der Schweiz.https://realunit.de/webinar/ 🎁 GEWINNSPIEL: Wir verlosen 5 handsignierte Exemplare von „Hirnpower". Schreiben Sie in die Kommentare, dass Sie das Buch möchten! 👉 Mehr zu Dr. Barbara Studer: https://barbarastuder.com/uber-mich/ 🛡️ RealUnit Schweiz AG Vermögen sichern mit Sachwerten: https://realunit.ch Wir verfolgen das Ziel, das uns anvertraute Vermögen bestmöglich vor Krisen und Kaufkraftverlust zu schützen und die Menschen über die Probleme des heutigen Geldsystems aufzuklären. ——————————————————————— Disclaimer: ⚠️ Dieses Video stellt keine Anlageberatung dar. Die Aussagen der Gäste können sich von der Meinung der RealUnit Schweiz AG unterscheiden. Die Informationen auf diesem Kanal richten sich nur an Personen mit Sitz in der Schweiz, Deutschland oder Liechtenstein. Sie richten sich nicht an Personen, die dem Recht eines Staates unterstehen, der die Distribution oder Nutzung dieser Informationen verbietet. Die Informationen auf diesem Kanal stellen Werbung im Sinne von Art. 68 FIDLEG bzw. Marketing-Mitteilungen im Sinne der MiFID II dar. Die Angaben dienen ausschliesslich der Information und stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Abschluss eines Vertrags oder zum Erwerb oder zur Veräusserung von Wertpapieren dar. Es besteht keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte dieses Kanals. Die Informationen auf diesem Kanal stellen keine Anlageberatung dar und berücksichtigen nicht die Anlageziele, finanzielle Situation, Kenntnisse, Erfahrungen oder besonderen Bedürfnisse des einzelnen Anlegers. Bevor Anleger eine Investitionsentscheidung treffen, sollten sie sich umfassend informieren sowie den aktuellen Wertpapierprospekt gründlich lesen, der spesenfrei auf der Webseite https://realunit.ch/downloads/ bzw. https://realunit.de/downloads/ oder via info@realunit.ch bezogen werden kann.

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Transkript

Soziale Zugehörigkeit gibt Sicherheit. Ja. Und unser Gehirn liebt Sicherheit. Okay. Und so sind wir ja auch verdrahtet eigentlich, dass wir diese Sicherheit auch suchen, Leute, zu haben.

Das ist Schutz in 1 Zukunft 1 Herde zu sein. Und da funktionieren wir immer noch ähnlich. Heißt, wir gehen gerne Trends nach, halt uns da nie aufgehoben und verstanden fühlen und in Sicherheit fühlen. Und dann so rauszugehen, das braucht sehr viel Mut. Und es braucht ja auch viel Energie.

Ja. Weil mitzulaufen braucht euch weniger mentale Energie, weil Du musst weniger entscheiden. Das genau auch diese, weil Ja. Das war messbar. Also Leute, die etwas gekauft haben, die sind dann nachher noch viel überzeugter von dem, weil Du musst dir gegenüber diese Entscheidung rechtfertigen.

Mhm. Und das nennt man auch diese kognitive Dissonanz, die man hat. Also wenn, weil man hat ja auch andere Möglichkeiten. Man muss dir nein sagen und das tut auch 'n bisschen leer. Man muss dann sich selber rechtfertigen.

Wir haben das schon jetzt richtig entschieden und es ist schon gut so. Und entsprechend dann will man das euch weiter bestätigen später, dass man da richtig entschieden hatte. Was noch von der Impfung schon ganz spannend in den neuesten Methanalysen? Also das sind so, wo man Studien, die ganz viele Studien zusammenfassen und schauen, wie hängen diese Faktoren zusammen und welche Faktoren sagen das gesunde Alten und eine kleine Demenzprävent oder Prävalenz, also weniger Demenz vorher, dann gibt es auch so Hobbys noch. Mhm.

Und was denkst Du, was ist hier so ein Hobby, das eigentlich 1 der besten ist überhaupt für die Hirngesundheit? Herzlich willkommen beim hundertsten Podcast von Klartext Finanzen. Heute hatte ich einen sehr speziellen Gast, und zwar eine der gefragtesten Rednerinnen der Schweiz. Die Rede ist von Doktor Barbara Studer, der Hirnforscherin und Neurowissenschaftlerin, die aktuell über das Thema mentale Gesundheit eine riesige Medienpräsenz hat. Wenn Sie wieder am Schluss dranbleiben, haben Sie die Möglichkeit, einerseits ein handsigniertes, von ihr geschriebenes Buch zu gewinnen, wenn Sie entsprechend in den Kommentarzeilen schreiben, dass Sie dieses Buch möchten.

Andererseits erfahren Sie sehr wichtige Informationen, wie Sie alt werden, gesund alt werden. Sie erfahren die Gründe, weshalb wir uns als Anlegerinnen und Anleger oft falsch entscheiden, wie unser Hirn funktioniert. 1 der größten Probleme unserer Zeit ist die mentale Gesundheit. Sie erhalten in diesem Gespräch wertvolle Tipps, wie sie sich und ihre Familienmitglieder bestmöglich schützen können. Und jetzt viel Spaß mit dem Gespräch.

Liebe Barbara Studer, herzlich willkommen bei Podcast Klartext Finanzen. Ich freue mich heute außerordentlich, mit dir als Hirnforscherin einen Blick in unser Denkorgan zu werfen und zu erklären, was der Grund ist für unser Handeln. Herzlich willkommen. Vielen Dank. Ich freu mich sehr, hier zu sein, Dani.

Bava, Du hast eine riesige Medienpräsenz hier in der Schweiz und viele Menschen kennen dich, aber wir haben auch einige Zuschauerinnen und Zuschauer aus Deutschland. Bitte stell dich doch kurz vor, wer bist Du und was ist deine Mission? Das ist gut gefragt. Was ist die Mission? Ich fang grad damit an, meine Mission ist, die dass das Hirn besser, dass wir das Hirn besser kennen, dass wir wissen, was es liebt, dass es braucht und wir im Alltag eigentlich besser dafür sorgen können, damit es euch weniger mentale psychische Beschwerden gibt.

Auf dieser Welt momentan mentale Gesundheitsprobleme, übrigens das Krankheitsrisiko Nummer 1 in der Welt, eigentlich noch Wahnsinn. Ja, genau, also jetzt meine Mission und vom Hintergrund her, ich hab von der Psychologie her gestartet, bin dann in die Neurwissenschaften, die kognitiven Neurwissenschaften und dann dort geblieben und bin weiterhin in der Forschung tätig, momentan in der angewandten Interventionsforschung, genau, und bin auch in der Lehre an der Universität Bern. Und dann vor 5 Jahren, gut 5 Jahren, hatte ich das große Bedürfnis, da etwas etwas selber zu gründen, das wirklich Mehrwert bietet von dem, was wir da umsetzen können. Das war dann Geburt, die Geburt von Hirncoach. Da sind wir inzwischen mit einem Team von über 40 Leuten unterwegs und erstellen Programme für die mentale Fitness und Gesundheit, für ihre Lebensphase.

Daher bin ich Mutter, hab eine Familie, leidenschaftlich gerne, auch ich mit Kindern zusammen und mag Menschen. Wunderbar. Jetzt interessiert mich, was war der Beweggrund, dass Du den Hörsaal und die Uni Bern verlassen hast und deine eigene Firma gegründet? Also Du hast zwar erwähnt, was Du erreichen möchtest, aber was so für dich der Treiber, Mhm. Daraus zu gehen und eine eigene Firma zu gründen?

Ich hab schon, also ich bin ja weiterhin an der Uni auch. Mir ist immer wichtig, dass es nicht ganz ein Entweder oder ist, dass ich will Forschung und Unternehmertum irgendwie kombinieren können. Und damals war eigentlich so die Erkenntnis, hey, das ist eigentlich krass, wie wenig von dem Wissen, von der Hirnforschung wirklich bei den Leuten, die in der Praxis sind, sagen wir in der Lehre, in der eben in der Bildung, aber auch in der Praxis sonst, in Therapie und so wirklich gekannt und genutzt wird. Und ich hab dann angefangen mit Workshops und hab gemerkt hab gemerkt, dass noch so viel mehr möglich und auch für die Leute selber, also zum Beispiel Demenzprävention, da gibt's so viele Programme, aber wenige von denen haben wirklich ein wissenschaftliches Fundament, wo man sagen kann, ja doch, das ist wirklich das, was die Wissenschaft bestätigt. Sondern sehr vieles ist halt irgend etwas Kleines, irgendwelche Hirnschäumübungen, die dann krass vermarktet werden und werden dann Leuten viel versprochen, was sie damit erreichen, was einfach nicht stimmt.

Also ich hab mich auch viel geärgert über diese Angebote. Mhm. Und zusammen mit dieser Erkenntnis, hey das zu 'ner Lücke und da wird auch so viel Falsches verkauft, also so viel leere Luft verkauft, kann dann die Idee wirklich da eben mit viel Fundament gute Programme zu entwickeln, die wirklich einen Unterschied machen können. Und ja, es macht einfach auch so viel Spaß, wenn man selber so Dinge entwickelt, wo man sieht, es macht einen Unterschied, es bringt eine Veränderung. Das waren auch die Feedbacks von Anfang an.

Also das hat mich natürlich auch motiviert, schnell zu wachsen. Sehr gut. Also tauchen wir ein in das Fachgebiet. Ja. Was sind so die größten Erkenntnisse aus der Hirnforschung von den letzten, sag ich mal, 5 Jahren?

Mhm. Ja, natürlich verschiedenste, aber wenn ich so ein, 2 herausgreifen sollte, dann ist es definitiv diese Veränderbarkeit, also diese Plastizität. Das heißt, wir wir wussten schon vorher, dass das Gehirn kann sich noch verändern, aber man ging schon lange davon aus, dass es relativ limitiert ist und auch auf ein gewisses Alter eher beschränkt. Und heute sehen wir und das wurde in den letzten Jahren eben durch diese bildgebende Verfahren halt noch potenziert von den Erkenntnissen her, heute sehen wir, dass das Leben lang wirklich werden neue Eroonen produziert. Es es entstehen neue Verbindungen, das Gehirn, die Persönlichkeit kann sich verändern.

Also man kann so viel sichtbar auch verändern, wenn man das Gehirn anschaut. Und der Lebensstil, der ist eigentlich im Gehirn so wie abgebildet. Also man sieht einem Gehirn an, wie man wie man lebt, wo man zum Beispiel Musik macht und man sich viel bewegt. Mhm. Man sieht auch, dass gewisse Aktivitäten einen besonders starken Einfluss haben, wie zum Beispiel die Bewegung, dass es viel mehr ist, dass er in ja Hirnfitness, sondern da wirklich hormonell etwas ändert wird, was diese Neuroplastizität erhöht.

Das heißt, wir wissen jetzt, heute diese Neuroplastizität ist nicht ein fixes Maß, das wir alle in gleichem Maße haben, sondern das ist eben ganz stark beeinflusst vom Lebensstil. Also wie anpassungsfähig das Gehirn ist und bleibt. Heißt also, da haben wir auch eine große Verantwortung, wie wir leben, wie wir diese Netzwerke trainieren. Mhm. Jetzt auch schon, wie KI son Thema zum Beispiel, weil das einfach wirklich einen großen Einfluss hat.

Mhm. Ja, auch längerfristig, wie's dem Gehirn geht. Okay. Ja, viele unserer Zuschauerinnen und Zuschauer sind über 50. Von dem her jetzt die Anschlussfrage, was sind dann konkrete Maßnahmen, die Du empfehlen kannst, damit man auch im höheren Alter noch fit bleibt.

Mhm. Das sind, das ist natürlich eine ganze Palette. Also wenn man so bei diesen Studien ausgeht, da ist diese diese Landsetkommission, die die zusammenträgt, jedes Jahr wieder neu diese Metaanalysen macht und schaut, welche haben die stärksten Effekte eigentlich, dann sind das im Ganzen so bis zu 14 Risikofaktoren, respektive ich nenn's lieber die Schutzfaktoren, die man ganz konkret angehen kann. Und jetzt alle die aufzuzählen wäre sicherlich too much. Jetzt ist klar, dass das da ist der der Blutdruck ist ein großer Teil, da ist der die Körper Fitness natürlich auch, da die Bewegung ist ein riesengroßen Teil.

Aber was eben auch so überraschende, vielleicht auch neuere Faktoren sind, die man von denen man heute, weiß, dass sie 'n großen Effekt haben, ist das Miteinander, also die Interaktionen und wie schlimm eigentlich die Einsamkeit für das Gehirn ist, also auch wieder sichtbar. Das führt tatsächlich so zu Schrumpfungen gewisser Areale. Wie fest das Gehirn eben andere Menschen braucht, eigentlich gesund zu halten. Das heißt, ich kann nicht nur sagen, ja, ich mach hier alles richtig, sondern so, was habe ich für Leute mich? Wie gut sind diese Freundschaften?

Wie fühl ich mich getragen? Wie fühl ich mich gesehen? Dann auch etwas in in dieser Liste ist die Sinnhaftigkeit. Also welche Bedeutung hat dein Leben noch grad für ältere Menschen auch so ein wichtiger Teil, wenn man vielleicht vom Job her oder so weniger Aufgaben dann auch mal hat oder so, dass man diese Bedeutsamkeit weiter praktiziert, das heißt Aufgabenengochement sich einbringt, diese Weisheit, die ältere Leute ja in so hohem Ausmaß haben, von denen die Gesellschaft einbringt und sich auch es auch nützlich, so sind's blöd gesagt, etwas führt. Auch das ist ein Teil von Demenzprävention.

Dann natürlich die Ernährung, riesen Teil. Das Gehirn braucht gute Nährstoffe, die Bewegung misst natürlich auch die Energie selber, aber dann auch Dinge wie die Intimität, dass man weiterhin auch Nähe hat, genießt mit mit mit Menschen sich, könnte man, hat man lange gedacht, hat ja nichts mit Demenzprävention zu tun. Und das mir eben auch wichtig, dass man auch sieht, das Gehirn ist nicht nur ein Denkorgan, sondern eben auch, befühl ich mich. Mhm. Und dann vielleicht, man's letztes noch zu nennen, ist natürlich schon auch die Hirnfitness, also wie habe ich Herausforderungen in meinem Leben?

Also habe ich, habe ich neues Lernen jeden Tag, jeden Tag in mir mit Neugieres Neues Lernen? Damit kann ja auch viel erreichen. Okay, sehr spannend. Wenn wir jetzt aber eher an die Jugendzeit uns zurückerinnern und was wir alles gelernt haben, auch von unseren Eltern oder von der Schule und so weiter. Mhm.

Wenn Du das gewichten müsstest, wie viel ist Prägung und wie viel ist Antraining? Was wie wie würde das aussehen? Spannend, weil die entscheidende Frage ist dadurch das Bewusstsein. Also wie fest bist Du dich dem bewusst oder nicht? Also wie wen je weniger Du dich den Prägung oder Du dir diesen Prägung bewusst bist, desto weniger kannst Du auch Einfluss nehmen.

Mhm. Also kannst Du natürlich, also man sagt ja allgemein, wenn es unbewusst ist, ist natürlich der größere der größere Teil, also bis zu 80 Prozent läuft sowieso unbewusst. Aber je mehr man sich diesen Dingen bewusst ist und auch darüber reflektiert, auch bisschen die Kontrolle, also im im positiven Sinn da darüber haben möchte, also statt ich lass mich von diesen Mustern leiten, ich will selber entscheiden, je mehr Du dazu weißt eigentlich, desto mehr kannst Du's beeinflussen. Also zum Beispiel bin ich mir bewusst, wie diese diese Prägung in mir noch wirken oder oder wie die Beziehungen mich vielleicht beeinflusst haben. Und darum ist mir da schon auch ein Anliegen, wenn man das Gehirn besser besser versteht, können wir eben mehr euch beeinflussen, wie wir reagieren, weil zwischen Prägung oder 1 1 einem Instinkt sozusagen, wie ich instinktiv jetzt reagiere und meiner aktuellen Reaktion da liegt Raum.

Und je mehr Verständnis ich habe von den Prägungen, desto mehr kann ich bewusst meine Reaktionen und mein Verhalten ja auch verändern. Mhm. Okay, aber ich denke, jeder von uns hat irgendwie eine in der Jugendzeit und ist es korrekt, dass in den ersten rund 12 Jahren das Hirn am ehesten noch neurologisch, aber das kannst Du erklären, sich vernetzt und ein solches, sage ich mal, Schockerlebnis, was auch immer das war, einen viel größeren Einfluss hat, als wenn man erwachsen ist. Absolut, also da wird da werden viele Grundsteine gelegt. Und das Gehirn ist wirklich so plastisch in diesen ersten 12, 15 Jahren, Ja.

Aber eigentlich bis 25 Jahre, jetzt laut neuesten Studien sogar bis 30 Jahren weiterhin ist hier dieser Aufbau so groß wie sonst nie im Leben. Und darum ist es sicher so, dass Erfahrungen in diesem in dieser Lebensphase, nenn ich's mal, auch sehr prägend sind, weil sie sozusagen ja wie eben den Aufbau ja auch mit verändern. Wir haben ja schon bestehende Strukturen, die sich auch verändern können, aber dort ist wirklich der Aufbau davon den beeinflusst. Und da gibt's so sensible Zeitfenster, die man kennt für gewisse Dinge, die man lernt und da können eben auch negative Erfahrungen natürlich sich negativ da auch das eher beeinflussen. Aber das heißt nicht, dass man dann mit diesem Trauma, sagen wir mal, auch dein Leben lang dann durch die Welt gehen muss, nur weil sie am früh geschehen sind.

Das ist mir da auch schon wichtig. Also wenn da kann man dann auch wieder Dinge neu lernen, das auch erkennen und das neuen Stärken machen. Aber einmal von den sensiblen 2 im Fenster vielleicht noch, schon spannend, da gibt's verschiedene Fähigkeiten, wie zum Beispiel die Sprache oder das ist so ein Beispiel, man nennt das so Nerdales Commitment. Also wenn man eine neu eine Sprache lernt, je jünger man ist und bis etwa 8 Jahre geht das gut, kann man eine Sprache ohne Akzent lernen. Und danach ist dieses sensible Zeitfenster bisschen geschlossen sozusagen und man kann weiterhin natürlich, bis wir sterben, können wir neue Sprachen lernen ohne Problem, aber es ist halt etwas schwieriger und es geht etwas länger.

Mhm. Und so haben wir in der Jugendzeit eben noch andere so sensible Phasen. Und da finde ich schon wichtig, dass wir uns dem bewusst sind, quasi zum Beispiel, was Umgang mit Medien angeht, was man da alles diesen Gehirnen zumutet, was die schon eigentlich verarbeiten müssen und mitbekommen von der ganzen Welt, auch emotional, das hatten wir noch nicht zum Beispiel und das Auf das auf das Thema komm ich gleich jetzt mal noch kurz bei den Sprachen bleiben. Mhm. Ich persönlich bin nicht so sprachbegabt.

Ich bin eher der Zahlenmensch. Ja. Und Mit vielen Fällen. Es liegt aber nicht am wollen, aber ich hatte zum Beispiel 9 Jahre während meiner Schulzeit und dann auch noch in der Ausbildung Französisch. Ich kann mich heute Ich verstehe ein paar Brocken, aber ausdrücken keine Chance und andere haben so Brocken, aber ausdrücken keine Chance und andere haben so viel eher den Zugang, wo ich jetzt eher den Zugang hab bei den Finanzen und und Zahlen, aber wie wie kann man das erklären, dass neurodivers.

Sprich, wir haben alle ein anderes Gehirn und mit mit verschiedenen Stärken und Schwächen und das ist so. Je nach Vernetzung fallen wir da eine Sprache, die und das ist so, je nach Vernetzung fallen dir an Sprache Dinge einfacher und Du bist wahrscheinlich auch oder oder oder dann eben mehr mit Zahlen. Und Du bist wahrscheinlich auch viel mehr interessiert gewesen von Anfang an auch für Zahlen. Also da gibt's wirklich so, ja, Unterschiede von der Art, die man verarbeitet auch. Also zum Beispiel Sprache, das weiß man ja auch, ist viel in der linken Hemisphäre, aber auch rechts mit so der Melodie und so.

Und oftmals Leute, die gerne Sprachen und Musik haben zum Beispiel, die verarbeiten, das ist eben auch etwas einfacher in diesen Arealen, während dem jetzt bei dir dann wahrscheinlich eben andere analytische Prozesse einfacher gehen. Bei mir war's zum Beispiel bald umgekehrt. Mhm. Zahlen waren für mich zu abstrakt immer und schwierig. Also das sind wirklich individuelle Stärken auch auch von der Struktur.

Also nicht, dass wir grundsätzlich aber Vernetzung und Verarbeitungsweise laufen nicht bei einem gleich ab. Und wenn man's weiter noch etwas breiter vom Bild her anschaut, es gibt ja auch die Neurodivergenz, also wo dann wirklich Leute auch etwas anders sind von der Verarbeitungsweise her des Gehirns. Und das ist nichts schlechtere, auch schon gar nicht Dinge defekt, sondern wirklich, was wir heute auch sehen, das das sind auch hier neuere Erkenntnisse, die haben wirklich eine andere Prozessierung von Informationen. Also nicht nur ein Hormon, das bei ADHS da einfach vereinfacht sagt, ja, die haben zu wenig Dopamin zum Beispiel, sondern sind wirklich andere Verarbeitungswege, Mhm. Die, wenn sie etwas tun, da aktiv werden.

Und das zeigt mir einmal mehr, die Gehirne verarbeiten verschieden und je nach Verarbeitungsweg fallen dir dann gewisse oder fällt dir das Verarbeiten, gewisse Informationen oder das Verknüpfen dieser dann auch viel einfacher als für als das für andere der Fall ist. Oder auch zum Beispiel emotionale Reize, weil das sind auch nicht bei an gleich, werden nicht gleich verarbeitet. Also sehr spannend, ja. Und das ist auch gut so, dass wir diese Unterschiede haben. Ich aufgrund meiner Beobachtung stelle fest, dass einfach tendenziell, das ist sich im Einzelfall unterschiedlich, aber tendenziell Frauen eher Zugang haben zu zu Sprachen und die Männer eher sich mit den Zahlen zurecht kommen.

Mhm. Täuscht der Eindruck oder gibt es da eine Erklärung aus der Forschung? Ja, das ist spannendes Thema. Also allgemein Geschlechtsunterschiede kann man sagen, der von der Forschung her ist eigentlich so, dass die Unterschiede innerhalb 1 Geschlechts etwa gleich groß, wenn nicht sogar größer sind als zwischen den Geschlechtern. Mhm.

Das heißt, man kann auch Männer haben, die dann eher sprachlich begabt sind und auch oder und das ist nicht unbedingt wirklich eine Geschlechterfrage. Nein. Es sind eher etwas auch Stereotypen, die wir da haben, die oft von Lehrpersonen auch übrigens gelebt werden oder schon in der Erziehung zu erkennen sind. Und da geht man eigentlich eher von so was aus, aber nicht so, dass dass Frauen oder Männer grundsätzlich diese Friedenfähigkeiten haben. Gut, kommen wir gleich zu der Erziehung.

Mhm. Heutige sozialen Medien ist als riesiges Thema Instagram, TikTok und so weiter überlistet unser Hirn, indem sie immer wieder neue Anreize schaffen Ja. Und ich ich beobachte das bei meinem eigenen Sohn. Es ist schwierig, ihn dort rauszubringen aus dieser Welt, die eigentlich ja eine Sucht schlussendlich provoziert. Was was rätst Du oder zuerst was sind die Gründe, warum das so ist und und dann die Anschlussfrage, was sind konkrete Empfehlungen von dir?

Mhm. Ja, Du hast es eigentlich schon schön beschrieben. Das das ist deine Sucht ein suchtartiger Prozess und die sind auch dafür gemacht, diese diese Medien, diese Tools, diese Apps, die arbeiten ja auch mit Hirn Forschenden zusammen, die diese Mechanismen gut kennen, die man nicht finde, wissen, man nicht, wenn wir wissen, dieses Hirnwissen in Dingen einsetzen, wo wo wir Gutes tun können, weil das wird schon eingesetzt, dieses Hirnwissen, auch eben in diesen Bereichen. Das find ich eigentlich Wahnsinn, oder? Das die kennen ja das Belohnungssystem und die machen diesen Rhythmus ja genauso, dass das Belohnungssystem, also dieses messolimbische Belohnungssystem, das heißt eher, dass durch Emotionen gestörte, immer eigentlich das bekommt, was es danach wonach er sucht, nämlich Überraschung, neue neue Klicks, neue Neuerkenntnisse.

Das heißt, wenn es zu monoton ist oder zu viel zu viel Gutes kommt, dann wär das nicht der optimale Rhythmus, weil man gewöhnt sich dran. Mhm. Das heißt, es sind diese intermittierenden Belohnungen, die man da bekommt, da kommt man wissen Langweiliges, dann kommt's wieder und die machen, dass man eigentlich wirklich da hängenbleibt und das ist ja auch das Businessmodell, die wollen ja Aufmerksamkeit und zwar die Dauer. Und grad bei Jugendlichen ist sie dieser Prozess noch stärker, weil wir haben noch den Frontalkortex, der immer so mit dem mit diesem Messolimberschen System eigentlich intragiert und da auch 'n bisschen als Bremse fungiert sozusagen. Also das reguliert im Sinne von, hey, jetzt ist sag mal, gut, stopp und ich mach mir jetzt einen Plan oder ich antizipiere, dass ich da jetzt zu müde bin dafür, also mach ich's lieber nicht mehr zu zum Beispiel.

Und bei Jugendlichen ist dieser Frontalkortex noch weniger gereift. Da hat man also noch weniger diese Bremse und das Limber System ist noch viel laut. Also das Gaspedal ist sonst schon stärker und das wird dann natürlich noch, das wird wird dann wie noch viel stärker von diesen Mechanismen hier bedient eigentlich. Und das finde ich schon wichtig, dass wir das System bewusst sind und Jugendliche da auch gut darin, auch schützen. Darum meine konkreten Empfehlungen sind auch so also erst mal erst mal zu so spät wie möglich anzufangen überhaupt erst mit sozialen Medien und auch mit dem Smartphone, weil Studien zeigen, je früher speziell dieser passive Konsum, was ja bei Social Media der Fall ist, aber auch je früher das eigene Smartphone, desto höher ist das Risiko für für mentale, also psychische Beeinträchtigungen, Schlafstörungen oder auch schlechtere soziale, emotionale Fähigkeiten, weil das übt man ja miteinander und von dem hat man weniger, wenn man mehr an Medien isst.

Und der Aufbau bedingt ja auch, dass sich das üben kann. Also das baut sich nur auf. Die Leifung geschieht nur gut, wenn ich die richtige Stimulation hab habe. Also es läuft nicht einfach automatisch alles ab in dieser L alles ab in diese Reifen. Und darum hier wirklich, ja, das wär die wichtigste Empfehlung.

Und sonst einfach klare Grenzen und vor allem begleiten und schauen, wie man das nützt, nämlich aktiv, sinnvoll, mit Bedeutung, wenn man wirklich Spaß machen kann, wo die Medien natürlich coole Möglichkeiten bieten da dafür, aber sicher nicht für die Unterhaltung. Mhm. Jetzt die Anschlussfrage, Du hast erwähnt, dass die Schäden auch, also bei Jugendlichen, auch ins Psychische gehen können. Könnte das oder ist das aus deiner Sicht sogar schon von der Forschung her bestätigt, dass das mit diesen sozialen Medien zu tun hat, dass heute die Psychologen hier in Deutschland oder Schweiz wirklich kaum mehr Zeit haben. Also sie werden überrennt und es gibt Da kann ich mich jetzt in meinen 50 Jahren Lebenszeit nicht erinnern, dass wir eine Phase hatten, wo dermaßen psychologische Betreuung nötig war bei Kindern?

Mhm. Oder ist der Einfluss auch von dieser Coronapandemie, wo ja sehr viele Schüler dann auch, ich sag jetzt, isoliert waren, man ging nicht mehr zur Schule. Mhm. Mhm. Ja, was was sind da deine Antworten?

Ja, wir haben hier ja Korrelationen. Das heißt Zusammenhänge, die man sieht von die bei diesen Veränderungen und welche dann genau wie stark auf das Ganze wirken, das wissen wir eigentlich nicht. Man kann einfach Annahmen, man hat Annahmen von aufgrund von diesen Zahlen und das eine ist schon, also der Anstieg der sozialen Medien, der geht zusammen mit der mit dem Anstieg an an psychischen Beeinträchtigungen oder oder hab ich ja wirklich Störungen selber oder auch zum Beispiel Schlafproblemen, die da auch zunehmen. Heißt aber nicht, dass die Medien natürlich hier ausschlaggebend durch sind. Das gibt's verschiedene andere Faktoren eben.

Du hast erwähnt, hast zum Beispiel auch die Interaktionen. Man hat man stieg auch viel mehr online Das heißt, Du hast weniger Berührung, Du Du hast weniger Face to Face Interaktion im Alltag, was für das Gehirn eigentlich megawichtig ist und für die Psyche, wissen wir heute. Und dann habe ich aber verschiedene andere globale Krisen oder die ja auch in dieser Zeit jetzt auch dazukommen kamen, respektive über die Medien ja auch überall verbreitet werden oder wurden und man beschäftigt sich ja auch dann viel, viel, viel, viel mehr mit diesen Themen. Also man denkt ja auch viel mehr an diese Sachen und das kann auch ein 1 großer Teil sein, dann auch der Lebensstil. Ich mein, wir sind mehr zu Hause, Homeoffice hat gestartet, wir haben weniger Bewegung.

Die Ernährung geht da oft, wissen ein mit einem her. Also mir ist da schon wichtig, dass wir nicht einfach die Medien als das schwarze Schaf so betiteln, weil das wär schon das wär zu zu eingegrenzt von der Sichtweise. Aber sie ich bin 100 Prozent sicher und das ist auch von der Forschung her bestätigt, also ein Teil spielen sie. Zum Beispiel, wenn man nämlich das Umgekehrte anschaut, wir haben grad selber so eine Studie auch durchgeführt mit über 100 Jugendlichen, Mhm. Da gibt's 2 andere Studien, die das mit Erwachsenen auch so untersucht haben, zum Beispiel auch, wenn man das mobile Internet abschaltet während ein paar Wochen.

Ja. Da hast Du auch während 3 Wochen signifikant ein 1 Erhöhung des Wohlbefindens. Also das sind Inventionen, die ganz klar zeigen, dass ein Zusammenhang hier ist und dass vielen soziale Medien und auch allgemein viel Mediennutzung die Psyche belastet. Mhm. Ja.

Ja. Spannend. Ich war gerade letztes Wochenende mit meiner Partnerin auf 1 Hütte, SAC Hütte in den Bergen. Dort hat es keine mobilen Daten gegeben und das haben die rund 90 Personen dieser Hütte gemacht am Abend. Sie haben miteinander gesprochen.

Es wurden Spiele gespielt, Interaktionen und ich kam mir vor wie vor 30 Jahren. Und war's ein schönes Gefühl? Genau, genau. Ja klar. Absolut.

Ja. Jetzt, Du hast ein Buch geschrieben, das halte ich noch in die Kamera. Hirnpower. Was ist so die Essenz dieses Buches? Ja, die Essenz ist, dass Du dein Hirn stärken kannst und dass es dazu verschiedene Faktoren gibt, wie ein paar, die wir schon angesprochen haben, eben die mentale Fitness, Gedächtnisstrategien, aber auch Lebensstil, Bewegung, Tanzen, Musik, die spürbar deine mentale Fitness und Gesundheit wirklich verbessern und darum nenn ich's auch, es ist ein Stärkungsprogramm für das Gehirn.

Sei's, die Themen werden kurz theoretisch beleuchtet, aber dann hat's ganz viele Challenges drin für den Alltag. Okay, sehr spannend. Du hast uns freundlicherweise 5 handsignierte Bücher mitgebracht zur Verlosung. Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, wenn Sie ein solches Buch haben möchten, schreiben Sie unbedingt in die Kommentare, dass wir ein solches Buch für Ihre mentale Gesundheit gerne erhalten würden und wir verlosen das dann im Anschluss. Vielen Dank dafür.

Danke. Jetzt kommen wir noch zu Wirtschaft und Anlagepsychologien. Wir sind ja ein Finanzkanal und ich habe schon bemerkt, dass viele Firmen so diese Erkenntnisse aus der Hirnforschung nutzen, zum ihren Umsatz zu steigen. Da gibt es verschiedene Sachen wie zum Beispiel ein Discounter, 1 1 1 Migoglob oder Little Spar kann in dem Sinn in ihren Verkaufsshops im Hintergrund Musik laufen lassen oder da wird aufm Duftmarketing gearbeitet. Da gibt es Tausende von Beispielen.

Ja. Jetzt, wie funktioniert unser Belohnungssystem, dass das überhaupt eine Auswirkung hat auf unseren Kaufentscheid? Mhm. Ja, das ist eine spannende Frage, weil das Belohnungssystem oder noch breiter gesagt, also oder allgemeiner gesagt, das limbische System, also das Gefühlszentrum, das spielt bei allen Entscheidungen eine wichtige Rolle. Also alles, was wir aufnehmen und was wir dann verarbeiten und schlussendlich wie wir entscheiden, das das wird eben zuerst durch dieses limbische System durchgeschleust sozusagen und evaluiert.

Mhm. Also wir haben immer eine 1 emotionale Vor Evaluation eigentlich von Informationen. Das heißt, wenn jetzt Musik läuft, zum Beispiel haben wir hier schon einen eine 1 positive Emotionsquelle sozusagen, die dann eben diese Entscheidung, fühlt sich dieser oder fühlt sich diese Entscheidung jetzt gut an oder nicht beeinflusst? Genauso auch mit Duft, genauso mit schönen Bildern. Also schlussendlich geht es einfach gute Gefühle, die man induzieren will bei den potenziellen Käufen und Käuferinnen.

Mhm, okay. Wo verläuft also deiner Sicht die Grenze zwischen kritisch? Oder gibt es auch allenfalls Richtlinien, wo man sagt, das ist die Grenze und Weite? Darf man nicht? So diese unbewusste Präsentation von Informationen, man nennt das subliminale Beeinflussung, wie das ja lange zum Beispiel im Kino gemacht wurde, wo dann eben unbewusst, also so schnell, dass man's nicht bewusst verarbeitet, aber unbewusst eben wirkt es, Bilder präsentiert wurden, zum Beispiel bei Cola ganz schnell eingeblendet.

Das ist ja inzwischen verboten, also solche Dinge, die halt so ganz explizit manipulieren, ohne dass man etwas davon merkt. Mhm. Aber andere natürlich hochgradig manipulativ eigentlich. Also ich mein schon die Musik auch und und die Bilder auch, oder? Wenn man da jetzt zum Beispiel ein supersaftiger Pick Mac hat, ich mein, das ist auch manipulativ, oder?

Logisch, das das reagiert das Gehirn, weil es liegt schneller schnelle Energie und das weiß die bekommt man, ne, beim Big Mac. Und da da gibt's eigentlich keine Regeln und das kann man auch fast nicht verbieten, weil da müsste man sehr viel anderes auch verbieten. Und ich mein, so ist ja auch in den Medien spielt man ja auch genau damit. Man bedient ja die Lust des Menschen. Man bedient die Dinge, die den Menschen Vergnügen bereiten.

Das ist klar. Also da wird bei bei so vielem damit gespielt. Mhm. Und da ist schwierig. Die alte Weltordnung ist zu Ende.

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Mhm. Etwa gleich beim Kauf, jetzt zum Beispiel im im Kleidershop, man packt das Kleidungsstück zu Hause aus, man hat Freude und 2 Tage später ist die verflogen. Also man gewöhnt sich so schnell an den Gegenstand. Ja. Was was läuft da im im Kopf ab?

Und was ist diese Novalty Effekt? Also Neuheit ist allgemein etwas, das das Belohnungssystem natürlich aktiviert. Das System diese Überraschung, von dem wir vorher über geredet haben, auch auf Social Media. Also einmal so Neues, dass dass halt diese diese Neugierde hier auch bedient wird und dass halt diese also der Zuwach sozusagen von einem von meinem Hab und Gut, das ich habe, oder? Früher war das die Beute oder die man die man nach Hause bringt, dass dieser Gewinn eigentlich und das ist Belohnung pur.

Und der das andere ist eben die Habitualisierung. Man gewöhnt sich sehr schnell an Dinge und das geschieht bei verschiedensten Dingen. Also es können Informationen sein, es es kann die Umgebung sein, es können Menschen sein, es kann eben auch etwas Gekauftes sein. Wird das Gehirn gewöhnt sich sehr schnell an Mhm. An neues Gutes.

Heißt das, was wir hier als Trick haben übrigens und das sage ich euch bei meinen Lieferanten immer, dass dass man eigentlich das Gefühl wieder intensivieren kann, die Freude auch an Dingen, die halt normal geworden sind und damit auch die Zeit etwas verlangsamen kann, wenn man das wahrnimmt, ist das bewusste Staunen. Also man kann zum Beispiel ganz bewusst so, wow, das ist eigentlich schon noch cool, dass wir das Haare, wo es gar nichts Neues ist. Und das müssen wir im Alltag zu integrieren, dass wir hier sone praktische Empfehlung, dass wir eben nicht zu fest uns in all diesem gewohnten unberührt, dass wir unberührt bleiben davon ist. Okay, also eigentlich trainieren, uns mit bestehenden Sachen zufriedenzugeben und ich denke, das ist ja sicher auch 1 der vielen Tipps, die Du da in deinem Buch festgehalten hast. Ja, bisschen mehr über gewöhnliches zu staunen, genau.

Gut, ich möchte noch etwas über den Herrdentrieb mit dir sprechen. Das ist genau in der Finanzbranche natürlich ein großes Thema, dass man Trends hat und dann alle diesen Trends folgen. Was passiert genau im Hirn, dass wir das Gefühl haben, ja, da müssen wir auch mitmachen? Mhm. Ja, weil soziale Zugehörigkeit gibt Sicherheit.

Ja. Und unser Gehirn liebt Sicherheit. Okay. Und so sind wir ja auch verdrahtet eigentlich, dass wir diese Sicherheit auch suchen und kann man sich auch von der Entwicklung der Menschheit auch auch gut erklären oder Leute, sich zu haben, das ist Schutz in 1 Truppe, in 1 Herde zu sein. Und da funktionieren wir immer noch ähnlich.

Heißt, wir gehen gerne Trends nach, weil wir uns da hier aufgehoben und verstanden fühlen und in Sicherheit fühlen. Und dann so rauszugehen, das braucht sehr viel Mut und das braucht ja auch viel Energie. Ja. Weil mit braucht ja weniger mentale Energie, weil Du musst weniger entscheiden. Ah.

Du kannst Dinge übernehmen von anderen. Und das Gehirn liebt ja grundsätzlich, Energie zu sparen. Mhm. Und auch das kann man evolutionär so gut erklären, weil die früher ja noch nicht wussten, habe morgen genügend zu essen? Das heißt, der ganze Organismus und vor allem das Gehirn ist auf Sparen aus.

Mhm. Und wenn ich etwas anders tue als die Leute da oder einem Trend dann eben nicht folge, dann braucht es Zusatz auf und auch Zusatzenergie und es braucht auch emotionale Energie, es braucht eben Mut. Und diese Aufwand betreiben dann nicht gerne so, nicht so viele gerne, ja. Ja, und das erklärt auch immer wieder, dass die die Anleger, auch wenn sie 30, 40 Jahre Erfahrung haben, die gleichen Fehler machen. Sprich, wenn jetzt ein großer eine große Korrektur an den Finanzmärkten basiert und auch die Medien und alle schreiben negativ, dann ist so intuitiv das letzte Mal, was man machen würde, dann kaufen.

Ja. Aber effektiv sich gegen die Herde gegen den Herdentrieb zu entscheiden, sind dann oft die besten Einstiegschancen. Ja. Aber das ist mental wirklich ein 1 Challenge und jetzt erklärst Du mit der Energie oder mit dem Aufwand und und halt ohne das Sicherheitsnetz. Genau.

Die anderen machen's so, also bin ich auf dem richtigen Weg, dass dass das eigentlich Hauptgrund ist für dieses Verhalten. Ja, braucht mehr Mut, ja. Ja. Ist sehr spannend. Sehr spannend, wenn ihr das so seht.

Und auch noch, denke ich, der andere Effekt ist dieser, dass wir gerne bestätigen, was schon ist. Mhm. Und dann hier es so komplett was anderes zu entscheiden, geht ja auch etwas gegen das, weil so, ja, so wie eine wie eine Kurve ist von dem. Also und wir bestätigen oft ja auch gerne, was schon war. Also man man will bestätigen, dass man sich richtig entschieden hat vorher und eine ganz andere Entscheidung geht vielleicht dann 'n bisschen gegen das an, also das Aber das beobachte ich jetzt auch oft an mir selber.

Mhm. Wenn man jetzt auch beim Thema Anlegen bleibt, man hat vielleicht gewisse Firmen, wo man investiert ist und man sucht dann immer wieder neue Informationen über diese Firmen Ja. Und sucht dann auch Bestätigung oder so geht es mir Ja, ja, ist klar. Dass man sich richtig entschieden habe. Aber sobald dann einmal kritische Stimmen kommen, Mhm.

Wehrt man sich irgendwie oder möchte das irgendwie nicht wahrhaben. Mhm. Was ist dort der Grund? Ja, das ist genau auch diese Confirmation bei jetzt. Ja.

Der ist sogar messbar, also Leute, die etwas gekauft haben, das das sind so sozialpsychologische Experimente, die man da gemacht hat, die sind dann nachher noch viel überzeugter von dem, weil Du musst dir gegenüber diese Entscheidung rechtfertigen. Mhm. Und das nennt man auch diese kognitive Dissonanz, die man hat. Also wenn, weil man hat ja auch andere Möglichkeiten. Man muss Ja.

Nein sagen und das tut auch 'n bisschen leer. Man muss dann sich selber rechtfertigen. Wir haben das schon jetzt richtig entschieden und das ist schon gut so. Und entsprechend dann will man das, glaube ich, weiter bestätigen später, dass man da richtig entschieden hatte. Okay.

Gut. Und eine Frage übrigens, die hier noch noch wertvoll sein kann, ist immer, würde ich das jetzt ganz ehrlich, würde ich das jetzt genau wieder so machen? Ja. Und wenn ich merke, nein, eigentlich nicht, dann ist es so wichtig, dass man den Mut hat, dann eben das eben anders zu machen und auch vielleicht zu zu sagen, es war vielleicht auch nicht die beste Entscheidung. Das braucht auch wieder 'n bisschen mehr emotionale Energie, aber das lohnt sich.

Mhm. Ja, Das das eigenständige Denken, das wird beobachte ich immer weniger, weil man halt konsumiert. Das ist ist einfach wie noch nie da auch Youtube natürlich Filme zu Expertenmeinungen anzuhören, aber das Reflektieren, das braucht ja einerseits Zeit, Energie, oder? Mhm. Und auch in dem Sinn mal sich abschotten und Zeit überhaupt sich rauszunehmen aus dem Alltag und das ist schade, machen immer weniger Menschen.

Aber so kann man sich natürlich auch diversifiziert oder in dem Sinn abheben von von der Masse. Schön gesagt und übrigens sage ich eine, also wenn man das regelmäßig macht, diese Ja. Selbstreflexion, ist man auch eine bessere Führungskraft und man macht bessere Entscheidungen. Das ist auch so bestätigt von der Forschung. Es braucht ja eigentlich so wenig, aber das regelmäßig zu tun.

Und das ist also cool, dass wir das können als Menschen, oder so. Wir haben Frontalkortex, da können wir über uns selber nachdenken, über unsere eigenen Gedanken, über unsere Entscheidungen. Das ist sone wunderbare Fähigkeit. Das hat kein anderes Lebewesen so, weil niemand hat so viel Frontalkortex. Wir haben 30 Prozent.

Die einen nutzen das eben mehr, die anderen etwas weniger. Ich hoffe, wir gehören zu denen, die das wirklich auch nutzen und dann haben wir halt 'n Vorteil. Absolut. Ich möchte noch kurz über die Verlustavversion mit dir sprechen. Also kurz beschrieben, ich war jahrzehntelang Kundenberater und habe meine Kunden in Anlagethemen beraten und da gab es natürlich auch mal von den Kunden falsche Entscheidungen oder starke Börsenkorrekturen und habe beobachtet, wenn man theoretisch Es ist ja nur ein Buchverlust, das ist nicht realisiert, aber schon bei 15 Prozent im Minus, also konkrete Zahlen, zum Beispiel bei 10000 Euro investiertem Kapital hat man nach 8500 Euro Gegenwert, oder?

Das schmerzt extrem die Kunden oder die Person, die das betrifft. Hingegen, wenn er Das Gegenteil der Fall wär, 1500 Euro Gewinn, man hat dann 11500 Gesamtsumme, dann ist das, aber hat nie diesen emotionalen Impact wie wie die Angst. Was ist da der Grund? Ja, spannend, dass dass Du dieses diesen Unterschied so dann auch beobachtest. Und das ist auch, ich Nerne halt genauso tatsächlich abbildbar, also Negatives führt zu tatsächlich zu mehr Aktivierung und zu intensiverem Erleben.

Also auch die Emotionen negativen Emotionen werden stärker erlebten Körper als die Positiven und Verlust schmerzt mehr, als dass der Gewinn belohnt. Mhm. Ist eigentlich schon Wahnsinn, ne, dass es so ist. Und darum haben wir auch mehr Angst vor Verlust, als dass wir Mut oder Vorfreude zu etwas Guten haben, weil die Angst eben da schon einfach schon stärker mitschwingt. Und auch hier Gehirn kennt und wenn man das weiß, dass man eigentlich weiß, Verlust fühlt sich zwar jetzt krass an, aber so schlimm ist eigentlich nicht und und das heißt auch, dass ich Positives manchmal eben bewusster etwas verstärken darf.

Mhm. Dass man nicht zu fest in diesen Negativitätsbias, nennt sich der, drin ist. Und auch da nennt sich der, drin ist. Und auch da kann man damit aktiv was tun. Zum Beispiel einmal sich mal noch mal kurz ganz bewusst noch mal zu freuen oder eben das Staunen, was ich vorher gesagt habe.

Das hilft dem Gehirn, dass ich dann eben mehr auch dieses Positive intensiviere, weil das Negative ist, so ist er schon intensiv genug. Ja und natürlich eine Empfehlung, also Finanzbranche, die wir auch aktiv kommunizieren, ist nur so viel Kapital jetzt investieren, bei bei einem Beispiel zu bleiben, wie man auch langfristig nichts braucht. Also wenn man dann angewiesen ist auf dieses Geld, den Lebensunterhalt zu bestreiten und verkaufen muss, weil man das Geld jetzt braucht und die Kurse tiefer sind, dann wurde die Person schlecht beraten, sag ich mal. Spannend, weil dann die Angst haben mich mehr mitbekommen. Genau, genau.

Und beim Thema Angst, also ja, ich ich nehme selber wahr, es wird so viel auf den sozialen Medien, aber auch klassische Medien mit der Angst gespielt. Also ich sag das etwas, etwas provokativ, aber das ist klar, man hat die höhere Aufmerksamkeit der Zuschauerinnen und Zuschauer. Wie kann man sich davor schützen? Weil mit den geopolitischen Machtspielen, in denen wir aktuell stecken, kann man sich, wenn man sich da zu festgehen lässt und konsumiert, konsumiert am Schluss ja eigentlich fast nicht mehr gut schlafen, wenn man so viel Negatives aufgenommen hat. Was sind dort Empfehlungen von dir?

Ja, also dieses, wie man's auch nennt, halt einfach so viel Negatives. Ausgedacht wirklich auch pur Stress. Ja. Und kann ich einfach empfehlen, das wirklich ganz klar zu limitieren und für sich zu überlegen, wie viel will ich mich damit auseinandersetzen? Also wie viel will ich wissen und wo darf ich dann aufgedreht mal sagen, dass ich muss das nicht jeden Tag, also nicht zum Beispiel so regelmäßig immer alles das Update haben.

Also bei mir ist zum Beispiel so, dass ich mir eine Zeit, das serviere, eine Woche, wo ich mich vertieft mit seinem Thema auseinandersetze, aber ich versuch immer in die Tiefe zu gehen statt viel auf einmal, weil ich mein Gehirn kenne und ich weiß, das Gehirn liebt Tiefe mehr als Quantität von von Informationen. Das heißt, dann denke ich mich in zum Beispiel diesen Konflikt hinein und find's auch spannend, da irgendwie mir eine Meinung daraus drauf zu machen und etwas Politisches zum Beispiel. Aber ich bin sonst bin ich eigentlich medienfrei unterwegs zum Beispiel in der Woche. Wow. Ja und les einfach die Dinge, die für mich grad wertvoll sind, das ist nicht aus den Medien, aber ich bin auch dann mehr damit an fachlichen Informationen interessiert, weil ich einfach meine Kapazität brauche dafür momentan.

Ich bin einfach, ich waren Sie jetzt eingespannt und eben muss auch viel für die Forschung unserer Artikel lesen und ich ich schütze sozusagen meine Kapazität, aber hab wie gesagt, diesen Slot schon serviert, weil ich will ja auch informiert sein und das ist mehr so die die mentalen Ressourcen, kann man sich vorstellen, die man euch gezielt einsetzen darf und auch hier wieder finde ich reflektiert. Wie viel will ich, will viel tut mir gut, wie viel brauche ich das auch für den Job, den ich hab zum Beispiel und dann das andere sind die Emotionen. Ich mein, Du Du hast vielleicht, es kann sein, Du hast eine Phase mit vielen Turbulenzen, sagen mal, deine Kids, haben vielleicht irgendwelche Sorgen oder die Eltern und das braucht emotionale Ressourcen von dir. Du bist viel am Unterstützen oder im Team oder wer auch immer. Und auch da, da haben wir auch nur eine limitierte Ressource, Empathie.

Mhm. Haben wir auch nicht unbegrenzt. Das das macht müde. Auch hier und wenn Du jetzt auch noch jeden Abend eine halbe Stunde von allen Krisen der, dieser Welt oder das auch noch konsumiert ich mein, das macht ja auch traurig oder das macht einen wütend, oder? Mhm.

Das kann einfach mal too much sein. Und hier denke ich einfach dieses Bewusstsein, unser Gehirn braucht auch bisschen Schutz, dass wir diese Ressourcen nicht überfordern, ist unglaublich wichtig und braucht eben, dass wir das 'n bisschen verstehen, den der Frontalkortex, der wirkt müde, meint auch Amazon Ressourcen, die können messbar wirklich auch erschöpfen, weil dann kehrt es in Stress, dass ich sagen, messbar hast Du mehr Cortisol, ja. Absolut. Und darum dann auch die Grenzen zu setzen und ja, sehr gut. Ja, das das tönt aber einfach, diese Grenzen zu setzen, aber wir sind ein Gewohnheitstier.

Und eben so schnell jetzt auch News in der Pause, schnell, was ist wieder passiert? Einfach diese das das Suchverhalten oder das Hirnsucht immer wieder neue Anreize. Jetzt such ich da irgendwie, Du sagst reflektieren, aber dass man überhaupt zu dieser Reflexion kommt und sich dessen bewusst wird und auch mal sagt, jetzt konsumiere ich jetzt nur noch zum Beispiel jeden Abend oder jeden Morgen zu 1 gewissen Zeit die News Meldung. Mhm. Was kannst Du dann den Zuschauerinnen und Zuschauern noch für für Tipps geben, wie man diesen Schritt macht vom vom überhaupt selber Erkennen oder zur Handlung?

Mhm. Also vom Erkennen sind sicher so Anzeichen, dass man zum Beispiel nicht so gut schläft oder sich oft nervöse fühlt oder man so dieses Popcorn Brain nennt, nennt man das, dass viele Gedanken eigentlich so ein bisschen unkontrolliert kommen. Ja. Oder dass man sich auch in ihr vom vom Körper her angespannt fühlt. Ja.

Das sind so Zeichen, dass es eigentlich too much ist. Okay. Und dann ist eigentlich eigentlich jetzt vom wichtigsten ist man wirklich ist, dass man wird Mikropausen in den Alltag einplant. Also damit würd ich immer starten, weil viele ähneln sich sonst dann grad zu viel vor und sagen, ja, ich meditier jetzt jeden Abend eine halbe Stunde, mache 2 Stunden Sport pro Woche, das funktioniert dann nicht. Darum, Mikropausen, merkst Du jetzt am Mittag statt, dass Du jetzt noch durch die Medien scrollst, durch die Herlines so, sagst Du, ich nehm mir nach dem Mittagessen 20 Minuten Zeit für einen Spaziergang im Park.

Mhm. Und das tönt so einfach und wenn man's aber wirklich durchzieht, also hat die Natur. Es gibt nichts, dass das Nervensystem so schnell reguliert und Cortisol reduziert messbar wie die Natur. Also dass wir das wirklich als biologisches Reset nutzen und dann bist Du 'n ganzen Nachmittag wieder konzentrierter und das vielleicht am Abend auch oder Du kannst es während, also das empfehle ich während der Arbeitszeit, dass man sich diese 5 Minuten nimmt zwischen 2 Onlinemeetings zum Beispiel oder anderen Aufgaben und in dieser Zeit kurz aufsteht, Übungen macht oder ein Musikstück achtsam anhören. Mhm.

Was kann auch sein, etwas Achtsamkeites zu tun, irgendwie eine kurze Meditations- oder Achtsamkeitsübungen, eine Art Dankbarkeitsübung, bewusste Atmung, es ist eine ganz kleine Dinge sein. Ich leb zum Beispiel Barfuß zu laufen auf der Wiese, man ist nachher wieder anders erholt und genau diese kurzen kleinen Pausen, aber konsequent. Dass es das Gehirn liebt, diese kontinuierliche kurze Regeneration dazwischen viel mehr, als dass man jetzt intensiv etwas ganz stark tun muss. Okay. Sehr gute Beispiele.

Da kann man sicher das ein oder andere mal ausprobieren. Und Musik, das würde ich natürlich auch erzählen. Bisschen mehr Musik hören und machen, das ist für das Gehirn Massage. Weshalb? Also was löst die Musik aus?

Weil ich nehme wahr, wenn ein Film mit klassischen Streichmelodien hinterlegt wird, kommt werd ich emotional angesprochen und der Filter vom Verstand wird umgangen, sag ich dem, oder? Ja. Und jetzt sag ich offen. Ja. Aber was passiert im Hirn?

Ja, die jemand, also die die Musik ist ja wirklich wie der der rote Teppich zum Herz oder Du hattest gesagt hast, zu den Emotionen, wo der Stand irgendwie nicht mehr so präsent ist. Und das ist wirklich so, also das Gehirn, das die Musik dringt direkt in das Gefühlszentrum ein. Also das das eigentlich durchstinkt es sowieso alles im Gehirn. Also wir haben bis heute keine andere Aktivität, die wir kennen, wo man beobachten kann mit Memory, also mit diesen bildgebenden Methoden, die die wirklich alle Areale im Gehirn und inklusive in den Emotionszentren aktiviert, massiert und stärkt sozusagen. Mhm.

Und darum, es berührt Emotionen, aber es macht eben noch viel mehr als das. Es ist auch Training, es ist wirklich Hirntraining. Musik ist vergleichbar mit wie mit mit einem Fitnesscenter für das Gehirn und zwar eben auf verschiedensten Ebenen. Gleichzeitig auch verhilft es zu besser Regulation. Also wir sind regulierte, das ganze Nervensystem reagiert ja auch.

Es führt tatsächlich auch zu Kohärenz. Kohärenz von Herz- und Hirnrhythmus zum Beispiel. Es hilft für die Konzentration auch, also auch für das Denken und allgemein einfach macht es glücklich. Mhm. Das Glück Glückstusche.

Habt ihr schon mal untersucht, ob es Unterschiede gibt von Musik, die von Menschen gemacht wird und Musik, die generiert wird durch die durch die künstliche Intelligenz? Das sind das sind natürlich ganz neue jetzt Fragestellungen auch. Ja. Also wir haben selber nichts so gemacht und ich wüsste jetzt auch nicht von 1 schon publizierten Studie dazu. Was ich aber weiß, ist, dass alles, was Maschinen, also was von Maschinen Sounds Du nicht die gleiche Aktivierung im limbischen System, also im Gefühlszentrum hast wie bei menschengemachter Musik und das kann man zum Beispiel messen mit der Aktivierung in den sogenannten Genusszentren.

Also das ist zu dem Striatum im Gehirn oder auch die Amygdala, das so in der Mitte kann man sich vorstellen im Gehirn und da kann man wirklich zeigen, wenn das Livemusik ist vom Menschen oder eben auch versus Maschinenmusik, wird die mehr aktiviert. Das berührt uns viel mehr. Okay. Bleiben wir noch kurz bei der künstlichen Intelligenz. Ist ja ein Riesenthema, durchdringt sämtliche Bereiche des Lebens.

Aktuell, was sind aus deiner Sicht Gefahren, was jetzt das Gehirn und und unsere Denkprozesse anbelangt, wenn wir immer mehr Unterstützung durch die künstliche Intelligenz als Arbeitstool haben. Mhm. Also es seh so 2 große. Das das eine ist natürlich die, sag jetzt mal, etwas etwas scharf, die Verkümmerung von Hirnstrukturen, weil wir haben ja über diese Neuroplastizität geredet und die geht ja auch in die negative Richtung. Also wenn ich wenn ich Netzwerke und Neuronenstrukturen nicht mehr so nutze, dann gehen die auch zurück.

Mhm. Man nennt das ja nicht mehr so nutze, dann gehen die auch zurück. Mhm. Man nennt das ja. Also da kann man wirklich auch verlieren und das zeigen auch 1.

Studien schon. Also wenn man dann KI abgibt, hat man weniger Hirnaktivierung sichtbar und man hat da euch weniger Lernen, als weniger Gedächtnisspuren und da können natürlich Strukturen da auch dann einfach schlaff werden, also schwächer werden. Mhm. Und dann das 2. Und da gibt's auch grad neue Studien, die mich schon auch noch so beschäftigen, ist die Entscheidungs die die Entscheidungsindividualität, dass dass man die eigenen Präferenzen nicht mehr so kennt.

Das heißt, wir werden alle son bisschen ähnlicher, weil die KI gibt uns ja Vorschläge, die übernimmt man dann, die Texte werden ja auch immer ähnlicher. Du kannst ja dein Wissen einspeisen oder ich mein, zum Beispiel mein Wissen hab ich oft gemerkt, dass das können ja andere auch in ihren Texten nutzen, das ist kein Problem. Also sie werden da so zu Uniform Uniformeren Menschen und das und das und das Ihnen auch spannend, was die Studien zeigt, das zeigt sich auch immer Leben. Also wenn wir dann auch wenn wir dann auch wie geglättet werden sozusagen von von unserem Erleben her, das ist nicht mehr so, haben ja auch nicht mehr so viele Emotionen dann, oder? Wir haben nicht mehr so viel Überraschung, vielleicht auch Enttäuschung, weil ich Fehler mache, weil ich ja das immer durch die KI abfedern lasse, eigentlich.

Und schlussendlich weiß ich ja auch gar nicht mehr so genau, ja, was mag ich denn jetzt, weil ich ja immer den Vorschlägen folge. Das finde ich, ist genauso wichtig wie jetzt nur die Denk Muskulatur sozusagen, die auch schwächer werden kann. Das waren jetzt die Nachteile, aber gibt es auch Vorteile da, dass die künstliche Intelligenz jetzt gerade zum Beispiel in deinem Themenfeld, in der Forschung einem unterstützen kann oder sogar auch hilf, neue Erkenntnisse zu gewinnen? Ja, absolut. Das in der Medizin zum Beispiel, das ist ja fantastisch oder wie diese frühen diagnostischen Informationen da schon ein Gewinn sein können, dass man einfach früher auch erkennt, wo man einen ansetzen kann, beim Medizinischen auch.

Dann aber natürlich auch, dass wir ganz viel mehr Zeit hier haben für Gutes. Also sagen wir mal, wenn wir diese schlauen Robotermaschinen in den Fabriken haben und dadurch diese Massenabfertigungsarbeiten reduzieren kann und diese Menschen kreativ ihre Arbeit machen können. Wow, wie gut ist das? Und das Gleiche, bei Recherchenarbeit ist bei uns zum Beispiel in der Forschung ja auch, das hilft mir momentan auch enorm. Oder dann, ja, wenn wir die Zeit mehr einsetzen für das Miteinander, statt dass ich da 3 Stunden in einem Protokoll blöd vorm Bildschirm sitze, hab ich die Zeit, das miteinander zu diskutieren.

Heißt aber eigentlich, wir müssen auch bewusst mit dieser die diese Zeit dann umgehen und etwas Schönes und Sinnvolles damit machen. Sehr gut. Ich nehme noch mit oder möchte darauf hinweisen, es gibt sogenannte. Mhm. Das sind ja Gegenden, das weißt Du, 5 Gegenden auf der Welt, wo man gemerkt hat und erforscht hat, weshalb werden diese Menschen in diesen Zonen älter als andere?

Und ich habe dazu mal mitgenommen, es sind die sozialen Kontakte, die diese Menschen untereinander haben. Mhm. Ich denke, Sardinien ist das nahegelegenste. Ja. Es ist die Ernährung die Gesunde, also keine Fertigprodukte und die Bewegung, das sind oft auch Personen, die im landwirtschaftlichen Bereich über ihr Alter, also Pensionsalt, ordentliches, hin hinweg gearbeitet haben.

Das sind so die 3 Sachen, die ich mitgenommen habe. Jetzt aus der Hirnforschung kannst Du das bestätigen, wenn man jetzt ein Ziel hat, möglichst alt zu werden, aber gesund alt zu werden. Was sind da deine Empfehlungen? Absolut bestätigt, dass die Beziehungen, hab ich ja auch gesagt Ja, genau. Mindestens 5 tragende Beziehungen, wirklich tragende.

Ist übrigens auch für das entscheidend längerfristig. Die Bewegung hast Du gesagt auch, was bei diesen Studien auch gezeigt wurde, dass man auch immer ins ins Atmen kommt, also der Puls hochgeht, weil die zum Beispiel bei den Sardinien wohnen die ja son Gebirge und die die steigen jeden Tag. Also nicht nur einmal spazieren, sondern es braucht die Kraft auch megawichtig, weil auch das korreliert mit der grauen Substanz im Gehirn. Also auch Krafttraining und Koordination zum Beispiel, Jonglieren ist da eine wunderbare Übung. Die Ernährung natürlich, hast Du gesagt, hier für die Gehirngesundheit oder von Hirnforschung her speziell wichtig sind die gesunden Fette auch.

Also wenn man nicht Fisch isst, dann am besten mit Algenöl zum Beispiel supplementieren, das ist ja hier so was und viel trinken. Auch das unglaublich wichtig für die Hirnwissenheit. Was ist da nicht klein? Genau. Und was noch von der Hirnfahrt schon ganz spannend in den neuesten Metanalysen?

Also das sind so, wo man Studien, die ganz viele Studien zusammenfassen und schauen, wie hängen diese Faktoren zusammen und welche Faktoren sagen, dass Demenzprävent oder Prävalenz, also weniger Demenz vorher, dann gibt es auch so Hobbys noch. Mhm. Und was denkst Du, was ist hier so ein Hobby, das eigentlich 1 der besten ist überhaupt für die Hirngesundheit. Tanzen. Ja, was?

Und, ja, gleich viele sagen dann, ja, wahrscheinlich irgendwie so Brainjogging oder so, also Kreuzworträtsel als Hobby oder so. Das ist das Tanzen. Mhm. Und Tanzen und Musik und auch Leute, die regelmäßig singen in einem Chor oder ein Instrument spielen, die haben wirklich ein signifikant reduziertes Demenzrisiko. Das geht die Zahlen gehen, das gibt natürlich verschiedene Zahlen, aber die gehen bis zu 70, 75 Prozent Demenzrisikoreduktion.

Also es sind Wahnsinnszahlen und das wird dann ein bisschen belächelt manchmal, oder? Weil ich mein, Brain Jogging tönt halt 6 Jahre, also ja, tanzt halt mir, ne. Das kann man auch nicht so gut verkaufen. Mhm. Aber das Tanzen ist echt identisch.

Ich war kürzlich in einem Tanzkurs, da wurde das erwähnt, deshalb weiß ich es. Aber auch es ist anstrengend, sich zu überlegen, was ist dann die nächste der nächste Tanzschritt Ja. Als als Tanzführender. Ja. Von dem her kann ich das sehr gut nachvollziehen, dass das auch im höheren Alter entsprechend da das Gehirn aktiviert.

Ja. Also da braucht die Freude, oder? Ja. Dann dann dreht man sich hoffentlich mal noch auf die Füße, man lacht die Berührung, auch hier wieder die Nähe Ja. Und dann natürlich die Musik, die sowieso alles massiert da oben, also diese Kombi, ja.

Sehr gut. Also liebe Barbara, wir kommen langsam zum Ende des Podcasts. Ich möchte dir noch zuletzt die Frage stellen, was ist so deine wichtigste Botschaft in der heutigen Zeit, die Du unseren Zuschauerinnen und Zuschauern noch mitgeben kannst? Ja, also sicher, dass wir dass wir unser Gehirn gut schützen, weil das ist wirklich unser Kapital, also dass wir einfach nicht unsere Aufmerksamkeit verschleudern im Wissen, es ist eine wertvoll begrenzte Ressource, nicht einfach jeden Schrott aufnehmen und nur weil so viele Informationen da sind, dass wir uns die ganze Zeit mehr riesen lassen davon, dass wir lernen auch nein zu sagen, auch dieses, das auch Freude mal haben, nicht immer alles grad zu wissen, informiert zu sein und überall dabei zu sein. Und dann schon auch noch, dass wir gut auch für unsere Kinder und Jugendlichen schauen, weil die die wachsen jetzt schon auch in 1 anstrengenden Welt, wenn ich da würd ich sagen, einen in 1 anstrengenden Welt, verbinden sich ja miteinander, die haben, wir sind wirklich auf der gleichen Hirnwelle ist, das von den Frequenz her mega spannend, also das dem dürfen wir durchaus Priorität geben und dazu eine große Portion Nächstenliebe, aber dadurch Gottesvertrauen darin Und die Freude, dass wir diese Freude kultivieren, weil das Gehirn liebt einfach auch Freude in Trinsie und nicht nur von außen an uns getragen, sondern wirklich gefühlte Freude.

Mhm. Wunderbar. Wunderbares Schlusswort. Bei uns ist es Tradition, dass wir unseren Gast fragen, welche Personen wir in Zukunft mal einladen sollen zu uns in dem Kanal. Das ist nicht nur vom Thema her Finanzen, wie Du jetzt heute vorgemacht hast, aber kommt dir da spontan jemand in den Sinn?

Ja, da käme ich, es gab verschiedenste in den Sinn. Zum Beispiel wär's für euch vielleicht mal spannend mit einem Schachmeister. Da hätte ich einen Kontakt Okay. Mit Steffen Kirchhofer, genau. Ja, sehr gerne.

Wenn Du da auch Schachmeister und das ist ja auch spannend, dieses oder zum Beispiel der dem die Verbindung von rationalem und intuitivem Denken, was ja bei euch wahrscheinlich auch bei vielen Entscheidungen so ein Teil ist. Vielleicht wär das mal Ja, sehr gerne, wenn Du da den Kontakt herstellen könntest. Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, ich hoffe, es Ihnen hat das Video, das Gespräch ebenso gut gefallen wie mir. Ich habe einiges Neues dazugelernt. Liken Sie unbedingt das Video.

Schreiben Sie in den Kommentar, was Sie vom Gespräch halten und unbedingt auch, ob Sie eine solches handsigniertes Buch gewinnen möchten, auch ob Barbara Studer ein zweites Mal zu uns kommen möchte, soll. Ich lese persönlich jeden Kommentar und vielen Dank fürs Zuschauen. Bis.

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