Experte warnt: EURO wird in Hyperinflation enden! (2028)
Worum es geht
RealUnit spricht Klartext mit Adriel Jost, Adriel Jost ist Ökonom und Publizist, der lange bei der Schweizerischen Nationalbank SNB gearbeitet hat. Er warnt vor den Risiken der steigenden Inflation im Euro-Raum. Er spricht in dieser Podcastfolge mit Daniel Stüssi über die Rolle der Zentralbank, die negativen Folgen der Zinspolitik und über die Konsequenz des Vertrauensverlustes in den Euro. Möchten Sie sich und Ihr Vermögen vor der kommenden Inflationswelle schützen? 👉 Am Ende des Podcasts geht Adriel Jost auch auf eine Gefahr ein, die ganz sicher für alle Anleger wichtig ist! Und was das mit Kontrollen zu tun hat!!
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Transkript
Diese Entwicklungen führen dazu, dass dieses Geldsystem tatsächlich große Probleme hat, weil eben das Vertrauen dann einmal in dieses Geldsystem verloren gehen wird. Die Zentralbanken sind natürlich im Mittelpunkt, weil sie die Staaten retten können. Aber ja, es wird von den Zentralbanken viel Gold gekauft, weil sie dort mehr Vertrauen haben als in den US Dollar. Mhm. Es ist unweigerlich, dass es zu so einem Punkt kommt, wo eben die Zentralbanken dann nicht mehr der Länder of Last Resort sein können.
Und was passiert dann? Je dramatischer quasi die Situation ist, auch auf Schuldenseite und dann noch irgendwie ein neuer Trigger dazukommt, von dem wir jetzt noch keine Ahnung haben, vielleicht geopolitisch eine Katastrophe, dass dann Vertrauen nicht nur schön sachte zurückgeht, sondern plötzlich sehr rasch. Und das ist sicher das, was wir in der Geschichte auch immer wieder mal gesehen haben, dass man dann der 1. Sein will, der diese Währung verlässt. Und wenn das zu viele denken, hat man einen Run, so wie auf eine Bank plötzlich alle ihre Gelder abziehen können, kann das dann auch bei 1 Währung passieren.
Und dann sind die Inflationsraten dann eben nicht mehr so sagte, zu hoch, sondern deutlich zu hoch und das Da sprechen wir dann von 1 Hyperinflation. Schon tendenziell Hyperinflation und was natürlich dann die Schwierigkeit ausmacht in so 1 Situation, der Staat wird handlungsunfähig. Herzlich willkommen bei Klartext Finanzen. Mein Name ist Daniel Stüssy. Ich bin Geschäftsführer der ARD Schweiz AG.
Wir helfen Ihnen, Ihr Geld über die Krisenzeiten hinweg bestmöglich zu erhalten, indem wir physisches Gold, physisches Silber in der Schweiz sicher außerhalb des Bankensystems verwahrt halten und investieren in Firmen, die krisenresistentes Geschäftsmodell haben und die Grundbedürfnisse der Menschen befriedigen. Weitere Informationen finden Sie im ersten Link unterhalb des Videos. Und nun zum heutigen Gesprächsgast. Ich hatte ein Gespräch mit Adrielle Joost. Adrielle Joost ist ein sehr bekannter Journalist, aber auch Ökonom, der in diversen Medien in der Schweiz sein Wissen über Geldpolitik und Zentralbanken teilt.
Adele Joost hat klare Aussagen gemacht, wie es weitergeht mit dem heutigen schuldenbasierten Geldsystem. Und zwar sieht er dieses Kollabieren. Er hat von Hyperinflation gesprochen. Von dem her bleiben Sie unbedingt bis am Ende dran und Sie werden erfahren, wie Sie Ihr Geld bestmöglich über diese Krisenzeiten hinweg retten können. Und hinterlassen Sie unbedingt auch Ihre Meinung in den Kommentaren, was Sie von den Aussagen von Adriell Joost halten.
Und nun viel Spaß mit dem Video. Lieber Adriell, herzlich willkommen beim Podcast Klartext Finanzen. Ich freue mich, mit dir als erwiesener, sehr fundierter Ökonom mit deinem Geldwesen heute zu diskutieren. Seit dem letzten Besuch von dir, das war etwa vor einem Jahr, haben wir über 20000 neue Abonnentinnen und Abonnenten auf dem Kanal gewonnen. Daher bitt ich dich, dich kurz vorzustellen.
Wer bist Du? Was machst Du? Ja, vielen Dank für die Einladung. Ich bin ein unabhängiger Ökonom mit verschiedenen Mandaten, verschiedenen Projekten, denen ich unterwegs bin und dazu kommentiere ich auch, was so läuft in der Welt, was geschieht und es passiert ja einiges. Absolut, das ist so.
Also wenn wir den Goldpreis beobachten, jeden Tag erreicht er fast ein neues Allzeithoch. Gold ist für mich ein Krisenindikator, gibt es schon Jahrtausende von Jahren und immer in Zeiten von Unruhe ist die Nachfrage groß nach Gold. Jetzt, wenn Du auf die Weltwirtschaft schaust, was macht dir am meisten Sorgen und wo siehst Du aber auch Hoffnungsschimmer? Ja, Sorgen kann man sich wirklich viele machen und das zeigt sich tatsächlich vielleicht auch im Goldpreis. Glaub, was mir am meisten Sorgen macht, ist die Kurzfristigkeit der Politik.
Und diese Kurzfristigkeit der Politik, die führt zu Ergebnissen, die nicht gut sind und das wiederum spüren dann auch die Leute, die Bevölkerung und wie reagieren dann die Politiker darauf mit noch kurzfristiger Politik? Und ich hab das Gefühl, wir sind so in einem Zirkel drin, der der nicht positiv ist und der dann tatsächlich auch immer wirtschaftspolitisch oder auch in der Wirtschaft schlechtere Auswirkungen haben kann. Sei es dann durch Zölle, mehr Schulden und Unsicherheiten an Ernährungsmärkten, was wir später sicherlich auch noch diskutieren werden. Ich glaub, wenn ich jetzt etwas ich glaube, wenn ich jetzt etwas Hoffnungsvolles sagen darf, dann würde ich darauf hinweisen, dass ich glaub gerade jetzt auch in diesem Jahr, also seit ich hier war, hat sich die Stimmung in der Bevölkerung oder in schon etwas gedreht. Also ich glaub, die Leute realisieren viel mehr, wo vielleicht auch die Gefahren sind.
Wenn man das realisiert, kann man vielleicht dann tatsächlich auch etwas dagegen tun und darum würde ich sagen, ist ein Hoffnungsschimmer da, dass man realisiert, dass man vielleicht auch grade in der Politik andere Wege gehen sollte. Mhm. Genau. Auf die Wirtschaftspolitik gehen wir noch später ein. Ich möchte zuerst das das große ganze Bild beleuchten und auch die Zentralbankenpolitik, wo Du dich ja sehr gut auskennst.
Was sind die Probleme des heutigen Geldsystems und welche Rolle dabei haben die Zentralbanken? Ich glaub, man kann zuerst sagen, dass das Geldsystem eigentlich auch seine Vorteile hätte. Das Geld wird geschaffen von Banken, wenn sie Kredite vergeben. Das heißt, das Geld wird vergeben dezentral dort, wo wirklich Geld gebraucht wird. Gleichzeitig ist aber ein Staats im Hintergrund, der bei großen Krisen eingreifen kann und darum eigentlich ein System möglich wäre, das ziemlich stabil ist.
Jetzt ist aber das Problem, dass die Banken tendenziell zu viele Kredite geben, zu viele Risiken eingehen und die Staaten tendenziell zu viel unterstützen. Nicht nur in den großen Krisen, sondern fast laufend fiskal- oder geldpolitisch unterstützen. Und diese Kombination oder diese Entwicklung führen dazu, dass dieses Geldsystem tatsächlich große Probleme hat, weil eben das Vertrauen dann einmal in dieses Geldsystem verloren gehen wird. Und die Zentralbanken sind dadurch im Mittelpunkt, weil sie tatsächlich dann die Staaten retten können, wenn die fiskalpolitisch so große Sprünge machen oder aber auch selber direkt intervenieren können, indem sie Zinsen senken können oder in der Schweiz, in denen sie Deviseninterventionen machen können und darum ein Teil dieses Problems sind, dass wir eigentlich dieses System zu stark ausnützen. Ja und die Staatsverschilderung, die Du ansprichst, ist ja enorm.
Also jetzt kürzlich war ja Frankreich ein Riesenthema auch in den Medien aufgrund dem politischen Wechsel. Sie wollten eigentlich sparen, Reformen anstoßen, die Bevölkerung war dagegen. Und irgendwie ist ja nicht nur Frankreich stark verschuldet, auch Italien, Griechenland, Land und Deutschland machte nun auch den Weg weg vom vom Stabilisator innerhalb der Eurozone hin zu mehr Schulden. Da denk ich an das sogenannte Sondervermögen, das da im ersten Quartal verabschiedet wurde. Die Staaten versuchen, mit diesen Schulden ja eigentlich auch zum Teil Wirtschaftsförderung vorzunehmen und das Ganze wieder die wirtschaftliche Lage in Europa zu verbessern.
Aber auf der anderen Seite verschlimmen sie eigentlich mit ihr Schuldenpolitik ja eigentlich die die Handlungsmöglichkeiten. Und da ist die Frage, wie beurteilst Du lang längerfristig jetzt über 5 Jahre? Wie könnte das weitergehen? Ja, kurzfristig ist es natürlich angenehm, wenn man als Staat dann einfach Geld verteilen kann und kann kurzfristig auch für Wirtschaftswachstum sorgen, aber nur schon ein bisschen mittel- oder längerfristig gibt es Probleme. Und glaub, wie lange können das Staaten tun, einfach über ihren Verhältnissen leben, so deutlich, wie es sie jetzt tun?
Das ist, solange sie eine Zentralbank haben, die glaubwürdig ist und eingreifen kann, wenn die Märkte nicht mehr an die Staaten glauben. Also wenn die Märkte nicht mehr die Schulden dieser überschuldeten Staaten kaufen, dann kann eine Zentralbank einspringen und das hat sie gemacht oder haben weltweit die Zentralbanken gemacht, nicht nur in Europa nach der Finanzkrise, aber dann auch in der Coronakrise. Und solange das die Zentralbanken tun können, erlauben sie damit dann auch den Regierungen, dies zu tun. Ich glaube aber tatsächlich, dass wir gerade, was wir jetzt sehen und den letzten Jahren gesehen haben, dass es nicht mehr weitergeht. 5 Jahre ist immer die Frage mit diesen konkreten Prognosen.
Es ist unweigerlich, dass das zu einem Ende kommt. Ob es jetzt ein Jahr, 2 Jahre, 5 Jahre sind, ist das weiß ich nicht zu sagen, aber es ist unweigerlich, dass es zu so einem Punkt kommt, wo eben die Zentralbanken dann nicht mehr der Länder of Last Resort sein können. Und was passiert dann? Also wenn die EZB auch das Vertrauen verliert beziehungsweise wenn die EZB eingreift, dann macht sie das wiederum mit Liquiditätsspritzen, den Markt überfluten mit mit neuen Geldern und die Inflation ist dann die logische Folge. Was was denkst Du, was könnten dort die Marktkräfte sein und wo beide?
Ich muss sagen, es ist sehr schwierig, das kann man nicht voraussagen. Aber einfach, dass man als Zuhörer oder Zuschauer auch mal eine Idee bekommt, was vielleicht in der Vergangenheit schon alles Mhm. Passiert ist. Ja, es gibt 2 Varianten. Die 1.
Ist so die angenehmere, dass es so ein bisschen stetig geht der Vertrauensverlust und das ist das, was wir eigentlich schon ein bisschen drin sind oder jetzt auch noch der Coronakrise. Da gab's Inflation, aber die Inflation war in dem Sinne auch limitiert. War jetzt nicht, dass man überhaupt kein Vertrauen mehr hatte in den Euro oder in den Dollar und trotzdem ist die Kaufkraft dieser Währungen jetzt detektiv, ja, über die Jahre, als es noch im Jahr 20 20 war, ne. Wenn man das so irgendwie sachte, eine zu hohe Inflation zulassen könnte, ohne dass das Vertrauen komplett verloren geht. Deshalb ist es die positive Variante mit allen negativen Nebenwirkungen, die das auch schon hat.
Wahrscheinlicher ist aber tatsächlich, dass eben je dramatischer quasi die Situation ist, auch auf Schuldenseite und dann noch irgendwie ein neuer Trigger dazukommt, von dem wir jetzt noch keine Ahnung haben, vielleicht geopolitisch ein Krieg oder eine Katastrophe, dass dann Vertrauen nicht nur schön sachte zurückgeht, sondern plötzlich sehr rasch. Und das ist sicher das, was wir in der Geschichte auch immer wieder mal gesehen haben, dass man dann der 1. Sein will, der diese Währung verlässt. Und wenn das zu viele denken, dann hat man einen Run, so wie auf eine Bank plötzlich alle ihre Gelder abziehen können, kann das dann auch bei 1 Währung passieren und dann sind die Inflationsraten dann eben nicht mehr so sagte zu hoch, sondern deutlich zu hoch und das Das sprechen wir ja dann von 1 Hyperinflation, oder? Schon tendenziell Hyperinflation und was natürlich dann die Schwierigkeit ausmacht in so 1 Situation, der Staat wird handlungsunfähig.
Und wenn dann eine Krise ist, kann der Staat nicht mehr wie bisher schauen, dass wir doch irgendwie alle einigermaßen durchkommen, weil er zum Beispiel Kurzarbeit oder Arbeitslosengelder bezahlt oder in den USA Schecks verteilt. Das kann er dann plötzlich nicht mehr. Mhm. Und das kann dann relativ schnell zu dramatischen Auswirkungen für die Gesellschaft führen. Ja.
Und wenn ich an mich denke, was würde ich machen in 1 solchen Situation? Also raus, gut, wir haben hier nach den Schweiz Franken, jetzt reden wir eher von der Eurozone oder wenn ich jetzt in Deutschland wohnen würde, will ich möglichst wenig Geld im Euro oder auf dem Bankkonto haben wollen, sondern eher in knappen Gütern, Sachwerten, Gold, allenfalls Immobilien oder Aktien von Firmen, die weiterhin eine Existenzgrundlage haben und Grundbedürfnisse decken, oder? Oder gibt es da noch noch weitere Szenarien, wie man das Geld in 1 solchen Situation retten kann? Man muss sich sicher bewusst sein, dass das grundsätzlich dann eine schwierigere Zeit ist als die die glorreichen Jahren Jahrzehnte, die wir jetzt unter uns haben, oder? Weil schlussendlich von diesem Stabilität, die wir jetzt hatten, verbunden mit der Unterstützung, von denen wir auch alle profitieren können konnten, oder durch durch durch Banken und durch Staaten, Die wird für einige Zeit dann nicht mehr vorhanden sein und das mag's in dem Sinne für alle Anlageklassen nicht einfach.
Mhm. Aber ich glaub, wenn man einem bisschen eine längere Frist dann hat, einen längeren Anlagehorizont, dann ist klar, wie reale Güter oder wie Du angesprochen hast, also solche Dinge, die tatsächlich etwas dahinter stecken wie bei Firmen, da steckt Wissen dahinter, da stecken Maschinen dahinter, bei Immobilien oder auch Infrastruktur, da stecken tatsächlich Dinge dahinter, die wieder einen Nutzen liefern und das ist dann unabhängiger, deutlich unabhängiger von von den Fragen bezüglich dem Geldsystem, weil das Geld, das schreibt ja nur einen Preis diesen Gütern an. Die Güter selber sind so, wie sie sind und darum kann man dann viel mehr auf diese setzen und nicht wie das genau mit welchem Dollar oder Euro oder Frankenzeichen das dann eingeschrieben ist. Ja, das ist genau der Grund, weshalb wir bei der Real Unit auch in solche knappen Sachgüter investieren mit dem Ziel, eigentlich den Wert halt über eine mögliche Krise hinweg bestmöglich zu erhalten. Und das ist uns jetzt auch in der jüngsten Krise oder den Krisen, sag ich mal, seit Ausbruch Corona oder auch jetzt mit dem Ukrainekrieg, als man kurzfristig eine einen starken Schock erlebte an den Börsen gut gelungen, wobei dort sind ja die Zentralbanken eingesprungen.
Und vielleicht einfach nochmals, warum denkst Du, dass der Punkt kommen wird, wo die Zentralbanken nicht keine Möglichkeit mehr hat, wie in der Vergangenheit die Systeme zu retten? Einfach das nochmals vertieft, weil das ist vielleicht etwas, die Hoffnung genommen oder eine Glaubenssätze, die Du da einerreist mit dieser Aussage. Man man verlässt sich so auf diese zentralen Zentralbanken weltweit. Kannst Du das nochmals erklären, bitte? Ja, also es gibt, wenn man zum Beispiel die USA schaut, merkt man das auch deutlich oder wenn man dort die Zentralbank ausschaut, merkt man oder die Bilanz anschaut, merkt man, dass sie eigentlich schon ein negatives Eigenkapital hat.
Mhm. Wie jede andere Firma wäre jetzt Bankrott, was meinst Du, so eine normale Firma wäre, oder? Jetzt eine US Zentralbank muss das natürlich nicht muss nicht den Bankrott erklären, aber man merkt, sie lebt wirklich nur noch vom Vertrauen, ne. Ist das Vertrauen gerechtfertigt? Wenn man gleichzeitig schaut, wie die US Regierung genau die Glaubwürdigkeit der Zentralbank nun angreift, also das Letzte, was quasi noch die das ganze das ganze Kartenhaus noch hält, greift jetzt die Regierung an, die Glaubwürdigkeit der US Zentralbank.
Da merkt man schon, dass wir irgendwo jetzt in Zeiten sind, wo wo es knapp wird, ne. Mhm. Und wieso macht das die US Regierung? Weil sie sieht, ja, die Schuldenzinszahlungen, die werden immer höher, also darf's eigentlich nicht zu hohe Zinsen geben aus Sicht der Regierung, also macht sie Druck auf die Zentralbank, damit die Zinsen tiefer sind. Wenn das aber dann passiert, wieso sind die Zinsen jetzt noch höher in den USA, weil sie eben die Inflation bekämpfen will, ne?
Und da merken wir jetzt darum, eigentlich live in diesen Monaten, was genau passiert eben in solchen Phasen, oder? Die eigentlich, die Zentralbanken müssen glaubwürdig sein, das hängt nur noch an denen. Und unabhängig vom Staat. Und das sind sie aber nur, wenn sie unabhängig sind vom Staat, über die sie unabhängig kann. Muss wie zwangsweise angegriffen werden durch die Regierung, weil die Regierung sonst tatsächlich Bankrott geht, ne.
Und da merken wir, dass das dann eben super superfragil ist. Ja. Und das kann jetzt noch ein bisschen dauern, oder? Die Glaubigkeit ist eine zähfristige Sache und Gott beim Dollar oder bei den großen Währungen, aber man tut ja wirklich praktisch alles, diese Glaubwürdigkeit zu zerstören. Ja, und auch jetzt der starke Verlust des Dollars gegenüber gegenüber dem Schweizer Franken so fest an Wert verloren hat wie jetzt im aktuellen Jahr 20 25 und das zeigt ja auch schon, dass der Markt nicht mehr dieses Vertrauen hat und auch die Aggressivität der Trump Administration mit den Maßnahmen.
Also ein Beispiel ist jetzt die Förderung dieser US Stable Coins. Das sind ja eigentlich auf der Blockchain eigentlich ein 1 US Dollar repräsentiert und diese privaten Firmen und Banken, die diese Stable Coins herausgeben, sind gezwungen durch diese neuen, das neue Gesetz entsprechend US Treasuries, also US Staatsanleihen zu zu erwerben. Und ein andere Chart, den ich gesehen habe, das kannst Du vielleicht korrigieren, ob das stimmt, aber ich habe gesehen, dass jetzt erstmals alle Zentralbanken der Welt, also auch nicht westliche Länder, mehr physisches Gold halten auf ihre Bilanz als US Treasuries. Also in den letzten Jahren wurden sehr viele dieser Dollar an Laien verkauft und damit Gold gekauft. Stimmen diese Aussagen?
Ja, die stimmen grob und das ist sicher der große Unterschied. Wenn wir jetzt vergleichen, vor einem Jahr, als ich hier war, war das eben tatsächlich noch anders, ne? Ja. Da haben wir auch schon über solche Themen gesprochen, aber jetzt ist es wie wurde es wie ein bisschen Mainstream, ja? Auch der der Markt zweifelt tatsächlich jetzt zum ersten Mal auch am US Dollar.
Das hat man gesehen, ne oder ob das und mich er merkt, wie irgendwo hat das Musstest irgendwo ein Ende haben, ne? Viele Zentralbanken zweifeln daran, vor allem noch hier in in den BRICS Staaten, also jetzt in den Schwellenländern, die natürlich auch aus geopolitischen Gründen da ein bisschen vom vom Dollar wegkommen wollen. Aber ja, es wird von den Zentralbanken viel Gold gekauft, weil sie dort mehr Vertrauen haben als in den US Dollar. Mhm. Und die US Regierung reagiert natürlich, indem sie versucht, den US Dollar dann trotzdem wieder attraktiv zu machen oder irgendwie die Leute zu bewegen, dort zu investieren und ihre Stablecoin Regulierungsideen gehen genau in diese Richtung, Mhm.
Wie Du gesagt hast, ne. Was man dann aber natürlich dann schauen muss, ja, wie Stable ist dann ein Stablecoin, der basiert ist auf 1 Währung, die eben eigentlich nicht stabel ist, wie wir eben diskutiert haben. Tobias Stahmann hat letztigen gesagt, das sieht aus den die größte Gefahr, dass dort die heutigen Marktregeln eigentlich verändert werden. Siehst Du das ähnlich? Ja, also die USA haben ein Riesenprivileg, dass wir alle dort investieren, in Staatsanleihen, aber auch sonst in den USA.
Und das reizen sie so was von aus, dieses Privileg für verschiedene Gründe geopolitisch, aber auch anders, eben vielleicht ihre Schulden wieder ein bisschen zu reduzieren und das ist ein 1 brandgefährliches Spiel. Das merkt man jetzt eben auch in aktuell, weil dann die Investoren dann schon irgendwie realisieren, ja, wieso sollen wir da mitspielen, ne. Und klar, die USA ist die USA, die kann auch andere Länder zu gewissen Dingen zwingen. Merken wir ja in der Schweiz aktuell auch, dass man tendenziell eher an einem kürzeren Hebel ist gegenüber den USA, aber irgendwas grenzen, ne, weil weil's dann doch irgendwie andere Systeme sich entwickeln oder sich die Länder anderswo orientieren oder eben in Gold gehen jetzt ganz konkret bei bei Zentralbanken. Es gibt dann eben doch Ausweichmöglichkeiten und wenn die USA ihr das Privilegs so ausnützen, das ist das ist brandgefährlich schätzt Du die aktuelle Marktverschiebungen, die geopolitische Lage, die sehr fragil ist, ein.
Und welche Rolle hat die kleine exportorientierte Schweiz in diesem ganzen globalen Gefüge, das da sich am Verändern ist? Ja, es ist sicher keine einfache Ausgangslage, weil wir von internationalen Regeln abhängig sind, wenn wir international Geschäften wollen. Und es war eigentlich immer klar, dass diese dass diese internationalen Regeln von den Großmächten geschrieben werden und wir nicht allzu viel dazu zu sagen haben, ne. Aber solang sie galten und sich alle mehr oder weniger dran hielten, war das für uns gut. Jetzt halten sich die Großmächte nicht mehr mich nicht mehr daran und das ist ist keine einfache Ausgangslage für für so eine kleine offene Volkswirtschaft wie die Schweiz.
Gibt jetzt aber auch bessere und schlechtere Möglichkeiten, wie wir umgehen. Glaub, sicher ein Punkt ist, dass wir uns auf unsere Stärken fokussieren und und und die nicht noch selbst schwächen, oder? Da kommen wir jetzt die Diskussion zum Schweizer Franken. Ich glaub, der Franken ist noch eine Währung, ist noch ein Geld, das mehr Glaubwürdigkeit hat. Wir haben eine Stabilität in der Schweiz, die größer ist als andere so, eine 1 finanzpolitische.
Wir haben eine Schuldenbremse, die wir tatsächlich ernst nehmen und darum nicht diese finanzpolitischer Stabilität, ja nicht unsere große Stärke ist, ja. Was dann natürlich heißt aber, wir können nicht unsere Währung dann an die anderen Währungen hängen oder zumindest nicht so stark, weil sonst importieren wir dann auch wieder diese Instabilität. Wenn wir aber jetzt diese diese Franken vielleicht als Asset sehen, noch mehr als es bis jetzt angeschaut ist, dass wir tatsächlich, wir können nicht die Weltreservewährung wehren. Das sind wir zu klein, aber vielleicht doch auch eine Alternative für für für Investoren oder weltweit, die in liquide sein wollen, ja, und in in in 1 liquiden Währung sein wollen. Und da hatten wir ein als Franken eigentlich eine ausgezeichnete Ausgangslage.
Ja, wobei hier muss ich einwerfen, die der Druck auf die Schweizer Nationalbank wird ja immer größer, auch vor allem jetzt von der Exportindustrie, die dank den oder wegen den hohen Zöllen in die USA ja extrem unter unter Druck geraten ist. Und zwar ist die Forderung, den den Schweizer Franken abzuschwächen und dementsprechend halt die Marktfähigkeit dieser exportierenden Unternehmen zu erhöhen. Wie wie lange kann sich die SMB nach diesem Druck nach deiner Einschätzung enthalten oder oder abwehren? Also sie hat in den letzten Jahren oder letzten 10, 15 Jahren ja sehr viel getan für für den Exportsektor. Aus meiner Sicht eher eher zu viel als zu wenig und darum große Risiken auch auf ihre Bilanz geladen, ne.
Wir haben jetzt auf der SMB Bilanz sehr viele dieser Staatsschulden, über die wir gesprochen haben. Also amerikanische, deutsche, französische Staatsschulden haben wir jetzt ja auch auf unserer Bilanz und dementsprechend auch die Risiken, die diese Schulden mit sich bringen. Es wird ein Abwägen bleiben für die Nationalbank. Also man muss irgendwo die Währung begleiten, sodass sie nicht zu stark aufwertet, aber man muss sie aufwerten lassen, wenn wir nicht die Inflation und die Instabilität importieren wollen. Mhm.
Und was dann dementsprechend heißt auch für die für die Unternehmen, so hart es auch ist und ich sag das nicht leichtfertig, aber dass man sich halt immer wieder stärker an diese weiter an diese Aufwertung irgendwie sich angewöhnt anpassen muss und teilweise halt dann auch ein bisschen vom vom Businessmodell vielleicht halt nicht mehr in der Schweiz produzieren kann, hier noch die Forschung haben kann. Ist ja auch das, was ja passiert ist in den letzten Jahrzehnten, ne, weil das investieren Also wenn wenn das Geld in die Schweiz fließt, weil weil wir ein Safe Haven sind, dann haben wir ja Geld hier, ne. Da können wir das investieren und irgendein Forschungszentrum bauen, ne. Und da müssen wir auch weniger exportieren und wir bleiben trotzdem gleich reich. Und vielleicht ein bisschen mehr dieser noch mehr quasi dieser Innovationsstandort sein und weniger nur exportieren.
Das kann ein Weg sein, wobei das auch wieder kompliziert wird, weil beim Produzieren man ja auch innovativ ist und dann die neuen Ideen kommen. Aber so von von von von der Ausrichtung her muss man sich darauf einstellen, dass wirklich der Frank Naffig weiter drauf werden wär. Mhm. Was denkst Du, in welchem Szenario ist für dich am ehesten denkbar, dass die Schweizer Nationalbank ihre Zinsen wieder in den negativen Bereich verwendet und so das wieder man bezahlen muss, wenn man größere Summen auf dem Bankkonto haben will? Ja, die SMB hat glücklicherweise relativ stark kommuniziert, dass doch etwas Größeres passieren muss, damit sie das tut.
Was ist jetzt etwas Größeres? Vermutlich würde sie's tun, wenn jetzt irgendwie wirklich eine Rezession gäbe in der Welt oder irgendwie ein anderer Schock, dann dann würde sie's tun. Aber jetzt nicht nur, weil die Inflationsraten aktuell tief oder bei rund 0 sind, wird's jetzt nicht tiefer gehen. Mhm. Sei es, es bräuchte ein externer Schock, Mhm.
Der die Wirtschaftsaussichten deutlich verschlechtert. Mhm. Aber wenn ich jetzt so nach Deutschland schaue und und die Wirtschaftspolitik beobachte und auch sehr viele Stimmen, sehr kritische Stimmen und klare Worte zu hören, wie wie letzt ihn von Roland Tichi, einem sehr bekannten Wirtschaftsjournalistin in Deutschland, der Klartext spricht. Da mach ich mir schon Sorgen, was jetzt die Rezession, die Entwicklung der Wirtschaft im nächsten Jahr anbelangt. Jetzt nicht nur hier in der Schweiz, wo wir sehr abhängig sind von sonem nördlichen Nachbar, sondern auch weltweit mit diesen Kriegen und so weiter.
Wie ist deine Einschätzung oder Prognose für die Wirtschaft im nächsten Jahr? Es sind unglaublich Unsicherheiten vorhanden und ich bin völlig einverstanden, grade auch aus Schweizer Sicht mit Deutschland, Deutschland das wirklich immer noch nicht aus seinem Loch findet, sind wir hier in 1 Abhängigkeit, die die die nicht sehr gut ist oder ungesund ist. Jetzt eine Wirtschaftsprognose für über 6 bis 12 Monate ist leider nicht möglich. Das ist liegt man immer liegt man immer daneben, aber es würde sicher nichts überraschen, wenn jetzt noch die Wirtschaftsraten tiefer ausfallen, als sie jetzt bisher ausgefallen sind. Ob's dann wirklich gäbe, es braucht dann immer so ein bisschen einen Trigger, der dann eben wirklich zur Verunsicherung sorgt zusätzlich, wenn die Welt nur allgemein unsicher ist.
Ich glaub, an das haben sich viele Wirtschaftsakteure gewöhnt. Da geht man trotzdem vorwärts. Muss dann schon irgendwo noch einen Schock geben, wo man nicht sagt, ja, na, jetzt stopp ich wirklich Mhm. Jetzt stopp ich wirklich meine Produktion oder jetzt mach ich wirklich, jetzt entlasse ich wirklich mehr Leute. Mhm.
Und dieser Schock, den kann man nicht prognostizieren, aber ich bräuchte nicht so viel, so, das will ich sagen, ja. Das ist absolut richtig, aber wir wir hören ja fast täglich von wieder Tausenden von Arbeitsplatzverlusten jetzt in in Deutschland konkret und auch ganze Industrien, die die wegbrechen. Also Automobilindustrie ist sicher das prominenteste Beispiel. Aber wenn man sich da vertieft und und auch mitbekommt, dass dass Länder und und Städte in Deutschland schon eigentlich faktisch konkurs sind und auf der anderen Seite dann hört, dass Investitionen von 30000000000 geplant sind, für Satelliten aufzubauen, die für den Krieg entsprechende Cybersicherheit sicherstellen möchten. Also ich nehme jetzt aktuell als Beobachter und ich ich mein das nicht werden, aber ich beobachte in Deutschland, da werden Milliarden ausgegeben für die Kriegswirtschaft und auf der anderen Seite fehlt es den Renten an an Geld und die müssen noch Pfandflaschen aus dem Abfall und also eine 1 Situation, wie ich mir das nie hätte vorstellen können.
Sehe ich das etwas zu schwarz oder wie wie beobachtest Du jetzt als zahlenbasierter Ökonom die Situation oder die neuen Zahlen, die Du da von Deutschland liest? Ja, die Schwierigkeit ist sicher in den in Deutschland, dass man sehr viel Geld für Soziales eben ausgibt. Und dann ein großer Teil des Budgets dann für das braucht und das ist Konsum. Und das ist kurzfristig hilft das und das hilft vielleicht auch 'nem gesellschaftlichen Zusammenhalt, aber ist dann keine Investition. Man kann nicht später davon profitieren, ne.
Das heißt, man für für die längerfristigen Investitionen man dann kein Geld mehr. Mhm. Und das ist jetzt ein etwas, was schon seit 10, 20, 30 Jahren andauert und jetzt plötzlich merkt man ja, jetzt gab's mal verglichen mit 1 Familie. Das hat ein Haus, hat jetzt immer Leute eingeladen, Gäste eingeladen, alle bewertet und jetzt plötzlich merkt die Familie ja jetzt, das Haus ist kaputt und das Auto auch noch, ja. Jetzt haben wir aber kein Geld mehr für das, ne.
Und das ist eine schwierige Situation, was nicht einfach ist, dann wieder herauszukommen, ne. Man kann's mit ein bisschen mehr Schulden tun, das versucht Deutschland. Jetzt Deutschland und das habe ich ansatzweise ein bisschen Verständnis, weil man ja irgendwo wieder das Haus in Ordnung bringen will. Das große Problem ist dann aber ja, man braucht ja nicht in ein gutes Projekt und man muss dann irgendwie sinnvoll investieren und die Mechanismen eine Spirale, die dann natürlich sind wir in 1 Spirale, die dann natürlich negativ ist, obwohl eigentlich Deutschland unglaublich viel viele Vorteile eben noch hätte, ne. Ich bin da jetzt auch nicht der, der zu negativ nur auf Deutschland schaut.
Das ist die wirklich tragisch. Eigentlich hättest Du unglaublich viele gut ausgebildete Leute, superviele gute kleinere und mittlere Unternehmen, sehr viele Innovationen, die eigentlich trotzdem noch in Deutschland vorhanden wäre. Die Ausgangslage wäre ja eigentlich gar nicht so schlecht, aber irgendwie bringt man das politisch wirklich nicht auf die Reihe und das ist ist ist tragisch zuzuschauen. Ja, und das könnte auch ein großer Plan sein der USA. Ich habe ja mal gelesen schon vor Jahrzehnten, dass dass USA Angst hat eigentlich vor einem starken Deutschland, kombiniert mit einem Energielieferanten Russland, der sehr günstiges Gas nach Deutschland exportiert und das wurde unterbunden, wie wir jetzt mit den Ult Stream 2, aber dass das jetzt dermaßen rasant eine Deindustrialisierung in Deutschland zur Folge hat, hat natürlich auch mit der Energiepolitik und all den Fehler zu tun.
Ich möcht das Thema aber nicht noch vertiefen, dann wieder überleiten auf die Schweiz, eigentlich auch betonen, was machen wir besser und jetzt vor allem in Bezug auf Geld. Wir haben die erwähnte Schuldenbremse einerseits und andererseits eine sehr tiefe im internationalen Vergleich fast eine der tiefsten Staatsverschuldungen gemessen am BIP, könnte die Schweiz daraus nicht noch mehr Profit ziehen? Du hast's bereits erwähnt mit dem starken Franken, aber jetzt mit dem ganzen Exportdruck und den Zöllen, wie wie könnte die Schweiz diese tiefe Staatsverschuldung einfach noch mehr in dem Sinn auch ausnutzen, diese hervorragende finanzielle Situation, die wir haben? Ja, indem wir vielleicht wirklich den starken Franken auch wieder mehr als strategisches Asset sehen. Und das ist ist ein gefährliches Terrain.
Ist mir bewusst, wenn man dann Franken politisiert. Das machen wir ja eigentlich nicht in der Schweiz aus guten Gründen. Das Problem ist, wenn die ganze Welt die Wirtschaft politisiert, wie sie es jetzt tut, wie wir auch darunter zu leiden haben. In der Schweiz müssen wir vielleicht auch in der Schweiz überlegen, ja, wie können wir das irgendwie nutzen, ne, dann zu überlegen, ja, wie können wir vielleicht den starken Franken vielleicht wirklich strategisch nutzen, indem wir sagen, na gut, wir kaufen jetzt den Franzosen bewusst paar 100000000 Milliarden Staatsschulden ab. Dafür liefern sie uns vielleicht irgendwo Unterstützung mal in einem Notfall oder irgendwelche Deals, ne.
Ich glaube, wir hatten wir haben tatsächlich da mehr Assets, als wir vielleicht zu glauben haben aufgrund unserer Größe und wenn wir die dann im Notfall dann wirklich einsetzen könnten, dann kann das uns in in in 1 großen Krise dann tatsächlich von von von Nutzen sein. Mhm. Und da müssen wir uns vielleicht ein bisschen zumindest anfangen zu überlegen, ja, wie können wir da diese diese diese diese diese Franken als strategisches geopolitisches Asset nutzen? Mhm. Spannende Überlegung.
Du hast letztlich im Schweizer Monat geschrieben, dass die SNB die Nachfrage nach Arbeitsplätzen auch beeinflusst und dadurch auch die die Zuwanderung eigentlich indirekt steuern kann. Bitte Erklärung, weshalb? Ist ja eigentlich relativ simpel, wenn die Zentralbank oder eine Nationalbank Zinsen senkt oder interveniert, also der Franken schwächt, macht's ja das, der Wirtschaft in dem Sinne zu unterstützen, dass sie dann wieder mehr Arbeitskräfte nachfragt, ne? Wenn jetzt aber wie in der Schweiz eigentlich Vollbeschäftigung herrscht, dann führt das eben nicht zu Inflation wie in anderen Ländern. Weil in im Normalfall würde ja dann die Arbeitskräfte knapp, die Löhne steigen, führt zu Inflation.
Das ist so, wie man es aus dem Lehrbuch kennt, ne. Wenn wir aber eine Personenfreizügigkeit haben, also relativ offene Grenzen jetzt in der Schweiz, also eigentlich die EU Bürgerinnen und Bürger auch in der Schweiz arbeiten können, ist das Arbeitsangebot viel weniger limitiert. Das heißt, statt dass die Löhne dann raufgehen, kann man einfach als Firma dann jemand anstellen, der aus aus der EU stammt oder aus anderen Ländern stammt. Mhm. Und dementsprechend führt diese Nachfrage, diese Nachfragestimulus der Nationalbank dann zu 1 erhöhten Zuwanderung.
Okay. Mhm. Jetzt die SNB hat ja eigentlich nur ein Mandat, das ist die Preisstabilität. Die Fed in den USA hat noch ein zusätzliches, die Arbeitslosigkeit. Und was denkst Du, wäre das auch eine Möglichkeit, dass dass die Schweizer Nationalbank ebenfalls ein zweites Mandat bekommt?
Ich glaub, es ist sehr ist sehr gefährlich, wenn man die Preisstabilität aus dem Blick verliert. Da bin ich da bin ich voll, wie soll man sagen, der Überzeugung, dass die Preisstabilität, also die Kaufkraftserhalt nenne ich's noch lieber, dass der garantiert bleibt. Jetzt aber in der Schweiz, wenn die Inflation tief ist, die Kaufkraft eigentlich garantiert ist, ist die Frage, ob die SNB dann wirklich weiterhin so unterstützend sein muss, Mhm. Dann eigentlich vor allem eben auch die Zuwanderung zu erhöhen oder ob sie nicht sagen kann, ja, wir schauen so weit auf die Arbeitslosigkeit, wenn Vollbeschäftigung herrscht, dann müssen wir ja nicht noch zusätzlich die Wirtschaft unterstützen, ne? Die Inflation ist vielleicht in dem Sinne dann ein bisschen ein falsches Signal, weil die Inflation gar nicht raufkommt, ne?
Mhm. Auch wenn's die Wirtschaft überhitzt, merkt man das ja den im Gegensatz zu, was wir aus dem Lehrbuch kennen, eben nicht der Inflation an, sondern vielleicht eher der Arbeitslosigkeit. Oder wenn wenn Vollbeschäftigung ist, kann man sagen, ja, dann braucht's nichts mehr. Mhm. Das sagt, aber damit meine ich nicht, dass wenn die Inflation hoch höher ist und die Arbeitslosigkeit höher, dann ist mir klar, da muss man einfach auf die Arbeit auf die Inflation schauen, Mhm.
Bis man die Preisstabilität garantiert und eben nicht dann sich noch in anderen Zielen ververirrt. Also die kurze Version, wenn ich dich richtig verstanden habe, ist, nein, die SMB soll bei ihrem heutigen einzigen Mandat Preisstabilität bleiben. Okay. Ja. Ich möchte noch etwas über die Digitalisierung sprechen.
Viele Zuschauerinnen und Zuschauern haben Angst vor der Einführung des digitalen Euros, die jetzt kürzlich auf das Jahr 20 29 kommuniziert wurde von der EZB. Was ist da deine Meinung? Da gibt es sehr viel Unwissen oder Falschwissen im Markt. Hast Du dich mit dem Thema Digitalem euch auch schon auseinandergesetzt? Ja, und hier ist sich die Frage, wann kommt's wirklich so weit?
Es gibt schon auch einige Hürden und rechtliche und politische Hürden, dass dann der tatsächlich in in Europa eingeführt wird. Von dem her wurde es jetzt ja auch das Projekt immer wieder nach hinten verschoben, als man das einführen will. Es ist natürlich aus irgendwie, wenn man sagen will, ja, wir haben mit den Banken vielleicht ein Problem, die sind teilweise unsicher. Also können wollen wir nicht einfach irgendwie die Banken umgehen. Gleichzeitig ist es ein bisschen unpraktisch mit diesen Noten, mit diesem Bargeld.
Es wär doch einfacher, wenn wir das alles mit 1 App zahlen können. Und da ist diese Kombination von diesen 2 Ideen kommt man natürlich auf so Lösungen wie ein digitaler Euro, der direkt von der Zentralbank ausgegeben wird und dann ist es schon sehr mächtig die Idee. Und ich würde den den den jetzigen Machern dieses digitalen Euros auch abnehmen, dass sie da jetzt nicht weiterführende Pläne haben, sondern wirklich quasi ein Bargeld, sein digitaler Bargeldersatz machen wollen und sie wollen das ja noch beschränken auf 3000 Euro, Stand jetzt, dass das eben dann nicht irgendwo zu stark die Banken konkurriert und wirklich nur so ein Ersatz ist. Mit all den digitalen zentralen Organisationen ist aber da die die die das Missbrauchspotenzial ist natürlich enorm. Und es hängt komplett davon ab, wie ob das ausgenutzt wird oder nicht.
Und aus liberaler Perspektive kann das tatsächlich aus freiheitlicher Perspektive kann das Angst machen, oder wenn man weiß, dass der Staat nicht immer nur nicht immer nur gut ist, sondern da sein sein sein seine Macht tatsächlich auch missbraucht. Und darum muss man da sehr genau auf die Finger schauen, was da passiert. Man kann aber auch sagen, kann er heute natürlich auch schon. Ist ja heute auch schon alles digital und was immer ich digital mache, auch wenn's jetzt nicht der digitale Euro ist, sondern digitaler das digitale Bankengeld. Wenn der Staat wirklich will, kann er heute ja auch schon diese Informationen in sich irgendwie beschaffen oder hat sie tatsächlich schon, oder?
Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja. Es ist dann nicht, hängt dann nicht nur am digitalen Euro. Es ist vielleicht dann etwas komplizierter, weil weil die Banken der verlängerte Arm des Staates sind und da eigentlich Anfragen über die Banken laufen müssen. Aber ich möchte das Thema kleine mittelgroße Banken nach kurz thematisieren, auch im Zusammenhang mit dem digitalen Euro. Wenn ich das richtig verstanden habe und bitte korrigiere mich, dann der digitale Euro ist eigentlich ein CBDC, ein Retail CBDC, ein digitales Zentralbankgeld.
Und das Geld, das man ja auf dem Bankkonto ist, Geraldgeld, ist kein Zentralbankengeld. Und eigentlich würde man auch den den Banken dadurch eine Einnahmequelle wegnehmen mit dem ganzen Zahlungsverkehr, den Transaktionen. Wenn dann das eingeführt ist und man sich gewohnt hat, mit dem mit dem digitalen Euro zu kaufen. Könnte das nicht auch eine Strategie sein zur Abschwächung der der Banken und und eben, wie Du auch sagst, als EU möglichst viele viel Macht über über seine Bürger zu haben? Ich bin sicher, wie viel Strategie dahinter ist, aber die Gefahren bestehen, das ist so.
Ich glaube nicht, dass man jetzt wirklich die Banken zu stark schwächen will, weil man ja auch weiß, auch als Staat weiß, was man andere Banken hat. Also die Banken finanzieren ja auch Staatsschulden zum Beispiel. Mhm. Also von dem her ist, glaub ich, schon bewusst, dass man jetzt nicht etwas tun sollte, dass dann die Banken zu rasch oder zu zu zu stark schwächt. Von dem her ist ja auch die Grenzeebene auf diesen 3000 Euro, dass man dann eben nicht in 1 Bankenkrise sein ganzes Geld von Bankkonto in dieses Digitale.
Sportmanager, ja, Zentralbankportmanager, ja, dann dann rein verschieben kann. Die Grundfrage aber dahinter ist ja, wieso macht man's dann, ne? Also es ist schon ein bisschen, es ist irgendwie, ich glaub, den Verantwortlichen ist es schon irgendwie bewusst, dass es irgendwie ein Eiertanz ist dann, dann so und dann irgendetwas macht, dass Du halbfertig isst, weil man eben nicht wie die verschiedenen Probleme sieht. Und dann ist natürlich Gefahr groß, dass man dann irgendwann mal dann alle Schritte macht und es eben nicht bei einem halbfertigen Produkt lässt. Mhm.
Im Moment flüchten ja einerseits täglich Milliarden von von Euros in die Schweiz oder andere Zentren, Finanzzentren wie Singapur oder Naher Osten. Andererseits auch natürlich Personen, also die Unternehmer, die die auch ihre Familie eigentlich vor einem Niedergang von Deutschland eigentlich retten möchten oder natürlich auch die die Steuerfolgen der der Staat ist eigentlich faktisch fast pleite und und da werden viele neue Steuern folgen und da sind Ängste von Deutschen, die ich höre. Wie beurteilst Du dort die Möglichkeit, dass man zu drastischen Mitteln wie 1 Kapitalverkehrskontrolle irgendwann mal die aus der Schublade nimmt und einführen wird? Ich glaub, solche Giftschränke, die werden sicher angetastet werden in der Zukunft, da seien es dann irgendwie große Vermögenssteuern, weil man eben die Schulden oder irgendwie zahlen will oder vielleicht dann irgendwie Goldverbote oder irgend zusätzliche Steuern auf auf Immobilien, alles historisch schon vorhanden und tatsächlich ja auch aktuell ansatzweise wie diskutiert und in 1 globalen Welt, wo man sehr schnell in einem anderen Land ist, das die Güter verschoben hat oder sich selbst verschoben hat, führt das dann natürlich auch dazu, dass man irgendwo dann auch die die Bewegungen einschränken muss, sonst hat das alles keine Wirkung, ne. Von dem her sind das sicher Szenarien, die die tatsächlich realistisch sind, zumindest was man machen möchte, was dann wirklich heute in 1 in dieser globalisierten Welt möglich ist.
Vielleicht eben nicht mehr so viel, wie es es noch vor vor Jahrzehnten ist und vor allem darum die die Macht der Staaten tendenziell kleiner ist, als sie es noch früher war und darum schwieriger wird für Staaten, tatsächlich ihre totalitären Maßnahmen umzusetzen, wie es sie es vielleicht dann in einem Notfall gerne tun würden. Ja, wobei da bin ich mir nicht sicher, wenn jetzt ein 1 deutscher Staat beschließt über das Wochenende, dass dass keine Auslandtransaktionen mehr für eine gewisse Periode möglich sind und die Anweisungen natürlich an alle alle Bankvorstände rausgibt, dann kann ich mir schon vorstellen, dass man als Deutscher dann nicht mehr die Möglichkeit hat, am Montag irgendwelche Auslandtransfers zu machen und dann eigentlich auch vielleicht eingeschränkt ist, was der Bezug von vom Bargeld bei den Banken möglich ist. Wobei, ich kenn jetzt die Zahlen nicht, vielleicht kennst Du die, in in der Schweiz sind das, glaub ich, 8 Prozent des gesamten Giralgeldes bei den Banken, welche effektiv physisch vorhanden sind. Von den 8 Prozent, behaupte ich mal, ist ist mehr als die Hälfte irgendwo schon außerhalb des Bankensystems gebunkert oder, also gar nicht im Umlauf. Aber in Deutschland kenn ich jetzt die Zahlen nicht, aber man kommt ja nie mehr eigentlich dann an das Geld, das man erspart hat und auf der Bank liegen hat.
Ist das richtig? Ja, das sind sicher tatsächliche Gefahren und darum ist es sicher gut oder weise, dass man sein Vermögen da halt sehr diversifiziert investiert und eben nicht nur in unserem Geldsystem investiert, sondern dann in realen Gütern, ob's dann Goldaktien oder andere Dinge sind, die auch Risiken haben logischerweise, aber eben sicher deutlich weniger Risiken als vielleicht an das Bankkonto oder die die die die Staatsschuld, die Staatsobligation. Genau, also jetzt noch die Abschlussfrage, das fragen mir eigentlich die meisten Gäste, wie wie bist Du selber investiert, in welchen Anlageklassen hast Du Staatsobligationen? Nein, hab ich nicht und und auch nur wie ja die Pensionskasse wenig. Ich glaube, ich persönlich bin hauptsächlich investiert in, wie soll ich sagen, in eigene Projekte und was ich auch ein etwas Sinnvolles finde in dem Sinne, wenn man mit seinem Geld, Gerade in unsicheren Dingen Zeiten kann man auch viel erreichen oder viel tun mit dem Geld, ne.
Wenn man dann tatsächlich in solche Projekte, wo man Einfluss hat, investiert, glaube ich, ist auch sehr sinnvoll investiert, auch wenn's dann vielleicht aus Diversifikationsgründen nicht nicht nicht ideal ist, aber man kann etwas bewegen Internet. Absolut. Na ja, das sagen mir viele Unternehmen, dass sie natürlich in die eigene Firma investieren. Das können sie auch beeinflussen und steuern. Gut, Adiell, herzlichen Dank für für deine spannenden Aussagen.
Bei uns ist es Tradition, das weißt Du, dass wir unseren Gast fragen, welche Person das Du ebenfalls als möglichen interessanten Gesprächspartner hier bei der Jahrgang Schweiz AG sehen würdest, kommt dir da in den Sinn? Ich glaub, ich würde dieses Mal Dani Lampart vorschlagen. Der ist ja der Chefökonom des Gewerkschaftsbundes hier in der Schweiz und sieht ziemlich viele Dinge ganz anders als ich. Und da ich stark auch für den offenen und freien Meinungsaustausch bin von verschiedensten Ideen, würde ich vorschlagen, dass Du doch mal ihn einlädst. Ja, sehr gut, werde ich machen.
Vielen Dank. Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, ich hoffe, Ihnen hat Gespräch ebenfalls so gut gefallen wie mir. Hinterlassen Sie unbedingt einen Kommentar. Wir haben über die EZB und auch sogar den Untergang der Zentralbanken diskutiert. Was ist Ihre Meinung?
Wie lange denken Sie, wird es den Euro noch geben? Sind Sie für die Einführung 1 digitalen Euros? Vielen Dank fürs Zuschauen. Falls noch nicht, abonnieren Sie unbedingt unseren Kanal, aktivieren Sie die Glocke und bis zum nächsten Mal.
Veröffentlicht mit CiteCast