Cover: Ex-Banker warnt: Wenn alle gleichzeitig raus wollen, ist es zu spät

Ex-Banker warnt: Wenn alle gleichzeitig raus wollen, ist es zu spät

21. September 2026 50:39 Min.
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Worum es geht

Kaufen, liegen lassen, abwarten. Diese Regel hören Anleger seit Jahrzehnten, in der Bankfiliale wie im Internet. Dr. Michael Markovich hält sie für einen der gefährlichsten Irrtümer der Geldanlage. Dr. Michael Markovich ist CEO und Mitgründer der Schweizer QIO Quantitative Investment Office AG. Im Gespräch mit Dr. Dietmar Peetz nimmt er fünf Anlagemythen auseinander, die in Beratungsgesprächen bis heute fallen. Und er erklärt, wie man selbst mit dem Staat mit dem besten Rating viel Geld verlieren kann. Die Themen der Folge: • Mythos 1: Wer lange genug hält, hat kein Risiko• Die 10 besten Börsentage und was dabei verschwiegen wird • Mythos 2: Die Asset Allocation erklärt 90 Prozent der Rendite• Konservativ, ausgewogen, spekulativ: wie Banken ihre Kunden einteilen • Mythos 3: Breite Streuung schützt im Crash• Private Equity für Privatanleger: warum Vorsicht geboten ist • Mythos 4: Rebalancing und Kosten, die nirgends ausgewiesen werden • Mythos 5: Inflationsschutz, der nicht schützt• 🔔 Abonniere KLARTEXT FINANZEN – jeden Montag neue Folgen. 📲 Erfahren Sie monatlich die grossen Zusammenhänge der Weltwirtschaft und Geopolitik. Abonnieren Sie den kostenlosen Newletter:https://realunit.de/newsletter/?utm_campaign=Klartext%20Finanzen&utm_source=youtube&utm_medium=social&utm_term=NL🇨🇭 RealUnit Schweiz AG Einfach Vermögen sichern in diversen Sachwerten ausserhalb der EU: https://realunit.de?utm_campaign=Klartext%20Finanzen&utm_source=youtube&utm_medium=social ———————————————————————Disclaimer:⚠️ Die Informationen auf diesem Kanal richten sich nur an Personen mit Sitz in der Schweiz, Deutschland, Österreich oder Liechtenstein. Sie richten sich nicht an Personen, die dem Recht eines Staates unterstehen, der die Distribution oder Nutzung dieser Informationen verbietet (u.a. USA, Grossbritannien, Japan, Kanada, Neuseeland und Australien). Das Thumbnail und einzelne Grafiken in diesem Video wurden mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet. Sämtliche Inhalte werden vor der Veröffentlichung von unserer Redaktion geprüft und verantwortet. Die Informationen auf diesem Kanal stellen Werbung im Sinne von Art. 68 FIDLEG bzw. Marketing-Mitteilungen im Sinne der Richtlinie 2014/65/EU über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) dar. Die Angaben dienen ausschliesslich der Information und stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Abschluss eines Vertrags oder zum Erwerb oder zur Veräusserung von Wertpapieren dar. Die verwendeten Daten bewertet die RealUnit Schweiz AG als korrekt, die Angaben sind jedoch nicht unabhängig überprüft. Es besteht keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte dieses Kanals. Die vergangene Kursentwicklung ist keine Indikation oder Garantie für die zukünftige Wertentwicklung der Aktien der RealUnit Schweiz AG. Der Wert der Aktien kann sowohl steigen als auch fallen, und Anleger erhalten möglicherweise nicht den ursprünglich investierten Betrag zurück. Wechselkursänderungen können ebenfalls Einfluss auf den Wert der Aktien haben. Die Rendite der Anleger kann durch Währungsschwankungen steigen oder fallen. Die steuerliche Behandlung hängt von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Anlegers ab und kann zukünftigen Änderungen unterworfen sein. Die Informationen auf diesem Kanal stellen keine Anlageberatung dar und berücksichtigen nicht die Anlageziele, finanzielle Situation, Kenntnisse, Erfahrungen oder besonderen Bedürfnisse des einzelnen Anlegers. Bevor Anleger eine Investitionsentscheidung treffen, sollten sie sich umfassend informieren sowie den aktuellen Wertpapierprospekt gründlich lesen, der spesenfrei auf der Webseite https://realunit.ch/ueber-uns/downloads/ bzw. https://realunit.de/ueber-uns/downloads/ oder via info@realunit.ch bezogen werden kann.

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Und deswegen kann man nicht sagen, dass einfach lange investieren bedeutet, dass man kein Risiko hat. Ganz im Gegenteil, das Risiko steigt mit dem Anlagehorizont. Man möchte, dass Investorinnen und Investoren eher in hochmarige Produkte investieren. Hochmarige Produkte sind in der Regel dann auch einfacher zu verkaufen, wenn sie mehr Risiko haben, ja. Das heißt, mit der Zeit streue ich meine Risiken, ja, und das wissen wir, ist wissenschaftlich nicht haltbar.

Es ist falsch, wie ich vorher mal an einem Beispiel gezeigt habe. Alle wissen, dass sie ja investieren müssen, aber zu wissen, welches Produkt sie auf jeden Fall vermeiden sollen, das ist eigentlich ein 1 immer ein großer Schwerpunkt in der Diskussion. Das ist ja genauso ein Mythos, ja. Also diese Art der Anlagestrategie, also wir bezeichnen das als Straußenstrategie, ja. Also ich sehe das Risiko nicht, deswegen ist es nicht vorhanden und das ist natürlich hochgradig gefährlich.

Dann ist, wie gesagt, dann versuchen alle aus dem brennenden Kino durch den einzigen Ausgang und dann hat man immer diese großen Drawdowns, die vorher undenkbar waren. Wir sehen, dass Private Equity Produkte auch im Retail Bereich, auch in der Schweiz und auch hier von Robadvisern aktiv vertrieben werden und ich halte das für hochgradig gefährlich. Ich würde das würden das von unserer Seite nie machen. Die Republik Österreich ist bekannt geworden. Na, jetzt weiß, was jetzt kommt.

Die haben vor einiger Zeit eine hundertjährige Anlage imitiert. Ja. Republik Österreich über jeden 2 Fälle haben. Ja. Rating solide, Top Ja.

Top Land, tolle Leute. Ich glaub, Anleger haben irgendwie 80, 90 Prozent Ja, ja, richtig. Mitgemacht. Also das ist der Punkt, man kann mit top soliden Namen auch richtig viel Geld verlieren, weil eben diese Zinssensitivität so enorm ist. Je länger die Laufzeit ist, also je mehr man in die Zukunft sozusagen extrapoliert, umso größer ist der Effekt, wenn eben die Zukunftserwartungen mit der Realität nicht mehr übereinstimmt.

Ja. Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, herzlich willkommen zurück. Klartext Finanzen, der Podcast heute Doktor Michael Makovic. Er ist Gründer und Partner von QIO AG und er ist auch Gründer der Beratungsplattform Goldbased Investment. Heute haben wir eine ganz große Palette an wirklich spannenden Themen besprochen.

Sie haben ja sicher wahrscheinlich schon mal gehört, die Bank rät, kaufen Sie Aktien, halten Sie möglichst bis zur Ewigkeit. Und Doktor Michael Markovic hat mit diesem Mythos brutal aufgeräumt. Wir haben weitere Mythen untersucht, warum zum Beispiel Diversifikation Geld kosten wird. Wir haben besprochen, warum Sie mit sicheren Staatsanleihen sogar 80 Prozent Verlust einfangen können. Dies und auch viel mehr werden Sie in diesem Video erfahren.

Ich wünsch Ihnen viel Spaß beim Zuschauen. Doktor Michael Makovic, ganz herzlich willkommen zum Podcast der Realunit Schweizer AG. Ganz toll, dass Du heute da bist. Wir kennen uns seit gefühlt 30 Jahren. Ah, 25.

Du übertreibst. Ja. Das wird 'n ganz spannendes Thema heute. Wir reden über Investmentmythen und Du bist ja Experte auf dem Gebiet. Für die Leute, die eben mehr als 'n Sparbuch haben, 'n bisschen Geld anlegen, ist das relevant, weil reden darüber, wie man ganz viel Geld verlieren kann, nicht nur durch die normalen Kosten, sondern eben auch durch diese Prinzipien Diversifikation, Rebalancing und Risk Management.

Und ich starte gleich mit der ersten Frage. Es heißt ja immer, na ja, wenn man Aktien nur lang genug hält, da kann man eigentlich nichts falsch machen, weil das wird immer 'n positives Ergebnis werden. Also das heißt, je länger man anlegt, umso stabiler werden die Erträge. Das ist ja auch 'n gefährlicher Irrtum. Wie siehst Du das?

Also wie Du richtig gesagt hast, das ist ein Argument, was sehr oft gebracht wird, wenn man Kunden versucht zu akquirieren, vor allem wenn es darum geht, ihnen auch vielleicht ein Risiko schmackhaft zu machen, das etwas höher ist als ein normales Sparbuch. Und dann verwendet man oft sich einfachen Ausdrücke wie ja, aber wenn man nur langfristig investiert, in der Regel passiert da nicht viel. Es gibt vielleicht Schwankungen von einem Monat zum nächsten, aber wenn man das lang genug aushält, dann kommt das alles gut. Und was dabei vergessen wird beziehungsweise bewusst vertauscht wird, man verwechselt eigentlich, wie stabil der Durchschnitt 1 Vermögensanlage ist über die Zeit mit dem Risiko des Endvermögens. Und das sind 2 komplett unterschiedliche Paar Schuhe, würden wir sagen.

Am ersten kann man das vielleicht verstehen, wenn man sich ganz persönlich fragt, man misst seinen Weg zur Arbeit zum Beispiel und man fährt einmal in der Woche oder einmal in der Woche zur Arbeit und schaut, wie viel Minuten man gebraucht hat und dann macht man's am nächsten Tag und wenn man das ein Jahr lang gemacht hat, hat man 1 1 1 gute Übersicht, wie lang man zur Arbeit braucht und das ist das, was man oft mit Glättung der Renditen versteht. Das heißt, wir haben eine gute Einschätzung, wie lange man zur Arbeit braucht oder was die Rendite 1 Anlage ist. Das heißt aber nicht, dass ich jedes Mal mit großer Sicherheit, also mit hundertprozentiger Sicherheit auch bei meiner Arbeit ankomme. Ja. Und das ist das andere Risiko, das wir haben, nämlich dass es natürlich zu starken Marktkorrekturen kommen kann, die mich unter Umständen mein ganzes Vermögen kosten können, ja.

Und dieses Risiko wird in dieser Diskussion dann ausgeblendet, ist aber eigentlich das einzige Risiko, auf was es ankommt oder anders formuliert, ich kann hundertmal zur Arbeit gehen. Ich werde nie einen Reifenplatzer haben, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es einmal zu einem Reifenschaden kommt, er ist immer ganz klein da und wenn ich unendlich oft zur Arbeit fahre, wird er auch einmal stattfinden und dann komm ich nicht zur Arbeit, ja. Und dieses Risiko ist das, was wir eigentlich mit Vermögensrisiko verstehen und deswegen kann man nicht sagen, dass einfach lange investieren bedeutet, dass man kein Risiko hat. Ganz im Gegenteil, das Risiko steigt mit dem Anlagehorizont. Das ist interessant, aber das bringt mich zur Frage, warum empfehlen denn die Banken immer, ja, Du musst einfach immer Augen zu und durch, bleib investiert, weil wenn Du die besten Tage verpasst, dann dann verpasst Du eben so und so viel Prozent von deinem Endvermögen.

Und deswegen ist die einzig richtige Strategie, immer Vollgas, immer investiert bleiben. Wenn die doch wissen, die Ecke kann der nächste Unfall drohen, dann müsste man das doch auch ganz anders angehen. Also es sind unterschiedliche Aspekte, die mit eine Rolle spielen. Und als 1., wie ich schon vorher gesagt habe, man möchte, dass Investorinnen und Investoren eher in hochmarige Produkte investieren. Hochmarige Produkte sind in der Regel dann auch einfacher zu verkaufen, wenn sie mehr Risiko haben, ja.

Also das bedeutet, wenn jetzt jemand in die Beratung kommt und und diese Person hätte vielleicht ein Budget, nur in Aktien zu investieren, dann ist es vielleicht interessant, etwas riskantere Aktien anzubieten, wenn gleichzeitig der Fonds für diese riskantere Aktien etwas mehr Gebühren abwirft, ja. Dann ist es aber einfach, das zu verbinden und sagen, Du hast vielleicht höheres Risiko, aber über die lange Frist wird es keinen großen Einfluss haben auf deine Strategie. Und von daher erklärt sich wieso, dass da ein Anreiz besteht innerhalb der Beratung. Die andere Sache ist natürlich, mit welchen Methoden man das verkaufen möchte und sind so Begriffe wie Zeitdiversifikation, ja. Also das ist dieses Schlagwort, das heißt, mit der Zeit streue ich meine Risiken, ja.

Und das wissen wir, ist wissenschaftlich nicht haltbar. Es ist falsch, wie ich vorher mal an einem Beispiel gezeigt habe. Aber dieses andere Argument ist natürlich auch sehr interessant, was oft gebracht wird, wenn Du die besten 10 Tage nicht erlebt hättest, hättest Du so viel weniger Vermögen. Diese Art der Illustrierung ist natürlich 1 1 1 1 Bauanfang, ja. Weil was da gemacht wird, ist, man stellt sich auf eine Position, dass man bewusst die 10 besten Tage herausbieten könnte.

Nun, wir können das Argument in die andere Richtung auch drehen und können sagen, was wäre mein Investment gewesen, wenn ich die 10 schlimmsten Tage nicht gehabt hätte? Und das wär das Gegenargument wie Timing ist superwichtig. Dann wären wir alle Millionäre, ja, und beides funktioniert eben nicht, von daher sind diese Argumente ungültig. Was noch einen kleineren, wenn ich mir erlauben, technischen Aspekt mit mit hineinbringt, wenn sie, wenn man diese Rechnung sieht, die besten 10 Tage, ja, dann vergisst man oft zu erwähnen, dass die meistens sehr nahe an den schlimmsten 10 Tagen liegen, ja. Das heißt, wir haben oft eine sehr, sehr große Marktkorrektur im Vorfeld.

Wir verlieren vielleicht 20 Prozent und dann haben wir eine Woche später oder eine Woche später die große Rally, wieder zurückzukommen auf dasselbe Niveau wie vor dem Crash. Und den Crash, den den den reflektiert man aus. Den zeigt man nicht, ja. Aber in Wirklichkeit wissen wir natürlich, wir wären alle viel länger investiert gewesen. Wir wären auch im Crash drin gewesen und hätten dann, nachdem die Recovery da gewesen wär, wären wir genau wieder dort, wo wir vorher gewesen sind.

Das heißt, es wär wahrscheinlich besser gewesen, generell das Risiko zu reduzieren, wenn die Zeiten unsicher sind, ja. Und das wird einfach verschwiegen, weil es natürlich Risiken birgt in der Beratung. Man stellen sich vor, ein Berater sagt dir, Herr Betz, verkaufen Sie doch bitte Ihre Anlagen, ja, weil es ist irgendwie ein Krieg im Gange oder es ist etwas im Aufbauen, was mir nicht gefällt und dann dann machst Du das und dann passiert nix. Dann hat natürlich dieser Berater in vielerlei Hinsicht ein Problem, ja. Weil erstens einmal die Assets sind weg, es gibt keine Gebühren mehr, die man für die Bank verdient.

Du bist nicht zufrieden, weil Du hast vielleicht keine Rendite gemacht. Also es spielen sehr, sehr viele Aspekte mit 1 Rolle, wieso das in der Beratung so schwer ist, so eine Position zu kommunizieren. Interessant, interessant. Das deutet son bisschen auf Herdentrieb hin, weil alle das Gleiche machen laut so in die Richtung. Aber Du hast jetzt grade das Stichwort genannt, Unsicherheit.

Ich mein, die Realität ist ja, wenn wir uns die Märkte anschauen, grade diese Tech Blase, die ist ja nun wirklich enorm. Und da da kommen ja so alte Erinnerungen hoch, Dot Com, Krise 2000. Und da gibt's ja sone Metrik Schiller KGV. Das ist sone Daumenregel, man man vergleicht also die Gewinne, dividiert durch, also Kurs durch Gewinn. Ja.

Und man vergleicht im Zeitablauf, na ja, gab's da mal Spitzen oder Tiefen? Und der Herr Schiller, Robert Schiller hat nachgewiesen, dass immer, wenn dieses dieses Verhältnis extrem war, dass dann die anschließenden Börsenjahre eher schlecht waren, musst Du mal zuvor nehmen. Mhm. Aber das widerspricht ja auch wieder soner sonem Mantra, dass niemand die Märkte vorhersehen kann und dass man deswegen alle stumpfste nicht investiert bleiben sollte. Also wie siehst Du das, dass wir jetzt auch in sone Phase kommen, wo es wieder mehr Sinn macht, Sachen zu hinterfragen und nicht dem Herren Trieb zufolge?

Also ich möchte vielleicht einen Schritt zurückgehen und und und und versuchen zu unterscheiden, wo wir uns eine konkrete Meinung über Märkte bilden können und wo das eigentlich ein Zeitverlust ist oder etwas, was wir eigentlich nicht wirklich uns zumuten können. Wenn es darum geht, zum Beispiel Unternehmen untereinander zu vergleichen, ja, dann sprechen wir von so Mikroeffizienz. Also das bedeutet, können wir BMW mit VW vergleichen? Kann irgendeine andere Automarke im Sektor Frankreich mit einem Automarke im Sektor Japan verglichen werden? Und da ist die Antwort klar, die kann sehr gut verglichen werden und deswegen ist der Markt, wenn es darum geht, einzelne Aktien untereinander im selben Sektor zu vergleichen, sehr effizient.

Das bedeutet, da einen View zu bilden, eine Sicht zu haben wie, ja, ich kaufe jetzt BMW gegen Toyota. Toyota, ist schon ein starkes Stück. Natürlich kann man das machen, aber das ist viel, viel schwieriger. Technisch sprechen wir von 1 Mikroeffizienz. Der Markt ist sehr effizient auf dieser Mikroebene, ja, bei Unternehmen.

Wenn wir das ansprechen, was Du gesagt hast, da geht es die sogenannte Makroeffizienz. Und da ist sehr schön nachgewiesen, dass wir da keine Effizienz haben. Da haben wir Übertreibungen. Das bedeutet, wenn wir zum Beispiel über Bewertung von Aktien zu Anleihen sprechen oder von Anleihen zu Rohstoffen oder von Rohstoffen zu irgendwas anderem, da wissen wir aus der Wissenschaft, dass der Markt übertreiben kann und da können sich diese Bubbles bilden. Von daher ist es wichtig, dass wir bei solchen Fällen sehr genau unterscheiden, uns diese Metrik, also wie Du vorher erwähnt hast, dieses KGV von Schiller heranziehen, uns ein Bild zu machen, ist etwas generell so bepreist, wie es historisch gerechtfertigt wäre?

Also das nur mal im Vorfeld, damit die Leute das ein bisschen verstehen, dass es diese Unterschiede gibt. Wenn wir jetzt konkret auf diese Schiller Pi oder dieses KGV von Schiller eingehen wollen, muss man natürlich sagen, das hat ein paar Probleme eingebaut, ja. Das heißt, Schiller selber hat diesen Index über 10, 20 Jahre weiterentwickelt und wenn man sich seine ersten Arbeiten anschaut zu dieser zu dieser zu dieser Ratio, diesem KGV Verhältnis, sieht man, dass das dort eigentlich immer ein nominaler Wert war, ja. Also er hat er hat er hat sich dieses Kurs Gewinn Verhältnis ausgerechnet und hat das nominal verglichen. Mhm.

Und dann später erst hat er angefangen, das Inflation zu bereinigen, ja. Und wenn man anfängt, etwas über Inflation zu bereinigen, dann kommt man sehr schnell in diese Tendenz hier rein, über welchen Zeitraum bereinigt man das? Macht man das über 5 Jahre, über 10 Jahre, über 20 Jahre und Professor Schiller hat dann irgendwann einmal gemeint, der macht das über 10 Jahre, ja. Und das bedeutet, dass wir bei diesem Kurs Gewinn Verhältnis so eine Art zehnjährigen Durchschnitt immer vor uns bilden. Wo ist das Problem, wenn wir so Durchschnitte bilden und ich hoffe, dass das alle auch wirklich gut nachvollziehen können.

Immer wenn wir einen Durchschnitt bilden über etwas, was nach oben geht, hängt der Durchschnitt dem aktuellen Markt hinterher, immer, ja? Es ist reine reine Mathematik und das bedeutet, dass wenn wir diese Schiller Pi, dieses Schiller KGV heranziehen, schaut der Markt immer sehr teuer aus. Das ist das Problem beim Schiller Pi, ja. Heißt es, dass wir damit keine Schätzungen machen können? Nein, das heißt es nicht.

Das heißt es nicht und da müssen wir noch einmal eben unterscheiden, es kann sehr lange dauern, bis sich diese Überbewertung manifestiert, aber es ist trotzdem eine valide Statistik, auf die wir schauen können. Und das bringt uns jetzt zu dem, was Du angesprochen hast. Wir sehen in vielen Bereichen natürlich sehr, sehr hohe Bewertungen, die auf unglaublichen Wachstumserwartungen beruhen Und ob sich die in dieser Form realisieren werden können, das steht auf einem anderen Blatt. Aber es ist definitiv nicht ein Markt, der attraktiv erscheint, also zumindest nicht auf der Aktien-, Semekontakter- oder AI Infrastrukturebene. Also wenn ich das übersetzen darf, es ist jetzt eine Phase eingetreten, wo es tendenziell gefährlich ist, blind der Herde hinterherzulaufen.

Absolut. Und wir sehen das zum Beispiel dieses Jahr besonders im asiatischen Markt. Nehmen wir zum Beispiel den koreanischen, den südkoreanischen Markt, der innerhalb von wenigen Monaten also also es sich nicht ganz verdoppelt hat, aber es sind unglaubliche Kurssprünge und 'n paar Wochen später dann unglaubliche Kurskorrekturen. Da sehen wir so einen herdentrieb. Also das ist natürlich sehr stark gepusht durch Themen wie AI und Infrastruktur in AI.

Leute kaufen das dann blind und dann passiert genau das, was wir in Südkorea gesehen haben. Der Markt korrigiert sehr massiv und die Leute bleiben mit Verlusten üblich. Also da spielt eben ein Kurs Gewinn Verhältnis und ein Blick auf diese auf diese einfachen Bewertungsmittel spielt natürlich eine sehr, sehr gute und und große Rolle. Ja. Jetzt ist ja so, Aktien kann man Geld verdienen oder auch verlieren, aber die Banken, die offerieren ja oft solche Mischprodukte.

Also 'n bisschen Aktien, bisschen Anleihen und je nach Risikotoleranz 'n bisschen mehr Aktien. Aber im Prinzip versucht man damit ja, diese Ausschläge zu glätten. Historisch hat das super funktioniert. Immer, wenn man sonen Einbruch bei den Aktien gehabt hat, mit 'ner gewissen Zeitverzögerung hat, haben dann die Notenbanken die Zinsen gesenkt und das hat dann den Anleihen Auftrieb gegeben. Jetzt sind wir aber in 'ner Falle, wo man eigentlich nicht mehr die Zinsen senken kann und wo man jetzt schon die ersten Anzeichen hat, dass Aktien und Anleihen gleichzeitig fallen.

Also dieses ganze Prinzip wackelt grade. Aber dennoch ist hier auch ein 1, ja, wie soll ich sagen, unzerstörbarer Mythos, der sich seit Jahrzehnten hält, dass die die diese Vermögensaufteilung, Englisch Asset Allocation, mehr als 90 Prozent der Rendite erklärt. Und da würd mich gerne, da würd mich deine Meinung zu interessieren, wie siehst Du diesen Mythos? Da müssen Sie kurz einen Gefallen bitten. Nur 25 Prozent unserer Zuschauer haben Klartextfinanzen abonniert.

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Das bedeutet, wenn wir beide, Du hast 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Cash zum Beispiel und ich hab 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Cash, dann ist es egal, welche Aktien wir dauernd mal Pi haben. Die Schwankung wird relativ ähnlich sein. Das heißt, die Variabilität, das Auf und Ab. Das heißt aber nicht, dass wir dieselbe Rendite haben werden. Und was diese diese Studie, die ja in den Neunziger-, Achtziger-, glaub ich, späten Achtziger-, Neunzigerjahren erschienen ist und die dann alle aufgegriffen haben, wie es geht nur die strategische Anlageallokation, die schaut fälschlicherweise nur auf diese Variation, aber nicht, was im Portfolio übrigbleibt.

Und das ist vor, ich glaube, in etwa vor 20 Jahren ist es auch wissenschaftlich dann widerlegt worden. Man hat ein Follow-up Paper geschrieben und hat dann darauf hingewiesen, welche methodologischen Fehler es in dieser ursprünglichen Analyse gegeben hat. Und das schönste Beispiel ist einfach, was da herauskommt, ist, dass es eigentlich die Selection geht. Es ist die Selection, die wie Also die Auswahl der Einzelfall. Auswahl der Aktien.

Also als Beispiel. Wir beide sind 60 Prozent Du investierst in den MSCI World und hast einen Geldmarktfond in in in in Deutschland oder vielleicht einen ETF über zwölfmonatige Staatsanleihen. Und ich habe, ich nehme zum Beispiel 60 Prozent Wirecard Aktien und investier mein Cash in türkische Lira, ja. Mhm. Dann haben wir beide absolut dasselbe strategische Asset der Location.

Wir haben 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Cash. Ich hab kein Geld mehr, Du hast es gut gemacht, ja. Und das zeigt, dass eben diese Selection sehr wichtig ist. Und eben dieses Follow-up Research hat sehr deutlich gezeigt, dass diese ursprüngliche Arbeit, auf die sich alle berufen haben, dass die falsch war und dass, wenn man das richtig macht, man zeigen kann, es kommt auf die Selection an. Das heißt, welches Produkt kaufe ich schlussendlich, meiner strategischen Anlage an Lokation nachzukommen, ja.

Und das ist entsprechend sehr, sehr wichtig und das sehen wir auch in der Kommunikation mit mit unseren Kunden. Alle wissen, dass sie ja investieren müssen, aber zu wissen, welches Produkt sie auf jeden Fall vermeiden sollen, das ist eigentlich ein 1 immer ein großer Schwerpunkt in der Diskussion. Nachfrage, wenn ich zu 'ner Bank gehe, ist es eigentlich egal, welche. Ich krieg immer nur die gleichen 3 Geschmacksrichtungen. Also das ist konservativ, ausgewogen und spekulativ.

Ja. Und die unterscheiden sich eigentlich nur mehr oder weniger in der in der Aktienquote. Also bei bei spekulativ hat man mehr Aktien, bei konservativ hat man mehr Anleihen. Aber ich mein, letztendlich, das ist ja nicht die Idee des Investors. Klar, aus Sicht der Bank kann man das wunderbar skalieren, Mhm.

Dass man so die ganze Masse der Kunden auf 3 Töpfe aufteilt. Das macht das Ganze auch effizienter, Mhm. Hoffentlich auch kostengünstiger. Aber im Prinzip, wenn jemand wirklich eine individuelle Vermögensverwaltung braucht, dann kann er ja gar nicht mit diesen 3 Töpfen operieren. Das ist ja sehr, sehr schwierig auch nur.

Ich mein, letztendlich, man wird kategorisiert nach dem Risikoprofil, wobei Risiko da auch wieder missbräuchlich nur mit Variabilität, also Schwankung gleichgesetzt wird. Aber wenn ich jetzt kurz vor der Rente stehe, dann ist mir die die die Schwankung eigentlich egal. Mir ist wichtig, dass es auf dem letzten Meter nicht zu 'nem Totalunfall kommt, dass nicht nächste Woche der Crash da ist. Ja. Und mein Vermögen sinkt dann 30 Prozent.

Aber warum machen die Banken so was? Das ist ja auch 'n bisschen fahrlässig. Ja, weil es einfach ist. Es ist natürlich extrem einfach. Du kommst in eine Filiale und dann man muss natürlich auch die Lanze brechen für die guten Banken und guten Berater.

Es sind nicht alle, die, es dürfen nicht alle in einen Topf hineinwerfen. Es gibt sehr viele Leute, sehr viele Berater, die natürlich ihre Kunden sehr gut kennen und diese ein Nahverhältnis zu ihren Kunden haben und die wissen, wenn sie sich falsch beraten, dann haben die ja vielleicht einen Monat später in irgendeiner Form ein negatives Feedback. Aber natürlich generell über über alle Banken hinweg ist es eine 1 Tendenz ist natürlich sehr einfach. Man kommt in eine Bank, man bekommt ein Risikoprofil, ja. Und dieses Risikoprofil ist der Stempel auf dem Rücken der Kundin oder des Kunden, wo draufsteht, so viel darf diese Person Aktien im Portfolio halten oder nicht, ja.

Und wenn man das einmal definiert hat, dann ist der Regulator zufrieden, der Bankberater ist zufrieden, weil er hat ja seine Bandbreiten und alles andere ist dann offen zur Diskussion, ja. Und mit dem kann man dann schaffen. Ist das die Art und Weise, wie wir zukünftig Leute beraten sollten? Ich finde nicht, ja. Also also wir machen das ja auch anders.

Wir machen Go based Investing. Bei uns bekommen die Kunden ein Ziel. Also sie definieren selber ihr Ziel und ihre Anlagestrategie ändert sich in der Art und Weise, wie nahe sie ihrem Ziel kommen, das genau aufzugreifen, was Du gesagt hast. Du planst deine deine Pensionierung und Du möchtest nicht am Ende auf einmal vor einem dreißigprozentigen Aktiencrash stehen und dann sagen, wie wie mache ich jetzt mein Leben, ja, weil ich jetzt gerade aus welchem Grund auch immer so viel Geld verloren hab, sondern Du musst deine Strategie mit der Zeit anpassen. Das ist das, was wir was wir als Evolution im im World Management eigentlich ansehen, dass man weggeht von diesem statischen Portfolio.

Innerhalb der Bankenwelt, für viele Banken, auch nicht für alle. Es gibt hier auch schon Umschwenken. Es gibt auch mehrere, die anfangen, silbasiert zu beraten. Aber innerhalb der Bankenwelt ist nach wie vor ein Profil, eine Aktienquote und dann wirst Du bestückt mit Produkten und dann schaut man, was passiert, ja. Und eben diese diese Frage, wie viel Produkte sind optimal, welche Produkte sind optimal, das spielt dann eine andere Rolle.

Mhm. Ja, als Ergänzung vielleicht, ich find's auch fatal. Ich mein, letztendlich, man hat son son Vertrag, da ist dann ganz exakt dokumentiert, was überhaupt erlaubt ist. Zum Beispiel bei den konservativen Anlageprofilen, da hat man immer, ob man will oder nicht, immer eine ganz große Allokation zu Anleihen. Und wenn man die jetzt eben diese steigenden Staatsanleihenrenditen hat, dann man kann auch gar nicht als Bank da was komplett umstellen, weil das sieht ja der Vertrag vor.

Man kann ja gar nicht so massiv daraus, wie man vielleicht müsste oder sollte. Und das ist jetzt grade am an an diesem Punkt im Zinszyklus, find ich, eine ganz, ganz schwierige Fragestellung, die auch die Banken lösen müssen. Ich würd aber gerne jetzt noch einen Schritt weitergehen. Wir haben jetzt über dieses diesen Mythos mit der dem Erklärungsgehalt für die Portfoliorendite gesprochen. Aber es gibt ja noch 'n weiteren Mythos, der sich da auch nahtlos anschlägt.

Das ist diese Idee, möglichst breit diversifizieren. Ja. Und wie durch ein Wunder verschwindet dann das Risiko? Und jetzt würde ich das gerne an 'nem anderen Beispiel festmachen, institutionelle Anleger. Das sind ja so die Profis, soll man sagen.

Wenn ich mich da umschaue bei Versicherungen, bei Vorsorgeunternehmen in Deutschland, die haben ja jetzt wie 'n Gemüsegarten das ausgebreitet. Die haben, weil die letzten Jahre gab's einfach nicht so viel Rendite auf der Zinsseite, haben sie eliquide Private Debt, Private Equity und so weiter. Also alles Schönwetterprodukte, die in stabilen Zeiten ganz gut funktionieren, aber die ihnen, die jetzt das Jahr zu sehen ist, wie Bomben in der Hand explodieren. Mhm. Ich mein, man müsste es doch eigentlich wissen, dass dieser Diversifikation innerhalb des gleichen Topfes, ja, der von den gleichen fundamentalen Treibern beeinflusst wird, dass es da gar nichts gibt an Diversifikation.

Wie würdest Du das sehen? Ja, also ich mein, das ist ja genauso ein Mythos, ja. Also ich würde diese Art der Anlagestrategie, also wie bezeichnen wir das als Stra Außenstrategie, ja. Also ich sehe das Risiko nicht, deswegen ist es nicht vorhanden und das ist natürlich hochgradig gefährlich. Innerhalb der Kapitalmarktforschung wissen wir, was die Haupttreiber sind.

Das ist das Risiko für Eigenkapital, das ist das Risiko Liquidität, das ist das Risiko Liquidität meinen wir dann eigentlich Unternehmensanleihen, also das heißt, wenn jemand Liquidität aufnehmen möchte und dann haben wir das Risiko für Rohstoffe. Ja, das heißt, wir wir wissen, da haben wir mal Pi, dass das die 3 wichtigsten Treiberfaktoren sind und es gibt auch eine 1 sehr gut gut dokumentierte Literatur, die versucht zu zeigen, was ist eigentlich eine 1 Asset Klasse zum Beispiel, ja? Also ist, wird das gesagt, private Debt, ist das eine eigene Asset Klasse oder fällt das eigentlich im Bereich Aktien, weil die genauso handeln wie Aktien, wenn man sich's genauer anschaut, ja? Obwohl sie weder Aktien heißen noch so eine Struktur haben, ja. Und ich glaube, da wird sehr viel natürlich Schindluder betrieben, weil der Regulator auch sehr flexibel ist.

Der Regulator sagt, Du hast so viel Möglichkeit in illiquide Assets zu investieren, Du hast so viel Möglichkeit in ein Obligationen oder in Anleihen zu investieren, so viel in Aktien investieren, aber welche Produkte Du dann wählst und wie viele Du vernimmst, da gibt es keinen Anhaltspunkt, ja. Und das öffnet natürlich Tür und Tor für falsche Incentives, für falsche Incentivierungen, dass wir nämlich sagen, wir dürfen zum Beispiel nicht mehr als 40 Prozent Aktien als institutioneller Anleger in Deutschland nehmen. Aber ich hab diese kleine Tür gefunden, die heißt 20 Prozent illiquide Anlagen und die kann ich ja nehmen, ja, weil da passiert ja nicht viel. Aber in Wirklichkeit ist es Aktien gelaverage, also mit Verschuldung, ja. Und das bedeutet, wenn man sich dann netto anschaut, wie viel Aktien Risiko man gehabt hat, ist man deutlich über den 40 Prozent, vielleicht 50 oder 60, hat's aber nicht bemerkt, ja.

Und wann bemerkt man es? Wenn's dann schiefgeht, ja. Das heißt, wenn es dann den großen den Crash gibt, wenn dann alle diese Anlagen in eine Richtung gemeinsam korrelieren, ja, dann haben wir diese Crash Korrelation, also alle, es ist dann Diversification, also und alles funktioniert dann eigentlich nicht bezüglich Aufteilung, sondern alles hat dieselbe Tendenz, nämlich nach unten und dann sieht man, was man im Portfolio hat, aber dann ist es zu spät. Und das ist eben genau diese Gefahr von zu vielen Produkten, die anders heißen, aber eigentlich auf demselben Risikofaktor basieren. Und wenn man das als institutioneller Anleger nicht durchschaut, weiß man eigentlich gar nicht, welche Risiken man in seinem Portfolio hat.

Ja, und als Ergänzung da, wir kommen ja beide schon aus 'ner Epoche, wo wir die eine oder andere Krise miterlebt haben. Aber das Verrückte bei diesen Institutionellen ist auch, individuell betrachtet, die haben son Risikomanagement, die beobachten alles. Und dann können sie sich aber nicht vorstellen, dass alle anderen im Markt auch die gleichen Signale beobachten und auf die gleichen Signale reagieren, nämlich das gleiche Risikomanagementmodell damit füttern und zur gleichen Zeit den Knopf drücken zum Verkaufen, weil sie gezwungen werden. Und Ja. Dann ist, wie gesagt, dann versuchen alle aus dem brennenden Kino durch den einzigen Ausgang.

Und dann hat man immer diese großen, die vorher undenkbar waren, aber in soner Übertreibungsphase dann natürlich für enormen Schadenssorgen. Und das würden jetzt zum Beispiel Privatinvestoren gar nicht so machen, dass sie son konzentriertes Risiko in einem Bereich haben, der der dann tendenziell. Wird? Also im im eigenen Portfolio nicht, vielleicht bei der Versicherung, die man dann hat. Das ist schon jetzt interessant, weil wir sehen schon auch auf der auf der privaten Seite den Push von einzelnen Playern, diese illiquiden Assets in die Portfolio hineinzukommen.

Auch auch Robo Advisor, auch in der Schweiz rühmen sich, dass man schon Private Equity oder sonstige Sachen mit ins Portfolio nehmen kann, ja. Ich glaube in den USA, Robin Hood ist ja auch ein sehr starker Vertreter, mehr Private Assets umso besser. Wir sehen diesen Push auch dort und wir müssen natürlich, wir müssen natürlich schon hier sehr vorsichtig sein, ja, wie wir mit solchen Assets, die natürlich gemacht wurden für institutionelle Anleger, die die gemacht wurden für Leute, die eine Art sehr stark maßgeschneidertes Anlageuniversum für sich selber brauchen, Stichwort Family Offices, die die verwenden das in einem anderen Zusammenhang und für die ist es auch gut und richtig, ja. Aber für eine private Anlegerin, für den privaten Anleger dieses Risiko im Portfolio zu haben, ist äußerst bedenklich, ja, absolut. Ja, ja.

Hallo, Sie haben sich sicher schon mal gefragt, wer ich bin. Mein Name ist Dietmar Petz und ich bin bei der Real Unit Schweiz AG für die Investments zuständig. Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich professionell mit Finanzmärkten und Krisen. Dabei habe ich etwas Entscheidendes gelernt. In guten Zeiten sehen viele Anlagestrategien erfolgreich aus.

Wirklich entscheidend wird es aber, wenn sich die Spielregeln wie jetzt ändern. Ich lebe seit über 25 Jahren mit meiner Familie in der Schweiz. Ich kenne so also die deutsche als auch die Schweizer Anlagementalität. Als Familienvater denke ich nicht nur ausschließlich an Rendite, sondern auch an die nächste Generation. Denn Vermögen bedeutet für mich vor allen Dingen 1, Handlungsfreiheit.

Meine Aufgabe als Anlageschäft ist es nicht, die Zukunft perfekt vorherzusagen, das kann niemand. Unsere Aufgabe ist es, Vermögen so robust aufzustellen, dass wir uns nicht von Prognosen abhängig machen und auch nicht von Versprechungen anderer. Und so gewährleisten wir für uns volle Handlungsfreiheit. Vielen Dank, dass Sie dabei sind und nun weiter viel Spaß mit dem Video. Ist interessant.

Also ich dachte, das gibt's jetzt nur in USA. Da gibt's ja ja Kritiker, die sagen, sind einige in Anführungszeichen Heuschrecken, die versuchen jetzt noch auf dem letzten Meter ihre ihre Bestände zu liquidieren Und haben dann gesehen, dass diese Altersvorsorgeguthaben der Amerikaner, diese 4 O1 Case Ja. Ja wunderbar vorhanden sind. Und die generieren dann die sogenannte Exit Liquidität. Das heißt, man man stopft die noch mal voll, kriegt davon die Liquidität und macht sich ausm Staub.

Ich dachte, das ist 'n amerikanisches Phänomen, aber wenn Du sagst, das ist auch wieder. Ich sag nicht, dass das ein Phänomen hier bei uns ist, ja. Ich sag einfach nur, wir sehen, dass Private Equity Produkte auch im Retail Bereich, auch in der Schweiz und auch hier von Robo Advisern aktiv vertrieben werden und ich halte das für hochgradig gefährlich. Ich würde das würden das von unserer Seite nie machen. Muss man ganz genau hinschauen.

Ja. Nächster Mythos, das ist das berühmte Rebalancing. Das hört man auch immer ständig. Ja, man muss dann, wenn jetzt zum Beispiel eine Position stark gestiegen ist, dann sollte man die tunlisten dann auch wieder zurückführen auf die Originalgrößenordnung. Und das ist ja bisschen kontraintuitiv.

Also jeder erfahrene Trader, der sagt einem, ja, Du musst Gewinne laufen lassen und Verluste kappen. Mhm. Aber bei diesem Rebalancing machen wir ja genau das Gegenteil. Also man man macht das Gegenteil von Momentum. Das heißt, die Gewinne werden nach oben gekappt und nach unten kauft man in fallende Märkte immer neu dazu.

Das ist eigentlich ja, ja, nicht so sinnvoll, wenn man Trend, Trendmärkte hat. Also da nimmst schon die Problematik vorweg. Ich ich würd vielleicht noch einmal einen anderen Blickwinkel da einbringen. Wir sehen natürlich in der Industrie einen enormen Druck auf auf die Kosten. Wie viel darf eine Anlageberatung kosten?

Mhm. Und was natürlich dann irgendwann einmal clever gemacht wurde, ist, dass man angefangen hat, dann zu unterscheiden, das sind die offiziellen Kosten und das sind die inoffiziellen Kosten. Und die inoffiziellen Kosten sind eigentlich jene Kosten, die wir dem dem Kunden nicht 1 zu 1 in Form 1 Prospektes oder in 1 Dokumente ausweisen, sondern die einfach entstehen durch schlechtere Performance, ja. Und und Rebellancing gehört genau in diesem Bereich hinein. Das bedeutet, wenn jemand ständig rebalanced zum Beispiel, Mhm.

Dann kostet das. Unabhängig jetzt, ob der Markt nach oben oder nach unten ist. Also es kostet eine Performance. Es kostet Performance, weil natürlich eine Gebühr zustande kommt. Das heißt, man muss etwas kaufen, man muss etwas verkaufen, wieder die Balance herzustellen.

Dann gibt es Ordergebühren, Execution, die Börse möchte macht dir das auch nicht gratis, weil ihnen langweilig ist. Mhm. Und es entstehen überall Kosten. Wenn dann noch der Layer dazukommt, dass Fremdwährung mit eine Rolle spielt, dann gibt es natürlich auch Fremdwährungsgebühren. Und das fällt dann eigentlich alles an als Turnover, der die Rendite reduziert und eigentlich ein Revenuebringer ist.

Es heißt also Zeug bei mir als Robo Plattform einen höheren Umsatz oder eine einen Profit, ohne dass ich es dass ich es als Gebühr richtig ausweisen muss. Das ist einmal eine Tendenz, die wir eigentlich schon seit Jahren feststellen und die problematisch ist. Das, was Du jetzt direkt angesprochen hast, ist, dass sich dieses Rebalancing ja oft auf auf Anlagekategorien bezieht, die einen Trend haben, ja. Und da wissen wir wissenschaftlich, dass wir das ist ein Momentum Killer. Also das bedeutet, wenn ich hingehe und ich sage, ich rebalance dich jeden Tag oder jede Woche oder jeden Monat und das ist die Regel bei vielen Robo, auch wahrscheinlich in Deutschland, vielen Roboplattformen, dann nehme ich bei den Anlageklassen, die gut gelaufen sind, das Momentum immer raus, ja.

Und deswegen ist es keine clevere Idee, sich auf so statische Fenster zu beziehen, zu sagen, wir machen jede Woche ein Rebellancing. Es ist auch wissenschaftlich absolut nicht haltbar, ja. Ein Rebellancing, wenn wenn man sich schon ein Fenster aussuchen müsste, wie oft man rebalanced, dann wissen wir aus der Wissenschaft, dass das jeder Bereich ist, wo wir die größte Schwankungsbreite über einen Horizont haben, ja. Und dann sprechen wir meistens von alle 6 Monate oder alle 12 Monate. Aber im Idealfall machen wir das nur, wenn die Strategie es verlangt.

Und dann kommen wir wieder zurück, zielbasiertes Investieren. Wenn man zielbasiert investiert, dann ergibt sich das Rebalancing nur dann, wenn die Zielwahrscheinlichkeit es erfordert. Das bedeutet, wenn wenn der Algorithmus sagt, dein Ziel zu erreichen, musst Du jetzt. Nicht, weil das STA oder STA so oder so performt hätte, ja. Und das ist natürlich ein ganz anderer wissenschaftlicher Ansatz, ja.

Ja, das ist interessant. Ich würd gern noch bei der Essener Location bleiben, die, wir haben ja jetzt auch 'n Trend, einen ja, beginnenden Trend, dass viele sagen, 000, ich trau dem Ganzen nicht mehr, ich investiere jetzt in reale Werte, real Assets, also Infrastruktur, alles Mögliche. Aber das ist ja auch nicht so ganz simpel, wenn man das als Inflationsschutz verkauft, wenn man da so einfach, ja, hier ist das Produkt, investiere und alles wird gut. Das funktioniert ja so auch nicht. Ja, was was man einfach immer vor Augen halten muss, ist, egal was man kauft und egal zu welchem Zeitpunkt man es kauft, implizit ist eine Inflationsannahme im Preis enthalten.

Am deutlichsten sehen wir das, wenn wir eine inflationsgeschützte Anleihe kaufen, dann wissen wir in etwa, was die erwartete Inflation ist und die meisten Investorinnen und Investoren denken dann, aha, wenn ich das jetzt kaufe, dann bin ich gegen Inflation geschützt, ja. Zum Beispiel bei inflationsgeschützten Anleihen, die heißen ja auch schon so, ja. Komplett falsch leider und das hat man dann gesehen, auch in den letzten paar Jahren, wo viele Leute inflationsgeschützte Anleihen kaufen und dann schauen sie in ihr Portfolio und denken sich, Moment, die Inflation ist ja gestiegen, wieso habe ich da ein Minus? Weil es natürlich mehrere Komponenten gibt von von in dieser in dieser in 1 Anleihe gibt es Realrenditen und Inflationserwartung. Und wenn die Realrenditen steigen, dann dann verlier ich auch in meiner Anleihe Geld, unabhängig von den Inflationserwartungen.

Zu profitieren von den Inflationserwartungen, dann muss die realisierte Inflation, das heißt, das, was tatsächlich passiert, höher sein als die Inflation, die ich als Basis gehabt habe für meinen Kauf. Ich weiß, das hört sich vielleicht jetzt ein bisschen kompliziert an. Nehmen wir ein einfaches Beispiel. Du möchtest deine Wohnung verkaufen und ich möchte sie kaufen. Mhm.

Ja, so und jetzt mache ich eine Modellrechnung. Ich geh jetzt hin und sag, gut, die Wohnung von Dietmar, die bringt mir 500 Euro Mieteinnahmen pro Jahr, also ich hab dann 6000 Euro, schön pro Monat, 6000 Euro habe ich dann pro Jahr und und die Miete wird dann mit der Inflation jedes Jahr steigen. Also kann ich mir in etwa ausrechnen, was meine zukünftigen Inflows sind von der Miete. Und dann mache ich mir 1 1 1 Preisbildung aus diesen zukünftigen Cashflows und sag mir, ah, das ist jetzt ein fairer Preis für diese Inflationsanpassung. Mhm.

Und Du verkaufst mir diese Wohnung, ja. Und dann passiert Folgendes, dann vergeht ein Jahr und auf einmal steigt die Inflation viel langsamer, ja, als was meine Modellrechnung mir gesagt hat. Ja. Dann wird meine Mieteinnahmen nicht zu hoch steigen und ich werd mir denken, Gottes Willen, wenn ich das jetzt verkaufen müsste, alle rechnen jetzt mit der geringeren Inflation, dann werde ich einen schlechteren Preis bekommen, ja. Und das bedeutet, auch wenn die Inflation weiter steigt, nur weil sie schlechter oder weniger stark steigt als meine Annahme war, heißt es für mich heute einen Verlust.

Umgekehrt, wenn die Inflation stärker steigen würde als das, was meine Modellrechnung gesagt hat, würde ich in 1 Situation sein, wo ich sagen, hey, ich hab's gekauft mit 2 Prozent Inflation, jetzt sehen wir, es sind 5 Prozent oder mehr, Die Leute werden jetzt noch mehr dafür bezahlen, ja. Und das bedeutet, die angenommene Inflation spielt eine Rolle. Und was heißt das jetzt heute für einen Anleger oder eine Anlegerin? Wir müssen natürlich schauen, was wir kaufen und wie viel Inflation in unterschiedlichen Produkten eingepreist ist, ja. In 1 Staatsanleihe in den USA sind es mittlerweile plus minus 3 Prozent, kann es mehr werden durchaus, ja, wir wissen's nicht, kann es weniger werden, dann haben wir halt einen Pech gehabt, dann war das kein guter Deal, aber das müssen die Leute berücksichtigen.

Es ist nicht einfach nur, weil inflationsgedeckelt oder inflationsgeschützt draufsteht, ein automatischer oder inflationsgeschützt draufsteht, ein automatischer Inflationsschutz drinnen. Ja, das reicht mir jetzt nicht als Antwort. Das würde ich sagen, die war sehr die war sehr gründlich sehr gut, aber letztendlich, was ja passiert ist, die Realität zeigt ja, dass sehr, sehr viele in Deutschland, Vorsorgeunternehmen zweistellige Verluste eingefahren haben mit sicheren Infrastrukturanlagen. Also Ja. Die berühmten Solarparks und was auch immer.

Ja. Und da würd ich gerne drauf eingehen, klar, Inflation ist 'n ganz wichtiger Faktor. Aber auch die Zinsen. Ja. Wenn Du eben mit Fremdkapital versuchst, deine Rendite aufzupeppen, ja, das geht ja in beide Richtungen.

Ja. Und in der Zeit, wo die Zinsen gesunken sind, das, da haben sich alle gefreut, sich gegenseitig auf die Schulter geklopft. Ja. Und jetzt stehen sie da vor den Trümmern, weil die Zinsen ja gestiegen sind. Ja.

Kannst Du das noch 'n bisschen erläutern, warum das so gefährlich ist, wenn man Infrastruktur einfach so als Thema Ja. Sich anschaut, aber nicht hinter die Kulissen schaut, wie das finanziert ist? Also im Grunde genommen ist es so ähnlich wie mit mit mit Anleihen, ja. Wir haben eine einen realen Zinsteil, das bedeutet, wir wir wir berechnen oder wir schauen uns an, welche Rendite nach Inflation für ein Investment gut und gesund wäre, ja. Und wenn die Renditeannahme sehr tief war, ja, dann hat dann ist der Wert dieser Anlage sehr hoch.

Das bedeutet, ich rechne mit, wenn, ist vielleicht etwas technisch jetzt für unsere Zuseherinnen und Zuseher, aber das bedeutet, wenn wir mit tiefen Zinsen rechnen, schaut jedes Investment sehr gut aus, ja. Als Annahme. Wenn sich dann herausstellt, dass diese Annahme sehr optimistisch war und die Zinsen steigen und diese Unternehmen dann auf einmal Probleme haben in ihrer Refinanzierung, auch ihre Schulden mit höheren Zinsen refinanzieren müssen, dann haben die auf einmal geringere Erträge und diese geringere Erträge sehen wir dann in geringeren Einkommen und natürlich dann in fallenden Preisen. Von daher ist es genau dasselbe Konzept wie mit 1 inflationsgeschützten Anleihe. Es geht nicht einfach nur die Inflation, es geht auch die realen Zinsen, die wir heranziehen, etwas zu bewerten.

Und wenn unsere Annahme sehr tief war und es stellt sich heraus, das ist zu tief war, dann wird jedes Investment eigentlich schlecht, weil es wird zu teuer, ja. Und das passiert entsprechend genau in dem Sektor, den Du erwähnt hast, aber es passiert auch in in in Obligationen, in Anleihen. Es ist ein ähnliches ein ähnliches Konzept, ein ähnlicher Mechanismus. Wir werden täglich mit neuen Nachrichten überflutet, aber wer behält dabei noch die Übersicht über das große Bild? Geopolitische Spannungen, Kriege, die Staatsverschuldung?

Entscheidend ist es, die großen Zusammenhänge dahinter zu verstehen. Genau darum geht es in meinem E-Mail-Newsletter. Monatlich teile ich meine persönliche Einschätzung zu den geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, Ordner ein, was dies für den Vermögenserhalt langfristig bedeuten können. Kein Nachrichtenrauschen, einmal im Monat das große Bild. Wenn auch Sie meine Perspektive interessiert, abonnieren Sie jetzt kostenfrei den Realwind Newsletter.

Sie finden den Link dazu unten in der Videobeschreibung oder scannen Sie den QR Code ein. Ich freu mich auf Sie. Und jetzt geht's weiter mit dem Gespräch. Da würd ich gerne eine Ergänzung machen, Republik Österreich ist bekannt geworden. Ah, nein, jetzt ich weiß, was jetzt kommt.

Das musste, das war jetzt 'n aufgelegter, sorry. Sag mal, okay. Da kann ich mich nicht zurückhalten. Aber wir kennen die Story, die haben vor einiger Zeit eine hundertjährige Anlage imitiert. Ja.

Republik Österreich über jeden 2 Fälle haben. Ja. Rating solide Ja, ja, ja. Topland. Ja.

Tolle Leute. Ich glaub, die die Anleihe notiert jetzt Oder ich glaub, Anleger haben irgendwie 80, 90 Prozent Ja, ja, richtig. Mitgemacht. Also das ist der Punkt, man kann mit top soliden Namen auch richtig viel Geld verlieren, weil eben dieser diese Zinssensitivität so enorm ist, je länger die Laufzeit ist, also je mehr man in die Zukunft sozusagen extrapoliert, Ja. Umso größer ist der Effekt, wenn eben die Zukunftserwartungen mit der Realität nicht mehr überanstimmen.

Ja. Also das ist natürlich 1 1 1 1 1 1 gutes Beispiel, den Leuten zu zeigen, welchen Einfluss die Laufzeit 1 Anleihe auf die Schwankungsbreite hat, ja. Also wenn wir zum Beispiel, ich hab vorher kurz erwähnt, wenn jemand einen ETF kauft mit deutschen Staatsanleihen, die zwischen 6 und 12 Monaten Laufzeit haben, dann passiert im Portfolio nicht viel, ja. Also man sieht, was in etwa die erwartete Rendite ist und man weiß in etwa nach 12 Monaten, was man auf seinem Depot haben wird. Wenn man eine hundertjährige Anleihe kauft, dann ist die Variabilität enorm.

Also eigentlich also unglaublich hoch. Und von daher kann ein guter Schuldner, wie Österreich zweifelsfrei ist, das kurz erwähnt zu haben, natürlich auch so einen großen Kurseinbruch sehen im Preis. Das sagt aber nichts über den Schuldner. Was es eher aussagt, ist, in welcher verrückten Zeit wir in der Vergangenheit investiert haben, wo Zinsen so tief gewesen sind nach 2007, 2008, dann zusätzlich noch Corona, Dass solche Anleihen überhaupt an den Markt kommen konnten, ja, das ist wirklich eine unglaublich verrückte Zeit gewesen. Es gab damals Nachfrage nach solchen Anleihen und die wurde erfüllt.

Das heißt, der österreichische Staat hat sich natürlich dann über 100 Jahre sehr günstig refinanzieren können. Viele haben ja auch gesagt, dass wir das in der Schweiz hätten machen sollen. Die Schweiz hat teilweise negative Zinsen bezahlt für Staatsanleihen. Das bedeutet, man musste Geld bezahlen, Schweizer Anleihen zu kaufen und und Österreich hat das gemacht. Schweiz hat das ein bisschen verpasst, aber das ist einfach eher eine 1 Aussage, wie wie verrückt diese diese Preisbildung in den letzten vielleicht 5, 15 Jahren gewesen ist, weil die Zinsen so artifiziell tief gehalten wurden durch die Notenbank.

Ja, also ich geborene dir recht, für die Staaten war es jetzt toll. Auch Deutschland hat sich ja günstig finanziert. Aber letztendlich, die Käufer waren ja überwiegend auch so Kapitalsammbestellversicherung und so weiter. Die sitzen ja jetzt auf den Verlusten. Und damit eben am Ende der Bürger.

Der muss die Zeichen zahlen, weil Der Versicherte. Der Versicherte. Natürlich, aber das ist ein Vorwurf, das ist ein Vorwurf an die an den an den CIO der entsprechenden Institutionen. Wenn man sich so, ich mein, wieso kaufen Institutionen hundertjährige Anleihen? Die machen das ja auch nicht, weil sie in der Früh gerade mal am schlechten Fuß aufgestanden sind, sondern die betreiben eine Art Balance zwischen ihren aktiven und ihren passiven Anlagen, ja.

Die haben Verpflichtungen, Pensionsverpflichtungen und wenn das eine Pensionskasse ist, die natürlich sehr hohe Verpflichtungen hat über einen sehr langen Zeitraum, dann versucht die, mit solchen Anlagen dieses Risiko auszubalancieren. Das heißt, es gibt schon einen technischen Grund, wieso man das macht. Aber es gibt natürlich eine Unsicherheit, wie gut dieser Match läuft, ja. Und bei den österreichischen Staatsanleihen ist es halt ist es halt vielleicht nicht so gut gelaufen, bei anderen ist es vielleicht besser gelaufen. Ich denk mir, gerade wenn es Staatsanleihen angeht, Staatsanleihen sind sind jene Assets, wo wir mit 1 hohen Sicherheit wissen, abgesehen von 1 hundertjährigen Anleihe, aber sprechen wir jetzt von 1 zehn- oder 1 fünfzehnjährigen Anleihe oder zwanzigeren Anleihe, was unsere Rendite entsprechend sein wird.

Und unsere Rendite wird sehr nahe an der in einem Verzinsung dieser Anleihe, an der Yield oder am Coupon liegen. Und von daher sind das schon sehr wichtige, sehr wichtige, also eine sehr wichtige Anlageklasse, ja. Also ich möchte da die Lanze brechen für risikolose Staatsanleihen. Ja, und man kann ja immer die 100 Jahre aussitzen, dann wird's ja am Ende doch zurückgezahlt. Also ich hab vor, 100 zu werden, aber dann müsste ich noch ein paar Jahre anhängen.

Ja. Ich hab noch 2 Fragen. Jetzt haben wir sehr viel, das war sehr dicht, sehr viel Informationen, teilweise 'n bisschen technisch. Aber mich würd jetzt ganz konkret interessieren mit deinem ganzen Wissen, wie legst 'n Du jetzt das Geld deiner Familie an? Also wie setzen Du das in der Praxis Also ich mein, das ist vielleicht jetzt auch wieder etwas zu technisch, aber aber wir wir bewerten die Märkte auf monatlicher Ebene.

Das bedeutet, wir schauen uns jeden Monat mit unseren Modellen die Märkte an. Und wir haben Risikoindikatoren, die für mich oder zumindest, also wir wir kommunizieren die nur an unsere institutionellen Kunden, also wie gesagt, nicht an Private, weil bei den Privaten ist es ein bisschen schwieriger. Wie schnell erreichst Du sie überhaupt, damit so ein Indikator überhaupt eine Wirkung hat? Aber da schauen wir uns an, wie riskant unsere Markteinschätzung ist und wir wir verwenden da 1 1 1 Kette von möglichen Indikatoren, sehr viele auch aus dem Optionsmarkt, die wir extrahieren. Fair Value Modelle und die führen dann dazu, ob wir wirklich nur Risiko nehmen wollen oder nicht, ja.

Also eigentlich, bei uns geht's nur als Familie die Frage, sind wir resconn oder nicht? Sind wir voll investiert oder sind wir nicht voll investiert, ja? Und so schätzen wir eigentlich unser Portfolio von Monat auf Monat ein. Ah, okay. Das heißt also, ihr reitet auch die Wellen.

Das heißt also, ihr seid nicht voll investiert, Augen zu und durch, wird schon gut gehen, sondern ihr schaut euch dann an, macht das jetzt Sinn, Risiko zu nehmen Ja. Oder halt mal Cash Ja. Für eine Lösung. Also also für uns als Familie, wenn ich das so sagen darf, machen wir das genauso. Ja.

Okay, ja. Und jetzt hast Du aber noch 'n ganz spannenden eine ganz spannende Firma gegründet. Das musst Du auch jetzt noch kurz erwähnen. Also Du hilfst ja, deine Mission ist ja, Leuten zu erkennen, was so die allgemeinen Probleme sind. Und Du ermächtigst die ja auch, dass sie nachher mit 'nem Bankberater auf Augenhöhe dann reden können.

Dass sie nicht in diese typischen Fallen treten, dass sie ihre Ziele erreichen können, Ja. Aber mit 'nem mit 'nem fundierten Wissen, wo sie dann eben auch sicher auftreten können. Und nicht in in Ehrfurcht erstarren, wenn sie die Bankfiliale Ja. Betreten. Ja, also was was wir gegründet haben, also unsere Firma QEO AG hat in erster Linie sich damals, als wir uns fundiert haben 2020, wir wollten eine Beratungsplattform bauen, die unabhängig ist, die die Beratung von der Implementierung trennt, damit es keinen Interessenskonflikt geben kann.

Es ist unmöglich, weil wir wissen ja nicht, ob die Leute das, was wir ihnen empfehlen, überhaupt implementieren und wo sie sie implementieren. Und das war für uns ganz wichtig. Und die Plattform ist goal based Investments, also goal minus based dot Investments und dort kann sich jeder Anleger, jede Anlegerin ihre eigene Investmentstrategie für unterschiedliche Ziele, Sicherheitsnetz, Rentenplanung, Hypothek zurückzahlen, selber ableiten. Und was wir gesehen haben, obwohl diese Plattform, finde ich, supersufifiziert ist und modern ist, ist, dass trotzdem sehr viele einfache Bürgerinnen und Bürger Schwierigkeiten damit haben. Es ist noch immer eine sehr, sehr große Schwelle, eine Strategie auf 1 Plattform abzuleiten und dann effektiv zu sagen, so, jetzt fange ich an zu investieren, ja?

Mhm. Und deswegen haben wir angefangen, Kurse anzubieten, die wir unter do it yourself goal based Investments anbieten, also DEY. Und dort lernen Userinnen und User über ein bis 5 Tage, je nachdem, wie intensiv sie sich damit beschäftigen wollen an 5 Abenden, diese Basics, die so wichtig sind. Wie man mit diesen Mythen umgeht, welche Fehler man nicht tun sollte tunlichst, was die strategische Asset Location mit dem eigenen Risikoprofil zu tun hat, wie man das mit der Zeit verbessern kann und wie man am Ende schlussendlich einen Sparplan aufsetzt bei 1 unterschiedlichen Bank, da gibt es ja sehr viele Anbieter, aber dann auch die richtigen Produkte wählt und nicht in irgendwelche Hochpreisprodukte abfällt, die einem vielleicht verkauft werden. Und das lernen wir den Leuten, weil wir einfach gesehen haben, nur eine Beratung engine, so so fistiziert sie auch ist, ist für viele zu kompliziert.

Das heißt, es braucht mehr über die Schulter schauen und das macht entsprechend unser Kurs, den wir einmal im Monat anbieten. Also das heißt, ihr macht son Know how Transfer vom Profi zum zum ersten Anwender, dass er in die Lage versetzt wird, selbstständig gute Entscheidungen zu treffen und nicht auf Gedeihenverderb von irgend 'ner Bank abhängig zu sein, die ihm irgendwas dann einbucht. Aber wie teuer ist denn so was, so mal Also Gefühl zu bekommen? Also wir machen das so, dass wir einen ersten Tag, das sind quasi die Basics, die Einleitung, die kostet bei uns 100 Franken für den ersten Kurs. Und wenn man dann die restlichen 4 Tage weitermachen kann, sind es insgesamt, glaub ich, jetzt 900 Franken.

Das sind aber 2 Beratungen inklusive. Das bedeutet, wir machen dann auch nach 6 Monaten und nach 12 Monaten eine direkte Beratung mit den Userinnen und Usern, ja. Das bedeutet, wir schauen uns das Portfolio an und schauen, haben die alles richtig gemacht? Gibt es irgendwelche Ansatzpunkte, die man irgendwie berücksichtigen müsste? Das heißt, es gibt auch einen Beratungsteil.

Es ist nicht nur der reine Kursteil, ja? Mhm. Also das ist das Gesamtpaket, was wir anbieten. Interessant, interessant. Michael, ich dank dir vielmals für diese wirklich sehr interessanten Gedanken, die Du mit uns geteilt hast.

Und liebe Zuschauerinnen und Zuschauern, ich würd gern den Herrn Doktor Makovic noch mal einladen, wo wir noch 'n bisschen tiefer in die Gebührenstruktur eintauchen können. Wenn Sie das auch möchten, unbedingt unten kommentieren, schreiben Sie uns auch rein, was Ihnen an dem Gespräch besonders gefallen hat. Und ich würde mich auch sehr freuen, wenn Sie die Glocke aktivieren, dann wird der Algorithmus alles weitere übernehmen. Herzlichen Dank fürs Zuschauen und bis

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