Cover: China Experte warnt: Deutsche Industrie wird durch diese Strategie zerstört!

China Experte warnt: Deutsche Industrie wird durch diese Strategie zerstört!

14. Februar 2026 63:32 Min.
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Worum es geht

Mark Dittli erklärt uns bei KlartextFinanzen , die geopolitischen Zusammenhänge zwischen USA, Europa und China. Er deckt die Strategie von China auf, die unsere europäische Industrie voll treffen wird! Erfahren Sie auch, wie Mark Dittli privat investiert, was er von Bitcoin hält und was seine Prognosen fürs 2026 sind. Mark Dittli ist im übrigen Gründer und Chefredaktor von "The Market", makroökonomischer Vordenker und einer der wenigen Finanzjournalisten, welcher regelmäßig über das Big Picture der Geopolitik schreibt!

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Transkript

BRICS ist kein Block. Innerhalb der BRICS, China, Indien, Brasilien, Russland, da herrschen riesige Unterschiede. Ich sehe nicht, wie Indien und China plötzlich enge Freunde werden. Mhm. Was man sieht, ganz klar, vor allem seit 20 22, Russland hat sich zum Vasalen Chinas gemacht und das ist natürlich im Interesse Peking.

Mhm. Die 2. Welle, die trifft jetzt eigentlich voll Europa mit ins Herz. Das ist nicht etwas, das gestern passiert ist, aber die 2. Welle, vor allem so ab 2015 hat China die sogenannte Made in China twenty twenty five Strategie aufgestellt.

Also man hat definiert, das sind Industrien, in denen wir an die Weltspitze wollen. Das war zum Beispiel Solarindustrie, das war Elektromobilität, das war Windindustrie, das war Schiffbau. Dann hat man gemerkt, eine Dynamik, die da stattfindet, wenn immer die Zentralregierung in Peking bestimmt, diese Industrie, die ist strategisch und da wollen wir an die Weltspitze, dann wird unglaublich viel investiert in die. Das gibt in relativ Zeit Überkapazitäten. Besonders ins Herz geht's jetzt natürlich vor allem für Deutschland in der Elektromobilität.

Das haben die deutschen Automobilhersteller total verschlafen und deshalb sind es jetzt eben Automobilindustrie, Maschinenbau, Robotik, solche Industrien, die die wirklich, das ist das ist die europäische Industrie und die ist jetzt extrem herausgefordert von chinesischen Anbietern und chinesischen Überkapazitäten, die, was die Preise betrifft, einfach weit, weit unter die Preise gehen können, die europäische Anbieter verlangen auf dem Weltmarkt. Wie beurteilen Sie als Fachmann die die deutsche Wirtschaftslage? Deutschland leidet momentan unter mehreren Faktoren, also man kann im Prinzip sagen, eine Art perfekter Sturm. Herzlich willkommen bei 1 neuen Ausgabe von Klartext Finanzen. Heute hatte ich ein sehr spannendes Gespräch mit Marc Dietle.

Marc Dietle ist Geschäftsführer und Chefredakteur von, 1 Onlinepublikation von der neuen Züricher Zeitung NZZ. Nach mehreren Jahrzehnten Finanzjournalist ist er heute 1 der besten Kenner der globalen Finanzmärkte. Ich habe mit ihm heute über China und USA gesprochen, welche Auswirkungen dieser auf Europa hat. Und ich kann Ihnen sagen, China wird die europäische Wirtschaft zerstören. Treiben Sie unbedingt bis am Ende und Sie erfahren, wie Mark Dietle privat sein Geld investiert und welche Zukunftsprognosen er für 20 26 sieht.

Mein Name ist Daniel Stüßig. Ich bin Geschäftsführer der Realnit Schweiz AG. Wenn Sie mehr über uns erfahren möchten, schauen Sie den makroökonomischen Vordenker und makroökonomischen Vordenker und wöchentlichen Newsletter schreiben von der Big Picture von der Market bei mir hier am runden Tisch der Janusz Schweizer AG begrüßen zu dürfen. Vielen Dank. Danke für die Einladung.

Sehr gerne. Herr Dietle, wer sind Sie und wie sind Sie dazu gekommen, finanzieller Journalist zu werden? Ja, also ich bin seit jetzt 26 Jahren Finanzjournalist und bin das total per Zufall Swiss Air, wollte mein Berufsziel war, Pilot zu werden. Ich hab dann aber noch BWL studiert, weil ich dachte, das ist eine gute Basis. Und dann, ich habe abgeschlossen 19 99 und dann schwandte mir so, ich glaube das mit der Fliegerei, das wird nicht so richtig was Tolles in Zukunft.

Und dann war ich auf 1 langen Reise und ein Freund hat mir gesagt, hey, Du kannst doch schreiben, wir suchen Leute. Das war quasi auf dem Höhepunkt der Technologieblase. Die Zeitungen waren dick und Inserate und das war quasi die beste Zeit im im Mediengeschäft. Ja, und da hab ich damals bei der Finanz- und Wirtschaft in Zürich angefangen. Das war vor 26 Jahren.

Ich bin immer noch im Job. Ja, aber die Reise ist dann weitergegangen. Erzählen Sie doch, wie wie sind Sie zu der Idee gekommen, da selber ein Medium the market aufzubauen? Gut, ich war knapp 18 Jahre bei Finanz und Wirtschaft. Ja.

Quasi wirklich ganz wichtig war, ich war 5 Jahre Korrespondent in New York im Vorfeld der Finanzkrise. Ich bin so mit zum Höhepunkt der Finanzkrise, bin dann 2008 zurückgekommen. Ich war dann noch auch schon 'n paar Jahre Chefredakteur, hab bin dann 2017 gegangen bei Finanz und Wirtschaft und hab dann mit einem kleinen Team The Market gegründet, ein reines Onlinemedium. Die Idee war, Sie kennen das auch, im im Mediengeschäft wird ziemlich viel abgebaut, es wird gespart und wir haben uns gesagt, da kann man was machen und da kann man was Besseres machen und deshalb haben wir im Frühjahr 2019, also jetzt vor etwas mehr als 6 Jahren, sind wir mit The Market an den Start gegangen und seither, Touchwood, läuft es sehr gut. Sehr gut.

Das Thema Finanzen ist ja für viele Menschen etwas undurchsichtig und schwierig zu fassen. Ich behaupte, Sie sind 1 der wenige Journalisten hier in der Schweiz, die da wirklich global den Überblick behalten oder mindestens das ist der Anspruch. Woher kommt die Faszination über die Finanzmärkte und diese geopolitischen Veränderungen, ja, sich zu dermaßen tief zu interessieren? Ganz ehrlich, es interessiert mich einfach. Ich ich ich lese jetzt, ja, seit seit seit vielen Jahren so ziemlich alles, was man lesen kann zum Thema Finanzmärkte, zum Thema Weltwirtschaft, auch sehr, sehr man muss man muss die ganz großen Zusammenhänge verstehen und man muss man muss versuchen zu verstehen, was ist was ist die Mechanik dahinter, weil typischerweise, wenn es drunter und drüber geht an den Märkten, wenn die Preise purzeln und so weiter, dann herrscht unglaublich viel Lärm, viele Leute verlieren da den Überblick und wenn man da halt einfach Leute verlieren da den Überblick und wenn man da halt einfach immer mal wieder 'n paar Schritte zurückmacht, versucht das große Bild zu sehen.

Das ist im Prinzip das, was ich seit mehr als 20 Jahren versuche zu machen. Okay. Das große Bild heute, mein Eindruck ist, der bisherige Hegomon, die USA, kämpft mit allen Mitteln, den Machterhalt zu zementieren Und es ist ein Wirtschaftskrieg im Gange zwischen dem potenziellen neuen Hegomon China oder den Brinksstaaten allgemein, dem Ostblock. Und dort in diesem Gemengenlage passiert relativ viel. Wie wie beurteilen Sie die aktuelle Lage zwischen diesen großen Mächten?

Ja, also wir sind definitiv in 1 in 1 Phase, in der sich die Weltordnung ändert und das ist nicht etwas, das innerhalb von Wochen oder Monaten oder auch nur Jahren, das das dauert lange, das sind das sind das sind lange Prozesse, aber wir sind in so einem drin. Mhm. Simpel gesagt kann man sagen, wir gehen von 1 unipolaren Welt, also quasi nach 19 89 war die Welt unipolar, die einzig verbliebene Supermacht waren die USA. Das war so die Zeit oder Neunzigerjahre, das Ende der Geschichte, die liberale Demokratie hat gewonnen und so weiter. Sie kennen die ganze Geschichte.

Und das hat sich natürlich jetzt auch nicht erst seit 2 Jahren, das war ein Prozess, der so nach der globalen Finanzkrise vor allem begonnen hat. Und jetzt ist es natürlich mehrschichtig. Einerseits völlig klar, ein Konflikt zwischen den USA und China. Das sind die beiden heutigen Großmächte. Ich bin kein Freund davon, das quasi als Kalten Krieg 2 Punkt 0 zu bezeichnen, weil der 1.

Kalte Krieg zwischen den USA und der Sowjetunion, wenn man die wirtschaftlichen Verflechtungen betrachtet damals, die waren praktisch 0. Also das war das waren wirklich 2 Welten. Die Sowjetunion war zwar ein Lieferant von Rohstoffen, aber sonst war wirtschaftlich 0 verflecht. Mhm. Heute, das ist natürlich intensiv verflechter zwischen den USA und China beziehungsweise weltweit.

Aber es findet 1 1 1 1 Konflikt statt, eine Rivalität. Das ist so das historisch typische Bild ein Aufsteiger oder im Fall von China, es ist ein Wiederaufsteiger. Die kommen ja quasi, die kommen ja nicht aus dem Nichts, sondern sie in ihrem Selbstbild, sie kehren zurück an den Ort, den sie vor etwas mehr als 200 Jahren schon innehatten, nämlich an der Spitze der Weltordnung, oder? Und dann haben wir den etablierten Hegemon, der ist müde geworden, der ist der der leidet unter internen Kämpfen, Selbstzweifeln und so weiter. Und dieses Bild, das kämen aus der Geschichte.

Ein Aufsteiger und ein müde gewordener Hegemon und das das gibt Reibung. Mhm. Das gibt Reibung. Historisch hat's oft heiße Kriege gegeben, aber das muss nicht so sein. Das ist immer so das eine.

Und jetzt, natürlich, es ist ein natürlich, es ist ein Wirtschaftskrieg, ein Handelskrieg, das hat nicht mit Trump per se begonnen, aber Trump hat ihn im Prinzip einfach ausgeweitet. Es ist ein Technologiekrieg, Mhm. Völlig klar, ganz klar die Strategie der USA, wir möchten China, was die die Technologie hauptsächlich Halbleiter und so weiter, möchten wir etwas unten halten. Wir möchten nicht, dass sie technologisch auf den gleichen Stand kommen. Aus der Perspektive von China ist das natürlich immer, die wollen nicht, dass wir uns weiterentwickeln können.

Also sie halten den Deckel über uns. Und wir uns weiterentwickeln können, also sie halten den Deckel über uns. Und dann haben wir natürlich noch den, ich sage jetzt mal, den geostrategischen, die geostrategische Ebene. Das ist teilweise ein ideologischer Konflikt, also die USA als als marktwirtschaftliche Macht und China vor allem unter Xi Jinping, das ist eine marxistisch leninistische Macht. Die ganze Idee, dass sich China mit zunehmendem Wohlstand liberalisiert und öffnen, das kann man vergessen.

Also das das findet auf unterschiedlichen Ebenen statt. Vielleicht noch ein Punkt, in meinen Augen, Bricks ist kein Block. Innerhalb der Bricks, China, Indien, Brasilien, Russland, da herrschen riesige Unterschiede. Ich ich ich sehe nicht, wie Indien und und China plötzlich enge Freunde werden. Mhm.

Was man sieht, ganz klar, vor allem seit 20 22, Russland hat sich zum Wasser allen Chinas gemacht und das ist natürlich im Interesse Pekings. Mhm. Die die sehen, Russland wird immer abhängiger von China und und das ist gut. Man man schnallt sich da quasi den Rohstofflieferanten an. Mhm.

Und gut. Man man schnallt sich da quasi den Rohstofflieferanten an. Aber das war jetzt eine etwas lange Antwort, aber das sind quasi alle die die diese Bewegung, die da laufen. Ich glaube nicht, dass wir in eine bipolare Welt gehen, also quasi USA Sphäre auf der einen Seite und China auf der anderen. Es ist eine multipolare Welt.

Und eine multipolare Welt, die ist charakterisiert davon, dass relativ lose Allianzen immer wieder wechseln. Also pragmatische Akteure, zum Beispiel Saudi Arabien, zum Beispiel auch Indien und so weiter, die können relativ relativ einfach mit beiden Seiten arbeiten und quasi interessengetrieben für sich, dass wir das das Optimum rausholen. Okay, sehr spannend. Bleiben wir noch bei China. Sie haben kürzlich in Ihrem Newsletter geschrieben, dass die 2.

Schockquelle nun von China herkommt. Bitte erklären Sie kurz, was war die 1. Schockquelle und inwiefern unterscheidet Sie sich von der nun zweiten? Ja, das ist jetzt rein wirtschaftlich betrachtet. Ja.

Also überhaupt nicht sicherheitspolitisch oder geostrategisch, wirtschaftlich betrachtet. Man man spricht in der Ökonomie mittlerweile vom ersten China Schock, ist ein relativ etablierter Begriff, wurde aufgestellt von 3 Ökonomen, David Otter, David Dorn, der ist jetzt an der Universität Zürich und George Hansen. Die haben 2013 beziehungsweise 2016 2 unglaublich wichtige Studien publiziert, nämlich, und die der Titel dieser Studie 2016 war der China Schock. Mhm. Was war das?

Es herrscht ja extrem lange in der ökonomischen Orthodoxie die Vorstellung, Freihandel ist gut für alle, die Flut hebt alle Boote. Ja, es gibt da und dort Anpassungen, die notwendig werden in den Arbeitsmärkten und so. Also quasi Leute werden verlieren ihren Job, wenn günstigere Importe von anderswo kommen, aber die können sich weiter bilden, sich aufwärts entwickeln. Das war so die Orthodoxie und das war vor allem in den Neunzigerjahren und in den, auch noch in den Nullerjahren eigentlich die allgemein akzeptierte Tatsache. Jetzt diese 3 Ökonomen, die haben eben aufgestellt oder empirisch gezeigt, dass in den späten Neunzigerjahren und vor allem in den Nullerjahren ist etwas passiert in den USA, nämlich vor allem in den Regionen, die plötzlich mit neuen Konkurrenten aus China konfrontiert waren, nachdem China vor allem 2001 in die Welthandelsorganisation WTO aufgenommen worden war, in diesen Regionen kürzester Zeit sehr viele Arbeitslose gegeben.

Das war, oder das, Ohio, Michigan, Tennessee, Kentucky, North Carolina und so weiter. Und diese Ökonomen haben eben gezeigt, es hat da eine in diesem sogenannten Heartland im Herzland der USA wurden zu viele Jobs abgebaut. Und die Leute, die konnten oder wollten sich nicht quasi weiterentwickeln oder so, die die Zeit fehlte auch einfach. Es führte zu hoher Arbeitslosigkeit, es führte zu zerrütteten Familien, es führte zu zu Alkoholismus, erhöhter Selbstmordrate, Opioidkrise, alles da, so im Prinzip diese Misere des amerikanischen Heartlands. Und diese sind überhaupt keine quasi rechtsnationalen oder linksextremen Ökonomen, sondern die haben gezeigt, es gibt Verlierer.

Mhm. Und wenn Freihandel herrscht und diese Verlierer in den USA, die waren in den Staaten, die dann vor allem später natürlich in in großen, in in großem Ausmaß oder großer Mehrheit für Trump gewählt haben. Mhm. Und das war ja auch die Zeit nach der Wahl von Trump, da haben wir alle plötzlich uns gefragt, was ist geschehen, ne. Und man hat dann plötzlich diese Verlierer der Globalisierung wiederentdeckt, ne.

Also das war der 1. China Schock. Der 1. China Schock fand in Branchen wie Möbel, Bau statt oder Spielzeuge, Textilindustrie, all das. All die Billigprodukte, die aus China kamen, ja.

Und und das das war eben noch eine Industrie in North Carolina, in Tennessee, in Ohio, Möbel und Textil und solche. Und die wurden weggefegt und da man eigentlich zum ersten Mal auch in der ökonomischen Orthodoxie gemerkt, okay, so einfach so frei handeln und alles ist gut, so simpel ist es dann doch nicht. Und jetzt ist der 2. Chinaschock am laufen. Oder Oder vielleicht so ganz wichtig, im ersten China Schock war Europa größtenteils verschont, weil die Exportgüter, die Europa bereitgestellt hat damals, vor allem Deutschland.

Das war immer noch sehr gefragt in China. Maschinen, Robotik, mit steigendem Wohlstand in China, auch Automobile und so weiter. Das war im Prinzip eine goldene Zeit für die für Deutschland. Hohe Qualität. Hohe Qualität.

Auch die Schweiz hat sehr gut gelebt. Und deshalb waren die Nullerjahre und das darf man nicht vergessen, die Nullerjahre, also nach dem nach dem Einstieg Chinas in die Welthandelsorganisation, das war eine gefährlich kritische Zeit für die USA, lange, lange verborgen, lange hat man das nicht sehen wollen, dass eben im sogenannten Heartland der USA da etwas kaputt gegangen ist, während in Europa tendenziell eine gute Zeit war. Der Aufstieg Chinas war damals aus europäischer Sicht etwas, woran man partizipieren konnte Ein Wachstumsmarkt, ja. Ein Wachstumsmarkt, ja. Vor allem Deutschland, auch die Schweiz und mit steigendem Wohlstand dann auch die Luxusgüterindustrie und das hat natürlich Frankreich und Italien auch auch angeschoben.

Das die einzige Volkwirtschaft in Europa, die von der man sagen kann, die hat einen ersten China Schock erlebt vor 20 Jahren, war wahrscheinlich Großbritannien. Mhm. Großbritannien wurde auch tendenziell etwas ausgehöhlt, hat sich deindustrialisiert und ist kein Zufall, oder? Das Jahr 2016, die Wahl von Donald Trump, war auch das Jahr, als für den Brexit abgestimmt wurde. Und auch in Großbritannien hat man plötzlich gemerkt, gut, da gibt's Verlierer.

Da gibt's Verlierer der Globalisierung. Mhm. Kommen wir zur zweiten Welle aktuell. Welche Industrien trifft die? Die 2.

Welle, die trifft jetzt eigentlich voll Europa mit ins Herz. Das ist jetzt nicht, das das ist nicht etwas, das gestern passiert ist, aber die 2. Welle, vor allem so ab 2015, ab 2015 hat man hat China die sogenannte Made in China twenty twenty five aufgestellt. Also man hat definiert, das sind Industrien, in denen wir an die Weltspitze wollen. Das war zum Beispiel Solarindustrie, das war Elektromobilität, das war Windindustrie, das war solche Dinge.

Und dann hat man gemerkt, 1 1 1 Mechanik oder 1 1 1 1 Dynamik, die da stattfindet, wenn immer die Zentralregierung in Peking bestimmt, diese Industrie, die ist strategisch und da wollen wir an die Weltspitze, dann wird unglaublich viele investiert in die. Das gibt in relativ kurzer Zeit Überkapazitäten und Solarindustrie. Die Solarindustrie ist für die Welt größtenteils, vor allem für europäische Anbieter, verloren. Mhm. Solar ist von China dominiert und der Weltmarkt für Solarpanels wird von chinesischen Produzenten geflutet.

Windindustrie das Gleiche. Besonders ins Herz geht's jetzt natürlich vor allem für Deutschland in der Elektromobilität. Das haben die deutschen Automobilhersteller total verschlafen. Es gab da auch diese Phase während der Pandemie, als sich China als sich China praktisch abgeschottet hat, eigentlich so zwischen 2020 und 2023. Europäische Automobil Topmanager sind nicht nach China gereist, haben nicht gesehen, was da läuft.

Und jetzt sieht man natürlich, die deutsche Auto oder die europäische Autoindustrie insgesamt, die ist nicht zyklisch herausgefordert, sie ist strukturell herausgefordert jetzt plötzlich. Und deshalb sind es jetzt eben Automobilindustrie, Maschinenbau, Robotik, solche Industrien, die die wirklich, das ist das ist die europäische Industrie und die ist jetzt extrem herausgefordert von chinesischen Anbietern und chinesischen Überkapazitäten, die, was die Preise betrifft, einfach weit, weit, weit unter die Preise gehen können, die europäische Anbieter verlangen auf den Weltmarkt. Okay, bevor wir über Europa sprechen, noch die letzte Frage zu China. Sie haben jetzt kürzlich ja das Strategie Meeting, die Politisch führende Partei, den Fünfjahresplan besprochen. Sind da schon Bekannt Informationen, welche strategischen Felder Sie für die nächsten 5 Jahre belegen möchten?

Also der nächste, der 15. Fünfjahresplan, der wird die Periode von 20 26 bis 20 30 abdecken. Die Details, die wird man erst im März erfahren. Was man bereits gehört hat, strategische Industrien sind künstliche Intelligenz, sind künstliche Intelligenz, AI, damit natürlich auch verbundene Chiptechnologie. Da findet ein unglaublich spannendes Rennen statt zwischen den USA und China.

Also AI, Robotik und Robotik ist, da hat China unglaubliche Fortschritte gemacht. Auch da, das ist im Prinzip ein Feld, das bislang von europäischen und japanischen Anbietern sehr gut abgedeckt war. Das ist ein 1 große Herausforderung für Europa und Japan. Und das 3. Feld ist Biotechnologie.

Also Biopharma, dort möchten sie auch strategisch viel, viel stärker werden und das wird natürlich auch für die Schweiz eine Herausforderung werden. Absolut, absolut. Ja, ich mach mir, wenn ich den Blick ins nördliche Nachbarsland Deutschland schaue, das macht es mir wirklich mummt die Schlagzeilen, die ich lese von laufend neuen Arbeitslosen und eben 1 Deindustrialisierung. Wie beurteilen Sie als Fachmann die die deutsche Wirtschaftslage? Deutschland leidet momentan unter mehreren Faktoren.

Also man kann im Prinzip sagen, eine Art perfekter Sturm, denn das deutsche Industrieerfolgsmodell, ich ich ich vereinfache es jetzt etwas gar, aber das das Industrieerfolgsmodell war erstens günstige Energie aus Russland. Mhm. Zweitens ein als als Resultat der Schröder Regierung und der Hartz Reformen damals, hat hat man im Prinzip zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, also zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften, damals ein Deal geschlossen, dass dass man die Löhne ziemlich gut unter Kontrolle hält. Davon hat davon hat Deutschland in Sachen Wettbewerbsfähigkeit recht lange zehren können. Und das 3.

War der Exportmarkt China. Und jetzt haben wir Energie aus Russland, also billige Energie aus Russland weg, Exportmarkt China weg. Das Problem ist, die chinesische Binnennachfrage ist extrem schwach und gleichzeitig exportieren chinesische Unternehmen plötzlich Produkte, die in direkter Konkurrenz zur deutschen Industrie stehen, sogar im Bereich Maschinen, also Werkzeugmaschinen, eine 1 Domäne Deutschlands Mhm. Ist China mittlerweile ein Netto Exporteur geworden und das ist, das fügt sich jetzt son bisschen zu einem perfekten Sturm zusammen. Dann haben wir eine, natürlich eine Koalitionsregierung, dass die die unglaublich schwerfällig unterwegs ist, wenn man das so sagen möchte.

Ich bin übrigens persönlich der Meinung, Deutschland hat 20 Jahre lang sträflich die eigene Verteidigung und aber auch die eigene Infrastruktur vernachlässigt. Ich ich kann da persönlich einiges Transferzahlungen und weiß ich was. Das das ist natürlich nicht das, was man sehen möchte. Deshalb quasi kurz zusammengefasst, die deutsche Wirtschaft, die ist momentan grad grad an allen Orten extrem herausgefordert hat. Ja, aber was was sind dann positive Ausblick oder was bräuchte es an Reformen, damit die deutsche Wirtschaft da wieder mal einen Wachstumsschub erleben kann, weil Sie sind ja schon über 3 Jahre in der Rezession.

Ja, das Problem ist son bisschen, wo wo fängt man an, ne. Wie gesagt, Infrastrukturinvestitionen, die dürfen aus meiner Sicht sehr wohl, die dürfen staatlich beziehungsweise staatlich privat finanziert werden. Wohl, die dürfen staatlich beziehungsweise staatlich privat finanziert werden. Deutschland hat das Potenzial für Infrastrukturinvestitionen, die volkswirtschaftlich nützlich sind. Das ist quasi, die auch wirklich sich bezahlen über die Zeit.

Rüstung ist, Rüstung ist ist natürlich immer son bisschen eine 1 Sache. Rüstung per se ist ja nicht unbedingt wertschöpfend volkswirtschaftlich. Aber wir wir wissen schlichtweg, eigentlich ganz Europa hat die letzten 30 Jahre die eigene Verteidigung vernachlässigt, also da muss jetzt relativ viel nachgeholt werden. Und wenn die, wenn wenn wenn man die eigene Rüstungsindustrie wieder wieder aufbaut, dann trägt das natürlich dazu bei, dass man eine breitere industrielle industrielle Basis schafft. Mhm.

Und dann das große Thema, was Reformen betrifft, sind natürlich Arbeitsmarktreformen. Es es darf nicht so unglaublich schwierig sein, Leute abzubauen. Das das kennt man aus aus anderen auch südeuropäischen Ländern. Je schwieriger es wird, Leute abzubauen, wenn es nötig ist, desto im weiteren Sinne Arbeit Arbeitsmarktpolitik betrifft, da müsste da müsste natürlich viel wieder ein 1 liberaleres Denken einkehren. Was sind Ihre Einschätzungen für das Jahr 20 26 betreffend dem europäischen Wirtschaft generell und und auch des Euros?

Ja, schwierig zu Also grundsätzlich, ich ich ich halte mich mit mit spezifischen Prognosen, was jetzt Wirtschaftswachstum betrifft oder so. Mhm. Denn feststellen kann, erstens Deutschland, die wichtigste Volkswirtschaft Europas, die ist seit 3 Jahren in 1 in 1 Dauerrezession, also ist da im Prinzip Definitionsfrage, ist das jetzt mal ein Quartal, Leichtübernol oder leicht das jetzt mal ein Quartal, leicht Über 0 oder leicht Unter 0, aber es ist eine Dauerstagnation seit 3 Jahren. Mhm. Jetzt haben wir zum Teil ein paar positive Impulse aus aus Berlin spezifisch Infrastrukturrüstung.

Man sieht, wenn man so den ifo Geschäftsklimaindex, was die Geschäftserwartungen oder die Zukunftserwartungen betrifft, da herrscht 'n bisschen bisschen etwas mehr Optimismus. Ich habe Mühe zu sehen, was im Automobilsektor da groß nach oben drehen könnte. Der Automobilsektor, der bleibt extrem extrem herausgefordert, vor allem durch durch die die Konkurrenz aus China. Das heißt, ich ich sehe jetzt, was die Wirtschaft in Europa betrifft, generell insgesamt, eher so eine Art weiterwurstel wie bisher, vielleicht eine leichte leichte Beschleunigung angetrieben durch Investitionen, holt ja Milliarden von Investitionen ins Land. Wie beurteilen Sie seine Strategie?

Eigentlich eine Reindustrialisierung und Wieder Schaffung von von neuen Arbeitsplätzen in die USA zu holen? Könnte das aufgehen? Ich ich habe Mühe, ich habe Mühe. Erstens, was wir haben in den USA ist ein Boom in den Kapitalinvestitionen in einem sehr spezifischen Bereich. Geil.

Nämlich im im Bereich Kai beziehungsweise im Bau von Rechenzentren. Ja. Da läuft wahnsinnig viel. Ich würde jetzt mal sagen, das wäre, das ist völlig völlig losgelöst von der Politik in Washington. Das würde genauso laufen, wenn jemand anderes Präsident war.

Also das kann sich Trump nicht auf die eigene Fahne schreiben, dass jetzt quasi die die die sogenannten Hyperscalers, die Microsofts und Amazon und Alphabets und so weiter. Das ist das ist ein 1 Prozess, der der ist schon längst ins Rollen geraten. Also sicher in den letzten 3 Jahren hat der laufenden Schwung gekriegt. Das ist der Faktor, der die amerikanische Wirtschaft momentan am meisten Kapitalinvestitionen in den Bau von Rechenzentren. Ja.

Das andere, das, was die Trump Regierung so gerne für sich beansprucht, sind Investitionen von ausländischen Unternehmen, die Produktionskapazitäten in den USA bauen. In den Daten sieht man da praktisch noch nichts. Man hört Ankündigungen, aber man sieht praktisch nichts. Das heißt, jetzt ist die große Frage, kommt das einfach noch? Oder ist es wirklich so, dass da nicht, dass es primär Ankündigungen sind, aber nicht wahnsinnig viel hinten rauskommt?

Im Moment tendiere ich zu Letzterem. Man sieht da auch 'n bisschen, Trump ist ein unglaublich transaktionaler Präsident. Wenn er einen Deal hat, nehmen wir den Deal mit Japan, ne. Japan hat, man hat sich geeinigt in den in im im Zollniveau und Japan hat sich bereit erklärt, 500000000000 Dollar in den USA zu investieren. Aber wer genau, wie genau, wo genau, über welchen Zeitraum, das ist im Prinzip überhaupt nicht definiert.

Und das scheint ja Trump auch total egal zu sein, wie dann die Details aussehen. Man darf einfach gehört 500000000000. Aber das heißt, da würde ich dann schon gerne sehen und jetzt auch die Schweiz. Die Schweiz hat ja sich verpflichtet, 200000000000 zu investieren. Wie, in welcher Form genau?

Wenn die Schweizerische Nationalbank Treasuries kauft, gilt das auch als Gitvest Das ist ja ja schön, ja. Oder das das muss das Und deshalb, ich ich sehe von, ich sehe jetzt von der Trump Regierung noch nicht so richtig das längerfristig Strategische, ich sehe sehr viel kurzfristig Transaktionales. Ja. Das 2. Thema, die Frage, kann ein Land, kann eine Volkswirtschaft, die sich deindustrialisiert hat, kann die sich reindustrialisieren?

Das ist im Prinzip das ganz, ganz große Thema. Mhm. Und das nehme ich vielen Leuten in der Trump Regierung auch ab, dass dass sie das eigentlich möchten. Zum Beispiel J. D.

Vance, der Vizepräsident, der der der sagt das sehr, sehr spezifisch. Und für ihn haben ja diese diese diese manuellen Jobs in Stahlwerken und solche Dinge, das das sind Jobs, die einen Sinn stiften, oder? Er hat sehr stark diesen Athos. Mir ist aus der Geschichte kein einziger Fall bekannt, dass das einem Land gelungen ist. Das Einzige, was man kennt aus der Geschichte, ist, wenn ein Land durch einen Krieg deindustrialisiert wurde.

Deutschland und Japan wurden quasi per per Bomben deindustrialisiert und die haben sich nachher wieder reindustrialisiert, aber die sind ja deindustrialisiert worden, nicht durch einen Prozess, der quasi sich über 30 Jahre erstreckt hat, sondern durch einen Prozess, der relativ heftig war. Das heißt, es wäre das 1. Beispiel in der Geschichte, dass sich ein Staat oder eine Volkswirtschaft von der von 1 signifikanten Größe, die sich quasi mehr oder weniger freiwillig deindustrialisiert hat, dass sie sich wieder reindustrialisieren könnte. Ich ich ich sehe es nicht. Und das große Thema vielleicht noch zum Abschluss, wenn immer ich mit Unternehmen spreche, auch in der Schweiz und ich Sie frage, ja, baut ihr Produktionskapazitäten in den USA auf, dann sagen die, auch wenn wir wollten, wir finden keine Arbeitskräfte.

Es gibt gar keine qualifizierten Arbeitskräfte dort. Und da da haben wir dann diese absurden Fälle, wo ein koreanischer Autohersteller, Hyundai, wollte in North Carolina, glaube ich, ein relativ hoch automatisiertes Werk bauen, aber sie brauchten 300 Koreaner, die wirklich den Leuten dort zeigten, wie man das macht. Und diese 300 Koreaner wurden dann verhaftet und ausgeschöpft und das sind dann son bisschen diese diese diese Absurditäten, die damit einhergehen. Mhm. Sie haben die Rieseninvestitionen angesprochen, die in die KI Rechenzentren im Moment fließen.

Man spricht auch schon von 1 Cui Bubble. Was ist da Ihre Beurteilung? Ich benutze eigentlich das Wort Blase jetzt in diesem Zusammenhang nicht, weil es weil es sehr, sehr unterschiedliche sehr unterschiedlich interpretiert werden kann. 1 1 1 Blase an den Aktienmärkten. Was ich sehe, ist einen unglaublichen Anstieg in den Investitionen, in den Kapitalinvestitionen für Rechenkapazität.

Das sieht man. Und dort sieht man vor allem die sogenannten Hyperscalers, also Microsoft, Amazon, Alphabet, Meta, jetzt ist Oracle noch dazugekommen. Die investieren im laufenden Jahr etwa es mehr sein. Das sind Ankündigungen, die sie bereits gemacht haben. Also es ist nicht das ist nicht irgendwie Schal und Rauch, das ist das ist Tatsache.

Das erinnert mich sehr stark an frühere Kapitalinvestitionszyklen. Das das ist etwas extrem zyklisches, das kennt man aus der Geschichte sehr schön. Zum Beispiel Eisenbahn in den im neunzehnten Jahrhundert in Großbritannien und in den USA oder Telefonie, Telegrafie zur Jahrhundertwende, dann war es Radiotechnologie in den Zwanzigerjahren und in den Neunzigerjahren Breitband, also Internet, also quasi Glasfasernetze und Mobilfunknetze. Was man eigentlich immer gesehen hat in diesen in diesen Zyklen ist, es kommt zu Überinvestitionen. Mhm.

Also die, die Investitionen tätigen, die leisten sich eine Art Wettrüsten. Ich muss da auch dabei sein, ich muss auch eine Bahnlinie bauen, ich muss auch ich muss auch Glasfasernetze in den Boden legen und so weiter. Das ist ein Wettrüsten, niemand kann da richtig aussteigen, aber es wäre, etwas hat sich in all diesen, in all diesen Zyklen immer wieder wiederholt und das war, es kommt in diesem in diesem Wettrüsten kommt es zu Überinvestitionen. Plötzlich hat man einen zu großen Kapitalstock investiert und der wirft noch nicht genug Cashflow ab. Also simpel gesagt, man hat stranded Assets, die noch keinen richtigen Cashflow abwerfen.

Und dann kommt es in der Regel mal so zu einem Rückschlag, dann werde jetzt mal erst mal nicht mehr weiter investiert. Dann kollabieren in der Regel die, die die Investitionen nicht über Eigenkapital, sondern fremdfinanziert gemacht haben haben, die haben dann Mühe, weil sie erwirtschaften keinen Cashflow, die Fremdkapitalkosten zu leisten. Das hat man das war ja sehr schön zu sehen nach nach also nach der Jahrtausendwende, Worldcom und und alle diese, die die sind ja kollabiert, weil sie überinvestiert haben in Glasfasernetze und so. Das heißt, dieses Muster, das ist das ist schonungslos. Also muss man die letzten 200 Jahre Wirtschaftsgeschichte anschauen und man weiß, das passiert in der Regel, ist auch menschlich, ja, über Investitionen.

Jetzt das Regel, ist auch menschlich, ja. Überinvestitionen. Jetzt das Spannende ist, das ist keine Aussage, dass die Technologie per se obsolet wäre, überhaupt nicht. Es ist nur eine Aussage, dass es temporär zu Überinvestitionen kommt, dann zu einem Rückschlag. Das Spannende ist dann immer dann, in diesem Rückschlag werden die Kosten für diese Technologie, die fallen plötzlich ins Boden lose.

Also superschönes Beispiel, Glasfasernetze und Mobilfunknetze. Die Telekom Konzerne und Kabelnetzkonzerne, die haben die haben sich quasi bis über alle Ohren verschuldet und haben Glasfasernetze gebaut. Es gab dann eine Phase, wo etwa 98 Prozent, muss sich das vorstellen, 98 Prozent aller Glasfasernetzkapazitäten im Boden gar nicht benutzt wurden, weil viel zu viel Kapazität drin war und das Internet noch gar noch nicht so viel Traffic geliefert hat. Die Kosten sind ins Bodenlose gefallen und der Nutzen für die Allgemeinheit war gigantisch. Weil plötzlich war Datenübertragungskapazität praktisch umsonst.

Mhm. Und erst auf dieser neuen revidierten Kostenbasis, die viel tiefer war, sind Businesskonzepte wie Netflix, Streaming und solche Dinge sind überhaupt überhaupt dann erst entstanden. Mhm. Google, Facebook, all das ist eigentlich ja erst nach dem Platzen der damaligen Bass entstanden. Deshalb jetzt zurück zu heute.

Ich sehe diesen diesen Trend, dieser Trend, der wird in meinen Augen in Überinvestitionen münden. Ist das im nächsten Jahr, im übernächsten oder in 3 Jahren? Ich weiß es nicht, das kann schon noch eine Weile weitergehen. Aber irgendwann merken die Akteure, jetzt haben wir, glaube ich, genug Rechenkapazität aufgestellt und dann stoppen sie und dann macht es wuff und dann geht's nach unten. Mhm.

Und dann geht's, es wird an der Börse nach unten gehen, aber es wird eben auch, und das ist das ist das Spannende, es wird in den Kosten für Rechenkapazität nach unten gehen. Das heißt, alle Anwender von künstlicher Intelligenz, für die wird es dann erst richtig, richtig toll, weil künstliche Intelligenz wird nichts kosten oder Rechenkapazität wird nichts kosten. Und dann werden so die richtig spannenden KI aufbauen, die werden dann erst richtig entstehen. Okay, sehr, sehr spannend die Aussichten und absolut nachvollziehbar, weil ich habe auch mal gelesen, dass heute 95 Prozent der KI Anwendungen noch kein Geld verdienen, oder? Und dann, wenn ich Sie richtig verstanden habe, braucht es zuerst diese, ja, Rückfall der der Kosten für die Infrastruktur.

Oder sagen wir's so, es wäre der es wäre der 1. Technologiezyklus, der nicht der nicht in einem quasi der nicht durch so eine Rückfallphase gegangen ist. Es ist ja nicht so, dass sich die Geschichte immer wiederholen muss, aber sie reimt sich eben doch und eigentlich, es gibt ein wirklich tolles Buch, das man gelesen haben muss zu diesem Thema. Es gibt's leider meines Wissens nicht auf Deutsch, aber auf Englisch heißt es Engines that Move Markets von Alister Naarn. Der hat das eigentlich wunderschön, das ist der das deckt jetzt die KI Thematik nicht ab, aber der zeigt glasklar über 200 Jahre, wie sich dieses Muster immer wieder wiederholt hat.

Und ich glaub, die die die wichtige Aussage hier ist, KI ist real. Es ist nicht, KI ist nicht leeres Geschwätz, aber es ist heute noch nicht so einfach zu identifizieren, wer sind wirklich, wirklich die Gewinner von KI? Mhm. Sind es die Amazons und Microsofts und die Nvidias oder sind es dann eben nicht die Anwender von KI, die plötzlich Rechenkapazität umsonst mehr oder weniger umsonst kriegen werden? Mhm.

Das wird enorm spannend. Absolut. Ich möchte noch das Thema Staatsschulden mit Ihnen besprechen, weil das macht mir auch etwas bauchweh, wenn ich sehe jetzt mal USA, bleibe mir kurz bei USA, wie viel Billionen Schulden Sie haben und und auch die Prognosen eigentlich nur eine Richtung kennen und aber auf der anderen Seite die Zinslast für diese Schulden schon das größte etwa der USA sind, also mehr als die Militärausgaben. Wie denken Sie, bringt die US Regierung dort eine Kehrtwende oder was sind die möglichen Folgen dieser weiteren Verschuldung, wenn wir jetzt auch etwas weiter denken zeitlich? Also wir haben sicher ein 1 Phänomen, wenn man das so bezeichnen möchte, Staatsschulden weltweit.

Ich sage jetzt mal, in der industrialisierten Welt von USA bis Japan, die sind auf einem Niveau aggregiert betrachtet, wie man es normalerweise nur nach großen Kriegen gesehen hat. Also quasi die die USA waren letztmals so hoch beschuldigt wie heute im Jahr 19 45 nach dem Zweiten Weltkrieg. Ja, gemessen am BIP, aber die sind natürlich effektiv. Ja, ja genau. Also effektiv sind wir natürlich längsten in der Status Sphäre.

Gemessen am BIP jetzt mit irgendwie 120 Prozent des BIP, das hat man letztmals 19 45 gesehen. Mhm. Und das erstreckt sich von den USA, Großbritannien eben bis zu Japan. Die Eurozone ist immer son bisschen ein Spezialfall. Natürlich hat man da Italien, Frankreich und so weiter.

Aber bleiben wir mal bei den USA. Dort haben wir, wie Sie gesagt haben, wir haben ja jetzt eigentlich die die die historisch interessante Konstellation, dass die Zinslast, also das, was man aufwenden muss, die Zinsen zu begleichen, das ist jetzt höher als das gesamte Verteidigungsdepartment, also der der gesamte Verteidigungsetat. Und der Historiker Neil Ferguson hat da hat mal quasi gesagt, das ist der der der Curse of the Empire, also der Fluch des Imperiums ist im Prinzip immer dann, wenn ein Imperium mehr für Zinsen als für Verteidigung bezahlt, dann geht es abwärts mit diesem Imperium. Das ist natürlich sehr vereinfacht, aber klar, dass da da das ist im Prinzip eine Wegmarke, die wir da im letzten Jahr überschritten haben. Sie haben völlig recht, die die dass alle Prognosen, auch die, ich sage jetzt mal, die die die die die neutralen Prognosen, die politisch neutralen Prognosen, die die sagen, das geht weiter aufwärts.

Also es ist überhaupt nichts zu sehen, wie der Staatshaushalt ins Lob gebracht werden soll, es ist überhaupt nichts zu sehen. Und das ist ja etwas, das völlig losgelöst, ob ein Demokrat oder ein Republikaner im Weißen Haus sitzt, die Staatsschulden steigen. Das ist die Konstante der eigentlich der letzten 40, 50 Jahre. Wie kommt das runter? Es gibt ja es gibt ja historisch oder nein, nicht historisch, es gibt nur 5 Arten, wie Staatsschulden runterkommen.

Nur 5. Erstens über Wirtschaftswachstum. Wirtschaftswachstum. Reales Wirtschaftswachstum. Also wirklich, wenn die Wirtschaft wächst, dann dann dann steigt ja quasi der der BIPb.

Der Nenner oder der der der Relation zwischen Schulden und BIPb. Das BIPb steigt, die Schulden bleiben im besten Fall konstant, das heißt, die Relation von Schulden zu BIPb, die kommt runter. Toll. Das Schwierige ist, reales Wirtschaftswachstum kann man nicht einfach herbeizaubern. Das ist harte Arbeit, ne.

Die 2. Variante ist Austerität, also man schnallt den Gürtel enger, man fährt Ausgaben zurück, man bezahlt Schulden zurück. Demokratien sind unglaublich schlecht in dem. Also es typischerweise, das macht Calvi Émilee jetzt in Argentinien, nachdem er vom Volk ein Mandat gewonnen hat, das zu tun. Aber sonst?

Demokratisch gewählte Politiker machen das nicht, weil es ist unpopulär, extrem unpopulär. Die 3. Variante ist der Default, man bezahlt die Schulden einfach nicht zurück, ja. Das machen, das war typischerweise der Fall, den sogenannte Schwellenländer oder Emerging Markets gewählt haben. Das macht man in der Regel aber nur dann, wenn man sich nicht in der eigenen Währung verschuldet also Brasilien, Mexiko, Russland und so weiter.

Man hat sich in Dollar verschuldet, man kann und will die nicht mehr zurückzahlen, Default quasi der der der schwarze Peter, der ist ja bei irgendwelchen Investoren im Ausland. Default machen normalerweise nicht Staaten, die sich in ihrer eigenen Währung verschulden können. Das also Default ist Nummer 3. Nummer 4 ist Hyperinflation. Hyperinflation ist 1 1 1, ich sage jetzt mal, ein extrem hell und heiß brennendes Feuer, das für kurze Zeit alles alles auslöscht.

Weimar 19 23, Ungarn 19 48. Hyperinflation ist nicht etwas, das man bewusst herbeiführt, das ist ein schockartiger Vertrauensverlust, der so zuschlägt und dann ist quasi vorbei. Und natürlich, Schulden sind etwas Nominales. In 1 Hyperinflation werden Schulden ausgelöst und und natürlich auch nominale Vermögenswerte, oder? Deshalb ist es so beide Seite, Deshalb muss man natürlich in 1 Hyperinflation muss man reale Vermögenswerte sagen werden.

Klar, genau. Und die 5. Variante, Schulden loszuwerden, ist finanzielle Repression. Was heißt das? Im Prinzip ist es nichts anderes als der Versuch, nicht das reale Wirtschaftswachstum, sondern das nominale Wirtschaftswachstum anzuheben, nicht das reale Wirtschaftswachstum, sondern das nominale Wirtschaftswachstum anzuheben.

Nominal heißt Real plus Inflation, also nicht Hyperinflation, aber eine Inflationsrate von 3, 4, 5 Prozent über einen längeren Zeitraum, während man gleichzeitig versucht über über offene oder versteckte über offene oder versteckte Methoden die langfristigen Zinsen zu deckeln, unten zu halten. Simpel gesagt, wenn das nominale Wirtschaftswachstum dank etwas etwas mehr Inflation höher ist als die langfristigen Zinsen, dann schmelzen die Staatsschulden einfach schleichend weg. Mhm. Und das ist die Strategie oder die Methode, die die USA und Großbritannien nach dem Weltkrieg angewandt haben. Finanzielle Repression über einen Zeitraum von etwa 30 Jahren.

Das war jetzt, das war jetzt etwas lang, aber in meinen Augen, wenn die USA ihre Schulden loswerden wollen über die nächsten Jahre, Jahrzehnte, das ist ein langer Prozess, dann wird es Überformen von finanzieller Repression sein. Ja, und das in der größte Weise schon im Markt Auswirkungen oder Instrumente auch kommuniziert worden von von Scott Bessel, wenn ich das recht in Erinnerung habe, dass man darüber nachdenkt, langfristige Schulden in der USA, dass man dort entweder noch eine Gebühr aufschlägt oder dann zwangsverlängerte Schulden, aber da sind Sie näher im Thema. Ja. Können Sie sich solche drastischen Schritte vorstellen? Das war Stephen Mirron.

Ah, Steven Mirron, der der wurde dann ökonomischer Chefberater von Donald ist jetzt Gouverneur im im Fed in der US Notenbank, momentan noch temporär, Ja. Aber er ist für mich immer noch auch ein 1 Anwärter für das Präsidium des Fed, das ja dann im nächsten Mai oder im Mai 20 26 neu bestimmt wird. Steven Myrron hat ein Papier geschrieben, damals noch als er bei einem Hedgefund und bei einem Thinktank war, beim Manhattan Institute, also noch nicht Teil der Trump Regierung. Und in diesem Papier hat er eigentlich geschrieben, ja, die USA, die die können ihren, ich sag jetzt mal, ihren Bündnispartnern, also simpel gesagt, alle die Staaten, die auf den Verteidigungsschirm der USA angewiesen sind, Japan, Korea, Europa, je nachdem, wer noch, in ihren eigenen Augen, auch Kanada. Im Prinzip denen muss man einen einen brutalen Deal vorschlagen.

Ihr erhaltet weiterhin den den Schutz, den militärischen Schutz der USA, wie ihr bezahlt dafür. Weil ihr habt diesen Schutz in den letzten 70 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg habt ihr diesen umsonst gekriegt. Jetzt gibt's nichts mehr umsonst, ihr bezahlt den. Ihr müsst ihn nicht explizit bezahlen, aber ihr bezahlt ihn, indem ihr langfristige Treasuries kauft, also Staatsanleihen ohne Zins. Er hat er hat quasi in den Raum gestellt, man kann Japan, Korea, die Europäer mehr oder weniger zwingen mit vorgehaltener Waffe sozusagen.

Ihr kauft hundertjährige Staatsanleihen, der USA, ohne Zins. Und das ist euer Beitrag. Jetzt, das ist nicht, das das ist nicht explizite Politik, aber es steht im Raum. Und es steht im Raum von Leuten, die sehr nah bei Trump sind. Sind.

Ich hab keine Ahnung, ob das ob das wirklich dazu kommt, aber es war ein Signal. Und in meinen Augen, es war ein Signal eben auch Sicherheit, die ihr bislang einfach bezogen habt von uns, die wird's nicht mehr umsonst geben, die wird kosten. Und das ist eine Form von, ja, man kann sagen, eine Form von Erpressung, aber auch eine Form von von Eingeständnis der Amerikaner, dass es Dinge gibt, die sie nicht mehr bezahlen können und nicht mehr bezahlen möchten. Und das ist, das wird natürlich besonders spannend, wenn wir uns mit der Frage befassen, was kommt denn eigentlich nach Trump? Mhm.

Ne? Ich denke, man muss sich man muss sich ja längst vom Gedanken verabschieden, dass wenn dem Trump mal weg ist, dass alles wieder so ist, wie's mal war früher. Das ist vorbei. Die das Selbstverständnis und auch die Art und Weise, wie die Amerikaner die Europäer sehen, das hat sich das Fundamental geändert. Das hat sich fundamental verändert.

Und und das oder die Finanzen ist ein Ort, wo das sich eben auch abspielt. Ihr bezahlt. Denken Sie, die Fed ist nach unabhängig. Da hat ja die Regierung dermaßen Druck ausgeübt auf Paul betreffenden Zinssenkungen, was ja wiederum mit den Staatsschulden und der Zinslast zu tun hat. Nein, also das das Fed ist nicht unabhängig.

Ich würde aber sagen, das Fed war noch nie unabhängig. Es wirklich, wirklich bleiben bleiben wir beim Fed. Die US Notenbank, die wurde ja nach der Panik von neunzehnhundertsieben quasi gegründet, das dauert ja dann ein paar Jahre, aber eigentlich der Sinn und Zweck der US Notenbank und auch andere Zentralbanken ist sicherzustellen, dass sich der Staat, also in diesem Fall jetzt die USA, immer reibungslos verschulden können. Also dass sich dass die Refinanzierung des Staates immer reibungslos funktioniert. Das ist eigentlich die Aufgabe der US Notenbank.

Und der vorhin erwähnte Steven Mirror, der hat ja im September, als er im Senat, in der Senatsanhörung, als er bestätigt wurde für sein Amt im Fed Gouverneursrat, er gesagt, das Fed hat nicht 2 Mandate. Alle sprechen von 2 Mandaten. Preisstabilität, also Inflationsbekämpfung und Vollbeschäftigung. Mhm. Er hat gesagt, das Fed hat ein drittes Mandat.

Und das stimmt, das Fed hat ein drittes Mandat explizit ausformuliert, heißt es dort, die Sicherstellung moderater langfristiger Zinsen. Das heißt Okay. Was heißt da da? Das Problem ist ja, was ist die Definition von moderat, oder? Aber im Prinzip ist damit gesagt, das Fed wird und muss und tut es auch sicherstellen, dass sich der Staat eben auch am langen Ende der Zinskurve oder wenn wenn wir von längerfristigen Staatsanleihen sprechen, dass es dort immer reibungslos funktioniert und dass die Zinsen dort nicht allzu sehr in die Höhe gehen.

Das ist explizit. Und deshalb, nein, das Pferd ist nicht unabhängig und es wird noch weniger unabhängig werden in den nächsten Jahren. Ja, also wir haben ja in diesem Jahr gegenüber dem Schweizer Franken gesehen, dass sich der Dollar schon über 10 Prozent abgewertet hat. Ist natürlich auch ein Ausdruck des Misstrauens. Auf der anderen Seite immer mehr östliche oder nicht westliche Zentralbanken haben ihren Goldbestand extrem aufgebaut.

Auf der anderen Seite US Staatsanleihen verkauft, diese Unabhängigkeit ihrer Währungsreserven auch zu halten und zukünftig zu sichern. Denken Sie, dass der Dollar weiterhin in Zukunft abgewertet wird, bewusst zum einenerseits die Wettbewerbsfähigkeit der USA zu stärken, aber auf der anderen Seite das auch ein Misstrauen in in die US Notenbank signalisieren könnte? Die kurze Antwort ist ja. Es ist natürlich natürlich ist es sehr viel schwierig. Einerseits Wechselkurse sind ja immer Wechselkurse relativ zu etwas anderem.

Mhm. Jetzt mein, der Euro ist auch nicht eine wahnsinnig starke Währung, der Yen auch nicht. Das heißt, es ist nicht einfach so, dass der Dollar da ins Bodenlose fällt, weil es gibt gar nicht so viele richtig, richtig gute Währungen. Der Franken ist natürlich eine Ausnahme. Aber Punkt 1, die Trump Regierung, die sagen sie.

Übrigens auch Steven Mirron in diesem Papier, das ich erwähnt habe vom November 20 24. Er sagt dort, der Dollar ist überbewertet und der Dollar muss abgewertet werden. Okay. Und so explizit muss man das halt auch ernst nehmen, wenn das die Regierung sagt. Das ist der Punkt 1.

Punkt 2 ist, viele Zentralbanken weltweit haben gesehen, was mit Russland passiert ist, nachdem Russland und annektiert oder quasi konfisziert besser, dann ist das so. Das war ja im Prinzip ein Signal für jede Zentralbank weltweit. Wir hedgen uns lieber etwas. Mhm. Also quasi allzu viele Treasuries müssen wir nicht haben in der Bilanz, wir können auch wieder etwas mehr Gold haben und so weiter.

Und das wunderschön zu sehen. Zentralbanken weltweit haben in den letzten 3 Jahren, also seit Russland, jedes Jahr für mehr als 1000 Tonnen Gold gekauft. Und das ist nicht nur die People's Bank of China, das war Polen, das waren die Emirate, Indien, Singapur, die Saudis, China, alle haben mehr Gold gekauft und mehr Gold gekauft und dafür etwas etwas ihre Dollarreserven abgebaut. Ich sehe eigentlich keinen kein Argument, das jetzt dafür sprechen würde, dass sich dieser Trend drehen würde. Das das, denke ich, das würde etwas sein, das sich fortsetzt.

Mhm. Gut, wir kommen langsam zum Schluss des Podcasts. Sehr spannend diese Vernetzungen und geopolitischen Einflüsse natürlich auf die verschiedenen Anlageklassen. Ich möchte mit Ihnen zum Schluss noch das heiß gelaufene Thema besprechen. Da sind ja Milliarden reingeflossen und zum Teil auch außerhalb des stark regulierten Bankensystems.

Sehen Sie dort Gefahren, dass das sogenannte Schattenbankensystem eine nächste Finanzkrise auslösen könnte? Ja. Ja, ja, definitiv. Und das Problem ist son bisschen, diese Dynamik. Ich fand immer interessant, mit welchen Argumenten die von den Banken und Vermögensverwaltern verkauft wurden, ne.

Und Vermögensverwaltern verkauft wurden, ne. Die Zinsen sind tief. Hier haben wir etwas, das höhere Zinsen verspricht. Ja, okay. Weshalb verspricht es höhere Zinsen?

Weil es höhere Risiken mit sich bringt. Genau. Sonst wär's 'n, Lunch, ne. Und quasi was dann eben noch dazukam, weil's private ist, das gilt auch für Private Equity, gibt es keine Marktpreise, also keine keine Preisvolatilität. Man kann so tun, als wäre das weniger riskant.

Das ist ja diese, kleine Klammer, das ist diese Absurdität, dass in der Finanztheorie Volatilität gleichgesetzt wird mit Risiko. Überhaupt nicht, wenn man mit Volatilität umgehen kann, ist mir ja egal. Aber so zu tun, dass private Date und private Equity, weil weniger volatil gleich weniger riskant, das ist natürlich idiotisch. Mhm. Also ich sehe, wie viel im geflossen geflossen ist.

Ich sehe, wie viel eben wirklich auch mit dem Argument da hin geflossen ist, da kriege ich mehr Rendite, ist für mich ein Rezept, dass da einige, einige Leute irgendwann aufwachen merken aufwachen und merken werden, ach so, die Mehrrendite, die war, weil mehr versteckte Risiken dahinter ist. Es gibt kein Free Lunch. Ja. Und eben Verkauf, der Verkauf ist dann auch nicht so schnell möglich oder? Das ist ohne Liquidität Ja.

Oder Ill Liquidität. Das ist ja immer dann. Wenn man's braucht, hat man's nicht. Mhm. Und und und die die die 2 der 2.

Teil ihrer Frage ist insofern etwas schwieriger, oder? Was, ob es eine Finanzkrise auslösen könnte? Es kommt ja immer darauf an, wer hält wer hält den schwarzen Peter in der Hand? Mhm. Und eine Finanzkrise wird es eigentlich erst dann, wenn Akteure den schwarzen Peter in der Hand halten, die selbst dann auch wieder verschuldet sind, die quasi die dann jemand anderem gegenüber in den Default geraten und dann gibt es diese Dominoeffekte.

Genau. Das das weiß ich jetzt nicht, ob ob ob da die Steine gerade relativ schnell fallen, aber in meinen Augen ist relativ viel, was private Debt betrifft, ist einfach Debt mit versteckten Risiken. Mhm. Punkt. Okay.

Ja, das wird die Zukunft zeigen, was da wann diese Dominosteine ins Rollen kommen. Doch das Thema Kryptowährung, speziell Bitcoin, was halten Sie von der Beimischung von Bitcoin in ein Portfolio wie das BlackRock seit gut einem Jahr proklamiert? Ja, es es es gibt ja die, es gibt im Prinzip mittlerweile recht gute, empirische Untersuchungen, die zeigen, dass mit 1 Beimischung von Bitcoin eben irgendwo die 3 Prozent die die Portfoliodynamik positiv beeinflusst werden kann. Also quasi, dass man da, dass man da in eine Art besseres Optimum erreichen kann. Das Problem für mich bei Bitcoin ist einerseits immer noch, Bitcoin ist ein Liquiditätsproxy.

Das heißt, wenn die Liquidität an den Finanzmärkten insgesamt austrocknet, dann dann geht Bitcoin in die Tiefe. Das sieht man ja gerade momentan jetzt im November. Das heißt, man darf man muss wirklich sich dessen bewusst sein, Bitcoin ist nicht Gold. Bitcoin ist nicht ein antifragiles Asset im im Portfolio. Bitcoin ist im Prinzip der Nasdaq mit einem höheren Beta.

Mhm. Also das das das heißt, man muss diese Schwankungen natürlich schon aushalten können. Aber was ich gerne sehen würde und das sehe ich aber in den Daten noch nicht, ist, dass Bitcoin wirklich unkorreliert oder sogar negativ korreliert mit Riskcastets ist. Dann hat es wirklich einen einen antifragilen Effekt im Portfolio. Das sehe ich aber momentan noch nicht.

Bitcoin ist liquiditätsgetrieben und deshalb im Prinzip im Prinzip Risk or on und Risk orof quasi prozyklisch. Okay. Wir sind ein Finanzpodcast. Ich stelle diese Frage immer am Ende allen Gästen. In welche Anlageklassen sind Sie privat investiert?

Ich bin privat in Aktien investiert. 100 Prozent? Größtenteils, ja. Also Ja. Weil ich bin ich ich bin 50 Jahre alt, das heißt, ich habe durchaus einen einen ich einen Anlagehorizont, der der der noch einige Jahre betrifft hoffentlich.

Ich bin größtenteils in Aktien investiert plus Gold, Silber, etwas Platin. Und das ist aber auch Teil der Aktienallokation Goldminen und Silberminenaktien, aber sonst Aktien. Okay. Und sind das Direktinvestitionen in Firmen oder halten Sie da ETFs oder Fonds? Beides.

ETF quasi als Kern. Ja. Relativ relativ unspektakulär. 3 diversifiziert. 3 diversifiziert.

Ja. Dort 8. Ich darauf, nicht nicht diesen Fehler zu begehen, dass ich quasi den MSCI World kaufe und glaube, ich wäre da weltweit diversifiziert. Sie wissen MSCI World, das ist mehr als 70 Prozent USA. Das heißt, wirklich weltweit diversifiziert.

Also Med Emerging mit einem Höhlengewicht für Schweizer, Europa, Japan. Aber das ist so mal der Kern, der besteht aus ETF und dann durchaus auch Einzelaktien von Unternehmen, die starke Businessmodelle, hohe hohe Kapitalrenditen und so weiter aufweisen. Also wirklich dort einen Buy and Hold, einen langfristigen Ansatz. Sehr gut. Ich möchte mich ganz herzlich bedanken, Herr Dietle, für die sehr spannenden Ausführungen.

Ich habe wieder einiges dazugelernt. Bei uns ist es Tradition, dass wir am Schluss unseren Gast fragen, welche Person in Zukunft Sie empfehlen, auch hier bei uns am runden Tisch eingeladen zu werden. Wer kommt Ihnen da in den Sinn? Oh, also zunächst mal vielen Dank für die Einladung. Das hat Spaß gemacht.

Ich würde eine Terry Borshar vorschlagen. Er ist ein 1 junger Fondsmanager in Zürich. Er hat RWI gegründet, eine 1 Fondsboutique. Ich find, Sie machen das sehr gut. Sie haben einen einen Aktienansatz, Qualitätsaktien weltweit und das wäre sicher ein spannender Gesprächspartner.

Okay, sehr gerne, fangen wir ihn an. Herzlichen Dank, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer. Ich hoffe, Ihnen hat das Video ebenso gefallen. Bitte hinterlassen Sie unbedingt einen Kommentar, was Sie zu den Aussagen von Herr Dietle halten. Sind Sie die gleiche Meinung oder haben Sie eine andere Meinung?

Wir lesen jeden Kommentar. Hinterlassen Sie ein Like, wenn Ihnen das Video gefallen hat. Unbedingt die Glocke aktivieren und ich freue mich auf das nächste Mal.

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