Cover: Zwischen Kinderheim und Glücksmillionen | Björn Darko | BTS #34

Zwischen Kinderheim und Glücksmillionen | Björn Darko | BTS #34

29. Januar 2026 87:33 Min. Zu Gast: Björn Darko
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Worum es geht

In dieser Folge von „Behind the Story“ spricht Wolfgang Jung mit dem SEO-Experten und Musiker Björn Darko über einen bewegten Lebensweg – von einer schwierigen Kindheit im Kinderheim bis zu einer Karriere in SEO, Produktmanagement und Führung. Darko erzählt, wie prägende frühe Erfahrungen seine Resilienz, seine Werte und seine Kreativität geformt haben. Themen sind zudem seine Leidenschaft für Musik, Mentorenschaft, gesellschaftliche Fragen und die Rolle von KI in Musik und SEO.

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Autor: BTS - Behind the Story

Zu Gast

SEO-Experte und Musiker

Björn Darko ist SEO-Experte und Musiker mit Erfahrung in Produktmanagement und Führung. Sein Weg führte von einer schwierigen Kindheit im Kinderheim zu einer wertorientierten beruflichen Laufbahn.

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Transkript

Ja, halli, hallo und hallöchen zur Ausgabe Nummer 34 von behind the Story. Ich freu mich, dass Du wieder dabei bist und dass Du wieder Lust hast, mit mir in eine interessante Vita einzutauchen heute. Mein Gast heute ist Björn Dako. Viele kennen ihn als SEO Experten so aus der Szene und auch in anderer Rolle, da kommen wir gleich noch drauf. Van Weg führte ihn schon früh in die SEO Welt.

Er hat digitale Produkte und datengetriebene Entscheidungen nach vorne gebracht. Dabei ging's ihm nie ausschließlich Rankings oder Sichtbarkeit. Ihn interessierte früh die Frage, wie Inhalte wirken, wie Produkte genutzt werden und wie Sichtbarkeit sinnvoll mit Nutzerbedürfnissen kombiniert werden kann. Also das, was uns alle eigentlich permanent umtreibt. Heute arbeitet Björn als Direktor von Produkt SEO beziehungsweise Director Product Management SEO bei der AVIV oder AVIFT Gruppe.

Das kann er mir gleich mal erklären, wie man das so richtig ausspricht, einem europaweit agierenden Proptech Unternehmen der Axel Springer Gruppe. Parallel dazu ist Björn aber auch seit Jahren in der SEO Community verankert. Er ist Host des Podcasts SEOpresso, also 'n sehr erfahrener und sehr erfolgreicher Podcastkollege, in dem er regelmäßig mit Gästen über Produkt SEO, KI, Content Strategien und so weiter redet. Was viele zunächst nicht erwarten, ist aber noch eine weitere Seite seit der Persönlichkeit. Und mittlerweile in unserer Branche weiß man das, denn er ist auch 'n leidenschaftlicher Musiker.

In schöner Regelmäßigkeit komponiert er den Titelsong der Online Expert Days in den letzten Jahren und performt den dann auch live auf der Bühne. Ich durft ihn selbst 'n paarmal dabei erleben. Ich sag nur, batterbomen, batterbang, ja. Kommen wir später sicherlich auch noch zu. Ja, genau.

Und entsprechend bin ich sehr gespannt auf diese interessante Vita. Als ich ihn gefragt habe, ob er in meinen Podcast kommt, hat er gesagt, er hätte sehr viel zu erzählen. Da bin ich gespannt und ich freu mich schon sehr. Deswegen sag ich jetzt herzlich willkommen bei behind the story. Herzlich willkommen am digitalen Lagerfeuer.

Herzlich willkommen, lieber Björn Dako. Vielen lieben Dank, Wolfgang, auch für die für die Intro. Ich kann dem nur zustimmen. In allem? In allem.

Okay. Ja, dann lass uns doch direkt reinstarten, mein Lieber. Erst mal, wo wo bist Du, wo erreich ich dich und wie geht's dir heute? Mir geht's heute super. Ich weiß nicht, wer vielleicht vielleicht in den Genuss kam, gestern Nacht noch rauszugehen.

Gestern gab's wirklich hervorragende, ich hab noch nie so klar sehende Polarlichter gesehen, also mit bloßem Auge. Normalerweise muss man die fotografieren, mit Langzeitbelichtung sieht man die Farbenpracht, aber gestern konnt man das mit bloßem Auge sehen. Es war 'n magischer Moment. Ich hab sogar meine Frau ausm Bett geholt, hab gesagt, Du wusstet dir das Akku. Und deswegen geht's mir gut.

Und ja, ich bin bin im tiefenentspannt. Ja. Also ich hab eben im Vorgespräch dir schon ja erzählt, der Daniel Weimann, 1 aus unserer Bubble, Köten und der hat auch unfassbare Bilder heut Morgen gepostet, so grüngelbliche Polarlichter, also Wahnsinn. Ja, ist schon schon toll. Ja, entsprechend ist das ja 'n gutes Vorzeichen für uns.

Lass uns doch mal reinstarten, Björn. Wir beleuchten ja hier bei behind the story oder ich beleuchte immer ganz gerne mit meinen mit meinen Gästen so die Lebensreise. Wie sind die sozialisiert? Wo kommen die her? Und wie ist das letzten Endes dazu gekommen, dass Björn Dako in Salzburg immer auf der Bühne vor Hunderten von Menschen live rappt und singt und unglaublich gute Texte auch ja, produziert.

Da will ich gerne mal 'n bisschen reinstarten. Und ich mach das ja anhand der Heldener Weise, dem klassischen Storytelling Muster, weil behind the Story ist Storytelling für die Ohren. Und die beginnt immer mit der gewohnten Welt des Mangels. Und das ist so, um's meinen Gästen zu erklären, so Frodo Bräuklin im Auenland. Heißt, der kleine Björn ist wo aufgewachsen, zur Schule gegangen und so weiter.

Was hast Du da für Erinnerungen an diese Zeit? Viel und wenig gleichzeitig. Also ich würde sagen, ich hab wahrscheinlich nicht eine 1 gradlinige Kindheit gehabt. Ich bin in 'nem Elternhaus aufgewachsen in in Utersend, bei Hamburg, Speckgürtel Hamburg. Mein Vater starker Alkoholiker, meine Mutter war psychisch krank.

Sie hatte das Münchhausen Stellvertretersyndrom. Dementsprechend waren wir als Kinder natürlich auch oft krank, gewolltkrank. Und ja, dass wenn man in so einem Elternhaus aufwächst, dann hat man viel zu knabbern, würd ich sagen. Deswegen weiß ich viele Dinge auch gar nicht mehr oder hab sie auch für mich abgeschlossen. Ich glaube, ich bin mit 9 dann in ein Kinderheim gekommen, eben meine Geschwister auch.

Das war in der Nähe von der Nordseeküste in im im Kreis Dittmarschen. Und das war für mich der Gamechanger. Also ich hab mich total gefreut auf diesen Tag, bin dort in in diese Einrichtungen gekommen und hab dort dann sozusagen meine späte Kindheit und und Jugend verbracht, bis ich dann mit 18 dort ausgezogen bin. Und ich glaube, das ist das, was was mich für heute auch son bisschen geprägt hat. Du hast ja gesagt, man man will immer verstehen, woher kommen sie?

Warum steht jetzt son Bion Darko da auf der Bühne oder macht dies und das? Und ich glaube, dieser Weg hat mir schon definitiv geholfen, selbstständig zu sein, mich durchzusetzen und und irgendwie auch sone outgoing person zu sein, zu beweisen, dass was in mir drinne steckt, was kreativ ist, was irgendwie explosiv ist, was irgendwie ja, gedanken toll ist, Neugier, Freiheitsdrang. All diese Sachen, glaub ich, hab ich gut gelernt, nach außen zu bringen. Mhm. Jetzt weißt Du ja in unserer Vorabstimmung zum Podcast so, dass wir zeichnen heute vormittags auf.

Das ist übrigens die 1. Aufnahme, die ich vormittags mache. Alle meine Gäste wissen das. Und ich seh deinen Ehering. Und ich hab mich natürlich mit Leuten über dich unterhalten im Vorfeld, so das in 'ner vernünftigen Recherche mache.

Und was immer in allem so rüberkam, war, dass Du 'n sehr familienfokussierter Mensch bist. Und das kann man auch in unsere Abstimmung rein. Also ohne jetzt zu nah ins Detail zu gehen, hast Du grad aus bestimmten Gründen passt's nur vormittags. Dann haben wir's eben so gemacht. Und das find ich auch super, ist alles gut.

Frage, bist Du deshalb auch so familienfixiert, weil Du sagst, ich hatte das als Kind eventuell so nicht? Das ist eine sehr gute Also ich ich würde nicht sagen, dass ich bewusst sage, okay, ich muss jetzt anders sein, weil ich das als Kind nicht hatte, dem es nicht so sei. Ich glaube schon, dass ich da intrinsisch irgendwie motiviert bin oder eine klare Vorstellung davon habe, wie wie Familie aussehen soll, wie ich als Vater sein soll, wie Das Gleiche macht meine Frau natürlich auch, die Art und Weise, wie sie mit den Kindern umgeht, wie sie sie ja zieht, wie sie mit denen spielt, wie sie sie geistig auch fordert und so weiter. Das sind ja alles Sachen, die die stecken ja in uns drinnen. Und ich hab jetzt nicht ich hab jetzt nicht den Gedanken, oh, ich darf jetzt mich so oder so nicht verhalten, weil das könnte irgendwie, oder dann erinner ich mich an meine Kindheit.

Das hab ich überhaupt gar nicht, sondern das ist wirklich eine sehr intrinsische Motivation dahinter. Ich hab 'n wahrscheinlich son Wertesystem für mich, wonach ich auch mit den Kindern umgehe. Wie, ich möchte, dass sie nicht klauen, dass sie nicht auf Schwächere einhauen, dass sie nicht lügen, dass sie nicht betrügen, dass sie halt immer glücklich sind, dass sie Spaß haben, dass sie neue Dinge entdecken und so weiter. Das sind so Werte, die die ich natürlich fördere. Also mein mein, 1 meiner Söhne, ich hab 4 Kinder, 1 meiner Söhne ist jetzt grade total in 'nem Graffitifilm.

Der mag unheimlich gerne Graffiti malen. Und das ist natürlich für mich 'n Wertesystem, okay, weg von der Spielkonsole, weg vom Fernseher, rausgehen, kreativ sein und sprühen gehen. Also es gibt dann ja viele legale Wände. Wir gehen jetzt nicht abends los und besprüht irgendwelche Brücken, sondern Das ist klar, das ist sie, ja. Sondern sondern dann legale Wände.

Und das ist einfach auch 'n schöner Ausdruck von Kreativität und und und ich bin bin da total hinterher, das auch mit zu fördern. Also aber wie gesagt, das sind alles intrinsische, so sollte das sein, das sollte man machen und das mach ich unabhängig davon, wie meine eigene Kindheit war. Mhm. Dieser Wechsel dann in das in das Kinderheim, in welchem Alter war das? Mit 9 Frag deswegen Aber mit 9 oder 10.

Ja. Okay. Ich frag des frag deswegen, weil der Hintergrund ja dann auch bedeutet 'n Schulwechsel. Genau, ja. Wie war das so für dich?

Also grade die Grundschule ist ja oft für für kleine Menschen so zum ersten Mal raus aus dem Familienverbund, der bei dir ja dann nicht so war, aber so rein in eine neue Gemeinschaft und die jetzt wieder zu verlassen, war das okay? Das war gar nicht so schlimm, weil Du musst dir vorstellen, also dadurch, dass natürlich dieses Elternhaus so kaputt war und war ich natürlich auch als Kind kaputt. Das kann man, glaub ich, wirklich so so sagen. Ich hab, war ja aus der Grundschule schon raus, mit 9 war ich ja schon auf der weiterführenden Schule. Ich hab unheimlich viel Scheiße gebaut.

Ich hab geraucht mit 8 oder 9. Ich hab irgendwie mich geprügelt. Ich hab ich hab so viel Dinge gemacht, die sozusagen Ausdruck meiner Frustration waren des Elternhaus, also war überhaupt nicht sozialisierungsfähig, bin sitzen geblieben ständig, ich hatte Einzelbetreuung, weil das nicht möglich war, dass ich in der Klasse mit der Gemeinschaft sitze. Von daher war ich sowieso kaputt. Und ich glaube, dieser Wechsel in in das Kinderheim war dann im im im Sinne von, da sind ja, da da da arbeiten ja Erzieher, da arbeiten Menschen, denen ist das wichtig, dass man Also ich hab das erst mal gemerkt, dass es wichtig ist, in der Schule auch was zu machen, in der Schule Hausaufgaben zu machen, dass es wichtig ist, morgens aufzustehen.

Struktur, diese ganzen Dinge, die man halt braucht, damit man auch irgendwie Festigkeit im Leben hat und das Gefühl hat, Sicherheit zu haben, die bekommst Du dann ja in soner Einrichtung wie in 'nem Kinderheim. Und das war zu Hause halt nicht möglich. Also ich war zu Hause wirklich völlig losgelassen und und hatte überhaupt keinen Rahmen und überhaupt gar keine Struktur. Und dementsprechend hab ich mich natürlich auch wie son waberndes unsoziales Objekt durch meine Welt irgendwie bewegt, wirst es dann im Kinderheim wirklich Struktur bekommen. Du hast natürlich auch die die Gemeinschaft durch die anderen Kinder.

Wir waren, glaub ich, 16 Kinder in in die in dieser Einrichtung. Einige natürlich schwere Schicksale, schwerere Schicksale, andere weniger schwer. Aber dennoch saß man irgendwie in 'nem gleichen Boot und hat da ja, erfahren, was es dann heißt, wirklich 'n strukturiertes Leben mit Verantwortung und und und und auch 'n bisschen Leistungen dahinter zu zu haben. Und von daher war ja der Wechsel, jetzt auf deine Frage zurückzukommen, von daher war der Wechsel in die Schule aufregend für mich. Da erinner ich mich heute noch dran.

Es war aufregend für mich, es war eine neue Gemeinschaft. Ich glaub, also natürlich sagt man nicht, oh, jetzt beginnt 'n neues Chapter oder so. Aber es war schon sone Aufregung von, oh, jetzt beginnt irgendwie was Neues, jetzt kann man irgendwie neu anfangen. Das war auch verbunden mit, ich hab das ja vorhin gesagt, der 1. Tag, als wir dann in dieser Einrichtung gekommen sind, war für mich wie Geburtstag und Weihnachten zusammen.

Ich hab mich total gefreut. Es gab Kakao mit heißer, richtige heiße Schokolade mit Sahne obendrauf. Das hab ich noch nie vorher gehabt. Das war, das war, das ist so in meiner Erinnerungen reingebrannt. Und das war, da war für mich so, oh, hier will ich bleiben.

Das das ist mein Zuhause. Und später, da war ich so 14 oder so, da da da wollte meine Mutter uns Kinder zurückhaben. Und mit 14 darfst Du, bist Du ja schon selbstmündig sozusagen vor dem Familiengericht. Und ich weiß, meine Geschwister sind zurückgegangen, ich hab noch 3 Geschwister. Ich bin der Einzige, der mit 14 gesagt hat, nein, ich bleibe hier, weil ich ganz genau wusste, dass mir das Leben dort mehr gibt und und und besser gefällt und besser auch für mich ist, als als zurückgehen zurückzugehen zur Mutter.

Also dieser Wechsel war für mich wirklich lebensentscheidend, schicksalsentscheidend. Hast Du mit deinen Geschwistern Kontakt? Ganz unregelmäßig, ganz unregelmäßig. Okay. Also ich würd das jetzt einfach mal so diesen Block abschließen.

Ja. Ich find das total schön mit mit Also erst mal find ich's total schön erstens, dass Du das totalst. Weil ich find, das ist eine ist eine spannende Lebensgeschichte, die die sehr abweicht von dem, was 99 Prozent der Menschen haben, die im hier im Podcast sitzen, wahrscheinlich auch heute zuhören, ja. Also das find ich erst schon mal total super und sehr stark auch. Weil man merkt auch, dass Du fest bist in dem, was Du da sagst.

Also nicht irgendwie das auch rauspresst, sondern dass Du das einfach teilst. Und ich frag manchmal, je nachdem, wie sensitiv meine Storytelling ist, vor der ich sitze, wenn ich 'n Vortrag halte, aber ich werd das in diesem Jahr noch verstärken, frag ich die Menschen einfach, was wär denn einfacher, wenn Glück die wichtigste Währung wäre? Wenn wir nicht mehr bauen, Umsatz zu machen, am Ende Geld zu verdienen, was absolut okay ist. Also nicht, ich will jetzt nicht hier in sone Klangschalenveranstaltung wechseln, ja. Aber was wär denn, wenn Glück, die wichtigste Werbung im Leben wäre?

Wie reich wärst Du dann im Moment? Und dann wird's meistens relativ still im Raum, ja. Und ich finde das sehr, sehr geil. Und ich finde, ich glaube, das ist auch, da hat das Universum dir bei all dem Scheiß, den Du da erlebt hast, und Du hast es jetzt relativ locker erzählt, aber wer 'n bisschen antizipieren kann, versteht, was 'n Kind mit 5, 6, 7 da erlebt, ja. Und was also auch mit 'ner Seele machen kann.

Und da hast Du aber relativ schön irgendwie antizipiert, dass dieser Moment des Wechsels in dieses Heim für dich sozusagen auch ins Glück bedeutet hat oder dass Du dann glücklicher warst und viel glücklicher warst. Und normalerweise frag ich den Menschen immer, welchen Geruch hast Du in der Nase? Das würd ich mir jetzt sparen, wenn Du an die Zeit denkst, wahrscheinlich an Kakao oder so was, ja. Weil das das war schon irgendwie prägend, hat man gemerkt. Also was ich eigentlich sagen will, ist, meine Überschrift dafür ist, Glück ist eine Währung.

Und jeder Mensch, egal wie alt er ist, ob er klein ist, ob er mittelalt ist, ob er ganz alt ist, darf für sich selbst entscheiden, wann er am reichsten ist mit Glück, ja. Und das so in so jungen Jahren so bewusst zu machen, ist eine sehr, sehr starke Geschichte, find ich. Cool, ja. Wir machen immer an 'ner bestimmten Stelle 'n Break für eine Schnellfragerunde. Die würd ich jetzt gerne machen, einfach dich noch mal son bisschen in paar Schubladen zu stecken.

Das machen wir ja gerne, ja. Und das dann für die Leute einfacher, mal zu hören, wer ist denn Björn Dako. Okay, fangen wir an. Kaffee oder Tee? Kaffee, schwarz, Espresso am liebsten.

Hab ich ja auch Gut, ich hab jetzt grade, okay, bin ich bei dir. Musik, die Du hörst, wenn Du runterkommen möchtest? Chopin, Bach, das klingt jetzt das klingt jetzt wirklich blöd, aber es ist wirklich so. Ich mag total gerne klassische Musik zum Runterkommen, auch wenn's wirklich, bei 4 Kindern im Haus manchmal wär's so laut und wenn die außer Haus sind, einfach nur 10 Minuten, 20 Minuten Bach oder Chépeux und dann bin ich wirklich tiefenentspannt. Hast Du die Dokumentation an Weihnachten gesehen über Bach?

Nee. ZDF oder ARD, weiß ich nicht mehr. Deswegen mach ich auch keine unerlaubte Werbung. Aber kann ich dir sehr empfehlen. Und zwar folgende Parallel, ich musste eben in deiner Story daran denken, ohne Witz jetzt.

Und zwar deswegen, weil Bach, also ich superstark. Ich war auch vor gar nicht, vor 'n paar Wochen in Eisenach, hab mir das Bachhaus angeguckt, die Kirche, in der er komponiert hat und gespielt hat als, wie nennt man das, Kirchenmusiker halt. Das ist ja die gleichen, in der auch Luther gepredigt hat 'n paar 100 Jahre vorher. Aber was ich eigentlich sagen will, ist, Bach war Notenalkoholiker. So würd ich's jetzt mal bezeichnen mit Parallele zu deiner Geschichte.

Bach war 'n unfassbar schlechter Vater, war, hat seine ganze Familie vernachlässigt, hat war trunken teilweise, also so hat er zumindest dargestellt, ja. Was ich sagen will, ist, der war der hat das ganze Haus plakatiert, die hatten keine freie Wand mehr, da hingen überall Noten, seine ganzen Kompositionen und so weiter. Und in dem Zusammenhang hat er seine Familie sehr stark vernachlässigt. Und man sieht auch die Perspektive 1 Sohnes, der als Einziger von den vielen Kindern froh ist, als er gehen kann und auch freiwillig geht. Also das da musst ich tatsächlich eben dran denken.

Und das ist schon witzig, dass Du jetzt sagst, ja, Bach. Also guck dir die Doku an, da könnte könnte eventuell interessant sein. Ich mag diese Historiengeschichten, ich mag ja Stories sowieso, ja. Und diese Story war noch mal eine ganz andere Perspektive für mich auf Bach. Ich mochte vorher diese Bachmusik nicht so, ja.

Aber jetzt, durch den Film hab ich noch mal 'n anderen Zugang gefunden, fand ich irgendwie spannend, ja. Aber da zeigt sich schon mal wieder Commitment, ne. Also dass jemand so wirklich sich so krass committet zu seiner Aufgabe, zu seinem, dass Du kannst Also ich glaube, wenn man so stark drin ist, kannst Du andere Dinge nicht wirklich gut im Gleichgewicht halten. Also entweder stehst Du auf einem Bein, aber Du kannst nicht auf 4 gleichzeitig stehen. Und das ist ja bei vielen solchen solchen Menschen.

Ich hab auch in der Zeit letztens 'nem Dossier über Thomas Mann gelesen, der ja auch seine Familie, absolute absolute Katastrophe, 2 Selbstmorde, Drogenabhängige. Und er war jemand, der die Familie stark geprägt hat durch seinen, so durch seinen immer zu schreiben und immer darzustellen und auch narzisstisch war und so weiter. Also ja, da da da steckt, glaub ich, viel hinter dem, wie committet man sich zu zu 'ner bestimmten Aufgabe? Und und das, glaub ich, designt dann schon sehr stark deinen Charakter und dein Sein. Mhm.

Das find ich auch. Und dieser Film über Bach zum Beispiel, der zeigt halt relativ klar, dass also dieser Mensch vermutlich die die Grenze der natürlichen, des des gesunden Commitments überschritten hatte, weil der halt auch nächtelang wie 'n Bekloppter komponiert hat. Der hat ja dann auch geniale Sachen gemacht. Übrigens auch interessant, was ich auch nicht wusste, ja, was ich gelernt hab in diesem Film ist, dass er bis zum seinem Tod quasi auch fast verkannt war. Also der war zwar so Kirchent, Dekanats Kantor oder wie das heißt Musik da in in der Kirche in Leipzig.

Und in in Wittenbergen, wo der überall war, keine Ahnung, ich hab's jetzt vergessen. Aber auf jeden Fall, er wurde fast jedes jedes Jahr rausgeschmissen, weil die immer gesagt haben, das ist alles zu lang, was Du machst. Das ist alles zu auffällig. Die die die Fahrer waren gegen ihn, die haben gesagt, der versucht mit seiner Musik die Herzen der Menschen zu berühren, das soll er gar nicht. Die Herzen der Menschen berühren wir mit Gott.

Also da gab's 'n richtigen existenziellen Dissens sozusagen. Und der hat es aber, den hat den überhaupt nicht interessiert scheinbar, sondern er hat das einfach durchgezogen. Und was ich damit sagen will, ist, man sieht sehr schön die Perspektive dieses Sohnes und da hatte ich eben son den Flashback, als Du von deinem Leben erzähl hast. Man sieht aber auch die Perspektive des Vaters, der auch in manchen Momenten merkt, ich bin einfach total drüber, ja, und das geht so nicht, aber einfach nicht zurück kann. Das ist ja auch eine Form von Krankheit, Ähnlichem, Sucht wie wie Alkoholismus oder sonstige.

Also find ich aber total schön, dass Du sagst, gibt's noch andere, die dich inspirieren? So vielleicht was Moderneres? Also aber nicht zum Runterkommen, ne. Also ich bin natürlich durch durch meine durch meine Sozialisierung, durch Hip Hop, natürlich stark Rapmusik geprägt und und hör da insbesondere die Ninetees Anfang Zweitausender sehr gerne, so genannten Boombap, Golden Era auf Hip Hop. Olaf Kopp kann relaten wahrscheinlich.

Würdest Du gerne Olaf, ja. 'N Portugal oder wo auch immer er ist, ja. Ja. Und da ist natürlich auch viel Runterkommen bei, ne. Es beruhigt irgendwie auch, sich Lieder anzuhören, die man vielleicht damals irgendwie gefeiert hat oder so.

Sich auch 'n bisschen zurückzuerinnern ist ja auch eine Art drunterkommen, gedanklich bestimmte Momente, bestimmte Gefühle, bestimmte Geschmäckergerücke irgendwie wieder zu zu zu entdecken durch die Musik, ne. Das ist ja irgendwie auch 'n bisschen kognitiv verbunden sozusagen. Also ja, aber ich kann auch, runterkommen wahrscheinlich nicht, aber wenn ich jetzt irgendwie was hart durcharbeiten muss oder irgendwie laufen oder so geh, dann hab ich auch 'n paar Metal Sachen, die ich gerne hör, Technosachen, die ich gerne hör. Ich bin da echt vielfältig, was Musik angeht. Immer das, was grade zur Stimmung und und zu dem passt, was ich brauche.

Mhm. Okay. Welche App benutzt Du am meisten? Im Moment ist es Yaio, diese diese Kalorienapp, Mhm. Die ich benutze.

Ansonsten Spotify Creators, weil ich natürlich immer in die in die mit mit dieser App halt viel arbeite und ChatGPT. Ich glaube ja, ChatGPT ist, ich müsste mal auf meine Bildschirmzeit gucken, aber ich glaube, ChatGPT hat die höchste Bildschirmzeit. Ja, okay. Bist Du auch diese, bist Du auch der Meinung, dass ChatGPT in relativ kurzer Zeit durch Germany abgelöst wird? Oder wie ist deine Perspektive da?

Kleine Zwischenfrage? Ich weiß nicht, also ich hab jetzt tatsächlich 'n Wechsel gemacht zu Germany, weil ich hab ich bin grade dabei, son paar Projekte im Garten zu bauen und hab mit ChatGPT, ist so son ist eine Wärmepumpenverkleidung für die Poolwärmepuppe. Und hab mit ChatGPT das Ganze durchgeplant und dann aber irgendwie total falsche Mengenangaben bekommen, was das Material angeht. Und auch 'n bisschen verrechnet hat ChatGPT sich auch. Und dann bin ich mal gewechselt zu Gemini und da war's sehr viel akkurater und sehr viel genauer.

Und das war für mich auch son son son Aspekt, vielleicht doch auch mal in Jamina reinzugucken und das mach ich jetzt verstärkt und hab da tatsächlich auch 'n besseres Gefühl von dem, was da ausgespuckt wird. 100 Prozent Agreement an der Stelle von mir. Geht mir genauso. Ich hatte vor 2, 3 Wochen paar paar Fieberträume mit ChatGPT, da ging's völlig in die Hose. Teilweise ist auch die Performance unfassbar langsam geworden, find ich, ja.

Ja. Und musste dann dringend was machen. Hab dann gedacht, komm, geh's mal Germany oder Germany. Und hab's dann ausprobiert und es war echt gut. Es war richtig gut.

Der 1. Schuss war sozusagen schon deutlich besser als das, was ich über Minuten mit ChatGPT raushatte. Und genauso auf dem Weg bin ich auch. Ich hab dann auch die Lizenz mir geholt und hab dann und probier jetzt rum. Und es gibt 'n paar Sachen wie die Projektverwaltung so, die find ich bei ChatGPT immer noch besser.

Aber es gibt halt auch viele Sachen, die auf der anderen Seite besser sind. Gut. Zurück zur Schnellfragerunde. Hast Du 'n Lieblingsessen? Im Winter ist es Grünkohl.

Ich liebe es einfach selber den Kasseler oder Nackenfleisch und und und die die Schinkenkochwurst in diesem in dieser Koch, in diesem Grünkohl irgendwie für eineinhalb Stunden zu kochen. Also so saftig. Und dann schön zuckerkandierte Kartoffeln dazu. Hammer. Wie schneidest Du den Grünkohl so richtig mit Messer und so?

Ja, ja, der wird der wird gekocht, also blanchiert und dann wird der ganz klein geschnitten mitm Messer, genau. Dann wird der Ja. Mit Schweineschmalz und so weiter gekocht und richtig, oh, ist so geil, wenn ich jetzt schon wieder dran denke, kriege ich schon wieder reinhauen. Da geh ich da geborene ich mal 'n Shoutout raus an der Stelle und für dich 'n kleines Learning vielleicht. Wenn Du Bock hast, guck's dir mal an.

Ich ich ich sag jetzt gleich mal jemanden, also 'n Unternehmen, das ich gefunden habe bei TikTok, weil ich ich fand die Idee so geil. Also wenn Du dran denkst, wem wem würdest Du als Kunde für mehr Sichtbarkeit TikTok empfehlen, ja. Und ich sag dir jetzt, denk mal so, Du gehst übern Fischmarkt oder irgendwie übern anderen regionalen Markt. Und da stehen solche manchmal so welche, die so Hobel verkaufen oder so was, ne. Kennst Du Diese so diese Abschraub, wo man die die Haut mit abmacht da, ne.

Oder oder solche, die die so Wischtücher verkaufen für Fenster putzen, so Bambustücher und so und so. Ja, und ich hab bin durch TikTok geswiped irgendwann. Und dann stand 1 und hat son Hobel verkauft, ja. Der war live in 'nem Einkaufszentrum und hatte die Kamera aber nur auf sich. Und er hat das so toll gemacht.

Und dieser Laden heißt Gurkentruppe, ne. Ich hab da bestellt, weil dieser Scheler ist einfach unfassbar gut. Das ist der einzige Scheler der Welt. Die haben da 'n Patent drauf, der vor- und zurückschält. Mhm.

Und mit dem kannst Du nämlich Grünkohl gigantisch gut schälen, schneiden, was Du auch mitmachen willst, ja. Und ich dachte so, wie geil und wie wie wenig hat mir als Onlinemarketingxperte in Anführungszeichen ja diese Perspektive gefehlt, dass 1, der 8 Stunden aufm Markt steht. Der auch 8 Stunden live gehen bei TikTok. Und der Typ hatte 3 oder 4 oder 5 Leute vor seinem Stand stehen, das hab ich bekommen mitbekommen in der Kommunikation. Der sagt ja dann, was wollt ihr noch mal wissen?

Ja, Zwiebel. Ja, hier, so zack zack zack einschneiden und so, ne. Und und 400 Leute im Stream. Der hatte 'n der hatte 'n TikTok Shop und ich wette, der hat Minimum so viel Umsatz online gemacht, wie er da live in dem Einkaufszentrum. Und ich dachte so, was für eine geile Kombi, ja.

Und das fiel mir jetzt bei Grünkohl ein, kannst Du denen auch gut mitschneiden? Also meine Props an die Gurgentruppe Leute, die mich nicht kennen, macht aber nix, ich bin Kunde bei euch. Von Grünkohl abgesehen, was darf in deinem Kühlschrank nicht fehlen? Skier, Blaubeeren und Käse. Mhm.

Okay. Bist Du Frühaufsteher oder Nachtäuler? Frühaufsteher. Mhm. Ich hab 4 Kinder, ich schlaf mit dem teilweise 8 schon ein.

Bringt bringt ihr, drückst ins Bett und dann war's das? Ja. Also ich hab dann, ich hab einmal die Woche hab ich hier son son Saunarevent immer mit mit Freunden, wo wir, donnerstags gehen wir immer in die Sauna. Da bin ich dann schon mal bis 1 oder so dauert das schon mal, aber ansonsten bin ich wirklich früh im Bett. Mhm, okay.

Irgendwo muss die Kreativität ja auch herkommen. Ja. Bei Entscheidungen, was bist Du fürn Team? Struktur oder Intuition? Intuition.

Also ich bin schon 'n sehr starker Bauchmensch, Gefühlsmensch. Natürlich, wenn wenn wenn ich nicht sofort drauf komme, mach ich mir schon eine Struktur im Sinne von Pro und Kontra. Jetzt zum Beispiel 'n neuen Job geht, wechsle ich, wechsel ich ja, wechsel ich nein. Was hab ich beim Alten, was krieg ich beim Neuen? Was für Benefits, Gehalt, Struktur, was kann ich umsetzen et cetera?

Das muss dann muss muss ich mir dann schon mal aufschreiben, Aber ansonsten bin ich stark bauch bauchgesteuert und und mach sehr viel nach Gefühl. Eklame. Sag mal, hast Du vielleicht Lust, eine andere Konferenzformer zu erleben im Bereich der Suchmaschinenoptimierung, weil dir auf normalen Konferenzen vielleicht deine Perspektive fehlt und die Möglichkeit fehlt, deine Probleme in irgendeiner Form zu lösen, dann guck dir doch einfach mal unsere Mitmachkonferenz, die SEO Campics Extreme an, die am achtundzwanzigsten und neunundzwanzigsten April in Berlin stattfindet. Das ist eine sehr kleine Gruppe, sehr persönlich, sehr intim und nur mit SEO Experten bestückt, die echt Ahnung und Erfahrung haben und ihr Wissen gerne auf Augenhöhe teilen. Wissen auf Augenhöhe teilen heißt auch, Du musst eine Session einreichen.

Jeder Teilnehmer macht eine Session und trägt damit zur Kommunikation bei. Also wenn Du da Bock drauf hast und mal etwas anderes erleben willst, dann komme am achtundzwanzigsten oder neunundzwanzigsten April nach Berlin und melde dich an für die SEO Campics extrem. Wir sehen uns. Tschüs. Reklame Ende.

Ist in soner Situation, wenn Du 'n Arbeitgeber wechseln würdest, also jetzt bist Du ja in 'nem Job, aber wenn das mal, das war ja in der Vergangenheit wahrscheinlich so. Glaubst Du, dass diese Kindheitsgeschichte, ohne dass ich jetzt dauernd drauf reflektieren will? Aber einmal würd's mich schon noch mal interessieren. Also 'n 'n Weggang von einem Arbeitgeber zu 'nem anderen oder vielleicht in die Selbstständigkeit, egal, ist ja immer auch irgendwie 'n Loslassen. Also ich bin extrem schlecht im Loslassen.

Bei mir ist es ja so, das wissen, die meisten Leute, die hier zuhören, wissen das, weil ich in den Vorträgen oft erzähle, dass mein Vater gestorben ist, als ich 6 war und ich ich den über mein ganzes Leben irgendwie vermisst hab. Also das ist auch definitiv 'n Defizit bei mir, das merk ich, ja. Weil weil ich finde 'n 'n Junge, 'n Mann, 'n kleiner Junge, Du hast ja selber 'n Sohn, hast Du gesagt, der orientiert sich halt sehr stark am Vater in der ersten Zeit, ne. Und deswegen ist bei mir, ich, also so hab ich's schon mal auch in 'ner in in mit Hilfe rausgearbeitet, aber auch selbst hätt ich's auch so diagnostiziert. Bei mir ist das son Trigger dafür, dass ich unheimlich schlecht loslassen kann.

Also ich wohne seit mein ganzes Leben am gleichen Ort. Ich bin seit fast 30 Jahren Geschäftsführer meiner eigenen Agentur oder der von Team digital. Also ich wechsle sehr, sehr selten Dinge, weil ich, glaub ich, wechseln nicht kann. Und meine Frage, die würde mich persönlich auch sehr interessieren, ist, glaubst Du, dass Wechseln für dich dadurch einfacher ist, da Du schon sozusagen eine sehr positive Wechselerfahrung gemacht hast in jungen Jahren? Müsst ich jetzt länger drüber nachdenken.

Aber ich glaube schon, dass ich weniger Angst habe zu wechseln, weil ich schon früh sozusagen aus diesem Sicherheitsnetz rausgenommen wurde oder rausgekommen bin. Ich war schon immer sehr abenteuerlich, was die Entscheidung, meine Entscheidungsfindung anging. Also ich bin dann ja mit 18 da ja aus der Einrichtung raus, bin nach Hamburg, meinen Zivildienst zu machen, bin dann mit, hab meine Frau kennengelernt, bin dann von Hamburg nach London, nach England gegangen, dort zu arbeiten. Bin dann von London in die Schweiz gezogen, bin von der Schweiz zurück nach Berlin, bin von Berlin jetzt hier oben an die Ostseeküste gezogen und hab zwischendurch natürlich, also die dieser Weg dieser Weggang der der einzelnen Länder und Städte, wo ich gewohnt hab, war ja auch immer beruflich sozusagen mit geprägt. Und ich hab da überhaupt gar keine Angst vor.

Also bei bei den Jobs ist es, ist es so, ich kann schon auch lange bei 'nem Job bleiben, das ist es nicht. Aber sobald ich sehe, dass ich nichts mehr umsetzen kann, sobald ich sehe, dass die Werte, die ich habe, und ja, man darf als Arbeitnehmer auch Werte haben, wenn wenn ich sehe, dass die nicht mehr eingehalten werden oder nicht mehr matchen mit dem Wertesystem der Firma, dann ist für mich immer Alarmsignal, okay, jetzt jetzt geht's weiter. Ich möchte, ich meine, es ist die, es ist irgendwie, wenn man's aufn Tag rechnet, sind's 8 Stunden mindestens, die Du in dem Job verbringst. Und da möchte ich doch schon gerne a auch für entsprechend entlohnt werden. Und ich möchte b, auch das Gefühl haben, dass ich was umsetzen kann und nicht in einen Job reingehen, wo ich eigentlich nur absetze, Geld zu verdienen.

Also mir geht's da auch schon darum, was zu bewirken, was zu bewegen und was umzusetzen. Und das sind so meine Werte und wie auch natürlich auch, wie mit Menschen umgegangen wird und und und was Menschen ermöglicht wird, ne. Wie werden Menschen, also Mitarbeiter gesehen in in sonem Kollektiv von Firma? Das sind alles so Sachen, die da das die bei mir sehr sehr sensibel sind. Und wenn ich meinen längeren Zeitraum sehe, dass einige von den Sachen nicht matchen mit dem, was ich als Wert hab, dann ist für mich auch die Zeit zu wechseln.

Nun bin ich ja nun bin ich ja glücklicherweise in einen Job, wo das kein Problem ist. Ich meine, SEOs werden ja an jeder Ecke gesucht, auch wenn man jetzt immer sagt, SEOs tot. Ich seh das Ist das noch so? Ja, ja, es ist tatsächlich, es war mal eine, man hatte mal eine Durststrecke so während Coronazeiten und jetzt auch Anfangszeiten von ChatGPT, als man nicht wusste, okay, was geht. Aber wenn man sich jetzt wieder umguckt, sind SEOs werden händeringend gesucht, ja.

Jetzt hast Du schon 'n paarmal Werte erwähnt, deswegen würd ich gern mal zwischen der Schnellfreigrund auch da noch mal zwischenfallen. Ich hab da ja schon gesagt, ich halt mich sehr schlecht an mein eigenes Briefing. Aber ich find immer, ich geh da gern situativ rein. Und wenn Du jetzt mal so 2, 3 Werte, Du hast gesagt, Familie ist es für dich wert und da auch für deine Kinder die Werte weiterzugeben. Und jetzt hast Du auch gesagt, ich möchte bei 'nem Arbeitgeber arbeiten, der meine Werte teilt.

Übrigens hab ich vor Kurzem, ich hatt das schon mal im Podcast erwähnt, eine Harvardstudie gesehen. Die haben 5000 Studenten gefragt quer über alle Disziplinen, also Naturwissenschaftler, Ökonomen, alles, ja, Ärzte. Und das Ergebnis war ungefähr, ich weiß die Zahl nicht mehr ganz genau, aber etwa 60 Prozent der Absolventen haben gesagt, ich würde auf 15 Prozent des Gehalts verzichten, wenn ich weiß, dass das Unternehmen mein meine Werte hat. Also das ist durchaus eine Position, die die Du jetzt grade stark kommunizierst, aber die auch so in die Welt rausgeht mehr durch die nächsten Generationen. Das find ich total stark, ja.

Ja. Meine Frage ist konkret, was was wären denn so die wichtigsten Werte, die Du vertrittst? Menschlichkeit. Also ich Fairness und Menschlichkeit ist so mit 1 der größten Werte. Also wir sind ja in dem Unternehmen, wenn wir in Unternehmen arbeiten, ist natürlich immer sehr wirtschaftlich geprägt.

Und dann hat man mal gute Zeit, man hat mal schlechte Zeiten. Wie man aber als Leadership sozusagen durch die guten, wie auch durch die schlechten Zeiten führt, hat für mich ganz viel mit Fairness und Menschlichkeit zu tun. Und da hab ich sowohl schlechte als auch auch gute Erfahrungen mitgemacht. Und das ist für mich immer son son Kompass oder son son Alarmsignal, wenn ich sehe, das Leadership geht schlecht damit und und wie es dann auch mit den Menschen umgeht, wie es kommuniziert, wie es Dinge zulässt, wie auch von anderen Menschen im Leadership, von anderen Menschen in der Firma, was da zugelassen wird, was irgendwie nicht nachverfolgt wird und so. Das ist für mich für mich schon immer sehr große Alarmsignale.

Und dann weiß ich, das ist das ist nix für mich. Das hast Du meistens dann, wenn Firmen sozusagen mit Venture Capital gebackt sind, wo das Leadership selber gar nicht mitbestimmt oder gar nicht bestimmen darf, sondern auch natürlich von von außen sozusagen Vorgaben gibt, wenn's Kostenreduktion et cetera geht. Und da zeigt sich dann schon sehr schnell, wessen's Menschen wessen Menschenskind das Leadership dann ist. Also das war eine Sache. Mhm.

Das das 2. Ist für mich auch, also das ist etwas, was ich natürlich nicht steuern kann. Was ich selber aber steuern kann, ich bin ja selber auch im im Leadership sozusagen mitm SEO Leadership, was ich aber selber steuern kann, ist sozusagen die Menschen, für die ich verantwortlich bin. Und da ist mir superwichtig, dass die Menschen, für die ich verantwortlich bin, dass sie proaktiv sind, dass wir eine offene Fehlerkultur haben, eine offene Feedbackkultur und über alles reden und und und versuchen, Dinge auch relativ schnell umzusetzen, relativ schnell Fehler auszubügeln, anders zu machen. Und da da da da arbeite ich halt immer so dahin, dass auch sone son son Organismus geschaffen wird, der das Ganze automatisiert, ne.

Dann dann trifft man sich morgens 9 Uhr 30 jeden Morgen, ich und mein Leadershipteam. Wir besprechen, was war gestern los? Ich war gestern in dem Meeting, da hat die oder der das gesagt, da müssen wir noch hin, das ist noch nicht entschieden, da ist 'n Problem, da müssen wir vielleicht rein und so weiter. Dass sich wirklich jeder proaktiv darum kümmert, diese eine Sache, die wir gemeinsam festgelegt haben, nämlich unsere Vision und unsere Mission für die nächsten vielleicht 2, 3 Jahre unsere strategische Roadmap, sie alles dafür geben, dass wir da hinkommen. Und ich nicht der Einzige bin, der da sozusagen den Hampelmann macht und Menschen darauf hinweisen muss, was ihre Aufgabe ist.

Also das das son anderes anderes Wert 'n anderen Wert für mich. Und das Letzte, das hatt ich jetzt ja auch schon öfter gesagt, ich möchte natürlich für die Arbeit auch maximal entlohnt werden. Also es ist viel Zeit, die ich da investiere, viel Wissen, was ich da mit reinbringe. Ich liefer natürlich auch, dann möcht ich aber auch dafür maximal entlohnt werden. Und wenn ich dann in Firmen arbeite, wo dann irgendwie über 3, 2 Prozent irgendwie verhandelt wird, dann ist es auch immer 'n schlechtes Zeichen.

Mhm. Zu dem Thema, zu dem Wert Menschlichkeit. Also ich hab aufgeschrieben, Menschlichkeit, Selbstständigkeit, Autonomie des Teams und auch Lohn und Gehalt find ich auch absolut okay, das zu sagen, weil das ist 'n legitimer Wert tatsächlich, ja. Zu dem Thema Menschlichkeit fällt mir ein, das ist so, ich wir haben ja in der Agentur sehr oft mit mit Mittelstand zu tun. Und Du merkst halt extrem, ob Du 'n inhabergeführten familiären Mittelstand hast oder eben son Value Ding, ja, son Venture Capital Ding.

Also das ist eben die sozusagen Fluch und Segen zugleich. Aber ich sag immer auch, die Rückseite der Medaille ist ja aus Gold, ja. Also wenn dann der Seniorchef mit 80 noch durch die Firma humpelt und jeden Mitarbeiter einzeln kennt und auch kontrolliert, das mögen die dann vielleicht auch nicht so. Auf der anderen Seite hat der noch 'n Bezug zu jedem oder zu zu jeder Abteilung oder zu dem Laden, während andere dann einfach da sitzen und KPIs kontrollieren und denen ist dann völlig egal, was passiert, ne. Also kann ich absolut gut nachvollziehen.

Zu dem Thema autonomes Team würd ich tatsächlich auch gern noch mal eine Nachfrage stellen. Und zwar hört sich das in der Theorie immer alles gut an. Und ich würde diese Werte auch so unterschreiben. Jetzt bin ich seit 30 Jahren Leader in 'ner Agentur, kleine Agentur, aber auch 'n paar Leute. Und weiß auch, wie schwierig das ist, das in der Umsetzung zu machen, ja.

Was mich mal interessieren würde, und da bräucht ich 'n spontane Antwort von dir. Was denkst Du, sag dein Team über dich, wenn Du nicht da bist? Der Björn ist ein? Der Björn ist jemand, der einen anstecken kann mit Leidenschaft, der einen und einem die Verantwortung gibt, Dinge selbstständig umzusetzen. Wow.

Cool. Also wenn das tatsächlich die Aussage ist, dann kannst Du sehr stolz auf dich sein. Hab ich schriftlich. Glaub ich dir auch. Hab ich schriftlich eingefordert.

Bis heute Morgen 10 Uhr steht dieser Satz auf meinem Tisch von jedem von euch. So, Freunde. Wir sind nämlich ganz durch mit der Schnellfragerunde, mein Lieber. Du hast die Chance, ich hab die Superkraft, Du hast die Chance, einen Menschen deiner Wahl für 24 Stunden zu treffen, egal ob er noch lebt oder historische Person ist, was auch immer, ich kann das ermöglichen. Wer wär das?

Das wäre wahrscheinlich, also früher hätte ich immer gesagt, ich würde gerne so Leute wie Joe Rogan oder oder diesen alle, den Lex Friedman mal kennenlernen. Nicht nicht wegen der Person selber, sondern weil die mit so vielen Menschen schon gesprochen haben, dass sie eine unheimlich riesigen große Also was was was, es ist ja sehr umstritten zum Beispiel bei dem bei dem Joe Rogan, auch bei dem Lex Friedman, weil die ja auch eine Nähe zu den zu der Trump Familie haben. Und Joe Rogan auch hier jemand ist, der der ja ja Trump auch in Dorst hat. Nichtsdestotrotz bin ich, ich ich bin so fasziniert davon, wie diese Menschen, die, von denen ich am Anfang dachte, oh, die ist, die die sind liberal, die sind irgendwie, versuchen irgendwie das Wissen aufzubohren, mit der mit der Menschheit zu teilen, sich dann doch irgendwie auch dahin zu hinbringen, auch mit Menschen zu sprechen, die wo man vielleicht nicht denken würde, dass dass sie das tun würden, ne. Also ich würde jetzt nicht mein Podcast, auch ich mein, es hat jetzt nix damit zu tun, aber ich würde meinen Podcast jetzt nicht 'n Donald Trump einladen, einfach weil ich abgrundtiefe Abneigungen habe.

Aber die Menschen schaffen's irgendwie trotzdem, sich deren Perspektiven anzuhören und daraus irgendwas abzuleiten, ne. Teilweise ist mir das nun zu unkritisch auch, wie dann son Interview geführt wird. Aber nichtsdestotrotz, lassen sie das zu. Und das find ich das find ich spannend. Und da würd ich gerne mit Lex Friedman und Joe Rogan mal sonen Abend verbringen und einfach mal über das sprechen, was hat sie am meisten bewegt?

Was was waren die krassesten Geschichten? Also ich kann dir sagen, ein meiner absoluten Lieblingspodcasts oder 2 meiner absoluten Lieblingspodcasts sind von von Lex Friedman. Da hat er einmal einen ehemaligen Spion, der der der aus Russland interviewt. Der war Deutscher, der wurde rekrutiert in der damaligen DDR für Robens, oder? War das nicht Geoben?

Egal. Wie der heißt, weiß ich nicht, ja. Und und mit dem hat er, den hat er dann, der hat dann erzählt, wo wie wurd er rekrutiert? Was waren seine Aufgaben? Worauf achten auch Spione?

Das war unheimlich faszinierend, das zuzuhören. Und mein zweiter Lieblingspodcast ist mit diesem deutschen Historiker, der untersucht hat, ob die Nazis auf Drogen waren. Und das ist auch 'n unheimlich krasser Podcast. Also der hat dann wirklich sehr viel recherchiert, Auch selber ausprobiert, ne, LSD und und und diese ganzen Sachen selber ausprobiert, herauszufinden, okay, was macht das mit einem Mann? Was könnte das vielleicht auch bewirken auf sone auf son Panzerbataillon, was irgendwie mit den Panzern über die Berge fährt, die ganze Nacht durchfährt, nicht schläft und so weiter.

Und das das hatte irgendwie, das war auch irgendwie total inspirierend. Und und dann haben sie natürlich, gibt es irgendwie War denn das Ergebnis, wenn ich wenn ich dich kurz unterbrechen darf, soll, war Die waren alle auf Drogen, ja. Ja, die waren alle auf, die hatten auch eigene, die hatten auch eigene Drogenküchen sozusagen. Die hatten ja sonen speziellen Doktor, der das für die hergestellt hat. Und am Ende des Tages haben wurden auch Schlachten gewonnen aus dem Grund, dass die Soldaten nicht geschlafen haben, weil die halt vollgepumpt waren mit Amphetamin.

Wenn die Russen, die Belgier, die Amerikaner, die Franzosen sich nachts alle schlafen gelegt haben, sind die halt weiter marschiert und weiter mit den Panzern über die Berge gefahren, wie die wie die besengten. Und ich weiß ob Du selber Erfahrungen mit Drogen hast, aber ich meine, wenn man jetzt mal son son sone Nachtmal irgendwie auf 'ner Party war und dann irgendwie konsumiert hat, da geht schon die Luzi. Wenn Du dir vorstellst, dass so 4, ich weiß nicht, wie viel Leute in sonem Panzer reinpassen, haben wir so 4 Leute oder 3 Leute völlig drauf in sonem Panzer durch die Gegend fahren in der Situation, ist es Zweiter Weltkrieg, holla die Waldfee. Also wirklich Wirklich. Ist ja, sag ich mal, eigentlich, also ich versteh schon, dass Du sagst.

Es ist eigentlich nicht lustig, aber es ist es war menschenverachtend, Menschen sozusagen den Tod zu schicken, voll gepumpt mit mit Druck. Aber man kann's trotzdem absolut nachvollziehen. Und ich hab vor Kurzem eine 1 Dokumentation über Göring gesehen, der ja auch absolut, also völlig Ja, ja, ja, ja, ja. Die waren ja, die hatten eigentlich alles. Alles durch quer durch 'n Alles, was es gab, konnten die sich ja leisten, haben sich selber teilweise produzieren lassen und so weiter.

Also kann ich sehr gut nachvollziehen. Und was ich auch sehr gut nachvollziehen kann, ist dein Wunsch, das die Menschen zu treffen. Und ich kann dich bestätigen, ich hatte eine meiner interessantesten Podcastfolgen und größer gehen auch an Ihnen raus, war Holger Kant. Ist jetzt nicht so wahnsinnig bekannt, aber er hatte, er hat auch sehr viele Menschen schon kennengelernt und konnte aus den aus den Erfahrungsberichten berichten, also Inge Meise und und Peter Ustinow und solche Sachen. Und das ist wahnsinnig bereichernd.

Wenn Du Menschen triffst, die selbst schon mit vielen Menschen gesprochen haben, das ist wahnsinnig bereichernd. Find ich gut. Und noch eine Ergänzung zu dem, was Du gesagt hast, das ist ja schon seit den Römern bekannt, dass man sagt, okay, ich würde da nie unterschreiben, was Du sagst, aber ich würde alles dafür tun, dass Du's sagen kannst. Und da bin ich tatsächlich anders jetzt als Du. Also ich würde Trump sofort einladen, nicht tatsächlich nicht wegen dabei.

Ich würd ihn auch einladen, wenn ich weiß, 50 Leute hören zu. Aber ich würd ihn trotzdem einladen, einfach mal ihm zuzuhören und zu versuchen, zu verstehen, wie er tickt. Was ja was wir ja meinen zu wissen, ja. Also indem wir sagen, okay, das ist 1, der halt einfach den Deal machen will. Grundsätzlich erst mal Geld, da geht's Kohle.

Und die Frage natürlich im Raum steht, warum ist dann 1, der im halben Jahr im Gaza, sagen wir mal, mehr oder weniger 'n guten Frieden hinkriegt, weil er eben die Motivation hat? Warum ist der vielleicht sogar der bessere Politiker? Das will ich nicht behaupten, ich sag's einfach nur, ja, sondern einfach mal in das Kopf in den Kopf zu schauen und zuzuhören. Find ich total spannend. Aber ja, kann ich nachvollziehen.

So, wir sind fast durch mit der Schnellfragerunde. Ein Buch oder 'n Film, der dich besonders geprägt hat? Das, der dich besonders geprägt hat? Ich weiß nicht, kennst Du Lorenzos Öl? Nee.

Es ist 'n ist 'n Film über 'n Jungen, der der, ich glaube, Krebs hatte Leukämie oder irgend irgend eine Krebsform, der auch verstirbt am Ende. Das war der einzige Film, in dem ich je geweint hab. Okay. Und der Junge heißt halt Lorenzo. Ja, weil er, weil weil diese Leidensgeschichte Und es ist bei dem Buch genauso, ist auch eine Leidensgeschichte.

Aber genau, da da ist es, der stirbt am Ende und man hat alles versucht. Und das irgendwie diesen Kampf, dieses Drama zu sehen, das hab ich als Kind, ich hab den jetzt auch lange nicht mehr gesehen, das ist bestimmt 30 Jahre her oder so. Aber das weiß ich noch, ist der einzige Film, bei bei dem ich je geweint hab. Bist Du bei den Mhm. Ja.

Bei den Büchern ist es auch so, da da bin ich auch eher son Drama, son sone Drama, son Drama King. Es gibt 2, ich bin großer Henning Mann Kel Fan, also ich hab alle alle Kommissar Ballanda Bücher gelesen, aber auch seine Afrika Romane. Und ich bin sogar mal mit 'nem Kumpel zusammen auf eine Fahrradtour gegangen, wo wir durchschonen, also Südschweden, dort spielt ja diese ganze Kommissar Walanda Reihe, bin ich mit dem Fahrrad durchgefahren. Es war abgefahren, weil ich hab die ganzen Bücher vorher schon gelesen. Und Du fährst dann da so durch und siehst so spezielle Orte und denkst dir, ah, diese Szene, die war hier.

Das könnte hier, das war total abgefahren. Aber es geht nicht Kommissar Salanda, sondern es geht seine Afrika Romane. Ballanda ist dann ja nach Mosambit tatsächlich auch. Hat ja in Schweden und Mosambik gelebt und hat dann diese Afrika Romane geschrieben. Und da gibt es 2 Bücher, die die ich total krass fand und die am meisten Eindruck irgendwie auch bei mir gemacht haben.

Das eine ist, ich sterbe, aber die Erinnerung bleibt. Da geht es Mütter, die schon die schwanger sind, aber am Aidsvirus erkrankt sind oder schon Kleinkinder haben, aber am Aidsvirus dann erkrankt sind. Und weil sie wissen, sie werden es nicht überleben, fangen sie an, Tagebücher zu schreiben für die Kinder, dass wenn die Kinder alt genug sind und lesen können, sie sich an ihre Mutter erinnern können und und und Geschichten von ihrer Mutter hören und wie Tage gelaufen sind und und wie die als kleine Kinder waren und so weiter und so fort. Also diese ganzen Tagebücher, die hat er sozusagen auf aufs aufs Papier gebracht von verschiedenen Müttern. Und das das das sind schon wirklich krasse krasse Schicksale dabei und krasse Geschichten und das ist einfach herzzerreißend, fand ich.

Und das 2., und danach hab ich auch meinen meinen ersten Sohn, seinen zweiten Namen genannt, ist das Buch von ihm, das heißt, der Chronist der Winde. Da geht es einen Straßenjungen auch in Mosambik, der angeschossen auf dem dem Dach 1 Bäckerei liegt. Findet der der der Bäcker findet ihn dann und und füttert ihn sozusagen mit Brot und versucht, seine Wunden irgendwie zu zu heilen und zu trocknen und die Blutung zu stoppen und so weiter. Und der Junge erzählt dem Bäcker halt seine Geschichte, wie er aus dem Dorf vertrieben wurde von Rebellen, wie seine kleine Schwester von den Rebellen in eine Mörser ermordet wurde, also wirklich in den Mörser gelegt und dann mit, wie sie dann auf dem Weg sozusagen gejagt worden sind, wie sie sich über über Wasser geschlagen haben, auf der Flucht dann in die Stadt gekommen sind, dort als Straßenkinder und dort dann in 'nem Kampf sozusagen angeschossen wurde und und da jetzt auf diesem Dach liegt. Und der, auch dieser Junge stirbt am Ende.

Aber auch diese Geschichte, die son bisschen widerspiegelt, was ja auch auch 'n bisschen Tatsachenberichte widerspiegelt von der Zeit dort. Rebellen, die dann Dörfer überfallen, Frauen vergewaltigen, Kinder ermorden, Kinder rekrutieren für die Rebellen, für die Kinderarmee und so weiter. Dieses die, das mal zu lesen, fand ich unheimlich krass. Also auch die Stärke des Jungen sozusagen. Vielleicht kommt da auch son bisschen meine eigene Historie mit rein oder meine eigene Geschichte, aber das das das ist schon auch 'n Buch, was mich geprägt hat.

Mhm. Ich sterbe, aber die Erinnerung bleibt. Mhm. Du hättest die Chance, von deinem nüchternen Vater oder von deiner psychisch gesunden oder generell gesunden Mutter solche Bücher zu lesen hättest, würdest Du die gerne haben oder oder solche Tagebücher? Sehr gute Frage.

Ja, wahrscheinlich, ja, weil ich ich ich habe keine Erinnerung daran, wie meine Eltern wohl waren oder was sie wohl gedacht haben oder ob sie auch haben mit der Situation. Das wird ja sicherlich so sein, aber diese Gedanken oder diese Gefühle oder diese, ja, die dieses Umgehen mit den Situationen, das hab ich gar nicht so mit überlegt und natürlich auch Gewalt einfach erlebt hab dadurch, dass die Frustration halt so hoch war. Ich hab nie, gut, meine Mutter schon oft weinen sehen, aber mein mein mein Vater hat nur einmal geweint, als als sein Vater gestorben ist. Ich, aber diese Gefühle, also ich hab meinen Vater eigentlich nur betrunken oder schlafend gesehen. Entweder war er betrunken abends oder er hat tagsüber so lang geschlafen, weil er abends so betrunken war und dann ging's halt weiter.

Das ging halt jeden Tag so. Ne. Und meine Mutter war halt immer krank, immer im Krankenhaus, immer irgendwie, irgendwas war immer. Und ja, wahrscheinlich hätte ich schon gerne auch mal son son son son son Buch, was mir 'n bisschen widerspiegelt, wie sich diese beiden als Mensch gefühlt haben, ne. Wie sich als Vater, als Mutter gefühlt haben.

Wie sie mit Strugglen, mit den mit den Situationen, damit ich vielleicht auch besser verstehen kann, was da los war. Wahrscheinlich würde das schon sehr helfen, ja. Ja. Geht mir ähnlich bei meinem Vater. Also einfach die Motivation und den Menschen auch 'n bisschen näher an sich ranzulassen, ohne all diese ganzen Masken, die man denen aufsetzt, weil's das Leben einfach so gewollt hat, ne.

Also schwer, glaub ich, eine coole Geschichte. Deswegen find ich das Buch unfassbar geilen Tipp. Und ich ich gestehe, ich hab fast kein Buch von meinen Gästen mir selbst gekauft, weil ich einfach so, ich bekomme sehr viele Bücher geschickt, auch so zum Rezensieren oder so. Ich hab noch 'n Stapel Bücher hier liegen. Ich hasse das, wenn da Bücher liegen, die ich nicht gelesen hab, weil ich Bock hab, jedes Buch zu lesen.

Aber ich schaff nicht, eben aktuell bin ich mit digitalem Charisma noch nicht so richtig durch. Aber das schaff ich noch. Aber das Buch werd ich mir kaufen. Ich find's 'n Megatipp. Find's 'n Megatipp.

Also Siehst Du's das? Wirklich. Ja. Ist krass. Sehr, sehr stark.

So, mein Lieber, jetzt sind wir in deiner Vita. Also die Schnellfragerunde ist durch und wir sind, normalerweise frag ich die Menschen an in an der Stelle so nach der Pubertät und wie sich das entwickelt hat, Du hast es schon so mit Hamburg, London, Schweiz, Berlin, Ostsee schon mal so kurz durch, starkkatomäßig durchdekliniert. Ich würd auch bei dir gerne ein bisschen den Fokus anders richten. Und zwar, also in dieser Phase, wenn Menschen normalerweise in unserem Kulturkreis so zwischen 12 und 20 sind, sag ich mal, irgendwann spüren die in sich son Ruf nach Veränderung. Also Du wohnst im Auenland, ja.

Du bist jetzt der Frodo und merkst irgendwie, ist alles geil, ich bin behütet. Viele sagen mir, ich bin behütet, ich hatt 'n tolles Elternhaus und so, Abitur gemacht, alles super. So. Und irgendwann spüren die in sich drin. Ich will Journalist werden, ich möchte die Welt bereisen, ich möchte Musiker werden, whatever, ja.

Und die Frage, hattest Du son Moment auch in dieser Lebensphase? Oder war das eigentlich schon dieser Ruf nach Veränderung? War ja im Prinzip schon der Streit in dieses Kinderheim und und dann, das war ja eine krasse Veränderung zu 'ner Zeit, wo Du noch sehr, sehr klein warst. Gibt's da, also wie würd's 'n das definieren? Ja, ich ich ich versteh die Frage.

Und diesen Ruf nach Veränderung, den hab ich ständig. Und ich glaube, der fing der fing schon damals an. Also Du musst dir ja vorstellen, dadurch, dass ich, als ich ins Heim, ich hatte ja am Anfang gesagt, ich war nicht sozialisierungsfähig. Das heißt, mich konntest Du nicht in eine Schule stecken mit normalen Kindern sozusagen. Und deswegen war ich, als ich in, als ich war zu Hause, war ich schon auf der Hauptschule.

Und auch als ich ins Heim gekommen bin, bin ich auf die auf die Hauptschule weitergekommen, obwohl in mir sehr viel mehr drin war. Aber ich war halt nicht sozialisiert. Ich war nicht fähig, mit normalen Menschen sozusagen zusammen zu sein, deswegen musste ich mit meinesgleichen sozusagen, aber ich ich beschreib das jetzt 'n bisschen drastisch. Ich mein, da sind da natürlich auch viele normale Kinder dabei, aber Du verstehst schon, was ich meine. Ich weiß, was Du meinst, ja.

Genau. Und das heißt, und ich musste dann ja daraus sozusagen eine weiterführende Schule besuchen, mir überhaupt 'n eine 1 Realschulabschluss zu ermöglichen. Ich musste aus dem Realschulabschluss mir eine 1 Ausbildung besorgen, damit ich, also ich hab dann meinen Realschulabschluss gemacht, hab dann angefangen, eine Erzieherausbildung zu machen, aber nur, damit ich während dieser Erzieherausbildung mein Fachabitur machen kann, damit ich dann studieren kann. Also das war sozusagen mein Weg. Ich wusste, okay, ich brauche ich brauche diesen Realschulabschluss, damit ich eine Ausbildung bekomme.

Ich habe diese Ausbildung gemacht, damit ich mein Fachabitur machen kann. Und ich hab mein Fachabitur gemacht, damit ich studieren kann. Das war sozusagen mein Traum und mein Weg. Und das hat ultralang gedauert, wie Du dir vorstellen kannst. Ich bin dann ja irgendwie 10.

Klasse Hauptschule abgegangen. Da, was war ich denn da? 16 muss ich gewesen sein oder so. Mhm. So, dann meinen Realschulabschluss nachgemacht, dann meine Ausbildung 3 Jahre, dreieinhalb Jahre, dann das Fachabi nebenbei noch gemacht.

Dann sozusagen war ich fertig, hab, glaub ich, noch ein, 2 Jahre dann als Erzieher gearbeitet, aber hab dann erst mit 27 angefangen zu studieren und war dann erst mit 30, 31 fertig mit dem Studium. Ich bin jetzt 45. Und das waren halt 'n unheimlicher Weg und unheimliche Anstrengung, aber aber nötig sozusagen. Und und und und diese Art von Veränderungen hab ich halt immer wieder gehabt durch diese einzelnen Meilensteine, ne, so. Dann dann war sozusagen das Studium fertig.

Ich hab Freizeitwissenschaft studiert in in Bremen, an der Hochschule in Bremen, was aufgebaut ist auf 4 Säulen, Sozialpädagogik, Kultur, Sport und Medien. Also innerhalb dieser Säulen kann man sich dann bewegen. Also Kommilitonen von mir sind jetzt irgendwie reise, sind sind in irgendwelchen Naturparks und koordinieren da die Wege, sodass, keine Ahnung, die die die Tiere geschützt sind, aber gleichzeitig auch der Mensch was davon erfahren kann. Andere sind in irgendwelchen Kulturausschüssen et cetera, ist ja auch egal. Ich hab mich spezialisiert auf Stadtmarketing und städtische Events damals.

Das heißt, wenn Du an Harley Days oder Cruise Days oder so, irgend 'n städtisches Event, was dazu da ist, dass Touristen in sone Stadt kommen. Darauf hab ich mich spezialisiert. Meine Frau damals kennengelernt, im Café hab ich gearbeitet und sie hat dort auch gearbeitet. Die hat Medizin studiert, ist Ärztin und wollte unbedingt nach England gehen, weil die meisten Publikationen in in in Englisch sind. Und ich hab, war grad fertig mit dem Studium, hab gesagt, weiß was, ich komm einfach mit.

Und damals, das war irgendwie 2010, 2012 war ja die Olympiade in in in London. Und ich hab dann gedacht, ich komm einfach mit, ich bewerb mich bei der Olympiade. Und hab mich dann bei der Olympiade beworben und wurde nicht genommen. Also ich glaub, ich hab 100 Bewerbungen geschrieben. Ich hab keinen Job bekommen.

Ich hab dann nebenbei gearbeitet in 'nem deutschen Currybusladen am Smithfield Market, gibt's jetzt wahrscheinlich immer noch. Ich hab nebenbei gekellnert et cetera, bis ich dann irgendwann frustriert mich besonnen habe und gesagt hab, okay, Du bist jetzt halt hier in London, hier gibt's Millionen von Menschen, was kannst denn Du, was vielleicht andere nicht können? Und dann hab ich gedacht, Du kannst Deutsch, denn guck doch mal nach Jobs, wo sie explizit Deutsche suchen. Und so bin ich dann ins SEO geraten, wenn dann sozusagen einen Linkbilder gesucht wurde dir für die deutsche Plattform von Briefgold d e. Und so hatt ich meinen ersten SEO Job und hab sozusagen Social Bookmarks gebaut, ich hab Blogpost geschrieben und hab Links gebaut, den ganzen lieben Tag lang.

150 Social Bookmarks war immer mein Ziel pro Tag, musst ich setzen. Und dann gab es gab es damals son Tool, das die Scraypbox und da konntest Du diese ganzen Kommentarlinks automatisieren. Da hast Du halt 6, 7 verschiedene Variationen gehabt und hast dann verschiedene Social Bookmarks oder Foren angesteuert und und und da sozusagen diese Kommentargesetze und so weiter. Und das war dann mein erster Job. Und dann hab ich für mich gemerkt, okay, irgendwie ist doch ganz geil, weil Du machst was und man konnte ja nächsten Tag sogar die Auswirkung schon sehen.

Also ich ich hab Blogpost geschrieben, der war nächsten Tag hat der auf 1 gerankt, der und hat Oder mein mein Briefgold war ja auch 'n sehr verruchtes Unternehmen. Also man musste irgendwie Altgold ein Altgold einschicken, die haben das bewertet und Du hast ja 'n Appel und 'n Ei dafür bekommen. Das heißt, jeden Tag waren auch irgendwo negative Kommentare in den CERPs. Und mein Job war morgens dann auch zu gucken, negative Kommentar, okay, schreibt 'n Positiven dagegen, nächsten Tag war der positive Kommentar da. Es war wirklich abgefahren.

Und irgendwie hab ich dann, meine Frau ist dann schwanger geworden. Wir haben dann, weiß nicht noch, wir heute haben dann beim Italiener gesessen, haben irgendwie Lunch gegessen und dann, ich war ja grade mal 'n Jahr oder so dann in diesem Job und hatt 'n Headhunter angerufen und mich gefragt, ob ich Interesse hätte an an an der Stelle in der Schweiz, bei Ricardo Punkt cia, die suchen einen SEO Manager. Und ich hab damals bei Briefgold, ich hab nichts verdient, ne. Ich hab 19000 Pfund im Jahr gehabt. Das war nichts.

Das war wirklich nichts. Wir haben meine Frau keine Ärztin gewesen und die hat wirklich gut als Locham Doktor verdient. Dann hätten wir uns da, dann hätten wir vom aufn Stein gelebt sozusagen. Zumal zumal in London das Leben oder im Spektrum, was ja teuer, wahnsinnig teuer ja. Absolut.

Das war wirklich, was ich da verdient hab, ne. So, und dann musst Du die Situation vorstelle, wir saßen da beim Italiener und haben gedacht, ja scheiße, was machen wir? Lass uns zurück nach Deutschland. Das schwanger in London auf gar keinen Fall. Du fand, also ich verdien nicht genug Geld.

Du bist als Lowham Doktor ständig unterwegs, weil Du bist ja immer eingesetzt, wo grad 'n Arzt fehlt, ob es jetzt Schottland oder irgendwo im Common weltweit. Und haben eigentlich beschlossen, okay, wir gehen zurück nach Deutschland. Da klingelt das Telefon son Schicksalsschlag, ruft dieser Headhunter an. Und ich leg dann auf und sag, ey, ich hab grad 'n Headhunter angerufen und Stelle in der Schweiz und so. Was kann uns denn Besseres passieren als, weißt Du, wir sind grade schwanger, was kann uns denn Besseres passieren, als in der Schweiz zu arbeiten, wenig Steuern zu zahlen, viel Geld zu verdienen?

Und das war 'n absoluter, das war 'n absoluter Glücksgriff. Also ich als ich diesen Job dann bekommen hab, wir sind sind in die Schweiz gezogen, ich hab und und ich hab in Luzern gelebt, das hast ja auch noch dieses Alpenpanorama, hab bei 'ner großen E-Commerce beim großen Auktionshaus gearbeitet. Ich weiß noch, die das 1. Halbjahr hab ich gedacht, ich träume und irgendjemand weckt mich gleich auf und dann platzt dieser Traum. Das kann doch alles nicht wahr sein.

Aber es war so. Nicht mit guter Bezahlung ist es in der Schweiz ja sowieso generell gut, ja. Wobei die Genau, es war Lebenshaltungskosten waren wahrscheinlich nicht wesentlich günstiger als in London, aber Nee, aber man hat man hat definitiv 'n Riesensprung gemacht. Ich weiß nicht, mein erster Job war dann bei irgendwie bei 80000 Franken oder so, von 8 von 19000 Pfund. Das ist schon 'n Riesensprung sozusagen.

Das stimmt, ja. Und das war, ist natürlich auch für die Schweiz nicht viel Geld, aber ich meine, wenn Du von nichts kommst, dann ist das erst mal viel. Und das war dann absolut lebenspregend und auch hat eine Menge verändert im Leben, so die diese Situation. Und und das hab ich dann ja irgendwie 2, 3 Jahre gemacht, hab war dann auch Head of SEO dann später und dann krabbelst Du natürlich auch weiter wieder vom Gehalt. Und dann war natürlich auch wieder die Situation, okay, jetzt brauch ich wieder was anderes und dann noch mal gewechselt.

Also wieder nicht diese Angst vor Veränderung, sondern wieder den nächsten Schritt gehen und dann bei 'nem großen Medienhaus Ringje dann damals anzuheuern, auch als Head of SEO. Und dort dann sozusagen das Team erst mal aufzubauen und und 'n Case zu bauen, der der der die Sichtbarkeit von von der Markeblick erhöht, auch das gemacht für 2 Jahre. Und dann sozusagen der nächste Schritt, wieder keine Angst gehabt, sondern der nächste Schritt zu sagen, okay, pass auf, wir gehen jetzt nach Berlin, damals 'n Angebot von Markus Tober gehabt, bei zu arbeiten und und das dann gemacht und zurück nach Berlin gegangen so. Und und halt ständig immer dieser Wandel und ständig immer dieses, okay, wir müssen noch 'n Schritt weiter. Wir müssen wir wir müssen weiter, keine Angst haben, einfach weiterentwickeln, weiterentwickeln, weiterentwickeln.

Also das hat meiner Familie gutgetan, das hat mir bis jetzt gutgetan und so bleibt's auch immer spannend irgendwie. Also für mich son Zwischenfazit, dass Du bei allem, was scheiße gelaufen ist in deiner Kindheit, trotzdem auch dankbar sein kannst für diese Gabe, die das Universum dir damit gegeben hat, nämlich keine Angst vor Veränderung, rein ins Abenteuer und eigentlich immer was Gutes auch mitnehmen. Das ist schon Absolut. Und Du hattest ja am Anfang gefragt, was was, wenn die Währung Glück wäre? Wie wie glücklich oder wie wie reich wärst Du?

Ich glaube, ich wär absoluter Billionär, weil aus dieser Situation kommt, aus diesem Familienkonstrukt kommend, ohne, ich sag ich sag auch immer, ohne ohne sozusagen, also ohne die Möglichkeiten Also wär ich bei meiner Familie geblieben, dann hätte ich nicht die Möglichkeiten gehabt, die ich jetzt habe. Und diesen Weg zu bestreiten, auch dass der deutsche Staat, dann bin ich auch wirklich dem deutsche Staat und dem Sozialsystem supersuperdankbar, weil sonen Heimplatz, ich ich glaube, wir hatten das damals mal ausgerechnet, 8000 Mark war es damals im Monat und ich war ein Heimkind, denn bei uns in der Einrichtung waren 16, dann gibt's ja noch mehr Heime und so weiter und so fort. 8000 Mark, dem ich den, das ich dem Staat koste, Verpflegung, Strom, Unterbringung et cetera. Dann später sozusagen die Möglichkeit zu bekommen, BAFÖG zu bekommen, eine Ausbildung zu machen, weiterführende Schulen zu besuchen, Wohnung wird bezahlt, Strom wird bezahlt. Du hast irgendwie noch nebenbei auch noch Geld, dass Du was zu essen hast.

Das Studium wird bezahlt et cetera p p. Das diese Möglichkeit, dass dieser dieser Sozialstaat Deutschland einbietet, wenn man diese Chance nutzt, ist grenzenlos und ist wirklich absolute eine 1 absolut, ein absolutes Geschenk, ja. Man muss es natürlich, man muss es natürlich nutzen. Und diese die die die Entscheidung, diesen Weg zu gehen, diese Entscheidung, da nach England zu gehen, diese dieser Schicksalsschlag in den SEO Job zu zu bekommen, der mein Leben maßgeblich verändert hat. Und und dann diese einzelnen Schritte zu machen, Schweiz, dann nach Berlin, verschiedene Jobs, immer weiter nach Karriereleiter und so.

Eine glückliche, gesunde Familie, eine wunderbare Frau, eine schöne Familie zu haben, ein Leben, was ich nicht missen möchte, ich bin absoluter Glücksbillionär. Das wär fast schon 'n gutes Fazit gewesen, aber wir müssen, Moment haben wir noch, aber ich find's megaschön, deswegen hab ich dich auch gar nicht unterbrochen, einfach auch mal Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen, auch für die Lebenssituation, die wir haben. Ich hatte ja im letzten Jahr 'n Augenthema, 'n Gesundheitsthema, aber wirklich wirklich eine krasse Nummer, nicht jetzt mit Schmerzen oder so, aber weil's halt wirklich kurz vor knapp war, dass ich blind werde. Das ist einfach Fakt. Oh.

Und dann gibt's da Menschen, die die unfassbares Wissen und Know how haben und dir helfen können. Und wir haben die Situation in unserem Land, da hinfahren zu können und ja, Termine und Schwierigkeiten. Alles mal weg, ja. Ich hab das Problem, es gibt eine Lösung, ich kann sie nutzen und ich bin wieder gesund. Und das ist ein unfassbares Geschenk, genauso wie zu sagen, wir dürfen hier lernen, wir dürfen unsere Meinung frei äußern.

Ich find's 'n Megastatement. Weil wenn wir über den Zerfall von Demokratien reden und von liberalen Demokratien und hin zum Autokratismus in anderen Regionen der Welt, dann ist das auch 'n Wert, der Europa hat, den Europa hat. Und das ist total stark, dass Du es auch mal so zum Ausdruck bringst, find ich. Ich hätte nämlich auch noch eine Frage. Dieses, ich hätte fast gesagt, dieses kosmopolitische, aber sagen wir mal eher dieses europäische Nomadentum, das Du mit deiner Frau dann gelebt hast.

Hat sich das eigentlich auch, Du bist ja und da möcht ich jetzt eigentlich hin, auch 'n Künstler. Also werd ich auf der Bühne erlebt und ich fand ja, hab ich dir in Salzburg schon gesagt, ich fand deine Texte halt so richtig geil, ja. Als Texter, der kommerzielle Texte macht für Produkte, für Unternehmen und so, guck ich natürlich, hab ich 'n gewisses Gespür für Texte, wo wo sind scheinbar Stolperfallen drin, die dann am Ende aber doch wieder Sinn machen und so. Da ist 'n sehr, sehr hoher Grad an Professionalität für mich erkennbar gewesen. Und deswegen hatt ich dich ja gefragt, wer schreibt dir die Texte aus?

Das klappt mach ich ja das selber. Und meine Frage, dieses Nomadentum, dieses Leben, was Du bis jetzt beschrieben hast, hat das auch 'n Einfluss auf deine Musik? Nicht so sehr. Also ich ich ich mache nicht durchgehend Musik. Also ich hab damals in meinen Zwanzigern hab ich sehr viel Musik gemacht.

Ich hab mit meinem meinem sehr guten Freund zusammengelebt. Wir hatten 'n Studio gehabt. Wir haben wirklich auch forciert eine Musikkarriere forciert. Nur irgendwann merkt man dann, okay, jetzt reicht's aber irgendwie auch nicht mehr, sich zu ernähren. Und dann muss man, wie ich das am Anfang schon hab, entweder stehst Du auf einem Bein, aber Du kannst nicht auf 4 gleichzeitig stehen, dann musste mir einfach 'n anderes Bein suchen.

Und hab hin und wieder einfach mal son bisschen für mich Musik gemacht. Und das, was jetzt bei der bei der SEOcom da passiert, das ist auch einfach eine 1 Schnapsidee gewesen, ne. Also ich hab mal aus aus, ich hab mal an einem Tag zwar 'n Samstag, wie ich morgens aufgestanden hatte, eine Melodie im Kopf und und Text im Kopf, high aufs Page Speed und hab den an einem Tag runtergeschrieben, produziert und aufgenommen. Und Oliver Hause hat mich dann damals, das war vor Corona noch, glaub ich, 19, ja. 2009 oder 2009 oder so, hat mich gefragt, ob ich das nicht performen will auf der Bühne.

Und ich hab gesagt, ja klar, mach ich. Und daraus ist dann entstanden, ey, Björn, komm doch noch mal. Und dann mein ich, ja, aber ich mach nicht diesen Song, ich schreib jetzt 'n offiziellen SEOcom Song. Und hab hab das dann gemacht. Und das ist jetzt ja im dritten Jahr sozusagen, wo ich dann auch jetzt wieder neue Madlays dazu geschrieben hab.

Aber das ist jetzt sozusagen das Einzige, was ich mache musikalisch. Also ich, klar, nebenbei hör ich natürlich noch viel und und hab viele Ideen und viele Gedanken. Und manchmal schreib ich so Textzeilen auf, aber ich bin jetzt nicht konsequent dabei, irgendwie Musik aufzunehmen. Das ist eher so sporadisch. Neben Arbeit und Familie, wo was was ist so dein dein Ausgleich?

Sauna einmal die Woche haben wir gehört. Was gibt's noch? Wo wo kommst Du runter? Wo schaltest Du ab? Wo bist Du ganz Du?

Autofahren? Ich weiß nicht, ob Du das kennst, aber ich liebe einfach Autobahnfahren. Ich auch. Wenn Du in diesem Tunnel bist und wirklich nur für dich bist und die Gedanken rauschen, Du Du Du Du Du löst Probleme, Du löst Knoten, Du Du hast wirklich Zeit, keine Ablenkung und kannst dich durchgehend mit Dingen befassen. Da komme ich wirklich absolut runter.

Also Autofahren find ich super, Autobahn insbesondere. Ansonsten Sport, also ich war jetzt bis vor Kurzem noch in 'nem Boxverein, da gab's 'n kleinen Skandal, deswegen bin ich raus, war in Hamburg auch schon in 'nem Boxverein. Also ich box auch gerne oder mag zumindest das Training. Ich hab auch 2 Wettkämpfe schon gemacht, mag auch das Sparen gerne. Aber die aber das Training an sich ist halt unheimlich unheimlich relaxtend relaxt.

Und man man spürt so am ganzen Körper, man ist unheimlich geleert sozusagen danach und das das hilft schon auch. Und ansonsten bin ich auch, hab ich jetzt neu für mich entdeckt, geh ich gerne spazieren. Und wir haben natürlich hier, wo ich lebe, ganz schöne Landschaft mit dem Meer und und und und so weiter. Das ist auch etwas, wo ich wo ich jetzt dazulerne, dass mir das total gut gefällt. Mhm.

Cool. Eine Frage ist noch ganz wichtig in Bezug auf die hellen Reise. Und wir sind ja son bisschen durch daneben jetzt gerauscht. Und ich hab die Frage aufgehoben, weil die eigentlich so meistens so in den Zwanzigerjahren, also Lebensjahren kommt meines Gastes. Aber so rückblickend auf dein Leben, in der Heldenreise ist es superwichtig, 'n Mentor zu haben oder mehrere Mentoren.

Mentoren bedeutet eigentlich, Menschen, die dich nehmen und sagen, Du, Björn, Du machst jetzt mal das, weil Du kannst das. Und Du denkst vielleicht selbst nicht, dass Du das kannst oder hättest das selbst nicht gemacht. Oder die dir einfach mit Rat und Tat immer zur Seite stehen. Also 'n klassischer Mentor. Gibt's da welche in deinem Leben, bei denen Du sagen würdest, ja, die würd ich gerne mal namentlich erwähnen?

Absolut, ja. Also ich denke, grade auch durch meine durch meine Heimzeit gab es einen Erzieher, Jörg Töppe heißt der, der witzigerweise, als ich meinen ersten Tag im Heim hatte, war sein erster Arbeitstag. Ich hab ihn sozusagen überlebt, also im Sinne von, er war dann, er ist dann schon früher rausgegangen, als ich aus der Einrichtung rausgegangen bin. Aber der war so jemand, der, in dem ich auch sone Art Vaterfigur gesehen hab, indem ich sone Art Mann gesehen habe, der mir vorlebt, was es heißt, ein Mann zu sein oder ein Junge zu sein oder was, so. Also ich hab zu ihm aufgeschaut, natürlich auch viel Streitpunkte, aber das war so mein Bezug, ne.

Das war so mein mein mein Lighthaus sozusagen, der mir gezeigt hat, wie wie wie wie verhält man sich? Wie muss man sein? Er hatte Leidenschaft von Sammeln, er ist, vielleicht hab ich ja auch meine musikalische Ader von ihm. Er hatte unheimlich große Sammlungen an Blues Musik, CDs, ist 'n richtiger Sammler, hat die ganze Regal, das ganze Wohnzimmer ist voll. Wenn man bei ihm zu Hause war, dann hat er, ist er mal durch die Jahre gegangen und hat bestimmte Songs gezeigt und hat gesagt, hör dir das an.

Und dann saßen wir teilweise da, er hat mich auch früh, da war ich schon 16 oder so, dann durfte ich auch am Wochenende mal bei ihm sein, seiner Frau und seiner Tochter sein und so weiter. Wir haben viel gemeinsam da Musik gehört und und und Leidenschaft geteilt und so weiter. Und auch seine seine, sagt, wie sagt man, seine seine Passion zur Arbeit. Er war ja Erzieher, aber ich hab in ihm immer 'n unheimlich passionierten Erzieher gesehen, der wirklich Leidenschaft in seiner Arbeit, denen das wichtig ist, der 'n Purpose hat. Und ich glaube, das hab ich mir auch abgeguckt jetzt in meinem Job, ne.

Dieses diese Leidenschaft und diesen Purpose und hey, wenn ich das mache, dann mach ich das richtig und und und mach es korrekt und mach es so, dass es auch eine Wichtigkeit besitzt, damit andere sehen, dass es wichtig ist. Das hab ich definitiv von ihm und da hat er mich schon sehr, sehr stark geprägt. Oft und heute hab ich immer noch Kontakt mit ihm auch und wir sehen uns Cool. Auch auch auch immer noch. Ich war jetzt auch bei der Hochzeit von von seiner Tochter jetzt im letzten Jahr und so weiter.

Also da ist immer noch eine starke Bindung. Musikalisch dann später, als ich, also ich hab dann irgendwann später auch mein mein Freundeskreis gewechselt, einfach aus dieser Musikgeschichte heraus. Also ich hatte vorher 'n Freundeskreis, da wurde viel Techno gehört. Ich war schon früh sozusagen eher 'n Hip Hop Begeisterter und bin dann in einen anderen Freundeskreis gewechselt, wo Musik halt das Hauptthema war. Und in diesem Freundeskreiswechsel hab ich dann jemanden kennengelernt, Hauke, Hein, schöne Grüße, gehen raus, mit dem ich später auch zusammen Musik gemacht hab, mit dem ich später, der der das produziert hat, der die die Beats gebaut hat.

Und der hat sozusagen mich immer dazu gebracht, noch besser zu werden, was musikalisch hat. Sehr, sehr kritisch auch heute noch, dem Schickiti SEO Com Songs oder die Videos, der nimmt, der hat der findet immer was. Der nimmt immer irgendwas auseinander, aber immer mit dem Ziel, sozusagen ein da noch 'n Stück mehr rauszuholen, dann noch 'n Und das das hat so unsere Freundschaft auch immer geprägt, immer noch 'n Stück weiter, immer noch mehr rauszuholen. Da geht immer noch was. Du kannst mit dem nicht zufrieden sein, was es jetzt ist, sondern Du musst da noch mal rein und so weiter.

Mhm. Und ich glaube, es ist auch so der Einzige, der mich challenged und challengen darf, ohne dass ich ohne dass ich da irgendwie grantig werde oder irgendwie im Ego gekränkt fühle oder so weiter. Und das hat mich, wahrscheinlich hab ich ihm das noch nie gesagt, aber das hat mich auch immer unheimlich weit gebracht. Und kleine Anekdote, hat mir auch beigebracht, wie man T-Shirts richtig zusammenlegt. Und last, but not least last, but not least natürlich auch meine Frau, ne.

Also meine Frau ist jemand, ich sag immer, wenn wenn ich sozusagen mir eine Mutter hätte aussuchen können, dann hätte sie genauso sein sollen wie meine Frau. Sie ist unheimlich, sie ist eine Inspiration, in dem sie dann, wie wie sie die Kinder intellektuell fördert, challenged, ihnen Aufgaben gibt, ihnen das Das hab ich ja nicht erlebt. Das kenn ich nicht von meiner Mutter her nicht. Und ich find das eine unheimliche Inspiration, wie sie das macht und wie sie das aufbringt und und und die Leidenschaft und die Liebe, die sie da reinsteckt, das ist für mich auch Inspiration pur und definitiv etwas, was mich, ja, auch erkennen lässt, wie es normal ist, was was normal sein kann. Und ich guck mir da sehr, sehr viel von ab und Sie natürlich auch eine, die, also sie Challenge spricht natürlich auch jeden Tag, also Wie wie deine Mutter ihr Leben gesehen hat, welche Wünsche sie hätte, hatte, welche Ideen für ihre Kinder hätten vielleicht in den Tagebüchern gestanden, ja.

Wahrscheinlich. Solltest Du solltest Du die Tagebücher vielleicht einfach in deinem Kopf virtuell schreiben, dir vorstellen, wie's deine Mutter zum Ausdruck gebracht hätte. Ich hab so viele Fragen noch an dich, mein Lieber, aber wir sind schon wieder in, reichlich in der Zeit. Und wir haben heute auch 'n klare Vorgabe, Du hast mir ja gesagt, wie lang Du kannst und das halten wir uns auch dran. Ich möchte trotzdem noch 2 Fragen stellen.

Ja. Und zwar aus diesem emotionalen Kontext noch mal jetzt 'n bisschen weg. Und zwar hast Du so by the way erwähnt, dass Hauke die Beats dann gesetzt hat und die Musik perfektioniert hat, deine sozusagen, die euch da kreativ ergänzt. Und ja, wir haben eine Sache natürlich ganz rausgelassen, weil das ist ja kein Businesspodcast hier. Ich red mit meinen Gästen eigentlich selten über ihren Job, aber wir sind natürlich beide im SEO Bereich auch tätig, also meine Agentur und Du ja auch.

Und ich möcht noch mal ganz kurz reflektieren auf KI, weil wir ja auch vorhin kurz über ChatGPT gesprochen haben und über Gemini. Und es sind ja sozusagen dann 2 Bereiche, die ich bei dir sehe. Einmal der SEO Bereich, der sich dramatisch verändert durch KI. Da, ich glaube, das, da würd ich gern mal deine Perspektive abholen. Aber kombiniert mit der Perspektive, was hältst Du von Suno und solchen Dingern?

Also ich bin komplett unmusikalisch. Ich kann keine Noten lesen, ich liebe aber Musik. Ich hör 'n ganzen Tag Musik. Irgendwas ist immer an, ja. Ich finde auch Musik geil.

Ich sing auch gern, ich bin immer bei der Campics auf der Karaoke Bühne und so, ja. Ich hab keinen Bock, also kein Problem mit. Aber ich kann halt keine Musik produzieren, jetzt kann ich's aber. Ich kann da reingehen in Suno, kann irgendwas sagen und das Ding macht mir was. Wie wie fühlt sich das fürn Musiker oder jemand, der Ahnung hat von Musik an wie dich?

Scheiße. Musik ist ja etwas, was Du aus deiner Also in Musik fließt ja deine Emotion, in Musik fließt deine deine deine Erfahrung, in Musik fließt die Stimmung, die Du ausdrücken möchtest, in Musik klingt dein Schmerz, in Musik klingt deine Freude, deine Neugierde. Das kann eine AI nicht hinbekommen. Das kriegst nur Du als Mensch hin. Diese diesen Touch, den es hat, damit Musik uns wirklich berührt, das kriegst Du nur als Mensch hin.

Das kannst Du mit AI nicht machen. Natürlich, wenn Du jetzt irgendwie 'n Werbeclip brauchst oder irgendwie 'n Podcast Trailer oder so, dann sind diese Tools okay, dann kannst Du das machen und das ist ist ist ist ist gut genug sozusagen. Aber bei mir ist es so, Musik muss ja irgendwas bewegen, irgendwas berühren Und diese diesen Touch bekommst Du halt nur durch die Erfahrung, durch die Kreativität, durch den Schmerz, durch die Neugier, wie gesagt, des Menschen und nicht durch 'n trainiertes AI Modell. Und wie sieht's im SEO Bereich aus? Ich bin natürlich großer Nutzer, was KI angeht.

Ich verstehe den Hype. Mir hilft es dabei, produktiver zu sein tatsächlich. Mir hilft es dabei, besser zu klingen, wenn ich wenn ich schreibe. Mir hilft es dabei, meine Grammatik zu verbessern und das ist schon 'n unheimlicher Produktivitätsgewinn. Mir hilft es dabei Struktur.

Ich bin eigentlich sehr strukturierter Mensch, würde ich von mir behaupten. Wie gesagt, ich bin ja 'n Bauchmensch. Ich hab immer gerne auch Leute in meinem Team, die besser strukturiert sind, die sozusagen den Part mir abnehmen. Aber auch KI hilft mir da tatsächlich, besser strukturiert zu sein, auch die Gedanken besser zu strukturieren. Wie bring ich das in eine Form und so weiter?

Da ist das unheimlich hilfreich. Wenn wir jetzt aber über AI Search zum Beispiel sprechen, dann ist das für mich natürlich auch 'n natürlicher, natürlich eine natürliche Entwicklung. Also ich bin jetzt ja auch lange genug im Game schon. Ich hab Mobile Getto mitgemacht, ich hab Voice Search mitgemacht, ich hab, wie was nicht alles da war, mitgemacht. Neues Seralth.

Was war das noch, ne? Ja, genau. Und alles war ja irgendwie auch Metaverse, grade ab. Meta, genau. Blockchain, was weiß ich, was da alles war.

Und und alles war ja krass behypt, ne. Natürlich hat es, glaub ich, weniger Substanz als jetzt. Und wir sehen ja auch, ich hab jetzt von CisTrics die Zahlen gesehen, 4 bis 9 Marktanteil, was ChatGPT an der Suche hat, ne. Also dann gibt's ja noch ganz andere Sachen, Coding, Übersetzungen, Texte schreiben und so, die jetzt nix mit der Suche zusammen zu tun haben. Aber aber 4 bis 9 Prozent, das zeigt ja schon mal, dass da auf jeden Fall 'n starker Zugewinn ist.

Und ja, auch ich sehe an meinem Verhalten, dass sich mein Suchverhalten verändert. Ich nutze sehr stark jetzt Gemini oder ChatGPT, insbesondere wenn es informationsbasierte Fragen geht. Also letztens haben wir zum Beispiel, wollten wir am Armutstisch wissen wissen, wie viel Raucher sterben eigentlich über den langen Zeitraum? Also und 50 Prozent. Also 50 Prozent der Raucher, die rauchen, werden an den Folgen des Rauchens sterben.

Das sind Sachen, die hättest Du wahrscheinlich vorher Google gefragt, jetzt fragt sie ChatGPT. Oder wie ist Atlantis untergegangen? Oder solche Sachen, also all das, was Du da vorher gemacht hast. Und ich glaube, das ist und bist fest davon überzeugt, dass dieser Hype, den wir jetzt grade son bisschen spüren, auch teilweise überhypt ist, dass sich das klar auch weiterentwickeln wird, aber es ist ein Zusatz zu dem, was wir an Google Suchen haben hat. Und seine Berechtigung findet in bestimmten Anwendungspunkten wie informationsbasierten Suchanfragen et cetera.

Alles, was jetzt Commerce und so weiter angeht, das, was ich bisher gesehen habe, würde nicht die User Experience 1 guten Onlineshops schlagen. Und deswegen glaub ich, dass es im Stand jetzt sich da auch nicht so stark durchsetzen wird, wie das vielleicht behypt wird. Okay. Da hätte, speziell beim Letzten hätt ich eine andere Perspektive, aber das, mein Lieber, ist eine andere Geschichte. Die besprechen wir mal, wenn wir uns wieder in Salzburg oder sonst wo bei der Camping oder Gold Weißwood treffen.

Ja, wir kommen zum Schluss. Ich dank dir erst mal sehr, sehr für das offene Gespräch. Ich find, das war megamegaspannend. Und ja, ich hab auch die ein oder andere Gänsehautmomente gehabt. Und das ist immer das, was ich selber liebe, wenn ich merke, ich fühl da was, ja.

Da kommt was rüber an an Informationen oder an Gedanken, mit denen ich noch 'n bisschen spazieren gehen darf. Ich hab Schlussfragen immer. Wenn Du nicht noch irgendwas sagen möchtest, was ich dir nicht gefragt habe, dann wenn wenn das so ist, als wenn Du nichts mehr sagen möchtest, dann hätt ich die Frage, Du hast die Chance, in der nächsten Größe und an der nächsten größeren Kreuzung bei dir in der im Kreis oder in der Stadt, wo also da, wo richtig viel Traffic ist, da darfst Du 4 Wochen lang eine Leuchttafel, riesiges son riesiges Ding mitten rein platzieren und es da 4 Wochen lang deine Botschaft anzeigen. Was steht 'n da drauf? Also ich mag total gerne diese Aussage von David Lynch, diesem Filmemacher, der mal gesagt hat, wenn es in deinem Kopf ist, kannst Du's tun.

Also ich glaube, gerade jetzt in unserem Zeitalter, egal was Du in deinem Kopf an Ideen hast, kannst Du umsetzen. Es gibt die Mittel digital, AI, was auch immer es ist. Es gibt die Möglichkeit, es zu tun. Und auch rückblickend sozusagen auf eine eigene Podcastreise, was lange irgendwie in meinem Kopf waren, lange als Idee wird, einfach machen. Also solange es in deinem Kopf ist oder wenn es in deinem Kopf ist, kannst Du's tun.

Der beste jemals existierende Slogan fand ich, Claim war, Ja. Leider Nike, ja. Leider von Nike dann abgelöst. Ich glaub, es gab nie was Besseres, find ich genauso. Ja, mein Lieber, letzte Frage, also noch mal vielen Dank für die Zeit und dass Du hier bei mir Gast warst.

Letzte Frage, kennst Du jemanden, gibt es 'n Menschen aus deiner Bubble, aus der Schweiz, aus Engel oder sonst woher, von dem Du sagst, der hat sone spannende Vita, den darfst Du gern hier auch mal einladen, weil der Mensch hat was zu erzählen. Oh Gott. Den kann ich nicht einladen. Der hat abgesagt. Dann hab ich schon angefragt.

Allah Buddha und das Universum auch. Ich weiß nicht, ob Du, hattest Du den Olaf Kopp schon? Der hat auch eine krasse Vita und krasse Geschichte. Die hat er mal bei mir im SEO persönlich erzählt. Auch schwierige Kindheit, schwieriges Elternhaus, Drogendealer Karriere et cetera.

Hip Hop DJ, also auch wirklich eine sehr inspirierende und krasse krasse Geschichte. Okay, alles klar. Dann schreib ich den Urlaub, den hatt ich tatsächlich noch nicht als Gast. Aber den lad ich sehr, sehr gerne mal ein, kenn ich ja auch schon viele Jahre. Und übrigens ist mir während des Podcasts eben eingefallen, dass ich vorhin jemand verwechselt habe.

Ich hab nämlich gesagt, Holger Kant war das inspirierendste Gespräch, das war aber tatsächlich Markus Tirock, der ja auch Podcaster ist und Podcastexperte ist. Und der war mal Moderator bei der ARD und der hat ganz viele Promis kennengelernt und das in seinem Podcast bei mir erzählt. Also das noch als kleine Korrektur. Mein Lieber Björn, ich dank dir sehr herzlich. Ich hoffe, wir sehen uns bald mal wieder.

Wenn's okay ist für dich, würd ich tatsächlich am Anfang des Podcasts oder am Ende mal 'n paar Schnippel von deinem Song einspielen, damit die Leute einfach mal, wenn wir 'n paar Mal drüber geredet haben, auch mal hören, was Du da so fabrizierst. Vielleicht schickst Du mir da mal irgendwie 'n Pfeil, dass ich das benutzen kann. Ansonsten dank ich dir herzlich. Ich freu mich. Und ich find's mega, mega, megaschöne Geschichte, was aus, ich sag mal, 'nem relativ verkorksten Start ins Leben für 'n Leben werden kann von 'nem Mensch, der sagt, ich bin Glücksbillionär.

Das würd ich gerne als Schlusswort nennen. Ich dank dir ganz herzlich dafür. Und auf bald. Mach's schön gut. Jo, tschüs.

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