Cover: Marketing für Unangepasste | Sandra Walzer | BTS #48

Marketing für Unangepasste | Sandra Walzer | BTS #48

24. September 2026 106:43 Min.
0:00 106:43

Worum es geht

In dieser Episode von Behind the Story begrüßt Gastgeber Wolfgang die Positionierungs- und Personal-Brand-Rebellin Sandra Walzer am digitalen Lagerfeuer. Die Folge zeichnet eine faszinierende und oft unkonventionelle Heldenreise nach, die tief in Sandras Biografie blickt: Von ihrer introvertierten Kindheit in Karlsruhe, in der sie sich als kleines Mädchen lieber mit Büchern verkroch anstatt mit anderen draußen zu spielen, über frühe Rebellionsversuche (wie grüne Dr. Martens mit Stahlkappen) bis hin zu den schmerzhaften, aber lehrreichen Dynamiken in der Schulzeit. Besonders prägend war hierbei der Satz eines Mitschülers („Dich mag hier niemand, du machst es ja immer anders“), der für Sandra erst eine Last, im Rückblick jedoch ein wichtiger Befund und Wendepunkt war. Im weiteren Verlauf geht es um ihren Einstieg in die Werbeagenturwelt im Jahr 1997, den Aufstieg zur Creative Director, das Erlernen von Anpassungsstrategien („beige Jeans“ und langes Bleiben im Büro) sowie den bewussten Schritt in die Selbstständigkeit mit ihrer Agentur Confedication im Jahr 2010. Ein emotionaler und tiefgreifender Wendepunkt in ihrem Leben war zudem ihre jahrzehntelange, leidenschaftliche Verbundenheit zum Karlsruher SC (KSC) sowie zum Stadionmagazin, die erst durch die Pandemie und den Blick hinter die Kulissen des modernen Profifußballs in eine radikale Entfremdung und den bewussten Bruch umschlug. Der zweite große Schwerpunkt der Episode widmet sich dem aktuellen Wandel durch künstliche Intelligenz und dem radikalen Umbruch in der Kommunikations- und Kreativbranche ab den Jahren 2023/2024. Genau aus diesem disruptiven Moment heraus gründete Sandra 2025 Rebelhood. Sie erklärt im Interview eindrücklich, warum echtes Personal Branding niemals glattgebügelt sein darf und warum Ecken, Kanten sowie die oft unterdrückte Emotion der „Wut“ die wichtigsten Treiber sind, um als Persönlichkeit sichtbar zu werden. Es geht um die Frage, warum das Anpassen an den Mainstream zwar sicher, aber unternehmerisch wie persönlich ein Irrweg ist und wie man den Mut findet, zu seiner eigenen Unangepasstheit zu stehen. Eine inspirierende Folge über Haltung, Identität und die Frage, wie viel Rebellion ein gutes Business im Zeitalter der Uniformität wirklich braucht.

Folge teilen

Transkript

Ja, halli, hallo und hallöchen bei Behind the Story, Ausgabe Nummer 48. Ich freu mich wahnsinnig, dass Du wieder dabei bist heute. Und vielleicht weißt Du's noch gar nicht, seit der letzten Ausgabe gibt es uns auch immer auf Youtube als Videoedition. Also wenn Du mal sehen willst, wie das hier so aussieht, wenn die Gäste und ich uns unterhalten, dann kannst Du da auch gerne mal reinschauen. Ja, ich freue mich, dass Du dabei bist.

Mal wieder haben wir heute eine spannende Heldenreise vor uns. Mal wieder schauen wir uns Ups and Downs und Weggabelungen auf 'ner wahnsinnig interessanten an. Und ich freu mich wahnsinnig, dass Du dabei bist. Und Du weißt ja, wenn Du der Podcast dir gefällt, wenn Du irgendwas an dem Podcast besonders magst oder vielleicht auch irgendwas nicht und mir dann Feedback gibst, dann freu ich mich wahnsinnig darüber. Natürlich auch über 'n Abo oder 'n Like.

Aber es ist auch schön, wenn Du einfach nur dabei bist. Ja, wen hab ich denn heute im Studio sitzen? Ich freu mich mega, denn mein heutiger Gast ist jemand, der auf mich zukam und gesagt hat, Du, ich will mal gerne Gast bei dir im Studio. Und das find ich total super. Ich hatt das ja schon mehrfach gesagt.

Wir haben in diesem Jahr schon häufiger Gäste gehabt, die entweder selbst oder von jemand ganz nahestehen, ins Spiel gebracht wurden. Und ich find das mega, wenn Menschen sagen, ich würd gern mal meine Geschichte teilen. Heute im Studio sitzt bei mir eine Frau am digitalen Lagerfeuer, die nicht einfach nur über Positionierung spricht, sondern ihre eigene Positionierung mit 'ner wahnsinnigen Konsequenz in die Welt bringt. Sandra Walzer nennt sich Positionierungsrebellin und Personal Brand Rebellin. Das ist natürlich spannend und alleine das ist schon 'n Grund, mal nachzufragen.

Sie arbeitet mit Menschen, die was zu sagen haben und keine Lust drauf haben, sich dafür glatt schleifen zu lassen. Auch das finde ich superspannend und wir reden ja alle über Authentizität, über Echtsein und wir werden heute sehr häufig darüber reden, was das eigentlich bedeutet. Ihre Überzeugung ist, unsere Ecken und Kanten sind kein Makeln. Sie sind das, was uns unverwechselbar und unverzichtbar macht. Doch hinter der Haltung steckt eine persönliche Geschichte.

Schon in der Schule erlebte Sandra, wie unbequem anders sein sein kann. Sie wollte dazugehören, passte sich an und merkte irgendwann, dass sie dabei nicht mehr sie selbst war. Heute hilft sie anderen Menschen, genau diesen Weg umzukehren. Sie arbeitet seit neunzehnhundertsiebenundneunzig als Texterin, Konzeptorin in der Kommunikation und war Creative Director, machte sich 2010 selbstständig und gründete 20 20 25 die Rebel Hood. Da reden wir natürlich auch drüber.

Dort verbindet sie Positionierung, Personal Branding, Storytelling und Content mit 'ner klaren Haltung, sichtbar werden, ohne sich zu verbiegen. Ich freu mich mega, heute mit ihr über Anderssein zu reden, über Personal Branding, über Personal Branding, über Sprache, über Marken. Und natürlich auch 'n bisschen über mutige Frauen, echte Haltung und die Frage, wie viel Rebellion ein gutes Business heute wirklich braucht. So, ich glaube, das war genug der Ankündigung. Wenn Du jetzt noch nicht gespannt bist, dann kann ich dir auch nicht helfen.

Ich sage jetzt auf jeden Fall, herzlich willkommen im digitalen Lagerfeuer. Herzlich willkommen bei Behind the Story, herzlich willkommen, liebe Sandra Walzer. Vielen lieben Dank. Hallo. Oh, ich fühl mich schon viel wohler.

Mir ist heute den ersten Tag so richtig kalt. Digitales Lagerfeuer ganz hervorragend. Ja und wir wir wären später der liebe Bob, Grüße gehen raus, der wird uns später auch wieder das typische Lagerfeuerknistern hinterlegen. Das heißt, es ist jetzt richtig schön wohlig. Es wird ja Herbst, da ist es gut so.

Genau. Ja, die liebe Sandra, die hatte auch bei der Camping in Berlin 'n Vortrag, leider Sandra, hab ich ja verpasst, weil ich war ja eben, bin ja immer in meinem Moderationsraum gefangen. Aber ich habe heute als in meinem Team bei Team Digital die Kolleginnen und Kolleginnen gesehen haben, wen ich heute im Podcast habe, hab ich direkt 'n Feedback bekommen. Mich von der Jessica und die hat gesagt, ich war damals bei Fuck Fake bei Sandra und das war 'n ganz, ganz toller Frau Treut. Also Da freu ich mich, ob ob ihr die Aufzeichnungen draußen habt oder wer den Zugang zu den Aufzeichnungen hat, unbedingt den Vortrag von Sandra noch mal anschauen.

Juhu. Ja, meine Liebe. Du bezeichnest dich als Rebellin seit immer, zumindest hab ich das im Material gelesen. Deswegen würde ich mit dir so, Bibi, bei jeder Heldenreise auch gerne in deiner Jugend starten, in deiner Kindheit, in deinem ganz frühen Selbstbewusstsein sein, also so vielleicht Schulalter oder so. Wo bist Du aufgewachsen?

Wie bist Du sozialisiert? Erzähl mal 'n bisschen was. Oh, wo bin ich aufgewachsen? Da müsste da würde Lisa jetzt schon lachen. Grüße gehen raus an den schwäbbischen Teil.

Ich ich komme aus Karlsruhe, ich bin in Karlsruhe geboren, ich bin in Karlsruhe oder Karlsruhe rum in Ettlingen aufgewachsen und habe auch diesen Dunstkreis niemals verlassen bis 2015. Dann bin ich nach Worms gezogen, da leb ich heute. Also nicht so weit weg, aber immerhin das Bundesland gewechselt mit dem Herzen immer noch in der Fächertstadt. Okay. Hattest Du Geschwister?

Wie sieht's da aus? Bist Du Einzelkinder? Nee, ich bin ich bin alleine aufgewachsen dran erinnert hat. Okay. Kannst Du dich so erinnern, wann, also oder andersrum, ich frag immer gerne, wann hast Du die ersten bewussten Erinnerungen an deine Kindheit?

Meistens ist das so die die Schulzeit, wenn man eingeschult wird oder so, diese Zeit rum. Ist es bei dir auch so? Und magst Du mal kurz beschreiben, was war die kleine Sandra fürn Kind? Die kleine Sandra ist gerne drin gesessen. Das fand meine Mutter auch schon nicht so doll.

Die hat mich immer rausgescheucht zu den anderen. Und wenn ich mir überleg, wie gern ich heute draußen bin als Kind überhaupt gar nicht nicht. Ich wollte drin sein und lesen. Ich wollt einfach nicht raus. Die anderen sind immer alle rausgerannt und haben da wunderbar was getan und gespielt und Banden gebildet und waren eben da im Gestrüpp.

Ich wollt immer drin sein und lesen. Ich wollte meine Ruhe haben, was super ist, dass ich heute Freelancerin bin und alleine in meinem Büro sitze. Also so war ich schon als Kind. Ich hatte dann zwischendrin auch mal sone Pferdephase, aber die war irgendwie auch nicht wirklich ernst gemeint. Also ich war wirklich gerne drin und gerne in den Büchern, also schon ganz, ganz früher hab ich wahnsinnig viel gelesen.

Hat jetzt auch nicht so viel geholfen, aber es es war schön. Und ja, weil Du sagst 1. Erinnerung, ja natürlich, also das geht zurück ins Schule, vielleicht Kindergarten. Da gibt's eine witzige Anekdote, die ist mir erst vor wenigen Jahren wieder eingefallen. Im Kinder, das muss im Kindergarten gewesen sein.

Das war nicht in der Grundschule, das war noch im Kindergarten. Da hatten wir Übernachtungspartys. Und ich weiß, es war Herbst oder Winter, ich hatte eine fette Wollstrumpfhose an und einen Rock. Und ich weiß, wie ich kreischend, weinend und völlig aufgelöst zu 1 dieser, wie nennt man die, Erzieherinnen gerast bin und gesagt hat, der hat mir unter 'n Rock geguckt. Und dann war halt irgendwer, der irgendwie diesen Rock festgehalten hat und ich war der Meinung, das sei überhaupt nicht in Ordnung, hab da, also ja, hab da gleich meinen Aufstand geprobt.

Dadran erinner ich mich tatsächlich gut, einzige Erinnerung an den Kindergarten bis auf die Basteleien, die man da halt so tut. Mhm. Witzig hier. Aber es hatte hatte keine Konsequenzen für den Täter sozusagen. Ich weiß es nicht mehr.

Ich kann mich nur noch an diese Situation erinnern, wie ich das erlebt hab, wie ich mich da drüber beschwert hab, wie das dann aufgelöst wurde. Ich hab keine Ahnung mehr. Ich weiß nur, dass ich das ganz furchtbar fand und total ungerecht, dass er das jetzt mit mir machen darf. Könnt mir jetzt sehr viel reininterpretieren, aber ja, also als Kind hatte ich ja keine Ahnung von gar nix und war einfach nur unzufrieden mit der Gesamtsituation. Aber weißt Du, das ist wieder son schönes Beispiel und für euch da draußen auch und auch wenn's dem einen oder anderen Stammhörer oder Stammhörern auf die Nerven geht, sorry dafür.

Aber ich mein, meine Domain ist ja Storytelling. Und am Ende sage ich immer, egal ob's Business ist oder Leben oder Liebe oder Schule oder was auch immer, ja, also im Leben generell, Du erinnerst dich nicht mehr an den Namen wahrscheinlich des Jungen. Du erinnerst dich nicht mehr an die Namen der Erzieherin. Du erinnerst dich wahrscheinlich auch nicht mehr an den Tag und die Stunde, aber Du erinnerst dich genau an das Gefühl. Und das ist crazy.

Das ist so crazy. Wir merken uns Gefühle so intensiv, deswegen kann man mit Storytelling so tolle Sachen machen. Du hast gesagt, Du hast viele Bücher gelesen, schon früh. Gibt's irgend 1 aus deiner frühkindlichen Phase, das dich besonders geprägt hat, son Lieblingsbuch? Klassiker, Ronja Räuber Tochter.

Hab ich von meinem Papa geschenkt bekommen, hab ich immer, diese Version steht immer noch neben mir im Bücherregal, geschenkt bekommen neunzehnhundertsechsundachtzig. Da war ich, warte kurz, 9. Das war so zum ersten Mal dieses, ja, ich versteh die. Ich weiß, warum die das macht und ich will auch so sein. Mhm.

Also wirklich, wirklich der Klassiker, ja. Und und dann kamen relativ schnell schon diese ganzen Fantasiegeschichten. Wolfgang Hohlbein hat mit seiner, warte, Tochter, Frau, Tante, Cousine, ich weiß es nicht, mit irgendwem zusammen, die den gleichen Namen trägt, Bücher geschrieben für Kinder, So fantastische Geschichten. Und die haben mich dann sehr schnell in die Fantasywelt geholt. Und mit 12 hab ich dann zum ersten Mal der Ringe gelesen.

Das war ein bisschen früh. Ich hab's trotzdem geliebt und es hat mich nie mehr losgelassen. Okay. Ja, cool. Die Frage, die ich damit verbinde, also ich hab eigentlich 2 wichtige Fragen sozusagen.

Die eine ist spontan, die andere steht im Skript. Die im Skript steht, lautet, Du wolltest dazugehören und hast dich dann in der Phase scheinbar auch angepasst, so in der Schule und so. Zumindest hab ich das deiner Vita entnommen, Max? Kannst Du gerne gleich mal kommentieren. Du hast dich am Anfang angepasst.

Und irgendwann kam da der Punkt, dass Du für dich als kleiner Mensch in Anführungszeichen, als junger Mensch gespürt hast, das bin aber irgendwie nicht ich. Kannst Du dich an dem Moment noch erinnern? War, a war's so? Hast Du dich am Anfang angepasst, weil's halt alle tun, weil Mainstream eben Mainstream ist und alles im brav und setzen sich hin und sehen soundso aus und gehen zum Sport und spielen mit Puppen oder was weiß ich was, ja, was eben dann so normal ist in dem Alter. Und hast Du dann irgendwann den Punkt gehabt, wo Du das so indirekt gespürt hast, das bin ich nicht?

Das ist total spannend, weil ich, weil mir das jetzt erst auffällt, wo Du das so sagst oder in Verbindung bringst. Ja, tatsächlich hat das früh angefangen. Ich sag ja immer, ich bin ja nicht absichtlich Rebellin. Ich sag nicht, ich will der Rebellion willen Rebellin sein, weil ich das super finde, sondern das ist einfach irgendwie passiert, weil Du saßt mit Puppen gespielt. Nee, ich hatte immer Stofftiere in meinem Puppenwagen oder in dem Gefährt, was man da halt so mit sich rumgetragen hat.

Und ich weiß noch, dass meiner Oma, Gott hab sie selig oder welche Macht auch immer da oben, der war das immer peinlich, dass jetzt ihre Enkelin nicht mit den Puppen da langfährt, sondern dass da immer die ganze Armada an Stofftieren drin hockt. Also das war schon son Punkt, ich hab wahnsinnig gerne mit Autos gespielt, was jetzt keinen weiteren Einfluss auf meine Entwicklung hatte, aber es waren halt keine Puppen. Mhm. Ich hatte auch Puppen, aber die waren mir nie wichtig, die Stofftiere waren immer super. Also das war schon mal das 1., wo ich's anders gemacht hab, ohne dass mir das natürlich damals in irgendeiner Form aufgefallen ist.

Na ja, und vielleicht kannst Du auch dieses ich will nicht draußen mit den anderen sein schon dazu zählen. Ich hatte nie, soweit ich mich erinnern kann, einen großen Freundeskreis. So diese Nummer mit Clique und alle zusammen und so hatt ich nie. Ich hatte Freunde und Freundinnen, Gott sei Dank, natürlich, richtig, aber nie viele. Und grade Schulzeit natürlich immer schwierig, ne, da Es gab ja immer, ne, es gab's bei euch bestimmt auch, die Elite, die dann vorgegeben hat, was man wie zu tun hat.

Mhm. In meiner Zeit war das, gab's eine Phase von beigefarbene 5 0 1 Jeans und rot weiß karierte Blusen, also für uns Mädchen und Frauen. Eine gruselige Kombination. Ich kann heute 0 verstehen, wie ich das damals toll fand, aber das hatten die alle an. Das war so die Uniform.

Und ich hab mir das auch gekauft. Es, also wenn ich da drandecke, es muss furchtbar ausgesehen haben. Das Das war so Mitte Achtziger, oder? Kann das sein? Ja, also ja Ende Achtziger.

Ich bin 88 aufs Gymnasium gekommen und es muss dann irgendwann danach war diese Ja, also gruselig. Also nein, warum? Ich würd mich gerne schütteln damals und würd mich gerne fragen, warum, also ich weiß, warum ich das angezogen hab. Ich wollt halt dazugehören zu den tollen. Mhm.

Aber hey, doch nicht mit beigen Jeans, wirklich nicht. Aber das ist ja quasi noch so die Vorrebellionsphrase, nenn ich's jetzt mal. Ja. Da bist Du noch in den beigen Jeans und in den gemusterten Blusen, aber irgendwie Na, eben Damals fandest Du's wahrscheinlich auch gut, aber irgendwie heute wär das Also ich glaub, ich fand's nicht mal damals gut. Ich hab mir eingeredet, dass ich's gut finde, wenn's die anderen halt hatten und toll fanden und dann musste ich's dann auch toll finden, ne.

Aber ich glaube, ich fand's damals schon nicht gut. Wenn Du so auf die Schuljahr 1 bis 6 blickst, weil Du jetzt eben schon beim Abitur warst, deswegen oder in die in die gymnasiale Stufe gewechselt bist sozusagen in der Geschichte, möcht ich noch mal kurz darauf reflektieren, Schuljahr 1 bis 6, was warst Du für eine Schülerin? Warst Du eher laut, warst Du eher leise? Wie wie wie warst Du so als als Schülerin? Und fiel dir Schule leicht oder war Schule eher eine Last?

Weder noch würd ich jetzt mal behaupten. Also so die ersten Jahre hab ich nur sehr schnell festgestellt, dass ich mit Zahlen überhaupt nicht umgehen kann. Also Mathe war von Anfang an 'n Problem für mich oder generell Naturwissenschaften, wobei Du natürlich in der frühen Zeit erst mal nur Mathe hattest. Das ging nicht. Ich konnt es nicht.

Ich erinner mich noch, wie wir dieses dämlichen Spielchen gemacht haben, dass Du beim Einmaleins, alle müssen aufstehen und wer die richtige Antwort hatte, durfte sich hinsetzen oder umgekehrt, was weiß ich, aufstehen und hinsetzen, irgendwie so. Ich war immer bei den Letzten, die aufgestanden ist oder sich hingesetzt hat, wie Rom auch immer es dann war. Ich konnt's nicht. Also Mathe konnt ich noch nie, aber das war son, ich hab's gemerkt und hab dann gedacht, ja, kann ich jetzt auch nicht ändern. Und der Rest war ja noch sehr, sehr spielerisch.

Also das war, so Schule war so, das macht man halt, das ist so, da gibt's keinen Weg dran vorbei, das war jetzt nicht sonderlich schlimm, das war nicht sonderlich schön. Das war einfach son, ja, das füllt so meinen Tag oder mein Vormittag damals ja nur. Mehr war das in der Grundschule zumindest nicht. Ich glaube, dieses Bewusstsein dafür, was das bedeutet und bedeuten sollte und aber vielleicht nicht bedeuten kann und so weiter. Das ist alles erst später entstanden.

Mhm, okay. Dann würde ich trotzdem noch mal auf diesen Punkt kommen, Rebellion seit immer, heißt ja quasi Rebellin intrinsisch seit immer, aber so richtig geoutete Rebellen erst seit irgendwann, so, ja. Da gibt's ja irgendwann 'n Punkt, wo Du den den beigefarbenen 5 0 1 entwachsen bist und gedacht hast, nee, ich zieh jetzt mal irgendwie 'n bunten Ruck an oder was weiß ich was, ja, schwarze Sachen oder sonst was. Also irgendwas, was eben nicht dem Mainstream entspricht. Kannst Du dich an dem Moment erinnern?

Wann war das ungefähr so? War das in dem Alter oder später, früher? Wie wie war das? Es waren grüne Dogs mit Stahlkappen. So viel kann ich dir sagen.

Ich kann das zeitlich nicht mehr einordnen, weil das Ich weiß, es war Gymnasium, aber wann genau, weiß nimmer, aber ich weiß, es waren grüne Docks mit Stahlkappen. Die hat meine damalige Mathelehrerin als Clownsschuhe bezeichnet. Und also wenn man das mal ganz genau unter die Lupe nimmt, dann war auch das nicht wirklich eine Rebellion, weil ich hab es ja nicht selbst erfunden. Das war halt diese Punkphase oder dieser Punk Part an Menschen, die eben dann, weiß ich nicht, Mercedes Sterne den Hals trugen. Ich hatte auch 'n Mercedes Stern, aber ich hab den nicht abgebrochen, hab ich mich nämlich nicht getraut.

Ich hab meinen Vater gefragt, weil der jemanden im Autohaus kannte und meinte, ey, kannst Du, Papa, kannst Du mir nicht son Ding besorgen? Also so rebellisch war ich dann auch wieder nicht unterwegs. Ich glaube, das war immer son bisschen der Wunsch, irgendwo dazuzugehören und gleichzeitig aber auch schon dieses, na ja, aber wenn dazugehören, dann halt vielleicht nicht zum ganz großen Teil. Also das war so die 1. Die 1.

Richtung mit meinem grünen Dock son bisschen anders aufzutreten als jetzt das das durchschnittliche Mädchen mit, keine Ahnung, wie alt war ich da? 11, 12, 13, so was rum. Und dann mit 13 fing der Fußball an. Da bin ich zum ersten Mal, also ich bin mit 11 mit meinem Papa zum ersten Mal im Stadion gewesen. Das war nicht so toll, dass ich dann so mit 13 angefangen hab, so mit Dauerkarte und diesem ganzen Kram.

Im Wildpark? Im Wildpark Stadion in Karlsruhe, jawohl, beim Karlsruher Sportclub. Und das war viele, viele, viele Jahre eigentlich mein Lebensinhalt. Meine Mutter hat's gehasst, wenn ich mit meinem Vater morgens am Frühstückstisch über die letzten Ergebnisse der Bundesliga philosophiert hab und sie nie mitreden konnte und wollte. Und klar, für 'n Mädchen, für eine Frau war Fußball in dieser Zeit, also wenn ich mir überleg, dass ich neunzehnhundertachtundachtzig mein erstes Spiel gesehen hab und eben ab, weiß nicht, 93 oder so dann eben meine Dauerkarte hatte, da waren noch nicht so viele Frauen im Stadion und da waren vor allem nicht so viele Frauen so leidenschaftlich mit am Start.

Und Frauen waren noch längst nicht so akzeptiert, wie sie das heute sind, obwohl sie's heute immer noch nicht in ganz großen ganz großen Stil sind. Aber damals war das ja son, was hast Du hier zu suchen, Ding. Also war schon alles nicht so einfach. Aber das war das 1. Mal, dass ich, also vielleicht, deine Frage andersrum zu beantworten, das 1.

Mal, dass ich das Gefühl hatte, da könnt ich jetzt hingehören. Weil in der Schule hab ich nie dazugehört, nie hingehört. Mhm. Und diese Punkphase war auch nie wirklich ernst gemeint, weil die Musik hat mich gar nicht so sehr interessiert. Und dann kam der Fußball und das war das 1.

Mal, zumal Du ja im Stadion natürlich auch ein wahnsinniges Gemeinschaftsgefühl hast. Klar, Fans untereinander, das gibt einfach viel. Das war das 1. Mal, wo ich gesagt hab, ja, da bin ich richtig, da will ich auch bleiben. Und das hab ich dann ja auch über 30 Jahre getan.

Mhm. War das jetzt quasi so, dass dieses, ich bin in der Schule nie so richtig, ich gehör so nie so richtig dazu, aber jetzt in dieser Fangruppe, da ist das sozusagen on the fly passiert das. Ich bin da mittendrin, wir freuen uns zusammen beim Tor, wir fahren zu Auswärtsspielen. Wir sind einfach eine Großcrowd, die alle genau das gleiche Mindset haben und ich bin mittendrin, ja. War das quasi sowieso sone, war das son eine Erkenntnis, die dann kam?

Oder hattest Du vorher, vor dem Fußball auch schon in der Schule das Bewusstsein, ich will da, ich gehör da irgendwie nicht dazu und ich möchte das auch nicht, oder? Also mir, ich bin immer noch son bisschen auf der Suche nach dem Punkt, wo 'n junger Mensch merkt, ich bin irgendwie anders im Sinne von, ich gehör da jetzt nicht dazu. Und das spitzt sich eigentlich dann für mich in eine Heldenreise zu der Frage, war das für dich jetzt quasi 'n Painpoint oder war das einfach nur sozusagen 'n Bewusstsein? Das ist ja beides möglich, ne. Ich weiß.

Ich mein, ich kenn ja die Heldenreise oder die Methodik. Und ich hatte diesen Erweckungsruf, dass ich jetzt auf die große Reise geh, hatt ich da noch nicht. Ich glaube, mir ist erst viel, viel, viel später bewusst geworden, wie das eigentlich alles war, weil für mich war's immer so. Ich hatte ja nie dieses, oh, es war alles toll. Ich hatte wahnsinnig viele Freunde und Freundinnen und super und auf einmal war das alles nicht mehr so.

Ich kannte es ja nicht anders. Ich kannte Schule und drumrum nur mit, es gibt nicht viele, die mich da dazu zählen, die mich irgendwie dabeihaben wollen und so. Es gibt ein Paar, sonst wär's mir, glaub ich, früher aufgefallen, dass da irgendwie was anders ist. Aber es waren nie viele und es war auch son, wie soll ich 'n sagen? Du hast die diese Dynamiken in der Schule einfach.

Du hast dieses, da gibt's die tollen, da gibt's die Komischen, dann gibt's die Nerds, dann gibt's die mitm Metal Shirt, dann gibt's die mit dem Lederkoffer, die schon irgendwie damals schon auf Business gespielt haben und ne, so, da gab's halt diese Grüppchen. Mhm. Und ich war da irgendwo dazwischen und bin da halt son bisschen rumgeeiert. Also es gab diesen Punkt lange nicht. Ich mein, den gab's dann irgendwann schon, aber der kam erst relativ spät, 10., 11., da ich weiß nicht mehr, wann das war, aber Mhm.

Da gab's natürlich meinen meinen großen Punkt mal, der praktisch mein Leben geprägt hat, auch wenn mir das auch erst seit wenigen Jahren bewusst ist. Ja, das war natürlich auch noch Schule. Mhm. Hast Du hast Du irgendwann mal sozusagen das systematisch reflektiert? Bist Du mal eine Therapie gegangen oder hast Du mal irgendwie meditiert oder keine Ahnung, irgendwas anders gemacht?

Weil Du ja jetzt schon mehrfach gesagt hast, ich weiß das erst seit 'n paar Jahren und ich hab weiß das auch erst seit 'n paar Jahren. Gab's dann irgendwann so einen Punkt, an dem Du gesagt hast, ich will jetzt mal rückwärts in meiner Vita die Dinge durchleuchten oder ist es quasi automatisch passiert? Das gab es, das war Zufall. Ich mache ja, ich arbeite ja eigentlich als diejenige auf der Seite, die Personal Branding für andere entwickelt. Und habe das aber dann irgendwann mit 'ner Bekannten von mir auch gemacht und hab gesagt, hey, Du bietest es doch ähnlich an.

Ich würde das gerne mal selbst durchmachen, damit ich mal verstehe, was auf der anderen Seite passiert. Was passiert, wenn mich jemand diese Dinge fragt? Wenn jemand bei mir versucht, meine meinen Markenkern rauszufinden? Mhm. Und dann hab ich das gemacht mit der lieben Irina.

Und die Irina hat dann ein paar, wie ich heute weiß, recht klassische Übungen mit mir gemacht. Ich kannte die da noch gar nicht. Für mich war das sehr erhellend. Die hat nämlich irgendwann zu mir gesagt, so, pass mal auf, wir gehen jetzt mal zurück in der Zeit, ähnlich wie Du das grade gemacht hast und schreiben mal auf die und die, die Du da so hattest. Die besten Sachen, die schlimmsten Sachen.

Und dann ging das, ich fass das mal son bisschen zusammen, dann ging das so in Jahrzehnte gepackt, okay, was war da? Das Schlimmste, da das Schlimmste, da das Schlimmste. Und am Schluss hat sie gemeint, so, jetzt fasst Du das in ein Big Picture, in einen Satz zusammen, was dein negatives Big Picture ist. Und das Gleiche haben wir dann mit den positiven Dingen auch gemacht, wobei der Mensch ja so gebaut ist, dass die negativen Dinge natürlich immer viel gewaltiger sind und viel tiefer greifen. Das stimmt.

Deswegen hat mir das mehr geholfen, darauf zu gucken. Mhm. Und das war eben vor ein paar Jahren, ich müsste jetzt nachschauen, wann das war. Und das war das 1. Mal, dass ich begriffen hab, was ich jetzt auch schon erzählt hab, ne, mit in dem Kindergarten und hier und die Schule, dass das mich wahnsinnig geprägt hat.

Mir war es nie aufgefallen, für mich war das halt meine Geschichte, ne, langweilig, hab doch nix zu erzählen. Und dann kam mir irgendwann, Moment mal, dieses Big Picture, wir haben das damals, die negative Version war, haben wir genannt, Du hast Macht über mich. Also von meiner Perspektive aus zu jemand anderem gesagt, wenn jemand Macht über mich hat, kriege ich sofort, wenn ich nur diesen Satz ausspreche, so ein furchtbares Gefühl von Ohnmacht, ohne, im wahrsten Sinne des Wortes ohne Macht und Klumpen im Bauch und ganz kalt wird's mir da, weil ich denke, ich will das nicht. Das fängt im Kleinen an, wenn Du jetzt zu mir sagst, morgen 12 will ich das Dokument von dir, dann denk ich, nö, warum? Weil Du dann die Macht über mich hast, mir das zu sagen.

Und das geht bis ins Große, dass mir ein Junge im Kindergarten den Rock anfasst oder dass, ne. Also diese kleinen Dinge, die großen Dinge ganz furchtbar und umgekehrt ins Positive übertragen, damit ich da jetzt natürlich nicht jeden Tag aufstehe und sag, das ist mein negatives Big Picture, haben wir das gewandelt in, ich werde gesehen und gehört. Und das ist genau das, wofür ich ja heute im Job auch kämpfe. Mhm. Weil ich will, dass ich als die gesehen werde, die ich bin und nicht beige 5 0 1, weil das halt alle anziehen.

Mhm. Diese Ohnmacht, wenn jemand, wenn Du das Gefühl hast, jemand ergreift in diesem Moment die Macht über dich, aus welchem Grund auch immer. Ist das sozusagen die Konsequenz aus 'nem hohen Drang nach Selbstbestimmtheit, nach Freiheit oder wo kommt das her? Habt ihr das rausgearbeitet? Würde mich jetzt tatsächlich mal interessieren.

Ich könnte das zurückführen auf etwas, was ich aus den Vereinigten Staaten kennengelernt hab. Da gibt es eine Schriftstellerin, Autorin, Gretchen Gruubin, die auch 'n Podcast hat, die sehr, sehr, sehr erfolgreich ist mit ihren Büchern. Und die hat ein 1 Persönlichkeit Framework entwickelt. Und darin gibt es ihrer Meinung nach 4 Arten von Menschen, ich mach jetzt mal sehr dicke Anführungszeichen drum rum. Und da geht es Erwartungshaltung und das find ich total spannend.

Ich hab die vor, lass mich nicht lügen, 11 Jahren, 12 Jahren kennengelernt und habe da ganz, ganz viel dazu gelesen und die sagt, es kommt 'n bisschen drauf an, wie die Menschen reagieren auf innere Erwartungen, also so was wie Neujahrsvorsätze, ich will aufhören zu rauchen, ich will 10 Kilo abnehmen und äußere Erwartungen, also das, was ich eben skizziert hab, ich brauche morgen von dir 12 das Dokument oder ich will, dass Du was auch immer tust. Und da gibt es die kleinste Gruppe, die nennt sich Rebel bei ihr, das hat jetzt aber mehr Zufall, dass ich jetzt mich auch so nenne. Das sind die, die innere und äußere Erwartungen so gar nicht leiden können. Und ich fall da total rein. Ich geborene dir 'n Beispiel, ich liebe Toffifee.

Also wenn irgendwer zuhört und mir 'n Gefallen tun will, schickt mir Toffifee. Oder schickt mir keine Toffifee, weil da liegt nämlich der Hase im Pfeffer. Mal angenommen, wir wären jetzt in einem Raum, wir beide und da läge eine Packung Toffifee und da wären vielleicht noch 5 Stück drin und Du, ich bin mit der Hand schon auf der Packung, ich würd die alle 5 essen. Und Du sagst zu mir, Du Sandra, ess doch diese 5 Toffifee. Ich ess die nicht.

Dann ist die Packung leer. Mhm. In dem Augenblick, Du könntest sie mir am Bändel wie die Karotte beim Hasen vor die Nase hängen. Verstehe. Ich ess die nicht.

Auf gar keinen Fall ess ich die. Du müsstest eher sagen, Du isst die jetzt nicht. Und dann würde ich denken, schlafen natürlich. Ess ich die. Esse bitte jetzt diese 5 Töpfefee nicht.

Zack, weg sind sie, ne. Genau so. Du bist, iss die bitte in den nächsten 30 Minuten, wär nicht angerührt. Nicht nicht bekannt. Ich hab die Systematik verstanden.

Da hab ich aber tatsächlich noch eine Anschlussfrage und schon hängen wir wieder im Skript. Das macht aber gar nichts. Ich find's megaspannend und auch megaschön und Dankeschön, dass Du das so offen auch teilst. Aber ich hab noch eine 1 sehr, ja, ich glaube schon, eine sehr wichtige Frage an der Stelle. Du sprichst ja jetzt immer von Druck von außen.

Ich finde übrigens auch die Oma mit der Erwartung, dass eine Puppe drin liegen muss, aber wahrscheinlich auch schon son Ding, unbewusst, ja? Von der kleinen Sandra. Unabhängig davon, dass Kuscheltiere fand ich jetzt auch süß, ne? Also egal. Anyway.

Aber die Frage ist, die ich jetzt habe, das ist ja immer Druck von außen, den Du beschreibst. Also ist die Toffi find ich? Gib mir das gegen Geschäftsbericht bis morgen, sei so oder sei so, zieh dich so oder zieh dich so an. Es ist dann die Gesellschaft, dein Gegenüber, wenn wir 2 in 'nem Raum sind, ich, der dir sozusagen dir von außen die Macht, über die ich übernimm. Mhm.

Passiert das auch bei dir selbst? Also die Frage, die ich mir jetzt stelle, ist, was ist denn, wenn Du zu dir sagst, Du Sandra, morgen früh stehst Du mal, mach 8 auf und mach's Bett. Also ich rede mit mir manchmal so, ich bespreche solche Dinge, ja. Ich sitz dann aufm Bett und denk, hab ich jetzt Lust, das zu machen? Du machst das jetzt.

Ja, im im am Morgen. So und dann ist es ja quasi sozusagen 'n intrinsischer Druck, der da entsteht. Du übernimmst dir selbst die Macht über das Tun. Wie ist Ja. Denn da?

Geht genauso wenig. Wenn ich zu mir sag, Du stehst jetzt aber morgen gefälligst 8 auf, dann werd ich entweder 7 oder 9 aufstehen. Einfach nur, damit ich nicht 8 Uhr stehe, so wie ich's von mir erwartet hab. Es gibt da nur eine Strategie, die funktioniert. Ich bin mit einem unglaublichen Durchsetzungswillen gesegnet, wenn ich etwas will.

Ich kann 'n Halbmarathon rennen, was ich mal getan hab. Da bin ich gestürzt und hatte offene Knie. Es war nicht weiter wild, aber es war auch unschön. Ich hätte diesen Halbmarathon auch auf einem Bein fertiggerannt. Ich, wenn ich mir was in den Kopf gesetzt hab, dann wird das passieren, egal wie.

Jeden Preis, wenn es mich betrifft, also ich geborene schon 8 auf andere, aber was mich betrifft, wenn das Bein ab ist, ist mir egal. Aber ich muss es wollen. Ich kann es nicht von mir erwarten. Das ist 'n 'n ganz feiner Unterschied, den kann ich schwer erklären, aber ich weiß ihn sofort. Also ich ich natürlich hab ich das schon so oft versucht, mir selber zu sagen, oh jetzt, mach mal.

Nee, ich mach dann eben nicht, es funktioniert nicht. Ich muss es selber wollen, dann geht's. Aber wie ich mich dazu bringe, etwas zu wollen, hab ich noch nicht rausgefunden. Okay, dann habe ich zu diesem Block sozusagen noch eine Abschlussfrage, die interessiert mich auch wahnsinnig. Und die ist, glaub ich, auch sehr auf 'ner Metaebene.

Deswegen weiß ich gar nicht, ob die jetzt schon gut positioniert ist. Wenn Du nicht magst, reden wir später drüber. Aber die Frage ist, Du hast ja dann irgendwann diesen Moment gehabt, an dem Du gemerkt hast, okay, dieses Dazu gehören ist nicht so mein Ding. Dann gab's diese Geschichte mit den Fußballfans, wo Du plötzlich in dieser Gruppe warst und das auch sich für dich gut angefühlt hat, weil eigentlich haben ja die Fußballspieler auch die Macht über dich übernommen. Heißt, haben sie gut gespielt an dem Tag, warst Du gut drauf?

Wenn Du 'n richtiger Fan bist, haben sie sie schlecht gespielt, hast dich geärgert, ja? Also Du konntest das ja nicht beeinflussen. Du warst in dieser Menge drin und Du hast mit denen gejubelt oder geweint, so, sag ich jetzt mal. Und das heißt, Du gibst Macht ab. Trotzdem hat sich's für dich gut angefühlt.

Also so hab ich das jetzt entnommen. Aber die Frage, die ich mir gestellt hab schon da zu dem Zeitpunkt, die zieht sich eigentlich dann durchs Leben durch, so wie ich das jetzt, wie wir das gleich aufarbeiten werden, ist, warum bist Du dann dann anders sein geblieben? Also wenn man irgendwann sich entscheidet, ich bin nicht Mainstream, ich bin jetzt anders, dann ist es ja nicht der leichte Weg. Das ist ja, also vermeintlich nicht der leichte Weg. Anders zu sein ist ja vermeintlich erst mal nicht Mainstream.

Du schwimmst nicht mit dem Strom und was es alles so für Formulierungen zu dem Thema gibt, aber ich glaube, Du weißt, was ich meine. Mhm. Was ist die Motivation dann zu sagen, ich will aber so sein, wie ich bin, weil ja, das bin ich halt? Es war keine Entscheidung. Also natürlich, natürlich ist es irgendwann eine Entscheidung.

Ich hätt ja genauso gut auch sagen können, ich mach's mir einfach und mach's wie die anderen. Aber es ist son, das geht nicht, das wäre gegen meine Natur. Ich glaube, das ist der Zeitpunkt, an dem ich mal die wichtigste Geschichte erzähle, die in der Schule passiert ist, die ich auch immer wieder auf Vorträgen erzähle, weil sie einfach wahnsinnig gut aufn Punkt bringt, wie so meine Schulzeit war und wann ich verstanden habe, dass ich wirklich anders bin. Weil manchmal denkt man das ja auch nur, also anders jetzt nicht im positiven Sinn, sondern eben, ich bin irgendwie nicht wie die anderen, das irgendwie seltsam. Mhm.

Das fand statt. Ich weiß die Klasse nicht mehr ganz genau. Was ich aber noch weiß, ist, es war eine Deutschstunde, das vielleicht war das 11. Klasse, irgendwas zwischen 10 und 13. Also Mhm.

Schon, sag ich mal, jugendlich, kein Kind mehr. Und unsere Aufgabe vom Deutschlehrer war, wir haben eine Lektüre gelesen, auch an die kann ich mich nicht erinnern, aber der Deutschlehrer hat an die Tafel geschrieben, 10 Charaktereigenschaften der Hauptperson Und meinte dann, er würde uns bitten, an die Tafel zu gehen und einen Strich an die Tafel zu machen bei der Eigenschaft, von der wir denken, das wäre die passendste, die am besten beschreibendste für diese Person. Alle sind aufgestanden, sind an die Tafel und haben ihren einen Strich gemacht. Sandra ist aufgestanden und hat bei allen 10 einen Strich gemacht, kollektives Augenrollen im Klassenzimmer, Lehrer inklusive. Ich hab das nicht gemacht, weil ich's anders machen wollte.

Ich hab das nicht gemacht, zu rebellieren oder zu boykottieren oder mich als was Besonderes rauszustellen. Könnte man vermuten, so nach dem Motto, ja, Dieter Dieter. Ich hab das, ich hab da drüber nachgedacht über diese Aufgabe. Und dann ging mein Hirn, na ja, er könnt ja aber auch das und das ist er eigentlich auch. Und in der Situation war er ja so, also hab ich mir was beigedacht.

Das Ergebnis war 10 Striche. Nach dieser Stunde, als ich ja, also dieses Augenrollen war ja schon hörbar, das war hörbar, fühlbar, sichtbar. Nach der Stunde kam mein Klassenkamerad Sebastian zu mir und meinte dann zu mir, weißt Du, Sandra, dich mag hier niemand. Du machst es ja immer anders. Mhm.

Und ich sag mal so, heute kannst Du mir so was sagen und dann find ich das immer noch schade, aber dann juckt mich das relativ wenig, weil ich das kenn. Aber in der Schule war das halt echt schwer. Also das war schon hart, das so zu hören, ins Gesicht gesagt zu bekommen, gut, ich mag ja übrigens niemand. Du machst es ja immer anders. Und da hab ich echt lang drüber nachgedacht.

Zum einen war das Augenöffnend, also ich bin Sebastian eigentlich immer noch dankbar, dass er der war, der es dann halt mal ausgesprochen hat, was alle gedacht haben. Mhm. Weil ich da verstanden hab, okay, ich bild mir das nicht ein und okay, es ist wohl wirklich so. Das hat mir irgendwie schon auch geholfen. Auf der anderen Seite war das halt auch sone Gewissheit, wo Du dann echt denkst, obola, irgendwie, wie geh ich denn jetzt damit Sone Art Befund plötzlich, ne, die Ja, genau.

Ausgesprochen war, ja. Ja, genau, sone Wahrheit, die irgendwie so über mir geschwebt ist und dann eben, genau, ausgesprochen war. Und ich habe dann, na ja, ich hab jetzt ja auch nicht gesagt, na ja, gut, dann ist es so. Ich musste das ja erst mal verstehen, was bedeutet das jetzt und so weiter und ne. Und das war dann der Punkt, ich hab ja dann an vielen Stellen gemerkt, ja okay, wenn ich dazugehören will, dann muss ich halt irgendwie tun wie die anderen.

Dann muss ich halt eben doch beige Jeans anziehen. Und auch was die Schule angeht, also den Unterricht selbst, na ja, dann machst Du halt nur einen Strich, auch wenn Du denkst, es sind eben 10 richtig. Dann schreibst Du halt, was die Lehrer und Lehrerinnen hören wollen, damit das irgendwie funktioniert. Weil hätte ich meinen Stiefel durchgezogen, hätte ich ja im Leben keinen Abschluss gehabt. Ich hab 'n Abi mit 'nem mittel, guten Durchschnitt, das ist alles fein, nicht, dass ich das bräuchte, aber ich hab ihn nun mal gemacht.

Ich hätte den nicht geschafft, nicht mal ansatzweise, wenn ich einfach weitergemacht hätte mit, ich bin aber ich. Mhm. Und dann zu verstehen, dieses Anpassen bringt mir den Erfolg vermeintlich oder in dem Fall tatsächlich, aber da könnt man übers Bildungssystem nachdenken. Mhm. Das war dann natürlich auch sone Sache.

Ich hab das danach dann, ich hab verstanden, okay, das funktioniert. Das war innerlich 'n bisschen blöd und das war auch irgendwie anstrengend, aber na ja, wenn ihr das so haben wollt, könnt ihr das so haben. Mhm. Und dann hab ich das nach der Schule weitergemacht. Ich bin in die Werbeagentur gegangen und hab gedacht, wow, ist alles so kreativ, das ist so toll.

Hier kann ich ja jetzt endlich ich selber sein. Hier kann ich hier kann ich jetzt anders sein. Mhm. Neunzehnhundertsiebenundneunzig hab ich hier stehen schon was. Genau.

Richtig, das war mein erster Schritt in die Werbeagentur. Ich dachte, jetzt ist alles super, jetzt ist alles gut für immer, weil Werbeagentur die kreative Welt. Er hair am Arsch auf gut Deutsch. Anders denken war da toll. Kreativ denken, Kampagnen entwickeln, andere Wege finden, ja, das war gefragt.

Anders sein auf gar keinen Fall. Mhm. Ich war diejenige, die pünktlich gegangen ist abends und ich kann dir sagen, in der Werbeagentur bist Du damit sehr alleine. Alle Nachtschichten, alle lang geblieben, alle haben zusammengehört, weil sie ja zusammen lang geblieben sind. Ich dachte, na ja, ich bin hier ganz frisch im Job, ich bin nach Hause.

Also ich war jetzt Anfang 20. Ja, dann fing irgendwer an aufzuschreiben, wann ich denn nach Hause geh, dem Chef mal zu zeigen, ne, die meint's aber nicht ernst. Die geht ja immer pünktlich, das musst Du dir mal vorstellen. Mhm. So war das damals.

Also hab ich ja wieder nicht dazu gehört. Ja, was machst Du? Du bleibst halt lang. Ich bin lang geblieben, damit ich dazugehöre und hatte so dieses Gefühl von, oh ja, wir alle. Und war dann wieder zerrissen in diesem, okay, anpassen bringt mir wohl den Erfolg, aber eigentlich bin ich nicht so.

Was ist 'n jetzt gut? Was ist richtig? Und ich hab viele, viele, viele Jahre gebraucht, zu verstehen, dass ich mir als wer bin ich wichtiger bin, als dieser Erfolg in Anführungszeichen beieinander zuzugehören. Und das hat sich dann erst aufgelöst, als ich mich selbstständig gemacht hab, als ich das nicht mehr hatte, diesen Druck von andere erwarten, wann Du kommst, wann Du gehst, was Du machst, wie Du arbeitest, was Du zu Mittag isst, was Du anhast, Katastrophe. Mhm.

Also kann ich komplett nachvollziehen, versteh ich total gut und es passt irgendwie auch genau zu der Geschichte bis dahin. Bei uns ist es tatsächlich so, also ich hatte grade son Rebellenmoment bei mir, ja, das mal son bisschen zu uns zu übertragen, weil wir als Agentur, ich habe ja die Agentur neunzehnhundertachtundneunzig gegründet, also ungefähr zeitgleich. Und ich hab von Anfang an gesagt und das ist bis heute unser Prinzip, wir haben ganz strikte strikte Arbeitszeiten und da gibt es keine Überstunden, also so gut wie keine. Wir hatten im letzten Jahr, glaube ich, mit 'nem 20 Mann Team, ich glaube im Jahr in in Summe in toto über alle 20 Überstunden, glaube ich. Also quasi 1 Roman.

Das heißt, bei uns ist 16 Uhr 30 Amts Feierabend und freitags 14 Uhr 30 nicht, weil wir faul sind, sondern weil wir entsprechend früh anfangen und weil wir unsere Kunden so konditioniert haben. Was ich damit nur sagen will, ist, eigentlich hab ich das mit dieser Rebellion auch durchgezogen, weil natürlich Nine to five oder im im im Marketingagenturenbereich ja eigentlich. State of the Advartware. Also das heißt, Du fängst 10 Uhr morgens an und bleibst irgendwie nachts auch bis 10. Und das war bei uns nie.

Und deswegen fühle ich mich jetzt grade wie son kleiner Rebell, ja. Das das das finde ich schon ganz cool. Ich würd noch einmal gerne auf dieses Ding gehen mit, dich mag hier niemand, weil das hab ich auch in deiner Vita gelesen. Also das ist schon 'n Satz, der dich sehr geprägt hat. Aber ich find's megastart, das wollt ich noch mal auch für euch Bronzen rausarbeiten, dass Du direkt im Satz danach gesagt hast, ich bin dem Sebastian eigentlich im Nachhinein fast dafür dankbar, weil er sone Art Mentor war, weil und das finde ich auch, ist 'n wichtiger Appell an der Stelle.

Wenn son Gefühl da ist, dass jemand sich absondert oder jemand anders ist und man sagt das achtsam, so achtsam ist dann irgendwie geht in dem Alter und in der damaligen Zeit, aber man geht jetzt nicht hin und macht das irgendwie, bringt den Menschen Diskredit oder so was und sagt dem einfach, hier Du bist hier irgendwie anders und das mag hier keiner, dann ist das manchmal sogar auch 'n Brustlöser. Also sprich son bisschen Appell auch, sprich doch einfach die Wahrheit aus. Vielleicht nicht so hart, wie's manchmal ist, aber und achtsam formuliert, aber ich find's megawichtig und auch schön von dir, dass Du sagst, im Nachhinein bin ich dem eigentlich dafür dankbar, ja, weil endlich wurde dieser Elefanten ausm Raum geräumt Mhm. Und mir auch selbst klar, ja okay, ich bin auch anders, ne. Und ich post damit vielleicht auch bei den anderen an und ja, also genau diese Auflösung der Situation fand ich total schön an der Stelle.

Jetzt ist ja diese Zeit, die haben wir jetzt son bisschen übersprungen. Also wir haben jetzt sehr auf deine Karriere, auf deine schulische Laufbahn reflektiert. Jetzt ist ja diese Zeit, so sagen wir mal zwischen elfter Klasse und ich fang in der Werbeagentur an, auch die Zeit, in der man zum ersten Mal mit Geld in Berührung kommt, meistens mit irgendwelchen Ferien Jobs, anderen Jobs, die man macht oder so. A und b auch die, in der man in irgendeiner Form andere Menschen findet auf eine plötzlich andere Art, entweder Männer oder Frauen oder was auch immer, ja. Sprich so, Partnerschaftsgeschichten beginnen ja da.

Wie war das bei dir? War das auch anders im Sinne von, Du hast dich dafür mehr zurückgezogen oder sagst Du, nee, das war eigentlich komplett normal? Was immer normal ist, aber ja. Es war, wie die anderen das auch gemacht haben und ich hab auch da jetzt nicht das Gefühl gehabt, oh, ich mach das jetzt halt, wenn man das so macht. Mhm.

Da hab ich, glaub ich, gar nicht drüber nachgedacht. Also dadurch, dass das irgendwie sich automatisch ergeben hab hat, wahrscheinlich hab ich das deswegen auch so genossen, weil's mir nicht anders lief, sondern weil's mal wirklich Die Frage die Frage, die ich aufm Zettel stehen hab, die mich wirklich brennend interessiert jetzt ist, war dein erster Partner, Partnerin, war das zum das 1. 'n Fan? Kam das aus der Fanszene oder war das dann doch irgendwie anders? Nee, das war anders.

Jetzt muss ich das zeitlich einordnen, weil ich bin ja wirklich relativ früh zum Fußball gekommen. Aber war das vorher? Oha. Das wird jetzt schwierig. Okay, warte, ich muss nachdenken.

Ich war mit 13, ab 13 ungefähr beim Fußball, also es muss zeitlich gewesen sein, aber der hatte tatsächlich rein gar nichts mit, also nur ansatzweise mit dem Fußball irgendwas am Hut und ich kannte den nicht von dort. Das war einfach irgendwie die das Rummenom, was wir da so hatten. Wir waren relativ viel bei uns im Gemeindezentrum, jetzt nicht, weil ich so noch nicht christlich oder kirchlich unterwegs gewesen wäre, sondern weil das eben war. Mhm. Da konnten wir Indiaka spielen und ne, was man da halt so gemacht hat.

Und Der war ja sonntags hattest Du die Menschen, die Du kennengelernt hast damals, Du hattest kein Handy, Du hattest kein Internet. Wir sind ja alt, wir kannten das alles nicht Genau. In unserer Kindheit. Also Du bist viel, viel jünger als ich, möcht dich gerne an der Stelle betonen, aber ich weiß, was Du meinst, ja. Und von daher gab's gar nicht so viel Möglichkeiten.

Also das war dann eben entweder Hobby oder halt irgendwie der Nachbar oder keine Ahnung aus der Schule. Und das war, ja, also das war so normal, wie etwas nur normal sein kann, völliger Durchschnitt. Okay. Letzte Frage noch mal zu diesem Blog. Bist zu dem Punkt, an dem Du dann sagen, indem wir jetzt mal 'n bisschen auf deine berufliche Karriere reflektieren und Du auch dann volljährig warst, erwachsen warst, groß sozusagen, ja, den Kinder schon entwachsen warst.

Würd mich noch mal interessieren, auf dieser ganzen Strecke, die wir besprochen haben, von dem kleinen Mädchen mit dem hochgehobenen Rock bis, also was ihr schon so intern son bisschen gegen die gegen die Natur ging, über die Schule, über dieses, ich mag hier niemand. Wie wie ja, wie war da die Position deiner Eltern? Also hast Du so was mit deinen Eltern besprochen oder in der Familie besprochen? Haben die dir das Gefühl gegeben, Du bist so richtig, wie Du bist? Oder habt ihr da gar nicht drüber gesprochen?

Wir haben kaum drüber gesprochen. Ich glaube, das war son son, so macht man das halt. Du gehst halt in die Schule und am besten bringst Du auch gute Noten mit. Und Mhm. Die waren aber auch nicht weiter interessant.

Die schlechten Noten waren dann interessanter, also eher so nach dem Motto, da müsste man jetzt was tun, da brauchst Du vielleicht Nachhilfe. Also jetzt auch nicht helfend, sondern eher so, aha, die Mathenote ist aber schlecht, jetzt müsstest Du halt mal gucken, dass das funktioniert. Aha. Ansonsten, wie soll ich das beschreiben? Ich hatte, würd ich jetzt mal behaupten wollen, eine privilegierte und behütete Kindheit, Weil mir nicht wirklich irgendjemand irgendwie zu nah oder blöd kam.

Also das liegt einfach an, wie ich aufgewachsen bin. Das war son typisch deutsches Dorf. Da gab's nichts, was dem irgendwie entgegenstand. Alle haben alles gemacht, wie man eben so denkt. Alle waren weiß, alle waren deutsch, alle, ne, also wirklich so hochprivilegiert und und völlig ja, einheitsbrei, würd ich mal sagen.

Mhm. Und und von daher bin ich auf der einen Seite meinen Eltern sehr, sehr dankbar, dass sie mir relativ viel Freiheiten gelassen haben, grade im jugendlichen Alter. Also ich durfte auf Partys gehen und es hat halt geheißen, okay, Du bist 10 zu Hause, Du bist 11 zu Hause, Du bist heute noch zu Hause, ruf an, wenn was ist, so das Übliche. Das war toll, das hab ich genossen, weil ich da nie das Gefühl hatte, ich müsste jetzt heimlich irgendwas tun. Umgekehrt gab es diese, ich nenn's mal Freiheit, eben in allem.

Also es war einfach so und ja, mach halt. Und ja, also Also Freiheit in dem Alter geht ja oft einher auch mit Führungslosigkeit und auch mit Genau. Orientierungslosigkeit und auch mit fehlendem Halt. Ja. Das hab ich sehr häufig in den Gesprächen, dass man dann merkt, okay, eine gewisse Stringenz in der Erziehung oder beziehungsweise einfach auch 'n Interesse am Leben des eigenen Kindes ist dann oft nicht da.

Das merkt man dann. Also es ist nicht, dass die Eltern uninteressiert sind oder ihr Kind nicht lieben, aber sie geben ihm die Freiheit. Im Kindesalter nimmt man's dann wahr als, boah, ich kann machen, was ich will, voll geil, ja. Mhm. Ich kann auf die Party gehen, es wird nicht länger kontrolliert.

Die Eckdaten, die Leitplanken werden aufgestellt, 12 bist Du zu Hause und wenn Du das machst, darfst Du nächste Woche wieder gehen. Ja. So. Aber es ist natürlich trotzdem auch nicht irgendwie entwicklungsfördernd im Sinne von man tauscht sich aus, man hat eine andere Perspektive und so, ne. Ja.

Aber ich glaube ganz ehrlich, deinen Eltern nicht zu nahe zu treten an der Stelle, das glaube ich, ist auch das Erziehungsmodell diese Zeit gewesen. Auf jeden Fall. Bin sehr froh, dass es heute, glaube ich, anders ist. Also ich red mit meinen Kindern, die sind jetzt auch schon groß und meine große Tochter ist 27, die kleine 19, aber trotzdem, wir reden oft also auch über Dinge und reflektieren die gemeinsam und so und was was versuche ich zu machen. Das war halt einfach damals so.

Okay, lass uns mal 'n Stück weitergehen. Jetzt bist Du in der Werbeagentur angekommen. Du hast dich dann auch diesen Restriktionen unterworfen, sprich, Du bist lange geblieben und so weiter. Bist Du zu dem Zeitpunkt immer noch zum KSC gegangen? Mhm.

Ja. Und Frage, gehst Du jetzt zur Vomatia Worms oder bist Du immer noch KSC Fan? Ich, also ich relativ neu in Worms war, gab's mal tatsächlich witzigerweise, was 'n Zufall, 'n Freundschaftsspiel zwischen Worms und dem KSC. Da bin ich natürlich hingegangen mit meinem Papa zusammen. Ich habe es noch versucht, durchzuziehen, sagen wir's mal so.

Ich hab ja viele, viele Jahre das Stadionmagazin für den KSC geschrieben von 2003 bis 2020, 17 Jahre lang. Mhm. Und hab auch 'n Buch über den KSC geschrieben und konnte mir nie vorstellen, dass das mal Darfste gerne mal pitchen? Wie heißt das? 111 Gründe, den Karlsruher SC zu lieben.

Das ist eine ganze Serie, die gibt's irgendwie gefühlt über jeden einzelnen Klub in Deutschland und Ja, genau. Wir sind 1 davon. Das war, ach, es war 'n großartiges Projekt. Das war toll. Weißt Du auch warum?

Weil man mir gesagt hat, es war das war sportlich im wahrsten Sinne des Wortes, was den Zeithorizont anging. Ich bekam das Ganze nämlich 1 Septembers und dann hieß es, bis im Dezember muss das Ding fertig sein. Aha. Und da, wow, okay, dann fang ich mal an. Ja.

Das war aber alles. Ich wusste, ich brauche einhundertelf Gründe in diesem Buch, damit der Titel irgendwie dazu passt. Alles andere blieb mir überlassen. Das war toll. Aber wenn man so tief mit diesem Verein verankert ist, dann sollten die einhundertelf Gründe machbar sein in Deutschland.

Es fiel mir leicht und das war toll, weil ich eben keinerlei Rahmen hatte, sondern wirklich machen konnte, wie ich wollte. Und dann bin ich 2015 nach Worms gegangen und habe dann immer noch eine ganze Weile, ne, strikt zum Heimspiel mich in mein Auto gesetzt und bin nach Karlsruhe gefahren, wurde irgendwann mal gefragt mit meinem Warmser Kennzeichen, warum ich jetzt aus Wolfsburg hierher käme. Da dacht ich, lern Du erst mal Kennzeichen, dann können wir weiterreden. Und muss dann aber gestehen und das ging alles so Hand in Hand. Dann kam die Coronazeit, es kamen die Geisterspiele, es gab gar keine Zuschauenden im Stadion.

Mhm. Das heißt, ich blieb dann zu Hause und hab festgestellt, ha, das ist auch ganz schön. Also einfach dieses, ich muss nicht am Freitagabend eine Stunde hinfahren. Wenn halb 9 das Spiel anfängt, bin ich, weiß ich nicht, 12 wieder zu Hause, bis ich die Stunde wieder zurückgefahren bin und nach dem Spiel und es dauert ja alles ewig. Und hab dann irgendwann festgestellt, na ja, geht so.

Also muss ich nicht mehr so unbedingt haben. Hatte aber da noch ganz schlimme Angst davor, weil mich das ja über Jahrzehnte definiert hat. Mhm. Und dann hab ich durch diese Pause und den Abstand, der mir da aufgezwungen wurde, verstanden, was fürn dreckiges Geschäft der Fußball ist, also zumindest der Herrenfußball in Deutschland und Europa und der Welt. Mhm.

Und dann hab ich das mit meinen Werten verglichen und habe angefangen zu denken und das sollte man nicht immer tun, jedenfalls in soner Situation nicht, weil ich dann festgestellt hab, das geht nicht einher mit dem, was ich gut find. Mhm. Und mit was ich mich identifizieren kann. Und der Fußball war's nicht, weil ich halt auch durch diese Arbeit am Stadionmagazin und durch die Kontakte, die ich hatte, so tiefe Einblicke bekommen hab in dieses Geschäft, in die Menschen, die da arbeiten und wie sie arbeiten. Es schüttelt mich immer noch.

Ich kann's nicht mehr, ich will nicht. Ich hab schon ganz viel dadrüber gelesen von anderen, denen's ähnlich geht, die sagen, sie können das immer noch, sie können's hassen und lieben, sie können den Sport toll finden und das Geschäft trotzdem trotzdem verteufeln. Mir fällt's wahnsinnig schwer. Ich hab auch die WM, ich hab, ohne Witz, also ich bin mit Fußball groß geworden. Ich habe bis 2 Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft nicht gewusst, dass eine Weltmeisterschaft stattfindet.

Ich hab mich so erschrocken, dachte, was ist 'n jetzt kaputt mit mir, mit diesem Fußballmädchen, was ich mal war? Es ist weg und ich find's nicht mehr wieder. Ich Zum Beispiel ja grade in der WM ja auch in den tatsächlich in den in den Mainstream Medien ausgebreitet wird. Also ich sag jetzt mal, das nächste Heimspiel des KSC, ohne dem KSC zu nahezutreten, mag den Verein, ist 'n Traditionsverein, spielt ja jetzt auch wieder gegen Wolfsburg in der gleichen Liga. Mag ich total, aber das kann man schon mal irgendwie verpassen in der Welt so, ja.

Aber jetzt eine WM und eine Weltmeisterschaft, das kriegt man eigentlich schon mit, aber Du hast das Thema wirklich dann konsequent ausgeblendet, ja. Ich hört ja, offensichtlich habe ich das sehr konsequent ausgeblendet. Das ist stimmt. Aber es ist mir schwer gefallen. Also weißt Du, wenn Du dich so viele Jahre und Jahrzehnte mit etwas identifiziert hast.

Mhm. Mir geht es heute noch so, wenn jemand anfängt, über Fußball zu reden, will ich mitreden. Ich will beweisen, dass ich Ahnung hab und das nicht zu tun, weil ich sag, ich bin ja gar nicht mehr drin und ich will, hab ja auch entschieden, dass ich das nicht mehr sein will. Mhm. Das ist immer noch schwer.

Es ist total faszinierend, aber es ist ja Die Zwerge, die sich noch anschließt, leben deine Eltern noch? Ja. Ja. Und wie hat dein Vater das verkraftet, dass Du abtrünnig wurdest, denn Ja, im wahrsten Sinne. Er ist am Anfang auch immer noch hin, hat dann aber irgendwann gesagt, es wird eben zu viel Aufwand und er wird natürlich ja auch nicht jünger und auch zu teuer, eine Dauerkarte zu kaufen.

Erst recht, wenn ich natürlich nicht jedes Spiel dabei bin und dann ist es irgendwann auch eine Rechnung von, wie oft geh ich hin? Lohnt sich das überhaupt noch? Er sucht sich jetzt die Spiele aus, die er gern sehen möchte, schickt mir auch immer nur Fotos davon. Ich glaube, er findet's schade. Mhm.

Kann ich mir vorstellen, er hat's nie ausgesprochen. Ich denke schon, das ist einfach son, weißt Du, sone Zeit, die war mal und die war schön. Ich will die auch nicht missen. Ich hab 'n Fußball aufn Abend tätowiert. Den werd ich jetzt nicht wegmachen.

Aber die Zeit ist vorbei und ich glaube, auch ich hab das ja, dieses Nostalgische, ach, schade und umgekehrt, aber diese vielen, diese wahnsinnig vielen schönen Erinnerungen, wahrscheinlich ist das son Mix aus, ja, schade und umgekehrt aber auch, wie soll ich denn sagen? Ich bin eigentlich auch ganz froh, dass ich nicht jede Woche zu meinem Vater sag, ja, auf jetzt, wir müssen ins Stadion, ne, weil auch er, ich mein, das ist alles anstrengend und ja. Ja. Also ich glaube, für deinen Vater ist das brutal gewesen. Bestimmt.

So viel, ihn zu versetzen. Und ich hab das gelernt, also das ist ja so zu formulieren, hab ich gelernt, als ich Mark John Strelecky live gesehen hab. Das ist ja der Typ von Das Café am Ende der Welt und diese ganzen philosophischen, pseudophilosophischen Bücher, die er da geschrieben hat, die schon sehr, sehr cool sind. Und der Typ ist in Leife noch mal eine Wucht mehr. Also der ist eine echte Wucht.

Und der hat was gesagt, das habe ich mir damals gemerkt und ich fand's unfassbar intensiv damals. Der hat gesagt, alles, was Du im Leben liebst, also mach dir 1 klar, hat er gesagt, alles, was Du im Leben liebst, endet irgendwann. Aha. Inklusive dem Leben selbst, ja. Und das ist keine Dystopie und das ist kein Diprill.

Ja. Und das ist keine Dystopie und das ist keine depressive Phase, sondern das ist einfach die Wahrheit. Ja. Ja. Und er hat das damals festgemacht am Beispiel five Hacks.

Er hatte 4 Töchter, glaub ich, oder 5. Und die kleinste hat ihm immer abends, bevor sie ins Bett gegangen ist, five Hacks gegeben. Also fünfmal gedrückt, ja. Ja. Und er hat gesagt, ja, es war so etabliert und es war schön und dann hat sie geschlafen, er hat ihr nur 'n Kuss gegeben und so.

Und irgendwann hat er gemerkt, sie möchte das nicht mehr. Sie sie ist aus dem Alter war, sonst sie hat's nicht mehr jeden Abend eingefordert und immer weniger. Und dann hat sie gesagt, es war unfassbar hart zu wissen, Freifax ist vorbei, ja. Ja. Und ich glaube, so ähnlich war's auch für deinen Vater.

Und deswegen glaube ich, es wär total schön, wenn Du ihm einfach noch mal, Du musst gar nicht zu ihm sagen, lass uns noch mal hingehen, sondern einfach mal sagst, was das für eine schöne Zeit war zusammen. Weil ich glaube, das hat ihn richtig gekickt. Also ich kann mir das so vorstellen und das ist ja eine vorstellen und das ist ja eine unfassbar intensive Vater Tochter Moment, der den ihr dann im Stadion habt. Mhm. Und der war halt dann irgendwann vorbei, aber so ist das Leben, ja.

Lass uns mal 'n Stückchen weitergehen. 97 begann der Weg in der Werbeagentur. Ja. Ja. Und uns mal 'n Stückchen weitergehen.

97 begann der Weg in der Werbeagentur. Du hast dich dann irgendwann angepasst, so weit waren wir eben schon mal. Und in meiner Vita, die ich hier so stakkatomäßig aufgeschrieben habe, warst Du dann 2008 oder wurdest Du dann zum Creative Director? Ist war das in der gleichen Agentur, Frau Gay? Jein, also ja, aber ich war zwischendrin woanders.

Ich bin wieder zurückgegangen in diese Agentur, in der ich schon mal 'n paar Jahre verbracht hatte. Jetzt musstest Du ja fachlich und persönlich sozusagen dich weiterentwickeln, auch dann Verantwortung zu übernehmen. Passte das so zu deinem intrinsischen Typ Mensch? Ging das? Das ging gut.

Ich sag ja immer, es gibt Menschen, die können unternehmerisch denken. Ich will das überhaupt nicht werten. Ich sag einfach nur, das gibt die Menschen, die können unternehmerisch denken und es gibt die, die können's nicht. Mhm. Und wenn Du angestellt bist und Du willst angestellt sein und willst es auch für immer sein und bist fein damit, dann wirst Du diesen Antrieb nicht haben, weiterzukommen im Sinne von, also natürlich willst Du befördert werden, willst mehr Geld haben und alles, ja.

Mhm. Aber Du hast nicht den Antrieb von etwas bewegen wollen oder wirklich da rauswachsen und selbst etwas schaffen oder ne so oder eine 1 Führungsrolle übernehmen, weil Du eben diese Verantwortung haben willst. Und für mich war das son, ja, will ich haben, kann ich auch, kann ich auch gut. Dass das dann bedeutet, dass ich nur noch und sag Flöhe hüte zwischen dem Chef über mir und den Leuten in Anführungszeichen unter mir irgendwie im Sandwich dazwischen zu gequetscht zu sein und überhaupt nichts Kreatives mehr zu machen, das hab ich halt nicht bedacht. Mhm.

Wenn Du jetzt mal guckst auf diese Situation und aus diese auf diese Jahre, also ich frage deswegen mit dem Hintergrund, weil Du ja ein sehr rebellischer Mensch bist, so sage ich's jetzt mal. Mir ist eben gerade das Wort wieder eingefallen, weil Du ja selbst auf Rebellin seit immer. Und Du in dieser Arbeit so diese Sandwichposition zwischen CEO und den ganzen Mitarbeitern, Du hast dann warst als Creative Director natürlich dann so in dieser Mittelposition. Gibt's irgendwas, was Du heute sagst im Nachgang? Irgend eine Marke, irgend 'n Brand, irgend 'n Slogan, irgendwas, wo Du sagst, da identifizier ich mich heute noch mit.

Also das war inhaltlich war das damals Sand raus Arbeit. Gibt's da irgendwas? Das war vorher nicht als Creative Director, weil ich da wirklich in Anführungszeichen nur noch die Organisation gemacht hab der kreativen Arbeit und weil wir in 'ner Agentur waren, die nicht für die ganz großen Marken gearbeitet hat, die man so jeden Tag sieht. Das war vorher, ich hatte das Glück, Pech, Glück, wie auch immer, nenn's, wie Du's möchtest, in der Agentur zu starten, die ganz tolle Marken hatte. Also wir haben für den Ehapa Verlag gearbeitet, das bedeutet für das lustige Taschenbuch, für die Micky Maus, für die ganzen Zeitschriften, die da eben noch rum und in diesem ganzen Universum da mit drin waren.

Mhm. Wir haben damals gearbeitet für Tipex, als Tipex, die Tipex Maus rausbrachte. Mhm. Wir haben für Capri Sonne gearbeitet, für Big Feuerzeuge. Und das an sich war schon son wow, da kann man mitwirken.

Und also es ist jetzt nicht so, ich hab nie 'n ADAC Nagel gewonnen. Ich hab nie, ich bin nie eine von den großen Copywriter*innen gewesen, die jetzt deren Name irgendwo an der Wand hängt. Aber das waren die Marken, bei denen ich überall mitmachen durfte und auch durfte und auch wirklich nicht die kleine, Dumme war, sondern ich durfte da kreativ mitwirken und das fand ich immer wahnsinnig toll. Wenn Du dann 'n Kino- oder 'n Fernsehspot siehst fürs lustige Taschenbuch und Du weißt ganz genau, wir haben das gemeinsam entwickelt. Mhm.

Das war schon, das war sehr, das war eine Art der Selbstwirksamkeit, obwohl ich damals gar nicht wusste, dass man das so nennt, aber das war schon gar nicht wusste, dass man das so nennt, aber das war schon toll. Mhm. Jetzt hab ich, wie gesagt, in deiner Vita in der Vorbereitung gelesen, 97 bis 2008 in der Agenturwechsel, aber in dieser Branche, sagen wir mal. Dann Creative Director, aber relativ schnell und ich entnehme das jetzt auch deinen Worten, dass Du sagst, okay, das war ja eigentlich nur noch 'n Organisationsjob dann, ja. Nämlich 2 Jahre später Selbstständigkeit.

Kam das aus dem Drang raus, ich möchte Dinge anders machen oder war das eher das Thema, also inhaltlich anders machen, Marketing und Werbung anders machen? Oder kam das aus dem Thema raus, das ist nicht mehr der Job, den ich eigentlich machen will? Wie wie war die Motivation da? Ich hab das gemacht, wie ich vieles in meinem Leben gemacht hab davor und danach. Ich habe im August 2010 plötzlich beschlossen, och, selbstständig wär eigentlich eine Sache und im Oktober 2010 war ich selbstständig.

Also ich denke bei so was dann natürlich nach, also es wäre dumm und fahrlässig, das nicht zu tun. Aber ich bin dann, wenn ich etwas entschieden hab und ich kann gut entscheiden, dann bin ich auch relativ schnell, das umzusetzen. Also es gab jetzt nicht son langes, langes, langes oh, ich ertrag alles nicht mehr, ich muss jetzt was ändern. Ich glaube, es war 'n Mix aus allem. Es war auf der einen Seite, dass Kollegen von mir sich selbstständig gemacht haben, also 2 oder ein Kollege, eine Kollegin, die diesen Weg gegangen sind.

Oh, ich, das kannte ich gar nicht. Ich wusste nicht, dass das geht. Ich kannte nur dieses, ich bin irgendwo angestellt und arbeite da oder ich bin, ich habe eine Firma, bei der Leute arbeiten. Dass man das auch alleine tun kann, das war mir irgendwie so gar nicht bewusst. Dann hab ich das bei denen gesehen und dachte, huh, das ist eigentlich 'n gutes Modell, weil Du bist für dich, klar, Du bist da verantwortlich.

Hätt ich damals gewusst, dass alles auf mich zukommt, oh je, oh je. Ich weiß nicht, ob ich's gemacht hätte, Aber es war son, das klingt gut plus dieses, oh, so wie's jetzt ist, ist es nicht mein Ich kann gar nicht mehr kreativ arbeiten, das hat mir sehr gefehlt. Plus und das muss ich auch dazu sagen, die Agentur war toll. Ich hab offen mit denen besprochen, bevor ich irgendwas entschieden hab, hab die gefragt, ob die fein damit sind, die natürlich gesagt haben, es ist sehr schade, aber wir unterstützen dich da, wo wir können. Also das rechne ich denen wirklich immer noch wahnsinnig hoch an.

Magst Du sagen, welche Agentur das war? Das war in Karlsruhe, damals und heute, die sehr viel gemacht haben mit Sternegastronomie, Hotellerie, Winzer, Weingüter, so dieses gehobene Genuss, würd ich jetzt mal sagen. Und da hab ich das meiste gelernt von der Babsy, die dort die Chefin ist, sag ich jetzt mal, hab ich hab ich, was Kreativität und was den Umgang mit guten Dingen angeht, wahnsinnig viel gelernt und aber auch was ganz Banales, ich habe von damals mitgenommen, räum abends deinen Tisch auf, damit Du morgens nicht im Chaos startest. Toll. Das mach ich bis heute, muss die Babsi lachen, wenn sie das jetzt hört.

Grüße gehen wir aus. Unbekannterweise. Ja. Ich denke, vielleicht hört sich's an. Jetzt würde ich gerne mal so das 1.

Jahr der Selbstständigkeit beleuchten. Also der Moment, das hab ich jetzt gelernt, der war plötzlich da, dieses Gefühl und Du hast es sehr schnell umgesetzt. Ja. Aber auch mit guten Rahmenbedingungen, wenn man dann keinen Stress hat oder keinen Rosenkrieg und so weiter. Das ist ja bestärkt einen ja dann auch in der Entscheidung.

Jetzt würde ich aber trotzdem mal gerne wissen, ich ich, also in dieser Phase Abitur bis jetzt, sag ich mal, bis 2010, ist mir das eigentlich für eine Rebellinnenvita son bisschen zu Mainstream. Ich Ja, okay. Ist es keine Kritik, sondern ich sag's einfach so, wie's ist. Also da hab ich jetzt wenig Rebellion rausgehört und ich weiß aber ja und ich hab es ja rausgelesen, dass Du dich selber so kennzeichnest oder selbst beschreibst so und auch so bist und dieses Rebellische in dir drin hast und auch 'n bisschen anders bist, positiv anders oder nee, wie man das auch einmal sehen will. Völlig egal.

Ohne Wertung. So. Was ich worauf hinauswill, ist, mich würde jetzt mal interessieren, das 1. Jahr Selbstständigkeit ist für jeden mainstreamigsten Mainstreamer schwierig, ja. Wie ist es denn für jemand, der sich selber in in intrinsisch auch noch anders klassifiziert?

Also ich versuch's noch mal 'n bisschen mehr aufzudröseln. Meiner Frage ist manchmal schwierig, meine Fragen, sorry dafür. Ich versuche rauszufinden, hattest Du sofort das Gefühl, ich kann als Selbstständige bei meinen Kunden, die ich ja jetzt plötzlich selbst gewinnen muss, es sind ja, da passen ja 1000000 Dinge auf einen ein, mit denen man vorher nicht rechnet, ist einfach so, ja. Ist bei jedem, der sich selbstständig macht, glaub ich genauso. Hattest Du das Gefühl, nicht angepasst zu sein, zu 100 Prozent bremst mich wirtschaftlich aus?

Oder hattest Du das Gefühl, boah, jetzt kann ich mich endlich so geben, wie ich bin und das funktioniert? Letzteres, einhundert Prozent. Also zum einen bin ich kein Mensch, ich mach mir niemals, und das ist nicht immer gut, muss ich gleich hinterherschieben, ich mach mir sehr, sehr wenig Gedanken über, was passiert übermorgen. Ich habe, das ich sag das oft und werde immer komisch angeguckt, das klingt sehr hart und sehr traurig, ist es aber nicht, das eine nicht und das andere auch nicht. Ich hab keine Träume.

Ich hab nicht dieses ich träume vom Haus im Ozean, von der Weltreise, von was auch immer. Ich hab das nicht, weil das wäre so weit weg, bis dahin kann so viel passieren, am Ende will ich das gar nicht mehr. Ich verstehe das Konzept nicht. Ich hab das nicht, ich habe auch nicht, Wo siehst Du dich in 5 bis 10 Jahren? Keine Ahnung, hoffentlich lebendig, aber alles andere, I don't know, wo auch immer, in welcher Form auch immer und deshalb hab ich da vielleicht auch aus Naivität nicht drüber nachgedacht, was das denn jetzt bedeutet und dass ich jetzt plötzlich ganz viele Sicherheiten nicht mehr hab, meine Eltern Himmels willen, der sichere Job und was tust Du da?

Natürlich mit 'ner ganz anderen Sicht da drauf, mit viel mehr Lebens- und und Berufserfahrung. Für mich war das so, oh ja, ich mach jetzt heut mal und wenn nicht, lass ich mich wieder anstellen. Damals ging das ja auch noch deutlich leichter, als das heute geht. Und für mich war das Aber warst Du, wenn ich kurz ranhängen darf, so Mitte 20, oder? Warte, 2010, Moment, muss ich selber Ja, 27.

77 geboren, das kannst Du selber rechnen. Ja, 22. Ja, genau. Anfang Mitte 20, ja. Mhm.

Also da hat man das vielleicht auch noch, diese gesunde Naivität und diese nicht so große Angst, dass da jetzt irgendwas schiefgehen könnte. Und die Weltlage war eben noch andere, eine andere. Also natürlich war auch 2010 jetzt nicht der allerschlauste Zeitpunkt dafür, ne. 2008 hier Bankenkrise, Lehman dies das, also so ab war's 2008, ich glaube, also so die Zeit rum. Es war jetzt natürlich auch nicht alles rosarot und trotzdem wäre das heute, glaube ich, was ganz anderes, aber damals ging das.

Ich hatte auch Glück, ich hatte, was heißt Glück? Also es hat funktioniert, dass ich diesen Gründungszuschuss bekommen habe, den gibt's, glaube ich, immer noch. Ich hab den damals bekommen, das hat mir viel, viel geholfen. Ich konnte in Teilen auch noch mit der Agentur zusammenarbeiten, aus der ich rausgegangen bin. Und so hatte ich von am von Anfang an schon Arbeit und dann war das natürlich leichter.

Und ich muss dir auch sagen, von Tag 1 an hab ich gedacht, ja genau, das ist, was ich haben will. Ich kann meinen Tag selber gestalten. Ich kann selber entscheiden, welche Kunden und Kundinnen ich haben will, welche Projekte ich machen will, auch nur in Teilen. Natürlich sind wir alle von irgendwas abhängig, aber ich konnte das mehr oder weniger selbst gestalten und ich hab's jetzt in 16 Jahren nicht einmal bereut von dem ersten Tag an. Mhm, cool.

Und die Frage, die ich mir hier dazu aufgeschrieben hab, die ist jetzt vielleicht fast 'n bisschen platt im Kontext, aber ich frag's trotzdem mal. Wir müssen in dieser geile Name eingefallen, denn wenn ich das richtig recherchiert habe, hieß diese Firma Confettication. Ja, also ich bin sehr gut darin, Dinge über den Haufen zu werfen. Ich liebe neue Dinge. Ich kaufe niemals dieselbe Zahnpasta.

Nein, die gleiche Zahnpasta, muss ich sagen, weil ich das nicht ertrage, dass ich noch mal das Gleiche hab. Ich find das langweilig. Das heißt, ich habe mich in meinem Leben schon sehr häufig neu erfunden. Ich hatte schon zig Namen, aber ich habe dann irgendwann mal das Ganze zu Confetication gemacht, hab die Marke auch eingetragen. Wie ist die mir eingefallen?

Ich habe ich ich bin Textperson. Ich bin Texterin durch und durch. Sprache ist mein Ding. Ich kann mich Stunden damit beschäftigen, welches Satzzeichen jetzt grade das Beste ist. So, Du kannst dir ungefähr vorstellen, wie lange ich gebraucht habe, einen Namen zu finden und es hat mich alles wahnsinnig gemacht und irgendwie hat nix funktioniert.

Und dann kam es in einem Gespräch mit 'nem Freund von mir, als ich, ich hab einfach nur einen Handel für die ganzen Instagram, für die ganzen Social Media Profile gesucht, also Instagram und was man damals so hatte, Twitter und so weiter und so weiter. Und irgendwie plumpste dann in sonem Nebensatz von mir dieses raus. Und mein mein damaliger, also nicht mein Freund mein Freund, aber mein Freund damals, der dann mit mir diese Unterhaltung führte, sagte dann gar nix mehr und meinte dann, kannst Du bitte alles so nennen, weil das so großartig ist. Mir war das gar nicht bewusst. Es kam so ausm, hey, ich könnt ja auch so, ich könnt ja auch so, ich könnte auch, ne.

Ja, und dann war es geboren. Mhm. Und dann entstand Confetication mit eben Markenanmeldung und allem Drum und Dran und sämtliche Handels, die da eben noch so rumkräutern. Also war der Freund von damals auch 'n Stück weit Mentor, weil er dir auf die Confetication Idee geholfen hat? Ja, das sowieso.

Nicht gekommen wärst, ja. Ja, großartiger Mensch, der sich alle meine Spinnereien angehört hat, sondern eben nur immer brav Weil ich ja immer auf der Suche auch nach Mentoren bin in der Heldenreise. Die hat ja jeder Mensch. Oft ist sie einem sind sie einem nicht so bewusst. Sebastian war vielleicht 1, weil er den Mut hatte, vielleicht auch die Frechheit besaß, dir zu sagen, dich mag hier keiner, ja.

Aber der Elefant damit irgendwie aus dem Raum geräumt war, glaub ich, auch 'n wichtiger Punkt. Aber auch der Freund an der Stelle jetzt, der dann halt einfach sagt, mach doch mal das jetzt, Du. Und jetzt pass auf. Ja. Der heißt auch Sebastian.

So. Nur Ja, ich erkenn einen Muster, wenn ich 1 zieh. Ich erkenn einen Muster. Du solltest sehr intensiv dich mit Sebastians beschäftigen, so. Das gar nicht, denk ich.

Jetzt haben wir Confettication. Du bist selbstständig und Du kannst sozusagen die Dinge tun, so wie Du sie möchtest und wie sie dir passen in deinem Guss. Ich glaube, Du bist Also würd ich jetzt einfach mal einschätzen, mal gucken, ob das stimmt. Bist bestimmt auch son Mensch, der, wenn er Idee geil findet, auch mal bis 2 Uhr nachts oder 23 Uhr noch mal an Schreibtisch geht, weil grad was einfällt und so Geschichten. So würd ich dich einordnen.

Und das geht natürlich einfacher, wenn man in der Selbstständigkeit ist, wenn man sein eigener, Herr, in Anführungszeichen, sein eigenes Ding macht sozusagen. Ja. Hast Du irgendwann auch gemerkt, okay, es ist trotzdem 'n Spannungsfeld zwischen kreativer Freiheit und der Selbstbestimmtheit, Projekte anzunehmen oder nicht und dem wirtschaftlichen Druck? Gab's da diese Situation, dass Du gesagt hast, oh Shit, ich muss ja auch Geld verdienen damit. Und was nehm ich 'n jetzt eigentlich die Stunde?

Und dieses ganze Administrative, was an sonem Betrieb dranhängt, lieber das, wie hast Du das gehandelt? Also ich hab ja gesagt, ich bin schlecht in Zahlen. Ich hatte von Tag 1 an einen Steuerberater, dem bin ich auch bis heute dankbar, dass er das getan hat, weil ich hätte es nicht gekonnt. Also ich muss dazu sagen, ich bin wahnsinnig schlecht darin, Hilfe zu bitten. Ich kann das nicht.

Das liegt daran, dass ich auf gar keinen Fall in 1 Schuld stehen will. Ich ertrag ertrag's nicht und ich will selber machen. Also ich zum einen will ich nicht in 1 Schuld stehen und zum anderen will ich nicht warten. Das heißt, ich will alles selber machen. Ich will meine Website selber machen, weil ich dann, wenn mir nachts 11 einfällt, ich könnte die Headline ändern, dann gehe ich an den Rechner und änder diese verdammte Headline, ohne dass ich jemanden am nächsten Tag eine E-Mail schicken muss, der dann 3 Tage später sagt, ja, jetzt könnt ich mir meine Headline angucken und ich sieht derweil schon dreimal noch mal geändert hab.

Und war der Faden verloren. Wie kam ich denn jetzt auf Hilfe fragen? Wirtschaftlich, also. Genau, der wirtschaftliche Druck, Spannungswelt. Ja.

Ich, also ich kann zwar schlecht mit zahlen, aber jetzt weiß natürlich auch ich, die die Grunddinge wusste ich zum Glück, die wissen auch nicht alle. Also alle, die sich selbstständig machen wollen oder grade selbstständig geworden sind, denkt dran, bitte Geld auf die Seite zu legen für die Steuern, machen nämlich auch nicht alle. Mhm. So was hab ich immer gemacht, war alles immer irgendwie fein, nie doll, ich war nie reich, ich hab nie unglaubliches Geld verdient. Aber dieses, ich muss jetzt das machen, weil ich selbstständig bin, ich war da immer eher stolz drauf.

Ich fand das total toll, wenn ich gesagt hab, ich kann grade nicht, ich mach meine Buchhaltung. Das war son, oder was heißt stolz, auch schwierig, aber das hat einfach dazugehört. Und an 'nem Freitagnachmittag irgend 'n stupiden Kram zu machen, wie Belege abzuscannen oder so, toll. Also das fand ich nie schlimm. Und na ja und dann, ach, ist jetzt 'n platter Spruch, aber wer Steuern zahlt halt zahlt, hat halt auch Geld verdient, ne.

Also ist halt, oder es gehört einfach dazu. Ich mein, ich musste damals ja auch Zeiten tracken, als ich noch in der Agentur war oder ich musste Dinge tun, die mir jetzt auch nicht so gut gefallen haben. Ja, Mai, ich muss auch das Geschirr spülen, wenn ich was gegessen hab. Also es gehört einfach dazu. Genau.

Okay, also dann dann hast Du das sozusagen eigentlich ganz gut gehandelt, wenn ich das so verstehe und das liest so. Jetzt war ja trotzdem irgendwie relativ, nee, nicht relativ schnell. Es war eine lange Phase, 15 Jahre. Mhm. Insgesamt von ich mache mich selbstständig über Konfettication, über selbstständiges Arbeiten.

Konntest Du da dieses Rebellen sein oder hast Du das dann Also ich frag mal andersrum aus, manchmal schon direkt wirklich zu fragen. Die Frage, die sich mir stellt, ist, Du hast ja 2025 eine andere Marke gegründet, nämlich Robblehood. Ja. Und konzentrierst dich seitdem so gefühlt, jetzt in meiner Wahrnehmung, kommentier das bitte oder korrigier das auch gerne, auch mehr auf dieses Thema eine 1 Brand, eine Personal Brand oder eine Marke generell muss nicht nur nicht glatt gehobelt sein, sondern sie darf Kanten und Ecken haben und sie sollte Kanten und Ecken haben. Eine These, die ich übrigens sehr bei Pflicht, so das nur mal vorweggeschoben, ja.

Aber irgendwo auf dem Weg von 2010 in deiner normalen, in Anführungszeichen, Agenturarbeit für Kunden, muss dir das Bewusstsein ja gekommen sein. Mhm. Wie kam das? Das kam, ich kann das zeitlich jetzt schwer festmachen, aber das kam mit der Entwicklung der KI. Das kam auch mit son paar Workshops, die ich gemacht hab noch vor der KI, dass immer mal wieder Leute mich gefragt haben, Mensch, bei dir passt alles so gut zusammen.

Und damals, als man noch Liveauftritte hatte, also vor der Pandemie und vor den vielen Videocalls, waren auch meine Klamotten immer so angepasst, dass die immer zu mein Branding gepasst haben und ich hab das durchgezogen bis ins Letzte. Ich kann das wohl ganz gut, keine Ahnung, mir fällt das sehr leicht. Mhm. Also deswegen ist auch mein Mikropink zum Beispiel. Mhm.

Und und da haben mich immer wieder Leute gefragt, kannst Du uns nicht mehr erzählen, wie Du das gemacht hast? Und da hab ich ab und zu Workshops dazu gehalten. Das war aber jetzt noch nicht so durchdringend. Aber mit der Entwicklung der Large Language Models mit Jet GPT. Wann kam das wirklich so krass aufn Markt?

Ich würde mal sagen, waren wir jetzt 22. Okay, ich glaube, bei mir oder in meinem Bereich kam es dann 24 so richtig an Mhm. An. Und das war der Moment, wo ich zum ersten Mal 'n bisschen gezuckt hab und ich sag mal, durch die Coronazeit war's wirtschaftlich schon wahnsinnig schwer, weil ich wenig verdient hab und wirklich, wirklich gekämpft hab. Mhm.

Und dann und also Krieg, Corona und alles, was da so kam, wir wissen's ja alle. Und dann kam der und Konsorten. Und dann krass auch 2025 war's dann so weit, dass ich zum ersten Mal in meiner Selbstständigkeit gesagt hab, jetzt ist es so weit, dass das mir nicht mehr meine Brötchen verdienen kann, weil niemand mehr Geld für Text bezahlt. Mhm. Und selbst ich, die ich wirklich die optimistischste Person bin, die man sich vorstellen kann, ich glaub immer, dass irgendwo noch irgendwas irgendwie funktioniert, hab dann festgestellt, ich müsste mich jetzt dann doch mal kümmern.

Und dann hab ich gar nicht so lange überlegt. Das war mir son, ja gut, okay, ich sollte dieses Personal Branding viel weiter in den Vordergrund rücken, weil das wird gebraucht mehr denn je, was die Leute verstehen, was sie ausmacht, was sie abhebt von anderen und das kann dir keine KI beibringen. Die kann dir Fragen stellen und Du kannst sie auch beantworten, aber ob das die richtigen Fragen sind, ob die Antworten was taugen, was genau dann dich ausmacht als diese Marke, jetzt mal in Anführungszeichen. Das funktioniert nicht mit ChatGPT oder Claude oder Jaminari oder sonst wem. Und dann hab ich gesagt, okay, jetzt muss ich umsatteln.

Also das war son wirklich krasser Aha Moment im negativen oder im sehr realistischen Sinn zu verstehen, okay, das ist es nicht mehr. Ich muss jetzt wirklich was ändern. Das war auch hart. Es war 'n bisschen son Fußballmoment. Dieses Loslassen von meiner Identität als Texterin, die ich ja, jetzt sind's dann 29 Jahre in mir trag.

Ja, hart, echt hart. Mhm. Verstehe. Und vor allen Dingen, Du hattest keine Macht darüber. Genau.

Das wurde von außen bestimmt und Du konntest dich dagegen nicht werden, ne. Ja. So wie ganz viele Menschen, die wahrscheinlich jetzt zuhören in ihren Jobs auch, ja. Es ist völlig egal, ob ich Architekt bin oder Anwalt oder im Marketing arbeite. Viele arbeiten natürlich im Marketing aus unserer Bubble, aber ist einfach so.

Du sagst ja sinngemäß, unangepasst zu sein sagst Du, heute ist kein Makel, sondern eigentlich 'n wichtiges Markenkennzeichen. Mhm. Ich würd gern mal, also a würd ich auch an der Stelle jetzt gerne mal dich auffordern, so mal kurz zu pitchen tatsächlich, was man eigentlich bei dir genau kaufen kann. Also was ist denn ein Stück Rebellionsberatung zur Marke bei Sandor? Erklär mal, ich kann 'n Workshop machen, kann ich, nimmst Du mich an die Hand.

Wie läuft 'n so was ab? Ich sage, ich biete Sichtbarkeit für Unangepasste. Das bedeutet in den meisten Fällen, dass jemand zu mir kommt und sagt, okay, mir geht's wie dir damals in der Schule, deswegen kann ich das so gut, weil ich genau weiß, wie diese Menschen sich fühlen. Ich tick irgendwie anders. Ich habe aber das Gefühl, ich müsste mich anpassen da draußen, damit ich funktioniere, damit ich Erfolg habe.

Und ich will nicht, dass die Leute das so lange durchmachen, wie ich das durchgemacht hab, nur dann irgendwann zu verstehen, nee, warte mal, das, was dich anders macht, ist ja das, was dich abhebt. Logischerweise, ich mein, logischer geht's ja fast nicht. Wenn alle das Gleiche tun, wenn alle beige Jeans anhaben und Du hast eine Schwarze an, wen sieht man denn dann, obwohl jetzt schwarz nicht die auffälligste Farbe ist, aber wenn alle beige tragen, ja. Mhm. Und das möchte ich den Menschen zeigen.

Also ich werde niemanden, der oder die jetzt als, ah, es klingt abwertend, wenn ich sag, als graue Maus zu mir kommt, aber jemand, der sich damit wohlfühlt, der sagt, ich geh gerne im Anzug in die Bank. Mhm. Ich bin nicht tätowiert und ich so. Dem kann ich nicht helfen, dem will ich auch nicht helfen. Wenn aber jemand zu mir kommt und sagt, Du, ich bin eigentlich ganz anders oder in meiner Freizeit trag ich nur Metal Shirts oder was auch immer.

Ich fahr nur Fahrrad oder ich, keine Ahnung, trag immer nur rote Hosen. Ich trau mich aber nicht oder was heißt, trau mich nicht, ich kann das doch nicht machen, ne. Das ist doch nicht professionell. Mhm. Dann will ich das denen austreiben.

Das ist das, was ich tue. Ich will ihnen nichts Neues überstülpen. Ich werd niemanden neu erfinden. Niemand, der zu mir kommt, wird danach jemand anders sein, ganz im Gegenteil. Ich will alles weglassen, was nicht zu dir gehört und will rausfinden, wer Du bist.

Wenn Du die Menschen fragst, wer bist Du, dann werden in Deutschland 98 Prozent aller Menschen dir mit ihrem Job antworten. Wer bist Du? Ich bin Polizist, Ich bin Gärtnerin. Ich bin Kindergartenin. Ich bin CEO bei, ich bin was auch immer.

Aber das ist halt nicht die Antwort auf meine Frage. Wenn ich wissen will, wer Du bist, dann will ich wissen, was sind deine Werte? Was sind deine Stärken? Wo fühlst Du dich so richtig leidenschaftlich, dass Du sagst, jawoll, dafür brenn ich? Was macht dich wütend?

Was hält dich nachts wach? Worüber kannst Du nachts erzählen, wenn dich 1 aufweckt 2 nachts? Wo kannst Du sofort loslegen? Weil Du so sehr da drinsteckst und oft ist es etwas, was dich wütend macht. Da wird bei mir dann 'n Schuh draus, da schließt sich der Kreis, wenn ich dann sage, es macht mich wahnsinnig wütend, dass grade Frauen nicht gesehen und gehört werden, ne.

Wir hatten's von meinem Big Picture Mhm. Weil wir reduziert werden auf, lächel doch mal, das steht dir besser. Lächeln am Arsch. Ich kann's nicht mehr hören, wie oft ich das schon gehört hab oder das kannst Du doch nicht anziehen, Du wirst jetzt dann 50, Entschuldigung. Ich kann doch anziehen, was ich möchte und ich will nicht, dass das jemand anderes so kommentiert.

Es macht mich wahnsinnig. Es gibt so viel tolle Frauen da draußen, also jetzt im Businesskontext, die etwas zu sagen haben, die eine Botschaft haben, die aber dafür nicht gesehen und gehört werden, weil sie auf ihre verdammte Farbe des Blazers reduziert wird. Da hab ich keinen Bock mehr drauf. Und das ist das, was mich wütend macht und deshalb tue ich, was ich tue, weil ich diesen Frauen helfen will, dass sie ihre Botschaft da rauskriegen. So, jetzt hab ich sehr lange gepitcht.

Das war eine lange Aufzugfahrt. Nee, das war cool. Das war richtig cool, weil das war, ja. Da brauchen wir gar nicht drüber diskutieren. Dafür ist dieser Podcast auch da.

Ich hab da noch 2, 3, 4, 5 Fragen zu aufgeschrieben. Mal gucken, wie wir da jetzt durchkommen, wie ich die sortiert bekomme. Marken versuchen ja heute generell 'n bisschen irgendwie aus der Masse rauszukommen. Also was wir alle lernen ist, wenn alle den Einheitspreuer mit KI produzieren, dann musst Du eben irgendwie mehr Personality, mehr Brand. Du musst mehr sein, so.

So. Worüber ich's jetzt mal bezeichnen. Mhm. Ich versuch mal 'n sehr gewagten Bogen und ich weiß, dass meine Gäste, meine Zuhörer das nicht mögen. Ich mach's aber trotzdem mal, weil 'n Scheiß muss ich, ja, ne.

Hab ich grade Genau. Bei dir. Nee, ich würd mal ganz kurz politisch, weil wir sind ja jetzt, heute ist der zweiundzwanzigster September und es waren ja grade diverse Landtagswahlen so. Mhm. Und ich find's ganz schön jetzt.

Ich find's richtig schön, dass jetzt zum Beispiel in Berlin ja DIE LINKE gewonnen hat, weil sonst reduziert sich das immer so auf dieses AfD Thema, auch das, was ich jetzt fragen will. Was ich fragen will, ist eigentlich, also die übergeordnete Frage ist, wenn Marken versuchen, kantiger und eckiger zu wirken, Marken und Menschen. Ich mir wir machen jetzt bitte mal, wenn das geht, für Personal Brands und Brands sozusagen, die packen wir mal in einen Karton. Mhm. Wenn Marken und oder Menschen versuchen, ihre mehr nach außen zu stülpen, wie erkenne ich denn dann, wie erkennst denn Du dann, ob das echte Haltung ist, echte Werte oder ob das einfach nur eine gut gemachte Inszenierung ist?

Und ich mach noch, also das ist die eigentliche Frage und ich geborene noch kurz die Erklärung dazu, weil ja genau finde ich, und jetzt sag ich die bösen Wörter mal, die politischen Renner AFD, Querstrich, Linke ja genau mit so was erfolgreich sind im Moment. Also zum Beispiel mit einfachen Botschaften, die aber ganz anders sind als der politische Mainstream. Ja, und die Frage ist, wie erkennt man? Kannst Du das erkennen bei 'nem Menschen? Jetzt kommt 1 zu dir und sagt, Du Sandra, ich bin Wolfgang, ich bin total unangepasst und ich würde gerne mit dir noch mal da dran arbeiten und das 'n bisschen schleifen.

An welcher Stelle erkennst Du, das ist wirklich eine echte Unangepasstheit oder ist das einfach nur eine gute Inszenierung? Natürlich nicht im ersten Satz. Das kann nicht funktionieren. Dazu sind zu viele zu gut, so zu tun, als ob. Mhm.

Aber wenn Du mit jemandem sprichst und Du fragst diese Person nach dem Thema, für das sie brennt, Du kannst brennen, nicht faken. Du kannst es vielleicht im beschriebenen Text tun und selbst da, find ich, merkt man irgendwann, ob jemand für etwas wirklich brennt oder nicht. Und da kommt wieder meine Wut ins Spiel. Wut ist ein Gefühl wie viele andere, aber Wut wird meistens verboten, vor allem uns Frauen. Wir dürfen ja nicht wütend sein, dann sind wir ja hysterisch oder weiß ich nicht, tigen aus oder ne, so.

Wut wird uns verboten. Und ich finde Wut heilsam und wahnsinnig wichtig. Das ist auch bei Liebeskummer so, wenn Du Liebeskummer hast, hast Du bestimmt auch schon mal gehabt. Der Tag, an dem Du wütend wirst, ist der Wichtigste. Dann bist Du ausm Schlimmsten raus.

Wütend gibt's. Aktion gibt gibt's, ne, gibt Power, gibt dir die Möglichkeit, etwas zu tun, etwas zu bewegen und deswegen frag ich so oft nach der Wut und nicht nach, was machst Du gerne, weil darüber kommt, was dich wirklich bewegt und antreibt im wahrsten Sinne des Wortes. Und wenn jemand wirklich wütend ist und mir sagt, das will ich verändern. Das ist so, vieles Selbstständige, grade die Soloselbstständigen. Wenn ich die frage, warum bist Du selbstständig, dann kommt, na ja, ich muss ja irgendwie meine Miete verdienen oder so, so, mein Geld haben.

Aber ganz, ganz viele von denen haben ja einen Antrieb, haben ja etwas von wegen, ich will dieses Stück der Welt verbessern. Ich habe dieses Stück Kleidung entwickelt, weil ich will, dass in Zukunft, was weiß ich, es wird fairer, es ist für eine faire Biobaumwolle, keine Ahnung. Ich will das verändern. Und daran, finde ich, merkst Du das. Du merkst, ob jemand für etwas brennt.

Das ist, ich mein, wir kommen ausm Marketing, aus der Werbung, wir kennen das beide. Wenn Du eine Kampagne präsentierst, hinter der Du nicht stehst, wirst Du sie nicht verkauft bekommen. Mhm. Wenn Du aber dafür brennst, wenn Du sagst, das hier ist die beste Idee dafür und das ist genau richtig für dich, aus diesen Gründen, dann kannst Du Leute mitreißen und kannst kannst sie mitziehen und kannst sie überzeugen. Und ich glaube, also natürlich gibt's auch immer Leute, die sich mitreißen lassen wollen.

Also wenn ich jetzt an diese blaue Politik denke, natürlich funktioniert die so. Aber da musst Du natürlich auch 'n bisschen unterscheiden zwischen ich, die glauben da wirklich dran. Also ich glaube ja noch nicht mal, das ist okay, das wird jetzt diffizil. Ich bin so weit weg vom blauen Rand, wie man nur sein kann. Was die gut können und was kein Fake ist, die brennen für das, was sie sagen.

Dass sie das nicht umsetzen können, dass sie keine Gelder und keine Mittel dafür haben, dass das leere Versprechungen sind, steht woanders. Mhm. Aber die glauben da dran und deshalb funktioniert es. Es ist kein Fake. Wäre das Fake, würd's nicht funktionieren.

Mhm. Wann würde ihnen niemand glauben, dann würde ihnen niemand folgen. Und deshalb ist das so gefährlich, weil es ist echt, es kann nicht funktionieren, aber es ist echt. Ja, da bin ich komplett bei dir und das ist auch die Gefahr der Geschichte. Da könnte man eine Sendung alleine drüber machen, kann Ja.

Weil die, glaube ich, noch ganz viele andere Sachen gut machen. Also die sprechen in der Sprache der Menschen, der Zielgruppen. Ja. Das, was wir immer sagen, ja. Und das kann, da brauchst Du gar nicht bei uns immer die eine Partei zu adressieren, weil jede Aufmerksamkeit natürlich da auch hilft, sondern da kannst Du ja nur untern Teich gucken und auch da sind einfache Botschaften massentauglich, ja?

Make America Der eine funktioniert. Ja, er hat Pommes verkauft. Also das war einfach so clever. Mhm. Das war so clever, dass mir nichts dazu einfällt, wie, also das hätt man einfach nachmachen müssen.

Also oder verkauf ich halt Burger, haben sie aber halt nicht Man fragt sich dann halt, warum die anderen nicht auf so einfache Ideen kommen, ne. Ja. Zum Abschluss, wir sind leider schon wieder Zeit, die ich in dem Bereich, in dem ich langsam auf die Zielgerade schwenken muss, obwohl ich wirklich noch eine Millionenfrage hätte, würd ich gern noch mal auf das Thema Sichtbarkeit für Unangepasste kommen. Mhm. Ich hab ja eigentlich eine Frage im Skript stehen, die geborene ich dir mal, aber ich möcht sie nicht fragen.

Ich sag dir nur, wie wie meine Synapsen da funktionieren jetzt grade an der Stelle. Ich hatte eigentlich die Frage, haben Menschen nicht per se 'n Bedürfnis nach Mitte und Durchschnitt? Also hat nicht dem Mehrheit der Menschen eher so den Wunsch, im Mainstream unterzugehen? So, das wär meine Frage gewesen. Ich würd die aber jetzt gerne zur Seite schieben, die hat mich nämlich zu was anderem gebracht.

Als Du eben das noch mal so gesagt hast und ich hab mich ja eingelesen für die Sendung, da ist mir das nicht so klar geworden, wie in dem Moment, als Du's grade gesagt hast. Du hast gesagt, ich biete Sichtbarkeit für Unangepasste. Und da hab ich 'n paar Fragen zu. Frage Nummer 1, ist das nicht 'n unfairer Wettbewerbsvorteil für Unangepasste? Weil sie von dir beraten werden können.

Und ist es nicht und Du verzeihst mir das, wir kennen uns jetzt digital und persönlich 'n paar Minuten und digital anderthalb Stunden. Verzeiht mir das, wenn ich das so offen sage, ist es nicht unternehmerisch dumm oder sagen wir mal minimalst klug, ja, zu sagen, meine Zielgruppe sind unangepasst, weil wenn Menschen so offensiv rausgeht und sagen, ich bin eher 'n unangepasster Typ, was ja auch nicht unsexy ist, ja. Also das will ich nicht falsch jetzt irgendwie darstellen. Aber also ich ich glaube einfach, dass die Zielgruppe der Menschen, die sagen, ich bin unangepasst und brauche mehr Sichtbarkeit, relativ klein ist. Das ist mein Empfinden.

Deswegen ist das die Frage eigentlich, die dahintersteht. Ich formulier sie gleich noch mal, wär nicht sozusagen Rebellion für Angepasste. Also ist nicht, gibt's nicht eine viel größere Menschenmenge, das wär mein Gefühl, die sagt, ich schwimme so im Mainstream mit, aber grade so mit 30, 40 merk ich, das ist es eigentlich gar nicht, ja. Ich wär gern so wie Sandra, so nach dem Motto, ja. Wär das nicht das bessere Produkt, sozusagen auch mehr Rebellion in die Welt zu bringen?

Jetzt wär ich 'n bisschen philosophisch, ja. Oder vielleicht sogar zu sagen auch, Du hast eine runde Marke, eine etablierte Marke, die Kommunikation stimmt, ich feile für dich die Ecken und Kanten raus, damit Du unique wirst, ja. Also jetzt lange Rede, kurzer Sinn, so hab ich gedacht. Und die Frage ist, ist Sichtbarkeit für Unangepasst nicht eine unheimlich spitze Zielgruppe und eigentlich unfair gegenüber den Angepassten? Ja, es ist total unfair, es ist 'n total unfairer Vorteil, juhu.

Also Edge, würd ich einfach mal sagen, weil unangepasst zu sein ist ein unfairer Vorteil, den sollten wir nutzen. Ich verstehe, was Du meinst mit, Moment mal, sind die nicht schon sichtbar, indem sie unangepasst sind? Die Frage ist ja, zeigen Sie das auch oder sind Sie das nur innen drin? Ich war ja auch immer unangepasst. Und was hab ich gemacht?

Ich hab verzweifelt versucht, mich anzupassen, da draußen zu funktionieren. Mhm. Und das will ich ändern. Und will den Leuten klarmachen, Du wirst sichtbar Weißt Du, es gibt ganz viele Menschen, die sagen, ja, heimlich trag ich aber immer nur schwarzen Nagellack und schwarze Klamotten. Das kann ich aber da draußen in meinem Job nicht machen, das sieht ja nicht professionell aus.

Mhm. Und ich frag dann immer, ja, warum denn? Sei doch froh. Wenn's so viele, weiß ich nicht nicht, er findet jetzt was, nehmen wir mal an, das wär 'n Immobilienmakler. Mhm.

Und dann gibt's doch so viele Immobilienmakler, die alle so aussehen wie dieser im Anzug und wie man sich die so vorstellt. Jetzt stell dir doch mal Du fiktiver Immobilienmakler trägst jetzt deine schwarzen Klamotten und deinen schwarzen Nagellack. Ja, aber dann strecken ich ja die Leute ab. Ja, das tust Du. Was Besseres kann dir nicht passieren.

Du schreckst die ab, die sowieso nicht zu dir passen, aber Du holst die, die das super finden und die das feiern. Und die, die's feiern, werden für immer bei dir bleiben und werden dich weiterempfehlen an die, die's auch feiern. Mhm. Klassisches Marketing, klassische Zielgruppenarbeit. Gießkanne funktioniert nicht und dann, also vielleicht sollte ich das auch differenzieren oder kleinteiliger machen.

Ich will die Unangepassten, die meinen, sie müssen sich anpassen, da draußen zu funktionieren, die aber gegen sich selbst arbeiten. Ich will, dass die das lassen. Ich will, dass diese Menschen da rausgehen und sich genauso zeigen, wie sie sind ohne diese Angst. Ich geborene dir ein Beispiel, ich hatte einen Vortrag beim 12 minutes me in Karlsruhe. Eine ganz tolle Veranstaltungsreihe, gefällt mir sehr, sehr gut.

Da kannst Du in 3 Menschen erzählen in 12 Minuten, was sie so tun und haben dann noch 12 Minuten Fragen und Antworten von den Menschen. Und da hab ich über Personal Branding gesprochen, über diese Dinge. Und da war ein 1 junger Kerl, der, ich kann schlecht schätzen, aber also wirklich vielleicht noch im Studium, vielleicht grade im Job und sagt, ah, ich hab 'n Vorstellungsgespräch, ich trage immer Kopfhörer, also nicht auf den Ohren, sondern den Hals, diese ganz großen. Mhm. Die müsst ich doch da weglassen oder weil das wirkt ja nicht professionell.

Und dann sag ihr, hab ich ihn noch mal gefragt, Du trägst die immer. Ja, ist mein Markenzeichen. Sagt er noch zu mir. Dann sag ich, dann lass sie doch auf. Du wirst derjenige sein, über den die später sagen, wenn die heute 10 Gespräche geführt haben, sagen die, das war der mit den Kopfhörern.

Ja, aber wirkt es nicht unprofessionell? Dann sag ich, okay, Moment. Das mag sein. Es gibt Dinge, die auf den ersten Blick erst mal unprofessionell wirken. Wenn ich mit tätowiert und weiß ich nicht, mein Dog Martens und so jetzt zu einem Kunden oder 1 Kundin laufen würde, die etwas anderes erwartet, sagen wir mal, in die Bank oder irgendwohin, dann wirkt das vielleicht erst mal in Anführungszeichen unprofessionell, vielleicht auch eher unkonventionell, aber dann musst Du ja den Mund aufmachen.

Mhm. Und natürlich geht es ja immer nur 1. Eindrücke und dann musst Du natürlich überzeugen mit dem, was Du kannst, was Du weißt, was Du denen bieten willst. Natürlich musst Du damit überzeugen. Aber die werden danach sagen, wir hatten von den 10 Leuten 8, die fachlich super sind.

Der mit den Kopfhörern hat aber gesagt oder der mit den Kopfhörern war aber der der. Und dann hast Du schon gewonnen, wenn jemand das sagen kann, wenn die bei den ah ja, das war doch der, der, erinnerst Du dich nicht? Ja, der Michael. Wer war noch mal Michael? Weiß nimmer.

Ah ja, der, der irgendwann mal in Thailand war, ne, der mit den Kopfhörern. Und dann bleibt der damit im Kopf und das hat mit Professionalität nix zu tun. Und wenn der sich traut, diese verdammten Kopfhörer umzulassen, weil ich ihm gesagt hab, Du bist damit unangepasst, ob das jetzt unangepasst ist, sei mal dahingestellt, aber Du hast dich damit nicht angepasst, dass Du sie zu Hause gelassen hast. Das ist das, was ich tun will. Will den Leuten den Mut geben, ihre Unangepasstheit auch draußen zu zeigen und nicht drin zu verstecken, weil sie denken, sie müssen sich so glatt bügeln.

Ich sag ja immer, an Aalglatt bleibst Du nicht hängen. Das bleibt nicht im Kopf, daran kannst Du dich nicht festhalten. Und wenn er mit seiner angepassten Nicht Kopfhörer auftritt und seine Expertise dort überzeugt hätte, aber mit den Kopfhörern und seiner Expertise nicht überzeugt, also die der Auftraggeber, Arbeitgeber, whatever das war, sich an den Kopfhörern so stößt, dass die Expertise nicht wichtig ist, dann wird er nicht glücklich da. Hat er mir dann danach gesagt? Hat er gesagt, er hat mal in 'nem Job, wo er irgendwo war, sollte er sich die Haare schneiden.

Und dann hab ich ihn so angeguckt, die Frisur angeguckt und da hab ich gemeint, oh, hast Du gemacht? Nee, auf gar keinen Fall, wenn die wollen, dass die Haare schneiden, ne, obwohl ich dann gesagt hab, jetzt hast Du's verstanden. Mhm. Aber das wär ja dann sowieso kein Match gewesen sozusagen, ne? Ne?

Eben, eben, eben, genau das. Ach ja, liebe Sandra, ich überspringe 3 Seiten in unserem Briefing schweren Herzens Schade. Mit mit dir auf die Schlussfragen zu kommen. Vielen lieben Dank dafür. Ich fand das jetzt mega spannend, so über deine Reise auch dahin zu kommen zu diesem Rebellion.

Ich find's trotzdem noch mal für dich und für die Menschheit draußen fänd ich's noch mal wichtig, wenn Du noch mal über deine Zielgruppe nachdenkst, so unverschämt bin ich jetzt im hohen Alter, darf ich das? Zu sagen, ich glaube, es gibt wahnsinnig viele Also ich glaube, es gibt mehr angepasste Menschen im Mainstream schwimmend, die eigentlich das Bedürfnis haben, so nach vielleicht nicht diese radikale Veränderung, aber son Stück weit mehr ich zu sein, 'n Stück weit mehr ich selbst, ich mit meinen Kanten, mit meinen Ich find's auch sehr erfrischend, dass junge Menschen zunehmend, glaub ich, das Bewusstsein viel stärker haben als wir damals in der Generation oder die Generation vor uns gar nicht dann vielleicht so, ja. Oder da war Mainstream eigentlich, das war ohne ohne Diskussion so, ja. Da musstest Du so sein heute mit diversen Befreiungen, die wir zu glücklicherweise die Zivilisation hinter sich gebracht hat, ist es, glaub ich, 'n bisschen anders. Aber trotzdem ist immer noch 'n hoher Bedarf da an Menschen, die das gern so leben würden, wie Du's beschrieben hast, glaub ich.

Also ja. Da muss ich aber eingrätschen. Es tut mir leid, die Zeit muss ich jetzt noch klauen. Na, wir haben Zeit. Diese Menschen gibt es, das weiß ich, aber die Frage ist, trauen die sich, wollen die nur so sein?

Es bringt mir nichts, wenn jemand sagt, ich wäre gerne so wie Du Mhm. Und dann aber sich anpasst an etwas, an etwas nicht Mainstreamingiges, weißt Du, was ich meine? Mhm. Sag, ich wäre gerne wie Du und mir nacheifert, obwohl er oder sie das nicht ist. Ich brauche die Menschen, die den Mut haben zu sagen, ich bin ja schon anders.

Ich will das auch endlich Bescheid zeigen, damit ich dafür gesehen werde und nicht für etwas anderes. Mhm. Und so rum funktioniert's für mich, weil ich mit denen, die sagen, ich will jetzt aber auf Teufel komm raus, unangepasst sein oder werden, Mhm. Da das funktioniert nicht. Vielleicht ist es 'n, vielleicht sind's kleine Schritte, ja.

Vielleicht ist es auch eine sehr individuelle Geschichte, weil ich hab grade überlegt, als Du die Person beschrieben hast, so mit dem, ich bin ja schon unangepasst, ich will's aber jetzt endlich auch zeigen, ist ja eigentlich die gleiche Zielgruppe. Das sind ja die Menschen, die vielleicht auch im Mainstream schwimmen und von sich denken, okay, ich wär ja gern anders, weil eigentlich bin ich ja unangepasst. Ich mach ja lieber das und lieber das und lieber das, ne. Also könnte man wahrscheinlich, werden wir bei nächster Gelegenheit, bei der nächsten Camping oder so noch mal drüber diskutieren. Höchstfallsfragen, gibt's irgend eine Frage, die ich dir hätte stellen sollen, die ich nicht gestellt habe, die Du aber noch gerne beantworten würdest?

Darüber hab ich nachgedacht und hab da schon nix gefunden, weil das ja schon so viele Fragen waren. Ich das ist schwierig. Wahrscheinlich wäre das eine Frage, die abzielt auf, ob's mir denen gut geht mit meiner Ungepasstheit, Unangepasstheit heute. Also weil ich ja immer sag, ne, damals war's schwierig und Ja. Und heute hilft mir das.

Das ist etwas, das ist mir wahnsinnig wichtig. Sichtbarkeit wollen immer alle, aber viele wissen nicht, wie hoch der Preis ist. Als ich das 1. Mal in Berlin war, das ist Jahrzehnte her, da hab ich das so genossen, dass mich die Leute mal nicht angucken. Mhm.

Obwohl ich das ja alles absichtlich mach, die Frisur, die ich hab, die Brillen, die ich trage, die Klamotten, die ich trage. Und trotzdem war das auch mal echt sehr angenehm. Also von daher wäre wahrscheinlich eine Antwort auf eine Frage von wegen, ob ich mich damit wohlfühle, nein, es gibt nur keinen anderen Weg. Mhm. Ich bin nicht rebellisch eine Rebellion willen.

Ich bin so und muss es ertragen und muss ja irgendwie mit mir klarkommen. Mhm. Ich will dir übrigens noch mal meine geben, hab ich gar nicht jetzt im im eigentlichen Gespräch gemacht. Ich hab mir in der Vorbereitung das Youtube Video von dir angeschaut, als Du Menschen auf der Straße interviewt hast zum Thema Personal Branding, ja. Mhm.

Und da hattest Du ja noch eine komplett andere Frisur. Und für mich war das der 1. Moment war, da hattest Du Dreadlocks und oben zusammengesteckt und so, ne. Also schon auch sehr auffällig, aber komplett anders. Und dann war das für mich so zum im ersten Moment so hoch wie eine andere Person, ne.

Also optisch, war's ja einfach so. Dann hab ich mir diese Interviews angehört, spannend, auch interessant, auch lustig, was die Leute erzählt haben, weil Du bist ja random da zu irgendjemand in der Fußgängerzone gegangen und hast gesagt, was heißt 'n jetzt von ausm Branding her? Also Also könnt ihr euch gerne mal anschauen, aber ich glaub, ist auf deiner Website, ne? Mhm. Ja.

Die da lautet? Rebelhood d e. Rebelhood. Rebelhood. Schaut euch das lieber mal an, ihr Lieben da draußen.

Rebelhood d e, da ist das Video drauf. Bist Du random zu läuten gegangen, hast die gefragt? Und dann warst Du schon, das war schon eine sehr unique Person dort. Und ich dachte so, oh, es ist ja irgendwie eine Entwicklung. Aber wenn die, und das ist jetzt mein mein mein Prop oder ein Lob an dich, wenn ich jetzt sozusagen, wenn wir heute ohne Video die Aufnahme gemacht hätten und ich hätte nicht gesehen, dass Du jetzt heute mittlerweile eine kürzere Frisur hast und so weiter, ja, hätte ich gedacht, okay, das ist die gleiche Person.

Was ich sagen will ist, der Markenkern ist identisch. Es gibt andere Merkmale, ja, aber das das merkt man, die Leidenschaft und das, wie Du das gemacht hast damals, auch die Coolness. Das wirkt nach außen schon sehr professionelle, das ist eine sehr professionelle Rebellion, sag ich mal, ja, wirkt das so, ne. Und das das fand ich total spannend, das Video zu schauen, jetzt dich so zu erleben. Also Du das, was Du den Leuten mitteilst, da merkt man, das das lebst Du auch wirklich selbst, ja.

Also insofern, da meine Probs. So, okay. Also gut, aber danke, dass Du die Frage noch mal gestellt hast und auch noch mal eine kurze Antwort drauf gegeben hast. Sichtbarkeit hat 'n Preis. Egal in welche Richtung, immer.

Mhm. Ja. Gut. Du kennst die Frage nach der viel befahrenen Kreuzung in Worms? Gibt es bestimmt auch eine große Kreuzung in deiner Nähe?

Ja. Du darfst das Schild aufstellen 4 Wochen lang, steht da in Leuchtbuchstaben drauf, was Du den Menschen mitteilen möchtest. Und das ist? Das hab ich natürlich auch länger überlegt, weil ich hab ja gesagt, ich kann mich ja schon Stunden mit Satzzeichen beschäftigen. Richtig.

Ich hatte sehr viele Varianten und ich habe mich entschieden dafür, ich würde sehr gerne draufschreiben, wer bist Du? Mhm. Sehr schön. Das ist, glaub ich, zum ersten Mal, dass jemand eine Frage stellt statt 'nem Statement. Aber ich find's total gut, weil der die die die, wie soll ich sagen, die Frage, sich selbst zu stellen, in die Reflexion mal zu gehen und mal zu überlegen, wer bin ich eigentlich wirklich?

Mhm. Ist eigentlich eine 1 sehr, sehr kluge Sache, ja. Braucht auch Mut? Genau. Jetzt war's ja so, Du bist ja in der auf der Camping zu mir gekommen, hast gesagt mit der Lisa zusammen, hier, ich würde mal einspringen bei dir oder hast Du Lust, ne, mitm Interview.

Gibt's denn jemanden, den Du mir empfehlen würdest, sprich, hast Du 'n Menschen, den ich unbedingt hier mal einladen muss, weil er sie ist, unheimlich coole Vita hat oder eine schöne Lebensgeschichte zu erzählen hat? Keine konkrete Person, aber ich wünsche mir natürlich immer, dass noch mehr Frauen, die etwas zu sagen haben, auch den Platz und die Chance dafür bekommen, darüber zu sprechen, was sie zu sagen haben, ohne dass die gleich wieder keinen gemacht werden. Mhm. Also wie gesagt, keine konkrete Person, aber alle Frauen, die etwas zu sagen haben. Du, da kann ich dir mal was zu sagen.

Also ich bin persönlich auch da könnten wir eine Sendung drüber machen. Also ich verstehe alle Argumente und ich find's auch von der Natur unfassbar scheiße. Manchmal muss man das auch so ausdrücken, dass Frauen sonen angeborenen Karriereknick haben, wenn sie dann irgendwann mit Mitte 20, Mitte 30, Mitte 40 im Mainstream meistens dann irgendwie 'n Kind bekommen und dann noch mal rausgehen aus der Karriere und so weiter. Brauchen wir nicht toll diskutieren. Also gar keine Zweifel.

Trotzdem finde ich die Reduktion, grade so, Du hattest das vorhin auch mal gesagt, aber ich bin mit Absicht nicht reingegangen, dass es besonders bei Frauen so ist. Ich finde, alle die Dinge stimmen aber auch bei Männern, nur eben nicht in der Ausprägung meistens. Da bin ich auch dabei. Also könnten wir noch mal gesondert drüber diskutieren. Aber was ich eigentlich sagen wollte jetzt, ist es grade, also grade jetzt in dieser Phase vor Kurzem hatte ich eine Kritik an meine Sendung und ich mag Kritik auch, also wirklich an euch draußen, wenn ihr mich kritisieren wollt, da kann ich lernen, ja.

Aber ich hatte die Kritik, weil ich zu viele Frauen interviewe. So hab ich mir gedacht. Ich hab ja geguckt, wer so so bei dir so Gast war oder ja, aber das Aber jetzt auch gar nicht so, nicht meine Partnerin, mein Schatz, die Heike, Grüße gehen aus. Nicht, dass die gesagt hat, wieso interviewst Du nur Frauen? Nicht dieses Ding, sondern tatsächlich eine inhaltliche Kritik von 'nem Mann, der gesagt hat, sag mal, gibt's keine Männer mit spannenden Geschichten.

Du interviewst ja quasi nur noch Frauen, ja. Und es ist, aber ich hab da überhaupt kein redaktionelles Konzept, sondern ich guck einfach, wer passt und wo passt auch der männlich? Du weißt ja, muss man ja alles abstimmen und so. Und dann nehm ich die Leute in der Reihenfolge dran. Ich hab demnächst auch wieder den Holger Kahn, doch Grüße gehen raus schon mal und so weiter.

Aber ist spannend, ne. Also es gibt auch eine anderes eine andere Bewegung, wo Männer Also mittlerweile fangen Männer an, auch da drauf zu achten und gucken, sind wir da eigentlich gleichberechtigt oder nicht. Find ich irgendwie auch Du hörst mal auf, dann hab ich dann hab ich tatsächlich eine Idee. Mhm. Dann hab ich, das wird den jetzt ausm Schuhen heben, weil er damit nicht rechnet.

Aber dann sage ich Sebastian, also nicht mein Schulsebastian, zu dem hab ich keinen Kontakt mehr, aber mein Freund Sebastian, der sich schon so viel von mir angehört hat, weil der hatte hat nämlich auch tatsächlich spannende Geschichten zu erzählen. Das muss ich Ja, cool. Sagen, dass er sich mal bei dir melden soll. Und das ja, vor allen Dingen connectest Du uns bitte mal. Ich weiß nicht, ob er bei LinkedIn ist oder sonst irgendwo, aber wir werden digital zusammenkommen und dann reden wir mal und das ja gerne.

Das wär auch mal schön, sozusagen die andere Seite der Medaille zu hören. Das hatten wir so in der Form auch noch nicht. Also hätte ich total Bock drauf. Und sich 'n Feuer briefen, was er Grüße an Sebastian. Ja, nee, Du briehst ihn immer nicht, sondern Du meldest ihn einfach mal so, wie er das.

Mal schauen, wie viel Rebell Rebell in ihm steckt. Liebe Sandra, ich dank dir herzlich. Es war ein ganz tolles Gespräch. Also es hätte locker doppelt so lange dauern können. Das Problem hab ich aber ehrlicherweise immer, ja, weil ich wahnsinnig gerne zuhöre und lerne von euren Viten, von meinen Gästen.

Das war bei dir jetzt auch natürlich sehr, sehr spannend, ja. Also vielen Dank, dass Du so offen warst, dass Du auch von vornherein gesagt hast, ich beantworte alles. Und ja, vielleicht denkst Du noch mal über deine Zielgruppen nach. Dann würdest Du mich sehr gerne krass werden wir mal aus. Vielleicht den einen oder anderen angepassten da draußen auch.

Ich sag herzlichen Dank. Wir sehen und hören uns bestimmt irgendwann mal wieder. Ja, und euch kaufen, danke, dass ihr wieder so lange dabei geblieben seid. Schickt uns gerne 'n Feedback, gebt uns 'n Kommentar oder whatever. Ich freu mich, wenn ihr beim nächsten Mal wieder dabei seid und sagt bis dahin.

Tschüs, Sandra und tschüs, Ihr Laphausen. Tschüs.

Mehr von BTS - Behind the Story Alle Folgen als zitierfähige Episodenseiten

Veröffentlicht mit CiteCast