Cover: Hab Vertrauen ins Leben | Ines Warschun | BTS#45

Hab Vertrauen ins Leben | Ines Warschun | BTS#45

13. August 2026 92:37 Min.
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Worum es geht

In der 45. Ausgabe von Behind the Story begrüßt Wolfgang am digitalen Lagerfeuer die Führungsexpertin und Diplom-Betriebswirtin (Fh) Ines Warschun zu ihrem allerersten Podcast-Interview überhaupt. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise durch Ines’ Lebenslauf, der alles andere als geradlinig verlaufen ist. Aufgewachsen als zweitältestes von sieben Kindern im Schwabenland, lernte sie schon früh, Verantwortung zu übernehmen, Konflikte auszuhalten und Kompromisse zu schließen – Fähigkeiten, die ihr später im Management zugutekommen sollten. Nach dem Abitur zog es sie für ein soziales Projekt in ein brasilianisches Kinderheim. Diese eindrückliche Erfahrung im Ausland schärfte ihren Blick für Machtstrukturen und den Einfluss von Führungskräften nachhaltig: Ihr wurde klar, dass echte Veränderung dort ansetzt, wo Entscheidungen getroffen werden. Es folgte ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Personalmanagement, Jahre als Personalleiterin mit Verantwortung für hunderte Mitarbeiter und schließlich – getrieben vom Wunsch, Menschsein noch tiefer zu verstehen – ein ergänzendes Psychologiestudium. Im Gespräch mit Wolfgang räumt Ines mit typischen Leadership-Klischees auf. Sie erklärt, warum gute Führung weder mit Lautstärke noch mit starren Organigrammen zu tun hat, sondern primär auf echter Beziehungsarbeit, Dialog und Empathie basiert. Zudem spricht sie gewohnt offen über die Hürden beim Schritt in die Selbstständigkeit, den Unterschätzungsfaktor von Vertrieb und Marketing sowie den Mut, den eigenen Werten treu zu bleiben. Eine Folge voller lebensnaher Erkenntnisse über persönliche Prägungen, die Balance zwischen Planung und Flexibilität sowie die Erkenntnis, warum man im Leben manchmal einfach Vertrauen haben muss.

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Transkript

Ja, halli, hallo und hallöchen und herzlich willkommen bei behind the story. Wir sind schon in der Ausgabe 45 und wenn Du das hörst, hattest Du vielleicht schon Sommerferien oder bist vielleicht grade noch Du hast eine gute Zeit und freu mich sehr, dass Du heute wieder zuhörst. Du weißt das ja, bei behind the Story schauen wir uns am digitalen Lagerfeuer Heldenreisen an. Und Heldenreisen bedeutet Lebensreisen. Geschichten von interessanten Menschen, Menschen, die mir in meinem Alltag aufgefallen sind und von denen ich aus irgendeinem Grund gedacht habe, das würde uns im Podcast sehr viel weiterbringen, mit diesem Mensch über sein, über ihr Leben zu reden.

Und genauso in über sein, über ihr Leben zu reden. Und genauso 'n Mensch sitzt mir auch heute gegenüber. Heute in dieser Ausgabe 45 hab ich die als Gast die liebe Ines Vashuhn. Und sie ist eine Frau, die sich beruflich hauptsächlich mit Leadership oder wie wir in Deutschland gerne sagen, mit Führung beschäftigt. Aber nicht mit Führung als Organigrammposition oder als Titel, sondern sie arbeitet mitten im Ansatz, Leadership Branding und Leadership spaces wirklich so zu implementieren.

So hab ich sie zumindest verstanden. Dabei arbeitet sie sehr viel mit Sprache und Dialog, was mich sehr neugierig gemacht hat und so kamen wir irgendwie dann auch zusammen. Ja, und es geht also nicht nur Herkunft, Prägung, ihr Studium, über Psychologie, über HR, über Führung. Alles das sind Dinge, die interessant sind. Aber für mich interessiert vor allen Dingen, warum sie sagt, dass gute Führung vielleicht weniger mit Lautstärke und mehr mit Wirkung zu tun hat.

Auf jeden Fall hat sie, und das weiß ich, eine sehr spannende Lebensweise. Und deswegen sage ich jetzt mal herzlich willkommen am digitalen Lagerfeuer. Herzlich willkommen bei Behind the Story. Herzlich willkommen, liebe Ines Vasschuhen. Danke dir Wolfgang für die Einladung.

Ja, bin auch sehr gespannt, wo uns das Gespräch heute hinführt und dass wir heute sagen, dann lass uns starten. Ja, bist Du eigentlich Podcast Profi oder oder hast Du schon mehrere gemacht oder wie wie sieht das denn bei dir aus? Nee, Podcasts habe ich jetzt so noch nicht gemacht, das ist tatsächlich heute auch mein erstes Podcast. Oh, Premiere. Genau.

Und ich glaub, da habe ich mir mit dir auch genau den richtigen Menschen ausgesucht. Hatte ich ja im Vorfeld gesagt, das ist ja immer, wenn man was Neues macht, ist man auch son kleines Ding aufgeregt und gleichzeitig ist es aber auch immer schön auch mal was Neues auszuprobieren. Ich hab schon viele YouTube Videos gemacht, so vor der Kamera stehen, sprechen, alles gut, aber ist doch noch mal was anderes jetzt auch mal interviewt zu werden und ich hab, wo Du mich gefragt hast, hab ich ja auch gedacht so, okay, so ein bin ich ja noch gar nicht so von meinem Leben zu erzählen, aber auf der anderen Seite, ich glaub, jeder von uns hat was Spannendes beizutragen und vielleicht ist 'n Impuls dabei, der jemandem hilft. Ja, auf jeden Fall und ja, jedes, alles ist ja für beim ersten Mal für jeden Menschen neu. Also insofern herzlich willkommen in dieser Welt.

Und zum zweiten Jahr, das ist übrigens so 1 dieser häufigen Vorurteile beziehungsweise der Bedenken, die mir gegenüber geäußert werden, wenn ich Menschen einlade, dass sie sagen, ich bin ja noch gar nicht so alt. Und es geht bei diesem Podcast ja nicht irgendwie Lebenswerk, sondern es geht Entscheidungen, es geht Abzweigungen im Leben. Es geht auch vielleicht Ansichten und Perspektiven, die wir nach draußen geben. Und das kann 'n Fünfzehnjähriger genauso wie 'n Fünfundsiebzigjähriger den Menschen draußen geben. Und ich hab auch schon mit sehr jungen Menschen sehr, sehr spannende Podcasts gemacht.

Also hat a mit dem Alter nichts zu tun und b sagen die Leute als zweiten den Einwand häufig, ja, ich bin ja kein Held. Ich möchte keine Heldenreise besprechen. Es geht aber nicht darum, dich zu glorifizieren, sondern die Heldenreise ist ja 'n Muster, das man auch gut im Marketing, auch in HR übrigens und in im Leadership benutzen kann, Inhalte besser zu transportieren, Dinge zu strukturieren und so weiter. Und deswegen machen wir jetzt sozusagen einen kleinen Ausflug in die Heldenreise von Ines war schon. Mhm.

Ja, meine Liebe, ich fange immer an, die Stammhörer wissen das, sozusagen in der Kindheit, in der Grundschulzeit. Und was mich da besonders interessiert, ist so die Region, in der Du groß geworden bist. Man hört 'n leichten Dialekt raus. Der erinnert mich nur an den lieben Karl Kratz, von dem übrigens auch das Zitat eben stammt. Alles ist für jeden Mensch beim ersten Mal neu.

So ist es ja auch mitm Podcast. Also ich hab eine Tendenz, wo Du vermutlich herkommst, aber vielleicht sagst Du's einfach gleich noch mal so, die Region zumindest. Und mich würde mal interessieren, wie Du dich selbst so wahrgenommen hast als Kind. Mhm. Okay, also den leichten Dialekt, den man vielleicht raushat, ist das das Schwäbische.

Ich bin im Oscarkreis aufgewachsen. Mehr Schwäbisch kann ich auch tatsächlich nicht. Meine Eltern mehr Hochdeutsch gesprochen hatten. Genau und da bin ich in Elbangen aufgewachsen, eine schöne Kleinstadt mit in 'nem Schwabenländle. Genau.

Wie ich als Kind war, gut, ich bin sozusagen als Zweitälteste von 7 Kindern aufgewachsen. Das war bei uns ein, sag ich mal, sehr volles Haus, sehr viel Trubel, sehr viel zu tun. Als Zweitälteste und älteste Tochter quasi hatte ich natürlich auch immer schon sehr viel Verantwortung für meine jüngeren Geschwister quasi. Und muss ich sagen, hat die auch ein sehr starkes Vorbild in meiner Mutter, was Selbstständigkeit und Unabhängigkeit angeht, weil meine Mutter als Lehrerin immer irgendwie alles gewuppt hat. Kinder arbeiten und ja damals schon glaub ich in Samo Dennis Frauenbild auch gelebt hat, das noch gar nicht so üblich war.

Genau. Mhm. Und ich selber als Kind, Kindheit ist lange, aber wir müssen mal keine Ahnung so, weiß ich nicht, Grundschutz halt schauen, würde ich so spontan sagen, lebensfroh, sehr viel kreative Ideen, gleichzeitig aber durchaus auch introvertiert und sobald ich lesen konnte, hab ich gelesen. Mhm. Genau.

Weil lesen dir was gegeben hat, Genau. Weil lesen dir was gegeben hat damals, was glaubst Du? Also ich lese auch heute noch wahnsinnig gerne, dass wenn Du mich irgendwie nach meinem liebsten Hobby fragst, lesen. So. Und immer schon wahnsinnig gerne in Richtung Fantasy, beziehungsweise gut damals waren es natürlich auch Pferdebücher und Hanni und Nanni und was es da so gegeben hat, all das entsprechend natürlich.

Ich fand das immer unglaublich spannend. Also gerade auch wenn man vor allem Richtung Fantasy schaut, das ist einfach so, es alles möglich, das ist eine Welt der unbegrenzt Möglichkeiten, Ideen, man kann alles irgendwo auf den Kopf stellen und ganz neue Welten erschaffen und das hat mich immer schon unglaublich fasziniert und ich hab deswegen alle Geschichten regelrecht aufgesaugt, die ich bekommen konnte. Also meine Mutter ist mit uns, also meine Geschwister sind da ähnlich gestrickt wie ich auch wirklich alle 2 Wochen in die Bibliothek und wir sind mit 'ner großen Tasche hinten und mit 'ner großen Tasche zurück wieder. Und wir haben alle viel gelesen. Was hat deine Mutter für Fächer gelehrt?

Französischer Erdkunde am Gymnasium. Haben Sie schon auch Sprache mit dabei hier? Ja, genau, genau, ja. Okay. Lesen nennt man ja auch oder zumindest ich hör sehr, sehr gerne Lanz und Brecht.

Ich mag diesen Richard Precht, Richard Lanz hätte jetzt beide gesagt, ja. Den mag ich sehr, das ist ja 'n Philosoph, der ist 'n bisschen umstritten, aber der ist halt wahnsinnig klug und der sagt immer, Lesen ist Denken mit 'nem anderen Gehirn. Und ich finde, das stimmt irgendwie und deswegen ist es für Kinder auch so schön, in diese anderen Welten einzutauchen. Und toll, wenn man das ins Erwachsenenleben übernehmen kann. Direkt die 1.

Frage und darauf bereite ich dich schon mal vor, meine Liebe. Du hast ja 'n Briefing von mir bekommen, was aber wie alle bei allen anderen Gästen nur eine Leitlinie ist oder eine Leitplanke für uns links und rechts, aber darin bewegen wir uns frei hin und her und ich frage in der Regel immer das, was mir grade einfällt. Und die Frage, die ich jetzt stelle gleich, die kommt eigentlich viel später, aber die liegt mir jetzt auf der Zunge auf dem auf Basis dessen, was Du grade gesagt hast. Und zwar bist Du das 2. Kind von 7.

Und das heißt, Du hast 5 jüngere Geschwister, wenn ich richtig gerechnet habe. Ich bin jetzt nicht so stark in Mathe, aber das krieg ich hin. Glaubst Du, dass die gefüllte Verantwortung fürn Kind, das 5 jüngere Geschwister hat, dass das automatisch dazu führt, dass man sich später besser mit Führung auseinandersetzen kann? Also hat das irgendwelche Impulse gegeben, von denen Du heute sagst, davon profitiere ich im Job oder sagst Du, es ist eigentlich egal, ob man Kind Nummer 1 oder Kind Nummer 7 ist? Das kann in alle Prägungen gehen.

Mhm. Lass mich mal so formulieren. Also ja, sicherlich hat mich das sehr sehr stark geprägt, weil ich natürlich sehr früh sehr viel Verantwortung hatte und ich auch natürlich manchmal heute merke, dass ich vielleicht auch sogar mal zu schnell in Verantwortung reinspringe. Also alles was stark ausgeprägt ist, kann auch natürlich mal quasi dann zu viel werden, ne, wo man dann gucken muss, ist das für einen noch gut vielleicht auch. Ich mein, so, das gehört ja auch zu Lebenserfahrungen dazu, das sich zu sortieren.

Was Thema Führung angeht, würde ich sagen, diese Bereitschaft, sag ich mal, Verantwortung zu übernehmen, sich zu kümmern, auch zu sagen, okay, was braucht denn der andere? Wie kann ich jemand anderen da auch unterstützen oder wo kann ich wo kann muss ich vielleicht auch Regeln aufstellen? Wie muss ich vielleicht auch konfliktfähig sein, damit das Ganze in sein, damit das Ganze in sich funktioniert, ne. Also ich meine, Verantwortung für jüngere Geschwister heißt ja auch sehr viel Konflikte aushalten, austragen, klären, Lösungen gemeinsam finden, Kompromisse finden. Ich mein, das sind natürlich schon alles Sachen, die auch später, sage ich mal, zu 'ner gesunden Führungskultur dazugehören sollten, wenn man das gut gelöst bekommt, ne.

Es heißt ja nicht zwingend, dass man's gut gelöst kriegt. Ich würde aber sagen, auch wenn ich jetzt das jüngste Geschwisterkind bin, ich mein, dann lerne ich unter Umständen unter Umständen lerne ich sicherlich natürlich auch andere Dinge als jüngste Schwester zum Beispiel, die mich aber natürlich auch positiv prägen können für eine Führungsrolle. Aber ich sag mal halt mit 'nem anderen Schwerpunkt, so würde ich's formulieren, ja? Deswegen würde ich mich da gar nicht so festlegen, weil auch 'n jüngstes Geschwisterkind, ich mein, ich hab mich schon sehr viel mit meiner jüngsten Schwester unterhalten und ich denk, das darf ich auch so sagen, ist ja entschuldigt ganz klar, wenn sie 6 ältere Geschwister hat, dann hat man 6, die auch nach einem gucken, die auf einen aufpassen, die einem auch vielleicht mal Sachen sagen, die man nicht hören möchte. Gleichzeitig hat man aber trotzdem immer jemand, der auch nach einem schaut.

Und wenn ich da selber mal in 'ner Führungsrolle bin, sie ist zum Beispiel auch als Trainerin tätig, dann habe ich aber dadurch, dass ich diese Selbsterfahrung gemacht hab, unter Umständen auch noch mal 'n anderen, sag ich mal, Blick eben auf die Menschen, die ich dann führe oder für die ich jetzt in dem Moment verantwortlich bin. Ich glaub, es geht eher darum, ob ich in der Lage bin, frühere Erfahrungen in bestimmten Rollen zu reflektieren und eben dann zu übertragen auch, ne. Und mir dessen bewusst zu sein. Ich glaub, das Schwierige ist eher, wenn ich Dinge einfach tue und nie drüber nachgedacht hab, warum mache ich das? Wieso mache ich das?

Wieso regiere ich jetzt auch so? Und dann halt einfach handle, ne? Sondern es entsteht ja dann gerade auch diese große Stärke, auch aus früheren Erfahrungen heraus oder auch Gedanken, die man sich gemacht hat, wenn man die Sachen ja auch reflektiert hat und dann auch bewusst einsetzen kann. Und das dann am Ende des Tages dann ja das am Ende des Tages ja auch zu 'ner gewissen Empathie für das Einfühlungsvermögen für andere. Mhm.

Ja, ich glaube, dass Also genau das, so, es war eine super Antwort und ich glaube, also ja, man, ich bin jetzt kein Psychologe, aber ich glaube, dass jemand, der weniger Prägung mitbekommen hat, weil er ja nur in Anführungszeichen ein ältest Geschwisterkind hat, aber mehr in der Vorbildrolle war, weil er ja 5 gehabt hat, die sich irgendwie immer an einem orientieren und reiben und mit all den Dingen, die jeder der Geschwister hat, kennt. Ich glaube, dass das schon irgendwie prägend für die Zukunft sein kann. Aber Du hast es ja sehr, sehr gut erklärt. Frage, die sich noch anschließt, ist, deine Mutter sozusagen linguistisch begabt, sag ich jetzt mal, Du 'n Kind, das wahnsinnig gern gelesen hat, Frage 1. Ich frage immer oft Doppelfragen, sorry dafür.

Frage 1, war Deutsch dein Lieblingsfach in der Grundschule? Ja. Und Tatsächlich? Also Deutsch und malen, also Kunst sozusagen. Mhm.

Aber Deutsch. Umgang mit Sprache und Kreativität sozusagen. Ja, absolut. Ja. Und Frage 2, wir wollen gar nicht, ich will gar nicht näher auf deine Familie eingehen, aber Du hast Familie und Kinder.

Würdest Du sagen, dass Du deine Kinder da in die Richtung dahingehend auch erziehst oder dass die von sich aus auch so sind, dass die aufeinander aufpassen, dass es da Führungsebenen gibt und so wie? Wie nimmst Du das jetzt aus der Mutterrolle wahr? Mhm. Mhm. Das kann ich dir schon so beantworten, dass ich sagen kann, ich 8.

Da tatsächlich sehr drauf, wie, sag ich mal, das Verhalten untereinander ist bei den Kindern. Weil ich sag mal dieses, wie ist Konfliktverhalten, wie geht man miteinander wie löst man das? Na, haut man sich auf die Rübe oder schafft man das auch ab 'nem bestimmten Alter dann, sagen wir mal, die ersten Lösungsansätze zu finden, Kompromisse zu finden, vielleicht auch mal was zu teilen, Frust auszuhalten, auch mal zurückzustecken. Das ist etwas, wo man mit Kindern schon sehr gut begleiten kann. Nicht, dass man immer sofort reinspinnt und die gar nichts klären lässt, aber wenn man merkt, irgendwas eskaliert, dann danach, wenn sie's beruhigt hat, in Ruhe mal miteinander reden, das besprechen, zeigen Lösungsansätze aufzeigen, sich selber Lösungsansätze suchen lassen gemeinsam und das mache ich sehr viel mit den Kindern, weil ich das für eine ganz wichtige Fähigkeit für die Zukunft halte.

Einmal was ihre Beziehungsfähigkeit mal angeht, Sozialfähigkeit und auch die Bindung, die sie später mal zueinander haben und ja. Aber ich glaub gleichzeitig muss man sich auch immer sehr bewusst sein, dass man das immer nur bis zum stimmten Stück steuern kann, weil Kinder eigene Charaktere sind, ihre eigene Stärke mitbringen und mal einfach sage, ich eher so Ansätze bringen kann, wo man die, ja, was soll ich sagen. Ich ich, wie sagt man, ich sag, ich habe sehr gern das Modell so Hilfe zur Selbsthilfe, so vom Grundgedanken her und gerade in dem Bereich, ja, versuche ich einfach meinen Kindern mehr Blickwinkel, mehr Wege aufzuzeigen, als sie vielleicht in dem Moment finden konnten. Und mehr auch nicht immer Gottes Willen, aber wenn ich mir das so zu heute anschaue, wie sie miteinander agieren, bin ich immer sehr froh, weil ich seh, dass sie eine sehr enge Bindung zueinander haben und auch Freundschaften aufbauen können und ja, dann denke ich mir, okay, das so scheint schon zu funktionieren, wie ich mir das vorgestellt habe oder wünsche. Genau.

Okay, mit Blick auf deine Grundschulzeit, da sind wir ja gerade noch in deiner Vita. Hattest Du son absoluten Lieblingsfreund, Lieblingsfreundin, Gab's da irgend 'n Mensch, von dem Du sagen würdest, das war 'n besonderer Bezug? Oder sagst Du, nee, das war eigentlich eine ganz gute Klassenkombination da mit Menschen? Oder sagst Du, nee, ich hab mich da gar nicht wohlgefühlt? Wie war die Situation so?

Ja. Also also Grundschule hatte ich dann schon, ja so ein, 2 engere Freundinnen, aber das hat sich dann auch nicht so gehalten. Also die eine ist weggezogen, das war dann sehr schade, das war eigentlich Nachbarsmädchen sozusagen, die ist dann weggebrochen für mich und ansonsten, das hat sich dann tatsächlich, ja, man verändert sich ja sehr stark auch in Disney Jahren. Ich muss sagen, ich hab tatsächlich meine Freundschaften eher über meine Hobbys dann geschlossen auch so dann später, ne, was ich gemacht hab, jetzt tatsächlich weniger an der Schule. Man muss aber auch dazu sagen, wir mussten in der Pause ja immer raus, in den Pausenhof und da hab ich, also da war ich auch draußen, aber in den 5 Minuten Pausen, ich hatte immer 'n Buch dabei.

Das fand ich persönlich tatsächlich spannender, weil ich dann immer die Zeit genutzt hab in den 5 Minuten anstatt irgendeinen Blödsinn zu machen mit den Klassenkameraden. Ich hab gelesen. Mhm. So. Und das war auch okay für alle, ne?

Also und dann so über die Hobbys immer da quasi, das macht das einen selber auch begeistert dann später da, sag ich mal, sind dann einfach auch gleich diese Freundschaften entstanden. Mhm. Letzte Frage zu dem Komplex, die steht hier noch auf meinem Zettel, Ich schreib immer heftig mit, also nicht imitieren lassen, son bisschen im Kontext auch zu fragen. Wenn Du, also Mutter linguistisch, bugab, ich sag das bereits Französisch, Du 'n deutschaffines Kind mit Lese, mit mit mit Leseaffinität so, also um's mal 'n bisschen einfacher auszudrücken, Du warst 'n Kind, das gern gelesen hat, ja. Weiß gar nicht, warum ich heute so kompliziert rede.

Und die Frage, die sich anschließt, hast Du damals oder schreibst Du heute? Also hast Du damals geschrieben auch für dich, keine Ahnung Tagebuch, irgendwelche anderen Dinge? Genau. Oder schreibst Du heute auch? Machst Du oder schreibst Du vielleicht sogar Bücher?

Keine Ahnung. Wie wie sieht's dir aus? Ja, also ich muss jetzt nur sagen, mein Vater war da auch sehr, ja, wie sagt man, linguistisch begabt, das mal so zu formulieren oder das das war einfach bei unseren Eltern auch bei beiden sehr, sehr wichtig an der Stelle und haben da auch immer sehr drauf geachtet. Und ich hab so richtig jetzt geschrieben hab ich nicht, aber ich kann dir sagen, Kind hab ich mal, ach Gott, da war ich vielleicht 9 oder 10 Jahre als zum Beispiel Die kleine Hexe oder vielleicht das Buch kennt, hab ich mir dann selber als Theaterstück umgeschrieben und hab das mit meinen Geschwistern eingeprobt, die ich quasi zur Verfügung hatte. Ich hatte ja 'n paar und hab mich quasi so auf der Ebene deswegen ausgedruckt.

Also solche Sachen hab ich halt gemacht, ne? Ich muss sagen Tagebuchschreiben und solche Sachen, das dauert mir immer zu lange, bis ich das auf Papier hab, da hab ich es immer schon zehnmal zu Ende gedacht. Also ich bin auch ein großer Fan von Sprachnachrichten oder jetzt Transkribieren, finde ich mega gut, dann kann ich, ich hoffe, ich rede jetzt auch nicht so schnell, dann kann ich so schnell reden, wie ich rede und es ist dann nachher trotzdem Text. Also ne, so, deswegen Also jeder redet hier in der Geschwindigkeit und wir reden auch in der Länge, wie wie es sich für uns gut anfühlt. Okay.

Und dann ist es genau richtig. Ja. Okay super, ja ich hab schon öfter mal das gehört, dass ich einfach auch wirklich zu schnell rede und das weiß ich auch, aber auf der anderen Seite, das bin ich halt auch und deswegen, ja, ich versuche mich ja schon so ein bisschen zurück zu halten, auf der anderen Seite weiß ich, dass andere Menschen das auch wieder total angenehm finden, weil die dann auch so schnell unterwegs sind, wie ich an der Stelle. Deswegen am Ende des Tages muss man sich das aussuchen, wie es einem dann ja auch passten, so wie es von Mensch zu Mensch ja auch ist, ne. Genau und ich sage immer, wer schnell denken kann, kann auch schnell reden.

Von daher passt das alles. Ich stell immer so eine Frage am Ende von diesem Komplex. Die ist 'n bisschen metaphorisch und auch nicht so einfach zu beantworten, glaub ich. Ich stell sie trotzdem mal und schau mir mal, ob Du dir dazu 'n Eindruck einfällt. Und zwar frage ich immer die Menschen, wenn wir jetzt einfach mal so den Komplex abschließen bis zum Ende der Grundschule.

Also groß werden, irgendwann wird man sich selbstbewusst, so mit 5, 6, 7 nimmt man sich wahr, man kommt in eine neue Umgebung, neue Freunde, 1. Hierarchien, Schule, Schulstunden, also das ganze Thema. Irgendwann sind wir so in der vierten Klasse und es ändert sich wieder was im Leben. Und meine Frage, wenn Du jetzt einfach generell privat wie in der Schule auf die Ines guckst zu dem Zeitpunkt, wenn sie von der vierten in die 5. Klasse wechselt, Glaubst Du, bis dahin hattest Du das Gefühl, ich bin gut, ich bin richtig angekommen, ich bin glücklich?

Oder gab's da schon Krisen? Ich frag deswegen, damit Du da kurz Zeit hast, überlegen, ist ja keine so einfache Frage. Und ja, wie gesagt, jeder beantwortet die auch nur so, wie er möchte. Aber ich frag deswegen, weil es gibt immer Parallelen in den Gesprächen mit den Menschen hier bei Behind the Story. Und was ich festgestellt habe, ist a, und das ist sehr überraschend für meine Gäste, fast alle starken Menschen, die ich als stark bezeichnen würde, die ich hier eingeladen habe, haben sehr, sehr viele Geschwister.

Also ich würde sagen, 8 und 10 Menschen, die hier waren, kann man ja alles nachhören, haben 5 oder mehr Geschwister. So, das ist das 1., was mir aufgefallen ist. Und ich kann das nicht begründen, ich bin kein Soziologe, kein Psychologe, ist mir aber aufgefallen. Und das 2. Ist, ich es gibt unterschiedliche Viten später, wenn Menschen sagen, okay, ich war 'n total glückliches Kind, ich war total behütet oder in dieser frühen Phase des Lebens schon mal eine echte Krise hatten oder 'n Selbstzweifel hatten oder so.

Und deswegen frag ich immer, das ist aber eine sehr intime und persönliche Frage, die muss man auch nicht beantworten, da kann man auch drüber gehen. Aber ist trotzdem spannend zu wissen, weil für mich klingt das jetzt, also ich versuch mir jetzt die jenes vorzustellen im Alter von 10, 11, ja. Und das klingt für mich nach 'nem total ausgeglichenem, auch sehr selbstbewussten Kind, weil das hast Du vielleicht so nicht wahrgenommen. Aber wenn jemand in der Grundschule mitm Schulbuch die 5 Minuten Pausen überbrückt, so wie Du's gesagt hast, dann ist das für mich aus meiner Perspektive 'n Zeichen von Stärke, weil so was ja auch gern mal stigmatisiert wird dann, ja. Keine Ahnung, da sitzt die Leserwarte oder die geht jetzt nicht mit raus, irgendwie Käfer zerdrücken oder was Kinder alles in dem Alter für sinnvolle Tätigkeiten machen, ja.

Sondern die setzt sich mit 'nem Buch in die Ecke. Das ist nicht sozusagen, ja. Und Bitte. Das auszuhalten und sich da in der Rolle auch wohlzufühlen und so hab ich dich wahrgenommen, erfordert eine gewisse Stärke. Also lange Rede, lange Begründung, kurze Frage.

Glaubst Du, zu dem Zeitpunkt so 10, 11, 12, warst Du 'n glückliches, zufriedenes Kind? Das ist jetzt, also das ist tatsächlich echt schwierig zu beantworten, ne, weil also ich kann's dir vielleicht mal andersrum sagen, weil Du hast gerade gesagt, ich hab auf dich jetzt da 'n sehr selbstbewussten Eindruck gemacht, so hätte ich mich damals tatsächlich gar nicht beschrieben. Vielleicht, also gerade das mit dem Lesen, ich mein das war ja immer irgendein Buch, das mich jetzt gerade interessiert hat, aus Spirgerei meistens. Das war mir tatsächlich egal, wie die anderen, also mir war es wichtig und das war mir irgendwie egal, weil ich meine mir ist wichtig, was meine Freundinnen davon gehalten haben und nicht der Rest der Klasse so in etwa, ja. Und das haben ja auch alles alle akzeptiert und ja Leseratte war mein Spitzname tatsächlich auch, aber ich hab das jetzt mir als negativ empfunden, weil es hat ja gestimmt.

Also von daher alles gut, damit hab ich mich sozusagen identifizieren können oder angesprochen gefühlt. Ich war aber tatsächlich auf der anderen Seite ein sehr sehr schüchternes Kind tatsächlich. Also ich hab ganz lange Schwierigkeiten gehabt und das hat sich auch erst sehr spät gelegt, zum Beispiel fremde Menschen anzusprechen, ja. Da hab ich echt auch richtig Panik gehabt. Also das hat sich extrem geändert, seit ich, sag ich mal jetzt auch erwachsener geworden bin und man dann ja auch viel mit Menschen zu tun hat und ja auch noch mal selber sich selbstbewusster wird so das Ganze.

Aber das lag vielleicht auch da dran, wir sind halt nicht im Kindergarten gewesen. Ich war die ersten 6 Jahre halt auch wirklich zu Hause und dann bin ich in die Schule gekommen und das war so dann halt auch wirklich so auf sich alleine gestellt zu sein, 'n Stück weit das 1. Mal und da hab ich dann schon auch 'n paar Jahre für mich gebraucht, weil ich eben schon von vom Kern her son bisschen zurückhaltender war, da so richtig dann so anzukommen und das na so die Welt da quasi auch so für mich zu entdecken. Gleichzeitig ist mir Schule immer sehr leicht gefallen. Also ich hab das gerne gemacht, ich fand das alles super und es ging irgendwie auch 4., 5., 6.

Alles noch so weiter. Also ich das war für mich gar nicht so der riesengroße Sprung, dass ich sag, oh, jetzt hab ich in der fünften plötzlich Megaproblem, mitzukommen. Auf den Genossen sind es, weiß ich nicht, das sieht irgendwie so. Wenn ich kurz rein darf, an der Stelle, hattest Du da einen örtlichen Wechsel? Also oder konntest Du sozusagen in die Grundschule laufen oder in der Nähe fahren?

Nee, wir konnten laufen. Beides. Und und auch dann im fünften Schule. Ja, genau. Das war alles Und das ist häufig für Menschen 'n Break, das hab ich festgestellt noch in den Gesprächen.

Wenn Du sozusagen bis zum bis zur vierten Klasse in deiner Hut bist Aha. Irgendwie. Und dann musst Du raus in die Welt. Das ist dann vielleicht zum ersten Mal mitm Schulbus fahren oder solche oder mit der Bahn, solche Sachen. Das ist dann manchmal noch mal 'n Cut.

Mhm, mhm. Ja, wir sind dann schon umgezogen, aber das war innerhalb von der Stadt und deswegen Mhm. Ich musste davor in die Grundschule, ich glaub, das war eine halbe Stunde Schule, das war jetzt tatsächlich relativ weit durchlaufen, musste dann auch ausm steilen Berg immer hoch und dann, als ich aufm Gymnasium war, war's größten Teil der Zeit war eine 2 Minuten Fußweg entfernt. Das war dann Okay. Ganz schnelle Geschichte.

Das war noch mal 'n Upgrade sozusagen für den Dienstweg. Absolut, vor allem als mit 'nem Teenageralter. Bis 7 Uhr 35, glaub ich, ging die Schule los, 7 Uhr 25 bist Du ausm Bett gesprungen, so in etwas geht ja alles ganz super. Okay. Dann machen wir an der Stelle mal 'n kleinen Break, liebe Ines.

Entschuldigung. Machen wir 'n kleinen Break, weil ich hab immer so am Anfang des, am Ende des ersten Blocks sone Schnellfragerunde. Einfach, mal 'n bisschen festzustellen, wer Du denn bist und was Du so für Vorlieben hast. Da würde ich sagen, gehen wir einfach mal rein und schauen wir mal, wer Ines aber schon so ist. 1.

Frage, Kaffee oder Tee? Schwarstee mit Milch. Wein? Also ich trink schon Kaffee, aber tatsächlich erst seit wenigen Jahren, aber ich hab immer schon Tee gerne getrunken und ich mag einfach, also Schwarztee mit Milch, das finde ich einfach sehr lecker. Warst Du in deiner Kindheit viel in England?

Nee. Schüleraustausch oder sowas, weil Tee mit Milch ist ja Ja nein, ich hab das von 'ner Kommilitonin gelernt, die, ich weiß gar nicht mehr, wo die hier war. Auf jeden Fall, die war schon sehr viel international unterwegs gewesen und die hatte das dann mal gemacht. Und ich am Anfang sehr skeptisch, weil ich mir gedacht hab, hä, wieso tut man da Milch rein? Ich hab's ehrlich gesagt auch ein bisschen im ersten Moment eklig gefunden, weil ich dachte so, oh, das passt doch gar nicht.

Aber ich lass mich auf so neue Sachen ein und dachte ich so, okay, ich probierst Du das halt mal, weil sie so begeistert war. Und dann, ja, ab dem Moment hatte es mich. Bist Du dabeigeblieben? Genau. Okay, hast Du, wir haben über über Sprache gesprochen, über deine Leseaffinität, hast Du bis heute at all irgendein Lieblingsbuch, von dem Du sagst, das steht weit vor allen anderen?

Nee, tatsächlich nicht. Mhm. Gibt es eine Kategorie Bücher, die Du gerne liest? Fantasy. Fantasy, immer noch.

Ja, ja, immer noch. Ich muss sagen aber unbekannte Möglichkeiten. Ja. Also ich muss sagen, ich hab inzwischen ja wirklich extrem viel gelesen und natürlich liest man inzwischen auch sehr viele Bücher, wo, also wenn Du sehr viel gelesen hast, siehst ja irgendwann das Muster dahinter, wie so Bücher auch aufgebaut sind, ne. Dann die Heldenreise, die Story, die Story, wie auch, wie sind die Ideen dahinter, nach welchen Gesetzmäßigkeiten werden Welten aufgebaut?

Das ist ja auch alles sehr spannend und da gibt's natürlich auch viele Sachen, wo Du sagst, ja, kenne ich, kenne ich, kenne ich 'n Stück weit, aber vielleicht ist die Geschichte trotzdem grundsätzlich gut und was ich aber extrem liebe ist, wenn Gesetzmäßigkeiten einmal komplett auf den Kopf gestellt werden tatsächlich und weil es gibt immer irgend einen kreativen Kopf, der nochmal eine coole Idee hat, die ich vorher noch nie gelesen habe, ja? Mhm. Und das find ich dann echt spannend. Und ich muss auch sagen, was ich bei Fantasy sehr gut finde, das kann man sich vielleicht von außen gar nicht vorstellen, wenn man da nicht so tief drinnen ist. Es werden oft auch sehr, sehr, sag ich mal philosophische Ansätze drin verpackt.

Es geht ja ganz oft Toleranz, ne. Sag ich mal natürlich Kampf gut gegen böse logischerweise, aber ganz oft sind Charaktere auch so nicht rein schwarz weiß, sondern sag ich mal so ne, der Mensch hat ja viele Facetten und je nachdem wie gut die Bücher sind, wird auch das sehr schön rausgearbeitet. Natürlich jetzt auch mit meinem psychologischen Background hab ich auch da 'n bisschen höhere Ansprüche, das heißt wenn bestimmte Situationen beschrieben werden, merkst Du natürlich zum Teil schon, wie tief ist jemand auch da eingetaucht und hat sich auch wirklich damit beschäftigt, wie jetzt so'n Charakter, wenn er sowas erlebt, auch reagiert, mit welcher Tiefe et cetera, ne. Aber wenn das gutgeschrieben ist, dann ist auch das sehr schön zu lesen und man nimmt selber auch tatsächlich wieder was mit, ne. Weil man Du analysiert während dem Lesen auch noch sozusagen den Schreibstil dann.

Ja, das passiert ja automatisch. Das wisst ihr, also für mich jetzt. Mich natürlich nicht mehr. Ja. Okay, krass.

Ich finde auch, dass also Science Fiction und Fantasy, so würd ich's mal zusammenfassen. Ich bin, glaub ich, eher noch 'n Stück weit in die Science Schiene gegangen früher und heute auch noch, dass die ja auch unfassbar viele bahnbrechende Innovationen gefördert haben. Also keine Ahnung, als die Leute in den Sechzigerjahren Raumschiff Enterprise hieß das ja damals noch geschaut haben. Und die Leute haben dann kommuniziert mit so kleinen Dingern, so Dekodern oder so was, da war das ja crazy Shit, ja. Und heute ist es quasi normal.

Und ich glaube, ich find, es hat immer sehr viel Bezug zur Realität auch irgendwie. Also zum Beispiel nutz ich in meinen Vorträgen jetzt immer, wenn's KI geht, die Frage, was ist denn jetzt so richtig? KI, setz ich jetzt voll auf KI oder bleib ich bei Human in the Loop und bleib ich bei Mensch? Und dann sag ich immer, es ist 'n bisschen die Entscheidung Kirk, ja, der sehr der sehr emotional reagiert hat immer und sehr bauchgetrieben war und auch unlogische Entscheidungen getroffen hat, oder ist es erst Bock, der überhaupt keine Emotionen kennt? Also der steht für mich für als Synonym für KI und der andere eben Kirk als Synonym für Mensch.

Und ich find, man kann aus diesen ganzen Storys so viel rausziehen, wenn man 'n bisschen hinterschaut. Also kann ich extrem gut nachvollziehen. Ja. Ja. Weil das neue Genre, das gab's zum Beispiel mir als Kind noch nicht, was ich, was ich gar nicht glaub, wie das richtig heißt.

Es gibt inzwischen auch extrem viele Bücher, wo Du simulierst, dass Du im Computerspiel drinnen bist. Mhm. Und sozusagen das aber wie wie wie in echt sozusagen erlebst und deine Level Upgrades hast und dann dein dein Punktestand mit Leben und Skills und wie du das machen kannst und Also bist ja so richtig dann in dieser Welt drinnen. Auch das ist ja etwas, das gab's ja früher noch gar nicht logischerweise und auch da da hat sich jetzt auch ein riesen Genre entwickelt, wo ich sag, ja, das das ist ja aber etwas, da kommen wir bis, sag ich mal, in bestimmten Punkten oder man muss mal schauen, na ja auch jetzt schon hin mit den Brillen oder dass man das ja noch immer echter auch erlebt und die Bücher sind da halt einfach schon 10 Schritte weiter und beschreiben das quasi schon, wie man das Ganze in echt erleben kann. Und das finde ich auch mega faszinierend, obwohl ich selber gar kein Computerspieler bin.

Aber so diese, eben diese Vorstellungskraft, die dahinter steht und auch diese analytische Vorgehensweise, finde ich auch spannend. Ich muss dazu sagen, ich finde, also auch beim Schreibstil, das mach ich mir oft einen Spaß draus, ich guck gar nicht, ob das ein männlicher oder weiblicher Autor ist, sondern ich guck am Rand von der Art, wie die Geschichte geschrieben wird, ob das aus meiner Sicht ein Mann oder eine Frau geschrieben hat und ja, wie die Geschichte da aufgebaut ist und für mich persönlich deckt sich dann oft auch die Erkenntnis damit, dass es stimmt, weil ich finde schon, dass man da auch Unterschiede sieht und Also Du meinst 'n männlicher Fantasyautor schreibt 'n Tick anders als 'n weiblicher Fantasyautor. Also meine persönliche Erfahrung hat, natürlich nie über alle hinweg, ne, gebrochen, aber ja. Ja. Und Führen führen männliche Führungskräfte auch signifikant anders als weibliche?

Ich hab Okay. Vermutung, was da jetzt für eine Antwort kommt, aber ist ja eine Analogie zu dem Thema, ne? Ja. Da scheue ich mich aber tatsächlich immer davor, eine klare Antwort zu geben, weil ich tatsächlich auch sagen muss, wenn ich jetzt von meiner Meinung nach ich tatsächlich auch sagen muss, wenn ich jetzt von meiner persönlichen Erfahrung reden würde, dann habe ich jetzt mehr männliche Führungskräfte beraten, viel, viel, viel mehr männliche Führungskräfte, weil's halt leider weniger weibliche Führungskräfte gibt. Natürlich habe ich in diesem Beispiel, wenn ich da Frauen erlebt hab, natürlich Unterschiede gesehen, allerdings wär das jetzt für mich, was die Kohorte zu klein und da jetzt wären, im Vergleich zu ziehen.

Aber ganz grundsätzlich würde ich schon sagen, dass ich schon einen Unterschied wahrgenommen habe, aber gleichzeitig gibt's natürlich Ich ich will jetzt nicht so arg rumeiern bei dem Thema, aber ich find, man muss trotzdem gleichzeitig immer aufpassen, dass man nicht zu verallgemeinern wird, weil letztlich am Ende des Tages zählt das Individuum. Ich mache bei den Autoren halt 'n Spaß draus, weil ich das so für mich mal festgestellt habe, aber bei Führungskräften ist es ja so, man könnte natürlich sagen, klar Frauen sind ja vielleicht sag ich mal näher an den Emotionen dran, da vielleicht sogar stabiler, können damit anders umgehen, sind empathischer vielleicht und bei den Männern, die sind da vielleicht 'n Tick rational oder so, jetzt die Klischees zu bedienen und das stimmt sicherlich auch in einigen Bezugspunkten, aber andererseits gibt's ja genauso Männer, die auch super empathisch sind und die das auch für sich gelernt haben und also weißt Du, wie ich meine, ich finde, man muss da auch immer ein bisschen aufpassen, weil ansonsten, also dass man sich auch nicht selber in eine Schublade steckt und dann quasi so die Türe zumacht und sagt, na ja, aber ich kann ja das andere nicht, weil ich bin ja ein Mann oder eine Frau und das ist jetzt so meine Stärke.

Ja. Das finde ich immer 'n bisschen schwierig oder das da würde ich immer vorher aufpassen selber. Absolut. Dacorde, solche Stereotypen, Einordnungen oder überhaupt Schubladen, das macht irgendwie oft keinen Sinn, muss man sagen, ja. Und es wird ja auch dann, Leben wird ja dann spannend, wenn jemand gar nicht in die Schublade passt.

Ich hatte grade, weil Du sagst, Du magst auch solche Bücher, auch da noch mal Land zum Precht Shoutout raus, die werden das zwar nie hören, aber egal. Die haben heute über Bücher gesprochen, da sagte der Precht, dass er Bücher liebt, die normaler Mensch nicht lesen kann. Und so was wird dem ja oft vorgeworfen als Überheblichkeit oder so. Der meint das aber anders, also würd ich mir jetzt anmuten oder ich würde mir zumuten, das zu interpretieren, sondern der meinte Bücher, die so kompliziert geschrieben sind oder von den Gedankengängen so wirr, dass 'n normaler Mensch sozusagen die Story oder den Hintergrund gar nicht versteht und die liebt er. Und das ist ja son Stück weit auch das, was Du sagst, ja.

Da solche genau solche Schnipsel rauszusortieren, die irgendwie richtig anspruchsvoll sind und kompliziert. Find ich total spannend. Wir bleiben aber noch mal in der Schnellfragerunde und kehren dahin zurück und sagen, Planung oder Improvisation, was bist Du fürn Typ? Ich bin ganz klar Planung, allerdings ist, finde ich, in 1 guten Planung immer auch Improvisation einkalkuliert. Für alle, die natürlich das Video, wir machen ja kein Video von seiner Nur Audio, hättet ihr wisst sehen müssen, sie sagt zu, allerdings hebt sie den Zeigefinger, ja?

Also das ist eine sehr wichtige Information gewesen. Ja, weil das heißt ja so ganz oft, ja, man kann ja das Leben nicht planen, man kann, beides passiert ja immer irgendwas Unvorhergesehenes und das muss ich dir ehrlich sagen, ich find das immer son schwierigen Satz, weil Planung heißt ja nicht, dass ich dass ich stumpf jede Sekunde verplane, sondern planen heißt ja nur, dass ich vielleicht auch in 1 groben Struktur schaue und mir ja schon bewusst bin, wenn ich zum Beispiel auch meinen Tag plane, dass in durchschnittlicher Weise erfahrungsgemäß ein bestimmter Prozentsatz zum Beispiel unvorhergesehen sein kann. Wenn man zum Beispiel meinen Arbeitstag nimmt oder sowas und dann kann ich natürlich das auch aus Pufferzeiten einplanen, auf ne, natürlich auch nicht komplett, ne. Aber auch da der Plan ist ja dann schwierig, wenn ich den so starr mache, dass das Leben nicht dazwischen kommen darf. Aber wenn ich das einkalkuliere und mir die Flexibilität versuche einzukalkulieren, funktioniert mein Plan ja am Ende des Tages, weil ich das weiß, ja und deswegen ist für mich Plan nicht immer so dieses nur esse Star und Improvisation ist sie sich, ich bin flexibel, sondern Planen Inhalte das idealerweise auch oder korrekterweise auch aus meiner Sicht.

Ich meine Und das Thema hatte ich schon erst da. Ich merke schon, Du bist generell nicht so der Entweder Oder Typ, sondern mehr so der Sowohl als auch Typ. Ja. Also es kann, es ist immer, es kommt immer auf die Kombination, die sinnvolle Art, sag ich mal. Ich glaub, das kann man auch ganz gut so formulieren.

Ich bin definitiv kein Mensch von Extremen, das lehne ich auch ab, weil aus meiner ganz persönlichen Lebenserfahrung heraus oder vielleicht auch im Hintergrund her, ist denke ich ganz oft die goldene Mitte das richtige Maß der Dinge, ja. Und sei es wie ich mit Menschen umgehe, sei es wie ich mich auf Sachen zugehen, heißt es natürlich nicht, dass ich jetzt keine andere möglichenäßigter Sachen bin oder sonst wie in der Art, aber dass man eben schaut, dass man gesundes Maß findet für sich, ne. Oder eben die goldene Mitte findet und alles, was in Extreme schlägt, kann, sag ich mal alles, was extrem ist, selbst wenn man sagt, das ist eine extrem starke Eigenschaft zum Beispiel von jemandem, dann hat es oft auch, sag ich mal, dieses Pendel dann ne, dass es halt auch auf die andere Seite dann ausschlagen kann. Und deswegen denke ich, ist irgendwo das Gesunde Mittelmaß der die Königsdisziplin quasi und deswegen wirst Du von mir auch solche Antworten bekommen. Ja, das ist auch absolut okay und sehr, sehr schön.

Und mein philosophischer Freund Marco Jank, mit dem ich gestern, ja auch auf dem Älter war und 'n Podcast Jung und Young gemacht hab, der sagt immer was, der bringt es halt in seiner Berliner Art aufn Punkt. Und ich find, der sagt das immer sehr schön. Der sagt immer, zwischen ganz oben und ganz unten liegt das Glück. Mhm. Und ich glaube, das ist 'n sehr schöner Satz, Herr.

Mhm. Und das stimmt, da ist sehr viel Wahrheit drum. Okay. Stadt oder Land? Also Dazwischen.

Dazwischen, nein. Das würde ich tatsächlich als Lebensabschnitt bezogen beantworten, also grundsätzlich Land. Ich hab aber auch schon in der Stadt gewohnt mit Mitte 20, war genau richtig für mich, da kann man das Leben auch noch mal anders ausprobieren, aber so ganz grundsätzlich Land. Ich denke für jede Lebensphase passen ja auch manchmal andere Sachen und genau. Sie betrachten viele Sachen auch so, ja.

Also ich lebe ja aufm Land und mich hatte es heute Morgen zufällig in den Wald gespült, ja, warum auch immer. Ich musste tatsächlich, ich musste 'n Umweg fahren. Egal, also ich musste kurz im Wald anhalten so. Mhm. Und dann hab ich gedacht, spontan heute Morgen, ich steig jetzt aus.

Und da bin ich ausgestiegen und dann war ich im Wald. Und da war ich mit Workflows, mit Terminen, mit Planungen, mit Kunden, mit Problemen, mit Handwerkern, die von Haus zu stehen. Und dann bin ich ganz kurz da im Wald stehen geblieben und dann war das plötzlich weg. Und darüber hab ich dann 'n Post geschrieben, weil es ist genau das, also dieses in der Natur sein, auf dem also im auf dem im Land leben, das kann aber auch in der Stadt sein irgendwo, aber einfach in den Wald mal gehen, sich mal zu Erden, mal alles wegzulassen, das gibt einem, glaub ich, schon unheimlich viel. Also ich liebe das, da auf dem Land zu leben.

Ich wollte Impuls einfach nur geben, weil mich das heut Morgen echt so gecatcht hat, dass ich gedacht hab, okay, vielleicht ist neue Technologie und vielleicht ist KI und vielleicht ist auch gute Führung und Arbeit insgesamt einfach nur dafür da, uns wieder dahin zu bringen, dass wir mehr Mensch sind, ja. Ja. Und nicht führen oder KI nutzen oder Workflows bauen, das ist nicht der Zweck unseres Lebens, sondern da zu stehen und kleine Bienen zu sehen, wie sie in 'n Baum fliegen, das hört sich unheimlich kitschig an, aber es war so. Die Sonne blinkt durch die Blätter und die Bienen fliegen da in den Baum. Und ich denk mir so, okay, haben die jetzt da ihr Nest drin oder was?

Und plötzlich bist Du da drin und alles andere ist weg. Unheimlich tolles Gefühl. Und ich glaub, das, so viel Zeit sollten wir jetzt ab und zu nehmen, noch mal 'n bisschen mehr Mensch zu sein an der Stelle auch. Ja, ja. Okay, wir sind für die 1.

Runde gleich durch. 2 wichtige Fragen noch, Telefonat oder Sprachnachricht? Ich bin tatsächlich die Königin des Sprachnachrichten, glaub ich. Ah, nein. Okay, das dieses Vorurteil sozusagen unterstützt Du an der Stelle, ja.

Ja, ich liebe es es, weil da kann ich ja, wie gesagt, alles unterbringen und ich muss oft asynchron einfach unterwegs sein, deswegen da jetzt Habe ich 8. Wirklich auch sehr drauf, ich mach das nur bei Leuten, bei denen ich weiß. Die machen das genauso. Also wir schicken uns gegenseitig lange Sprachnachrichten schon so kleine Podcasts fast, so mit 20 Minuten, aber wenn der andere das genauso macht, dann ist es ja in Ordnung, ne? Es ist eine Frage, wie ist quasi die Kommunikation aufgebaut?

Ich hab auch Freunde, die hassen das für die Pest und da bemühe ich mich dann natürlich auch, entweder das tatsächlich aufzunehmen, transkribieren zu lassen oder ich tippe. Genau. Weil denke, das ist dann auch eine Frage, ja, wie wie baut man gegenseitig Kommunikation halt einfach auf, dass wir beide passen, ja? Aber Sprachnachrichten Ist ja ein Commitment. Ich freue mich, wenn wenn andere Menschen Sprachnachrichten mögen.

Ja, es ist ja immer 'n Commitment. Du hast 'n Sender und 'n Empfänger und wenn die Frequenz passt, dann ist es ja okay. Gut. Genau. Letzte Frage, die ich jetzt aus der Schnellfreigründe hab, ist aber zweigeteilt wieder.

Mhm. Erster Teil, was darf in deinem Kühlschrank nie fehlen? Okay, tatsächlich was frisches, also wie Gemüse oder so was. Also da bin ich auch vom Elternhaus geprägt, meine, also es gab bei uns immer extrem viel Gemüse, Obst, also wirklich vegetarisch und das merke ich richtig, das mir fehlt es, wenn das jetzt nicht da ist. Und entsprechend die sozusagen in der Fortführung die Frage, gibt's 'n Lieblingsessen von dir oder im Hause war schon?

Ja, Obstsalat. Frischer Obstsalat mit filetierten Orangenstücken und frischer Minze drin. Also mein Mann kann das sehr gut und das weiß er auch. Ich wollte gerade sagen, wer filetiert denn da? Dein Mann oder Du?

Weil ich mich. Mein Mann ist bei uns der Koch. Ja, ja, okay, alles klar. Jetzt gehen wir mal in deinem Leben 'n Stückchen weiter. Erst mal vielen Dank bis hierhin, dass Du das so alles beantwortet hast und es son bisschen ins in in deinen Haushalt und in dein Leben rollen lässt.

Jetzt kommen wir ja in die Phase, in der die Eltern meist komisch werden, so nenn ich das immer. Also Mädchen treten etwas früher in diese Phase ein, biologisch als Jungs, meistens. Ich sprech über die Teenagerzeit und über diese Zeit, wo man auch die ersten, vielleicht auch beruflichen Ambitionen hat oder viele Menschen in der Zeit, so mit 12, 13, 14, 15, ich mach's immer so ganz genau nicht an den Jahren fest. Aber auch zum ersten Mal was mit Geld irgendwie, mit Finanzen in Berührung kommen, weil sie vielleicht Ferien Jobs machen oder andere Dinge. Magst Du uns mal in die Zeit mitnehmen.

Was hat Ines in der Zeit so gemacht neben dem Abitur? Mhm. Ja, ich hab sehr viel Sport gemacht. Also ich bin mit 11 zum Judo gekommen. Das hat tatsächlich über meinen Bruder, weil der das ist mein großen Bruder, der das ausprobiert hatte und dann gesagt hat so, hey, das ist cool, kommt doch mit und die Schwester in Shark kam dann quasi mit.

Und hat mir auch sehr gut gefallen, bin ich auch geblieben, bin dann auch mit 13 Co Trainerin geworden und ich war Und ich glaub 2 Jahre später war ich dann auch Trainerin von 'ner kleinen Minigruppe, also das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Und mit 16 hab ich dann Teekwandu gemacht, noch zusätzlich war dann auch Jugendgruppenleiterin dort, weil mir so was immer Spaß gemacht hat. Ich war zwischen 13 und 16 3 Jahre im technischen Hilfswerk in der Jugendgruppe. Das fand ich auch sehr spannend, vor allem auch ja die Lehrgänge, die wir hatten, die ganzen Übungen, tatsächlich auch die technischen Sachen, hätte ich damals gar nicht gedacht. Und ich aber auch in meinen großen Bruder mit reingerutscht sozusagen, weil der 2 Jahre älter war und der dann gesagt hat, das ist cool und dann ja probiert man das halt auch aus, wenn der große Bruder das cool findet, weil sonst reicht er tatsächlich auch gar nicht hingekommen.

Genau und da war ich eigentlich echt viel aktiv, viel unterwegs und hab so die Sachen gemacht, ja. Und genau und Mädchenzeitlage tatsächlich noch. Das hat war auch eine ganz intensive Zeit, wo ich auch sehr engagiert war viele Jahre. Schule war für dich zu dem Zeitpunkt leicht, schwer, mittel, uninteressant, interessant? Eine Verpflichtung, der mal nachgekommen ist.

Ich muss sagen, so von den Fächern, Herr Klaas gab Fächer, die ich jetzt interessanter fand als andere, aber wie's, glaub ich, immer war, es hing auch 'n bisschen von den Lehrern ab. Rückblickend muss ich tatsächlich sagen, ich hab zum Beispiel Mathe eher abgelehnt und hab jetzt, ich mein, ich hab jetzt 2 naturwissenschaftliche Studiengänge abgeschlossen, wo ich sehr viel Mathe hatte und ich jetzt sagen muss, ich hab ich hab mir das damals glaub ich auch selber eingeredet, dass ich das nicht so gut kann, was mich auch nicht so interessiert hat und ich ich dann erst später gemerkt hab, dass ich's a doch interessant und spannend finde und ich dann auch gedacht hab, so Mensch, hätte ich mir damals das doch nicht so eingeredet, dann hätte ich mir das Leben auch leichter gemacht, weil ich weiß ja heute, dass ich das sehr gut kann, ne. Also so das sind so Sachen, wo ich den rückblickend sag, Mensch Ines. Nee, aber ansonsten, ich hatte 'n Zweier Abi dann, gab 2.1 oder sowas. Also jetzt ich war jetzt nicht der Überflieger, aber ich bin mit allem zurechtgekommen.

Ich hab halt gelernt, was dafür getan. Aber jetzt nicht so, dass ich sag, oh, da hat es mein Herz mega dafür geschlagen, sondern meine Interessen waren so dann doch 'n bisschen anders gelagert als die Fächer, die es da halt so gab, ne. Mhm. Aber jetzt wieder eine komplett vom Briefing losgelöste Frage, die mich wirklich brennend interessiert, die auch eine der Fragen meines Lebens ist. Aha.

Für die ich aber eine Antwort gefunden habe, und da kommen wir jetzt gleich hin, ist, sollte dich jemand, 'n Mensch, der sich mit der Psyche des Menschen beschäftigt, was ja, so mal ganz generisch, sollte der nicht wissen oder ist es nicht korrekt zu sagen, in der Retroperspektive kann man Entscheidungen natürlich immer hinterfragen und generell sagen, warum hab ich Ihnen das damals so gemacht oder warum so? Aber ist es nicht in dem Moment, also als Du 13 oder 14 warst und Du dir Dinge eingeredet hast oder erlaubt oder nicht erlaubt, ist es nicht dann immer richtig gewesen? Und sozusagen später natürlich mit der Erfahrung des Lebens schaut man drauf und sagt, hätt ich damals mal anders gemacht, so wie Du's eben formuliert hast. Aha. Ich sag auch dir meine Lösung, kurz bevor Du dann dazu mal was sagen kannst aus profundem Blickwinkel.

Ich hab für mich entschieden, ich werde solche Fragen mir nicht mehr stellen. Also weil ich finde, okay, in dem Moment, in dem ich entschieden habe, also ich hatte ja zum Beispiel, ich sag jetzt mal 'n Beispiel. Ich hatte ja vor 5 Jahren, vor 6 Jahren fast 'n sehr schweren Unfall, ja. Ja. Und das war zum ersten Mal, dass ich in der Mittagspause den Impuls hatte im Homeoffice, ah, ich fahr mal schnell eine Runde Bike auf meiner Hausrunde, die ich schon hundertmal gefahren war.

Aber noch nie in der Mittagspause. Und fahr und stürze und hab 9 Brüche und und und. Also ganz, ganz schlimme Geschichte, war wirklich nicht nicht einfach. Und ich hab natürlich eine Zeit lang den Impuls gehabt, zu sagen, warum bin ich eigentlich dann losgefahren, ja. Also ich bin vorher nie gefahren und das ist so, das klingt dann immer so dieses warum.

Und ich bin zu der Entscheidung gekommen, auch mit verschiedenen Techniken wie zum Kinzigi, das ist eine japanische Technologie, dass es keinen Sinn macht, das zu hinterfragen, weil es ist ja passiert. Also ich ich akzeptiere was und nehm's so hin. Und ich nehme auch die Entscheidung, an den Tag zu fahren, hin, weil ich einfach sage, okay, ist mal in dem Moment ja richtig. Deswegen frag ich mich, wenn Du, Du bist ja jemand, der sich mit Psyche beschäftigt, mit Führung, mit Struktur, mit Organisation, also jemand, vor dem ich sehr, sehr viel Hochachtung habe per se schon mal, damit das hier in die richtigen Perspektive kommt. Macht das überhaupt Sinn, so was zu sagen, wie Du's eben formuliert hast?

Mhm. Lass mich das so beantworten. Grade an dem Beispiel, was ich jetzt vorhin genannt hast nach der Mutter, Mensch Venus, hätt das doch deswegen leichter gemacht. Das ist ja die Frage, ob ich mich deswegen jetzt quäle oder jetzt nehme ich drüber sinniere, ne. Ich persönlich für mich hinterfrage mich schon, wenn ich solche Sachen sehe, bin eigentlich sogar ganz froh, wenn ich so eine Erkenntnis habe, sowas wie Mensch, Ines saß Du das Leben aber echt unnötig schwer gemacht, ne.

Und ist nicht im Hinblick darauf, dass sie sagt, ich würde es gerne zurückgehen und die Zeit umdrehen, weil so wie Du auch sagst, es war so, man kann das aufs Beste 'n bisschen gewissen entscheiden. Was zählt ist ja das Hier und Jetzt, wo ich mich befinde. Was ich aber sehr gerne mache und wenn man den Brückenschlag macht hin zur Führung, ich das auch so weitergebe, ist, dass man natürlich sagt, okay, was nehm ich denn für mich als als Erfahrung mit, damit ich ja nicht noch mal in so 'ne Situation komme. Für mich ist es zum Beispiel, dass ich sag okay, auch wenn ich jetzt augenscheinlich in 'ner Situation bin oder Dinge bewerte, dass ich sag, oh das kann ich nicht oder das will ich nicht oder das will ich aus verschiedensten Gründen, dass ich mir dann selber sage hoppla Ines aufpassen, das hast Du schon 2, 3 Mal in deinem Leben gemacht zu verschiedenen Sachen, hast dann später festgestellt, das war gar nicht so, hast Du das wirklich wirklich auch schon gut genug geprüft oder kommt es gerade aus dem Moment, aus der Situation heraus so in etwa, ja? Also ich glaub solche Sachen sind wichtig, weil dann wächst Du auch an dem, was damals war.

Ich glaube auf, dass es wenigsten macht mit damaligen Entscheidungen quasi zu hadern und dann sagen, ach Mensch und ich würd mein Leben gerne noch mal leben und dann wär mein ganzes Leben besser oder was auch immer. Nee und auch wenn ich sage, Mensch, die Entscheidung damals hab ich vielleicht zu schnell getroffen oder was auch immer, kann ja genauso sein, dass er sagt, nö, es war wirklich keine gute Entscheidung. Dann kann ich aber auch nur sagen, okay gut, ich war damals aber in 'ner Situation offensichtlich, da hab ichs entschieden und wenn ich damit nicht zufrieden bin, dann sollte ich überlegen, was kann ich jetzt heute anders machen, damit ich nicht mehr dieselbe Situation komme? Und ich denke, das ist der ganz wichtige Unterschied, ne? Also eben, dass man so wie Du es auch sagst, das Leben, wie man es bislang gelebt hat, einfach auch anerkennt und akzeptiert, mit allen Hochs und Tiefs im Grunde genommen, weil die gehören ja auch dazu.

Und dann eben aber ins Hier und Jetzt zurückgeht, ja? Und eben sich selbst so akzeptiert und dann nach vorne schaut und sagt okay und was nehme ich daraus mit? Und auch dann aber nicht den Anspruch zwingend zu haben, jetzt darf mir das aber nie wieder passieren, weil das sind wir alle Menschen und gerade die Entscheidungen, die wir treffen, selbst wenn wir alle gerne vielleicht bei wichtigen Entscheidungen manchen Punkten noch analytischer rationaler werden mit allem Drum und Dran, wir sind ja fühlende Menschen, wir sind ne, diesen eigenen Schritt raus manchmal so mit viel Abstand, wo einem ja manchmal auch extern jemand helfen kann, den hat man ja nicht unbedingt, ne. Und ich glaube, auch das darf und sollte man akzeptieren für sich. Also sag ich mal Ja.

Na also ich bin ja auch so eine kleine Perfektionistin manchmal, also eben auch für sich zu akzeptieren, nee. Das gehört auch dazu, dass ich auch in Zukunft noch Fehler machen werde, so, ne. Oder oder vielleicht Entscheidungen treffe, die sich nicht als klug herausstellen oder irgendwie so. Genau. Genau.

Also abschließend dazu, ich finde auch, es ist total legitim, zurückzuschauen. Ich sage immer, der Rückspiegel im Auto ist kleiner als die Frauenscheibe. Das hat auch eine gute Analogie zum Leben. Aber ab und zu darf man mal zurückschauen und darf mal gucken. Aber man sollte halt, also ich nehme für mich mit, dass ich die Konsequenz bewerte.

Ich bewerte versuche, wenig im Leben zu bewerten, aber das bewerte ich. Also was ist daraus entstanden? Aber nicht mehr die Entscheidung zu hinterfragen, weil ich mir sag, okay, die war in dem Moment richtig, sonst hätt ich sie ja nicht für mich hätt ich sie ja nicht getroffen, ja. Also ist, glaub ich, auch 'n wichtiger Punkt. Jetzt sind wir, Du hast eben schon so gesagt, hast 'n gutes Abitur, also 'n passables Abitur gemacht jetzt, sag ich mal.

Wo ich noch gerne mal rein würde in dieser Phase, also ich frag jetzt mal nicht, nach Schmetterling und erster Liebe und so was passiert wahrscheinlich in der Zeit. Lassen wir mal außen vor, grade wenn man im THW unterwegs ist, wenn man Judo macht, wenn man dort weiß, was alles für Tätigkeiten da macht, dann hat man wahrscheinlich schon diverse Kontaktmöglichkeiten, so will ich's mal nennen. Aber worauf ich noch mal hinauswill, ist, hattest Du in dieser Zeit irgendwie 'n Bezug zum zum Business, zum Wirtschaftsleben, zum, also hast Du irgend 'n Ferienjob gemacht oder Mhm. 'n Praktikum oder irgendwas? Das würde mich immer interessieren.

Ja. Also wir hatten damals, ich mein wir waren jetzt 7 Kinder, da gab's jetzt nicht für jedes Kind unendlich Taschengeld so in etwa. Auch phasenweise, dass wir gar keins bekommen hatten, was aber für uns alle auch total okay war, ne. Also wir haben jetzt alles bezahlt bekommen, was wir brauchen, aber meine Eltern haben halt gesagt, wenn wir was haben, also wir wir uns was gönnen wollen, quasi dann ab 15 Nebenjob. Das ist auch gut so, ne.

Weil ich dann einfach wirklich, ich hatte ich hab ja Anfang Juli Geburtstag und ich weiß noch so, das war so kurz vor den Sommerferien und so quasi 2, 3 Wochen nach meinem fünfzehnten Geburtstag hatte ich meinen ersten Ferienjob. Ich wusste, jetzt kann ich so richtig loslegen und hab dann in Was war das? Im Einzelhandel habe ich gearbeitet quasi so als Verkäuferin und dann bin ich da auch länger geblieben und hab dann dort immer samstags für 4 Stunden waren das glaube ich und ich glaub so lange Freitagnachmittag 2 Stunden waren das, dann im Büro gearbeitet. Ja, und hab da so meine ersten Erfahrungen gesammelt. Das hab ich auch knapp 2 Jahre dann gemacht zum Beispiel ne.

Oder bei 'nem bei 'nem Freund, da hatte der Vater ein Unternehmen und da konnten wir dann in den Ferien so immer, das waren das so so Einlageblätter in Kataloge einsortieren, ja. Also jetzt auch eher eine stumpfsinnige Arbeit in dem Sinne, aber gab halt Geld und ich mein, da waren wir alle da sehr glücklich drüber, weil es war ja auch nicht so einfach 'n Job zu finden als Schüler. Und ich muss aber wirklich sagen, das war für mich eine unglaublich gute lehrreiche Erfahrung, weil wenn man oft mal Sachen gemacht hat, die man wirklich persönlich als Stumpfsinnig empfindet oder langweilig oder körperlich anstrengend und ja, dann weißt Du, wo Du wofür die Schule gut ist und wofür Du auch mal studieren möchtest, weil Du sagst, hey, wenn ich mal meinen Job mal selber aussuchen will, dann muss ich mich halt anstrengen, was dafür tun und in eine Richtung gehen, wo also na, die ich möchte. Wenn man mal 8 Stunden, mal mal einen Tag zu nennen, 8 Stunden irgendwie so Blätter einsortiert hat, den Kataloge und Kataloge durch die Gegend geschleift, so, ne? Ist finde ich eine sehr sehr gute Erfahrung und da werde ich auch gucken, dass meine Kinder diese Erfahrung machen werden halt einfach auch durch möglichst verschiedene vielseitige Einblicke wo rein also reinschnuppern zu können.

Ja. Oder ich hab auch mal als Kommissioniererin gearbeitet im Lager zum Beispiel, also ich hab da schon, ja oder Also ich hab da schon verschiedene Sachen gemacht, einfach da halt Geld zu verdienen, ja. Ja, also finde ich auch absolut richtig, machen meine, ich hab da 2 Töchter, die die Russen ist mittlerweile Lehrerin, die macht's natürlich nicht mehr, aber die hat das früher gemacht und die Jüngere, die ist jetzt grade im Berufsgrundbildungsjahr und die macht das auch. Die geht nebenher in Supermarktjob. Und ich find's total wichtig, dass man auch 'n Bezug von Leistung zu finanziellen Mitteln bekommt.

Und auf der anderen Seite, das war, ist bei meinen Kindern so, hab ich jetzt gemerkt, ist auch so, wenn sie dann selbst sich was gönnen, hinterfragen sie sich intensiver. Also die Jüngste hat jetzt dann gesagt, ich bräuchte 'n neues iPhone und haben wir zusammen geguckt und hin und her. Und sag ich, dann kannst Du ja auch von deinem Geld noch was nehmen. Natürlich gibt's eine Unterstützung, ist ja klar, ja. Aber sie merkt selbst, aufgrund der Leistung kann sie sich was leisten, fragt aber, also sie hatten Wert sozusagen.

Sie, ich weiß genau, sie rechnet dann wie viel Stunden sitz ich dafür? Genau. Und kassiere oder so. Und das ist halt schon wichtig, glaub ich, da 'n Bezug zu bekommen. Jetzt hast Du dann nach dem Abitur angefangen BWL zu studieren direkt oder gab's da irgendwie eine Brücke?

Wie ging das dann weiter? Mhm hm. Also nach nachm Abitur direkt wusste ich noch nicht genau, was ich machen möchte so, weil ich so das Gefühl hatte, es gibt so viele Möglichkeiten und ich hab mich da auch echt 'n bisschen überfordert gefühlt. Ich hab mich zwar damals auch beraten lassen, aber das war für mich dann nicht so hilfreich tatsächlich, so bei der Agentur verarbeitet ist man damals hingegangen und dann hatte ich aber schon 'n Jahr vorher, ich meine das hat brauchte man 'n bisschen Vorlauf schon überlegt, ich möchte gerne ins Ausland gehen, eigentlich gerne Entwicklungshilfe machen und ich hab dann war's son bisschen so Zufall über eine Bekannte gefunden und da konnte ich dann nach 'nem Abitur, das war dann so 3 Monate nach 'm Abi, wie Quatsch, 2 Monate, na ist ja egal, konnte ich so knapp 5 Monate nach Brasilien gehen in ein Kinderheim, das ist von 'nem deutschen Pastor geleitet worden und da hab ich dann Sozialarbeit gemacht. Genau.

Mhm. Und Tatsächlich Spanisch? Nee, das ist Portugiesisch und ich konnte kein Portugiesisch. Ich hab das dann quasi dort vor Ort nebenher gelernt. Genau.

Und es war für mich dann schon gut, weil das war also die Mitarbeiter haben Deutsch gesprochen auch, das heißt ich war jetzt nicht komplett, sag ich mal, ohne Fremdsprachen, also ne so auf meine schlechten Fremdsprachenkenntnisse in Portugiesisch angewiesen und hab dann halt auch wirklich nachm Abitur, das war so die das mündliche Abi war durch, die anderen hatten ihre Abifeiern und sind dann da unterwegs gewesen und ich war schon in der Verpackungshalle in 'nem bei 'nem Automobilkonzern, hab da 8 Wochen also wirklich hartkörperlich gearbeitet und damit ich mir den Flug halt nach Brasilien leisten kann hin zurück. Mhm. Aber das wollte ich halt machen und dann hab ich halt geschaut, dass ich mir das organisiere und ich das, ja, umsetzen kann. Wie war das da? Musstest Du das mit der Familie besprechen?

Musst Du dir musstest Du dir eine Erlaubnis holen oder hast Du das komplett selbst autonom entschieden, ich flieg dahin? Ich war ja schon 18, das heißt, ich habe das selbst autonomentin. Meine Familie fand das nicht gut. Ich hab deswegen auch keine Unterstützung gehabt. Meine Mutter hat mir mal später gesagt, dass sie gehofft hat, wenn wenn wir jetzt, also wenn sie jetzt da nicht groß mich mir helfen, das zu organisieren Dass ich dass ich's dann wieder sein lasse oder dass es halt auch nicht klappt und dann hat sie halt gesehen, ich hab das halt alles organisiert, muss ich auch impfen lassen und Visum beantragen und allem Drum und Dran.

Ich hab das alles komplett alleine gemacht, mir auch das Geld selber besorgt und ja. Ich glaub aber, das hat gleichzeitig auch vielleicht son bisschen Vertrauen beigetragen ist, dass wenn ich jetzt irgendwo komplett anders hingehe, dass ich ja anscheinend dann doch zurechtkomme, wobei ich natürlich rückblickend schon sagen muss, ich mein, ich war damals 18. Ich mein, Brasilien ist nicht das ungefährlichste lang. Ich als Mutter hätte auch extrem was dagegen gehabt oder als Vater. Gleichzeitig Ja, ihr Lieben, wenn ihr jetzt denkt, wieso ist der Typ schon wieder so unverschämt und quetscht jetzt bei Ines hier einfach mitten in den Satz rein?

Tatsächlich ist ja, wir haben's vorhin schon mal gesagt, manches für jeden beim ersten Mal irgendwie ganz neu oder so ähnlich. Auf alle Fälle hatten wir jetzt grade, und ich hab ja, ich hab es Ihnen eben erzählt im Studio, keine Ahnung, 100, auf jeden Fall 100 plus Folgen Podcast aufgenommen. Aber wir hatten noch nie den Fall, dass wir 'n kompletten technischen hatten eben. Die liebe Ines war mitten in der Erzählung über ihren Brasilien Trip oder über den Austausch, die die Arbeit, die sie da geleistet hat. Und dann hatten wir plötzlich 'n Blackout hier im Studio.

Das heißt, wir haben jetzt ungefähr 7000 Mal uns eingeloggt und fangen einfach noch mal an und ich lass das einfach mal drin, damit ihr auch mal seht. Podcasten ist nicht so easy, wie man das manchmal denkt. Das ist schon 'n bisschen Arbeit auch. Also erst mal Ihnen das vielen Dank, dass wir diese technische Hürde, wo auch immer sie lag, gemeinsam genommen haben. Und für dich noch mal, wir steigen einfach da wieder ein und ich freu mich noch auf die Geschichte, denn Du hast gesagt, Du bist nach Brasilien geflogen.

Ich hatte vorher gefragt, wie war 'n das so mit der Akzeptanz bei den Eltern? Und Du hast gesagt, ja, die waren überhaupt nicht amused. Was wir beide, und Du hast es aus deiner Perspektive auch schon reflektiert, auch sehr gut nachvollziehen können mittlerweile als Eltern, wenn die die Tochter dann kommt mit 18, 19 und sagt, ich schluck mal nach Brasilien, was jetzt nicht das ungefährlichste Land der Welt ist. Also Du hattest gesagt, dass der sehr viel gegeben hat, eine wichtige persönliche Erfahrung, die ich bis heute noch projgt. Vielleicht magst Du da noch mal kurz was zu sagen.

Ja, sehr gerne. Genau, wir haben ja gesagt, wir nehmen das alles mit Humor. Es ist, wie es ist, gell. So, wir hatten grade vorher gesagt, sorry, dass ich das nur sage, wir akzeptieren einfach, wie's kommt. So.

Und jetzt ist es so. Und jetzt so rusch wieder den den Weg zurück. Genau, Brasilien. Also ich muss wirklich sagen, das war ja ein kompletter Kulturschock irgendwo, weil man kommt ja doch ausm sehr, ja, wirklich reichen Land, wenn man das mit der Welt vergleicht und auch bestimmten Privilegien, auch Sachen, die komplett selbstverständlich für einen sind, auch das Sicherheitsgefühl auch, ne, sei es, was die Tierwelt angeht als auch, wie man quasi so, ich mein, ich bin in 'ner in 'ner Kleinstark aufgewachsen, ja, auch so wie man sich auf der Straße bewegen kann, das ist ja was komplett anderes. Auch wie die Menschen sozialisiert sind, auch sag ich mal, natürlich die Kultur, die Art und Weise, wie die Menschen dort natürlich auch aus Situationen reagieren, ist logischerweise anders und ich bin da mit 18 so, aber ist logischerweise anders und ich bin da mit 18 so aus 'ner, ja doch, ausm behüteten Leben in der Kleinstadt quasi da nach Brasilien in den Kinderheim gekommen und natürlich auch sehr viele Kinder waren, die einfach selber schon auch sehr schlimme Erfahrungen im Leben gemacht haben und da auch, sag ich mal, auch schon teilweise sehr abgehärtet und abgestumpft waren.

Sei mal mit mit den mit der gesamten Tierwelt noch drumherum, wo man ja auch wirklich lernen muss, wie geh ich damit wo muss ich aufpassen? War das, wenn ich kurz reinfragen darf, war tatsächlich so, wie man sie Also ich stell mir da jetzt, ich seh jetzt grade so den Amazonas und so Dschungel und so. War das da wirklich so in in diesem in diesem Region oder war's schon eher eine Stadt, in der Du dann auch warst? Nee, das war, also das war südlich, also im Süden von Brasilien und da gab's schon noch 'n kleines Stück Regenwald sozusagen, also so richtig, wie man's sich's vorstellt. Das war also daneben, aber der Rest war schon gerodet.

Das war aber komplett auf dem Land. Das muss ich wirklich so vorstellen, irgendwo im Niemandsland ein, ja, wie sagt man, eine Gebäudelandschaft wie son großer Hof eigentlich, aber alles komplett umzäunt, auch aus Schutz, ne, vor sag ich mal Einbrechern und dann kommt eine ganze Weile nix und 10 Minuten so mit dem Fahrrad entfernt, da konnt man dann schon hinfahren einmal die Woche, 'n kleines Dorf, aber wirklich 'n kleines Dorf und dann eine ganze Weile wieder nix so. Also das war wirklich komplett auf dem Land, ja? Und wie gesagt, daneben war 'n kleines Stückchen Regenwald mit 'nem angrenzenden Fluss und drumherum hat viele Felder, so darf man sich das vorstellen. Das heißt, man war da eigentlich schon die ganze Zeit, was auch rückblickend natürlich schon noch mal gut war, weil sicherer war dann halt in dieser in diesem Kinderheim drinnen, ne.

Weil ich glaube, wenn ich jetzt nur noch Stadt gewesen wäre und dann so als kleines Landei von Deutschland, da war ich wahrscheinlich auch 'n bisschen überfordert gewesen, auf alles auch wirklich zu achten, was man da aufpassen muss, Und das war einmal wie gesagt dieser Kulturschock, weil viele Sachen, die Du lernst in Deutschland, die gelten da halt so quasi nicht, ne und wo man, dass man einfach sieht, wow woanders ist es komplett anders Und also A zum Beispiel war für mich eine eindrückliche Erfahrung, was Machtverhältnisse angeht. Also das war, das Kinderheim gibt's jetzt so nicht mehr und das war einfach so, das war dieser Pastor und der hatte da wirklich das ultimative Sagen, muss man's nicht vorstellen. Und für die Mitarbeiter war das wirklich so, die haben halt echt alles gemacht, Hauptsache sie werden nicht gekündigt und da musst Du musstest Du doch echt aufpassen, ne. Und und und kündigen hieß für die, ich weiß nicht, wie da die brasilianischen Gesetze sind, das kann ich nicht so genau sagen, aber ich kann sagen, was die fürn Gefühl hatten. Und für die war das wirklich, wenn ich den Job verliere, weil da gibt's nicht so viel in der Gegend und die wohnen dort, die sind dort aufgewachsen, dann stehe ich auf der Straße, dann kann ich meine Familie nicht ernähren, die haben selber Kinder gehabt.

Das heißt, ich muss komme was wolle, darf auch nicht krank sein, ich muss diesen Job halten. Mhm. Und das ist schon etwas, wenn Du das so erfährst, eine ganz andere, sag ich mal, Dramatik auch dahinter, als als ich's jetzt auch in Deutschland natürlich kennengelernt hab und dieses Verstehen, was tatsächlich auch bedeuten kann, ne. Mhm. Und auch wie Macht im positiven oder negativen Sinne genutzt werden kann.

Und das war für mich auch tatsächlich Richtung Berufswahl 'n Punkt, wo ich gesagt hab, wenn ich was verändern möchte im Leben, dann werd ich nicht, weil ich auch 'n bisschen in die Richtung gelegt hab, ob ich Richtung Pädagogik oder so gehen soll. Ich möchte nach weiter oben. Ich möchte dorthin, wo ich was verändern kann, wo ich was bewegen kann und das heißt, ich muss in 'ner Managementposition, weil ich hab mich nie im BWL Bereich gesehen, aber mir ist Durch die erfahren in Brasilien bewusst geworden. Wenn ich dorthin, also wenn ich dorthin kommen will, wo ich was verändern kann, dann muss ich dorthin, wo ich mich eigentlich gar nicht gesehen hab. Im Bereich BWL.

Genau. Und dann hatt ich ja später dann bewusst die Entscheidung getroffen, im Personalmanagement zu studieren, wobei ich da damals noch gedacht hab, dass es noch noch eine aktivere Rolle ist, als sie es schon ist, ne. Aber das lernt man dann natürlich erst später. Aber das war so für mich auch wirklich was sehr Prägendes, weil ich einfach auch gemerkt habe, wie viel eigentlich eine Entscheidung von jemandem, der quasi oben der Chef ist, ausmachen kann und wie wenig so der einzelne kleine Mensch da zu sagen hat, der dort Mitarbeiter ist, ja, obwohl das beides Menschen sind. Aber der eine, wenn der was sagt, das hat unglaublich Auswirkungen und der andere kann sich im blödesten Fall nicht dagegen wehren.

Ich weiß nicht, ob man das dann nachvollziehen kann oder ob ich das dazu rüberbringen kann, aber das ist, wenn man das so mittendrin ist und selber da ja auch Teil des Lebens dort ist und das wirklich so erfährt und auch die Menschen dort erlebt, das war einfach sehr eindrücklich. Also wenn ich das jetzt richtig verstehe, dann hast Du die Erfahrung gemacht, dass da jemand sitzt, der im quasi im Prinzip so wie 'n Diktator die Menschen dann dort delegieren kann und da gibt's gar keine Einflussnahme von unten nach oben. Also so hab ich das jetzt verstanden, dass relativ restriktiv vorgegeben wurde, was zu tun ist und keiner was gesagt hat, weil's die Lebensumstände einfach erfordert haben, Ja. Dass man ist und nicht rebelliert oder wie man das auch immer nennen will. Mhm.

Oder auch es sich einfach einbringen. Und dass bei dir in dem Moment die Erkenntnis gewachsen ist, okay, ich möchte an eine Position kommen in meinem Leben, wo ich das anders machen kann, oder? Ja. Ja. Okay.

Wenn ich was Gutes im Leben tun möchte oder wenn ich mir war, war's auch immer sehr wichtig, dass ich 'n Sinn hab in dem, was ich tue, dann möchte ich auch an 'ner Position sein, wo ich wirklich was bewirken kann. Also wenn ich zum Beispiel jetzt für mich mein also zum Beispiel sagen würde, ich würde in die Pädagogik gehen und dort zum Beispiel direkt am Menschen arbeiten, also an 'nem 1 sozusagen, ne, und jemanden pflegen oder weiß ich nicht, jugendlich unterstützen oder was auch immer, dann ist das ja sone, sag ich mal, betrieben gesagt, eine 1 zu 1 Geschichte, aber wenn ich tatsächlich was im Großen verändern möchte und was positiv beeinflussen möchte, dann wird das nicht dog sein. Mhm. Okay. Ja, ohne dass ich das irgendwie schlecht reden möchte, dass jetzt jemand sich dafür entscheidet, aber für mich persönlich war das einfach eine wichtige Erkenntnis und 'n Antrieb und 'n Verstehen auch in dem Alter dann, Maxi.

Das ist eine ist eine total gute und spannende Brücke und Erklärung hin zum BWL Studium, weil ehrlicherweise in der vor, in in der Vorbereitung auf den Podcast im ja, im im Überlegen und Antizipieren, was Du in deinem Leben gemacht hast, ich hab ja relativ viel recherchiert, war das für mich son Punkt, den ich nicht richtig verstanden hab, ja? Also wo ich dachte, also für mich wär das eher tatsächlich in Sozialpädagogik gegangen oder so und vielleicht auch direkt in Psychologie. Und meine Frage, die ich ja im Skript auch stehen hab, ist, in meiner Wahrnehmung, ist immer die Frage, ob die richtig ist, kam ja erst BWL und dann am danach noch Psychologie. Ja. Und das war für mich jetzt erst mal nicht so klar, aber jetzt wird's klar, weil, wo Du's erklärt hast oder als Du's jetzt erklärt hast.

Vielen Dank. Und was war denn dir Beweggrund, warum kam dann Psychologie noch dazu? Mhm. Man kann da gleich dazu sagen, ich hab auch lange überlegt, ob ich BWL oder Psychologie studieren soll, aber ich hab mich nie als Therapeutin gesehen. Weil ich selber schon auch damals gewusst hab, ich ich kann nicht therapeutisch arbeiten.

Also ich könnte es sicherlich und ich glaube auch, dass ich das gut könnte, aber das würde mir nicht gut tun. Und das hab ich damals schon verstanden, also Stichwort Psychohygiene. Mich würde das wirklich auch viel zu sehr mitnehmen und deswegen hab ich mich damals auch bewusst für einen anderen Weg entschieden, weil ich gesagt hab, das das eine kann ich vielleicht, aber es tut mir nicht gut und also ich hab tatsächlich auch mit 18, 19 für mich eine Liste gemacht mit was kann ich und was möchte ich gerne machen, weil das sind für mich sehr verschiedene Sachen und das hab ich so für mich gebrainstomed und dann eine Überschneidungsliste gemacht und dann quasi das auch noch mal abgeglichen und da Nach Brasilien? Hast für mich, in Brasilien angefangen und nach Brasilien dann endgültig, wo ich wieder richtig Internetzugang hatte, das dann noch mal abgeglichen. Wo, was gibt's da für Möglichkeiten, sag ich mal, im BWL Bereich oder vielleicht vergleichbar, wo ich auch mit meinen Fähigkeiten und dem, also dem, was ich kann und dem, was ich will oder wo ich meine Fähigkeiten sehe, gut aufgehoben bin.

Und ich muss sagen, die entscheiden kein Psychologie zu studieren, das war für mich damals auch absolut richtig, weil ich immer gedacht hab, okay, wenn ich Psychologie mache, dann muss ich quasi zwangsweise so in diese therapeutische Schiene auch reingehen und das wollte ich ja nicht. Also so, weil das für mich jetzt ist, wenn ich zum Beispiel jetzt mit Menschen arbeite und wir reden ja, sag ich mal, vor betriebswirtschaftliche betriebswirtschaftliche Sachen, natürlich geht's auch persönliche Sachen, aber wir tauchen jetzt nicht tief in sag ich mal private Tragödien rein oder was auch immer. Das ist so für mich so der Punkt, wo ich sag, das das geht mir persönlich zu nah. Genau und dann habe ich mit Mitte 20, das Biologiestudium zu erklären, mit Mitte 20 habe ich noch, das war dann schon in meinem ersten Job, noch nebenbei so eine Weiterbildung gemacht zur Hospizbegleiterin. Also ich hab davor ja ganz viel Jugendarbeit gemacht, also mit 4 Kindern und Jugendlichen gearbeitet, auch viele so sonderpädagogische Schulungen gehabt im Rahmen dieser Tätigkeiten und dann hab ich gesagt, so, ich möchte jetzt mal quasi die andere Seite des Lebens kennenlernen, nicht den Anfang, sondern das Ende und hab mich da quasi fortgebildet.

Und da setzt man sich ja natürlich auch sehr intensiv mit dem eigenen Sterben auseinander oder mit der oder nicht mit dem eigenen Sterben, mit der, sag ich mal, eigenen Endlichkeit auseinander und auch vielleicht mit Verlusten, die man schon hatte. Und ich hab dann auch etwa 'n halbes Jahr in der geschlossenen Abteilung von dem Pflegeheim quasi so ja ehrenamtliche Arbeit geleistet. Und die Menschen, die konnten nicht mehr richtig reden, die konnten sich auch jedes Mal nicht mehr an mich erinnern, die wussten nicht mehr, wer ich bin, sondern ich musste jedes Mal aufs Neue in dieser Zeit eine Beziehung aufbauen und zwar nicht durchreden und ich rede ja viel. Also durch durch Gestik, durch Mimik, durch Körperlichkeit, also dass man zum Beispiel die Hand an die Schulter legt, weil dem das noch nahe genug war, sie ja auch am Gehirn ist, dass es am ehesten noch verarbeitet wird. Und dann Bezug aufbauen und auch natürlich hören die Menschen oder noch so, sag ich mal, die noch so wenig interagieren können, wenn die 'n bisschen was von ihrem Leben erzählen, was erzählen die?

Und die haben wirklich bis auf einen einzigen, der hat 'n bisschen was son Job erzählt, aber wirklich alle anderen Job war völlig egal. Erfolge völlig egal. Das Einzige, was gezahlt hatte, war die Menschen, die sie geliebt haben, die sozialen Beziehungen, die sie gehabt haben. Das war das, was noch relevant und wichtig war. Und das war für mich auch unglaublich prägend.

Was was bleibt da quasi und mit was beschäftigen sich die Menschen? Und das hat mir auch sehr geholfen, schon im frühen Alter auch das für mich dann wieder zu reflektieren und dann ein paar Jahre später war ich selber an dem Punkt, wo ich für mich reflektiert hab, mir gedacht hab, was würde ich denn echt bereuen, wenn ichs nicht gemacht habe? Also so Gedanken hab ich dann schon ab und zu mal, weil ich ja so mein Leben ja auch so angucke, so in welche Richtung geht's ein weit und dann hab ich mir echt gedacht, also Psychologiestudium, das würde mir, also das würde ich trotzdem bereuen, weil ich das ja auch jetzt im Beruf viel brauche, Psychologie und ich bin jemand, ich will Sachen so von der Pike auf verstehen und können und ich wollte nicht nur 'n paar Bücher lesen, ich wollte's richtig die Basis verstehen so. Und das war für mich auch im Nachgang die absolut richtige Entscheidung, das hat mich unglaublich weitergebracht. Mhm.

Und mir noch mal ganz, also für mich selber noch mal 'n breiteres Verständnis zum Menschsein gegeben so. Mhm. Und ich merk das auch jetzt in der Beratung, ich hab mich ja nach dem Psychologiestudium dann direkt selbstständig gemacht, das war 2 21, Mhm. Dass ich noch schneller oder noch besser, wenn mir Menschen etwas erzählen merke, dass ich das einordnen kann, 'n besseres Verständnis habe und natürlich auch schneller sagen kann, Du ich hab das jetzt so und so mitgenommen, so und so aufgenommen aus meiner Sicht so und so und wirklich in den allermeisten Fällen sagen die Menschen so, ja genau so, ich hab mir das gar nicht so ausdrücken können, weil da kommt natürlich dann so klar der berufliche Background dazu, dass man Sachen gut einordnen kann, aber dann einfach so der psychologische Background zu sagen okay, was was ist denn noch dahinter? Wie formulierst Du Sachen?

In welcher Art und Weise erzählst Du die? Was erzählst Du mir? Und so weiter. Da steckt ja auch immer eine ganze Menge dahinter. Und wie Du jetzt schon rausgeht, in Turn.

Ja. Heute. Ja. Ich hatte tatsächlich den Impuls, als ich das alles mir angelesen hatte in Vorbereitung auf unseren Podcast, dass ich gedacht habe, BWL und Psychologie ist eigentlich eine sehr untypische Kombination. Also immer meine Perspektive, ja.

Ich kenne keine Menschen, die BWL und Psychologie studiert haben, so. Zumindest glaub ich das. Ich kenn 'n paar Leute, die ganz gut in der Psychologie unterwegs sind, auch im Marketing in der Kombination. Also die Sarah Weidenhauer zum Beispiel, mal Grüße gehen raus, die 'n tolles Buch geschrieben hat. Und so über Gehirnforschung und psychologische Aspekte von Vertrieb und solche Sachen, das kenn ich alles.

Aber so BWL und und ich dachte mir dann so, es ist eine untypische Kombi. Und dann hab ich gefragt, warum eigentlich? Weil BWL, also Wirtschaft, das das Leben, das das kommerzielle Leben und das Führen und das Wirtschaften hat doch sehr viel mit Psychologie zu tun, ja. Also dacht ich mir, das passt irgendwie ganz gut. Und am Ende, und das ist jetzt so quasi ja einfach meine externe Perspektive, dacht ich mir, wo kann man das am besten verdichten?

Und da wusste ich ja noch nicht, dass Du eine in der eigenen Familien Kindergruppe Führungskraft warst, so. Das ist meine persönliche Bezeichnung dazu. Und da wusste ich noch nicht, dass Du mit 13 Taekwondo oder nee, Judo gemacht hast und dass Du dann aber auch relativ schnell Jugendgruppen geführt hast, dass Du geführt hast, dass Du Teekwando gemacht hast, dass Du im THW warst, dass Du ehrenamtlich in Brasilien, wusst ich alles nicht so. Aber für mich war klar, als ich mir da Gedanken drüber gemacht habe, BWL in Kombination und Psychologie muss zwingend, nee, muss nicht zwingend, aber kann sehr häufig dazu führen, dass Menschen in die Führungsarbeit gehen, wie auch immer. Also selbst eine Führungsposition belegen und dann diese Kenntnisse umsetzen oder ins Coaching gehen und anderen Menschen helfen, da besser zu werden, anders zu werden, Dinge zu klären.

Und dann hab ich gesehen, okay, 20 21, Gründung der GMBH, ja. Und dann dacht ich mir so, okay, das ist das klingt für mich komplett logisch, jetzt, wo ich dich kennengelernt habe vorher. Warum eigentlich? Klam das so unlogisch für mich, ne? Und also ich find das eine sehr schöne Herleitung.

Jetzt erklär doch mal kurz, was Du genau machst. Also jetzt haben wir ja schon relativ viel so angedeutet, was Du machst. Aber ich hab Dinge gelesen über dich, zum Beispiel, ich muss mal ganz kurz nachblättern, dass Du eine Personalabteilung mit Verantwortung für 750 Personen ungefähr geleitet hast mal. Vielleicht kannst Du da kurz was zu sagen. Oder in dem Kontext auch, auf deiner Website hab ich das gefunden, da steht, mehr als 1000 geführte Mitarbeitergespräche.

Mhm. Erklär doch mal so den Kontext. Was machst Du genau? Wie kam das? Und ja, wo führst Du die Menschen hin?

Mhm. Gern. Also ich hab jetzt insgesamt etwa 15 Jahre, sag ich mal, HR Erfahrung, Personalerfahrung sozusagen, bevor ich mich dann selbstständig gemacht habe und da hab ich eben etwa oder war etwa 5 Jahre zum Beispiel Personalleiterin von etwa 57 Mitarbeitern und hab, ja, da hat die Personalabteilung verantwortet und sag ich mal natürlich sämtliche HR Projekte, Mitarbeitergespräche, personalrechtliche Fragestellungen und halt alles, was so dazugehört von a bis z natürlich. Mhm. Und hab da aber eigentlich in allen Rollen, die ich im Personalbereich hatte, natürlich auch sehr viele Mitarbeitergespräche geführt, die Brücke zu schlagen, so über 1000 Mitarbeitergespräche.

Mhm. Also zum Beispiel alleine schon in meinem allerersten Job habe ich über 250 Mitarbeitergespräche geführt gehabt. Das war innerhalb von anderthalb Jahren, wo ich das dann gemacht hatte. Also ich war dort etwas über 2 Jahre, hab da meine Diplomarbeit geschrieben und bin hatte dann da quasi dann gleich meinen ersten Job auch. Und das war schon mal gleich so die 1., ich sag mal auch 'n Stück weit harte Schule, 250 Gespräche ganz am Anfang so frisch vom Studium, habt aber unglaublich viel gelernt.

Das war im Rahmen vom Change Management, da gehen auch Emotionen natürlich je nach Bereich, je nach Person auch immer etwas hoch her und das war schon mal so die, wie sagt man, Feuertaufe, ne? Und danach bin ich dann eben mit 27 schon in die Personalleiterposition reingekommen und hatte dann die Verantwortung an der Stelle und hab da auch wirklich wöchentlich natürlich viele Gespräche gehabt, weil ich halt einfach bei Kritikgesprächen vor allem begleitet hab bei ganz vielen Gesprächen zum betrieblichen Eigentumsmanagement, Feedbackgesprächen et cetera, also überall dort, wo man natürlich mal Unterstützung gebraucht hat und sag ich mal, vielleicht auch mal das ein, wie soll ich sagen? Ich bin ja dann dazugekommen meistens, wenn Emotionen schon hochgekocht sind, ne. Oder aber wenn's halt darum ging, vielleicht auch Sachen zu klären, zu lösen, Kompromisse auch mal zu finden bei bestimmten Sachen. Und genau, dadurch, dass halt so viele Mitarbeiter waren, die Sachen, die halt in 'nem kleineren Betrieb, sag ich mal, einmal in 5 Jahren auftauchen, die hast Du halt bei 57 Mitarbeitern halt einfach regelmäßig.

Und danach hatte ich, war ich dann bin ich, sag ich mal, aus privaten Gründen, weil ich geheiratet hab, bin ich dann weggezogen und hab da in der Nähe dann 'n Job gehabt als Personalreferentin. Da war ich dann für etwa 1500 Mitarbeiter zuständig, da die ganzen Führungskräfte auch betreut, gleiches Spiel sozusagen. Und hab auch da schon sehr viel die Führungskräfte einfach beraten. Also ich hatte auch Führungskräfte, die haben wirklich mich so jede Woche, alle 2 Wochen angerufen. Die hatten selber an die, sag ich mal, 100 Mitarbeiter und sind mit mir ihre ganzen Personalfälle halt durchgegangen, weil sie halt einfach auch eine Zweitmeinung hören wollten, wie sie bestimmte Dinge machen sollen können.

Einmal arbeitsrechtlich, tarifrechtlich, aber natürlich auch, wie geht man denn jetzt auch mit den Menschen? Wie kann ich das Gespräch führen? Wie kann ich das aufbauen? Vielleicht oft mal selber gesagt, ach, ich bin da jetzt unsicher. Also ich hab doch immer 'n sehr guten Bezug zu meinen, waren immer meine Führungskräfte, zu meinen Führungskräften gehabt und gleichzeitig aber zum Beispiel auch sehr viel mit Betriebsrat zusammengearbeitet.

Auch sehr gut, ne. Weil Ich weiß, dass Betriebsrat immer stellen heißt so, na ja, das sind ja die für die Mitarbeiter und wir sind quasi da auf Arbeitgeberseite, aber am Ende des Tages und ich hab also ich hab viel im sozialen Bereich gearbeitet, Am Ende des Tages haben wir alle das gleiche Ziel, dass quasi das Leben von den Menschen besser gemacht werden soll. Und ich finde, wenn man das selber sich immer vor Augen hat, hat man nicht gemeint keine Fronten, sondern man hat vielleicht unterschiedliche Ansichten, aber man arbeitet auf ein Ziel hin und dann kann man anders zusammenarbeiten. Und dann kam mir irgendwann der Impuls von dir zu sagen, ich mein, das klingt ja alles nach recht spannenden, herausfordernden, auch wahrscheinlich mit Druck verbundenen Jobs. Dann hast Du geheiratet, hat sich die private Perspektive verändert.

Aber irgendwie kam ja in dir dann der Wunsch zu sagen, ich möchte das als externe Beratung anbieten. Mhm. Mhm. Was warum Da kam nicht plötzlich, Wolfgang. Das hatte ich schon mit 18 tatsächlich.

Aber ich hatte damals dann im Studium einen Professor, der dann gesagt hat, weil wir also es war Personalmanagement, da son Studiengang, da waren wir, ich sag mal, keine Ahnung, 95 Prozent Frauen drin. Und ich weiß wo es dann das Tierner gegen Coaching, Persönlichkeitsentwicklung, auch allgemein Personalentwicklung, fanden wir natürlich alle auch superspannend, ja. Und dann und dann, wo es ums Thema ging, ja, so Coach sein und beraten so, fanden wir natürlich auch alle voll spannend. Dann hat der zu uns damals gesagt, so ja, sollen wir jetzt nicht böse nehmen, aber wenn wir da so als junge Mädels ankommen und irgendjemand beraten und coachen wollen, das das will keiner hören oder da sind wir quasi noch zu jung dafür. Mhm.

Und kann man natürlich heute drüber denken, wer man will das hat, der hat damals so auf die Art und Weise gesagt, das ist natürlich nicht wortwörtlich, aber so sinngemäß und das ist bei mir auch tatsächlich hängen geblieben, dass ich immer gedacht hab, okay gut, ich bin da, jemand anderem was beizubringen oder zu beraten, muss ich erst mal eine gewisse Art von Lebenserfahrung haben, Berufserfahrung haben, einen gewissen Background haben, dass ich das auch guten Gewissens tun kann. Das war für mich die Kenntnis da draus, die ich für auch heute für nicht verkehrt halte, Aber das war auch der Grund, natürlich hatte ich vielleicht das schon früher den Schritt gehen können, aber für mich war das wirklich so eine Sache zu sagen, okay, ich hab BWL studiert, jetzt hab ich Psychologie studiert, ich hab einen sehr soliden Background, ich hab sehr viel Berufserfahrung, ich hab das alles gemacht, jetzt kann ich auch für mich selber, dass ich sag, jetzt bin ich so weit, dass ich auch anderen dazu was sagen kann, beziehungsweise auch hinhören kann, was andere auch brauchen und auch wirklich in deren Leben eintauchen kann. Es geht ja nicht darum, was ich denke, sondern es geht darum, wo ich vielleicht auch sehe, spüre, aus Erfahrung, aus Wissen heraus sehe, das ist das, was jetzt auch dem Menschen mir gegenüber weiterhilft und das geht da nicht einen, ne, dass ich so die the one best solution hab so in etwa, sondern es geht darum, etwas zu finden, was für die Person mir also mein Gegenüber quasi tragfähig ist.

Mhm. Genau. Und deswegen war das alles von langer Hand Vorbereitet. Natürlich vorbereitet. Ja, gar nicht so extrem zentral gesteuert, aber war immer in mir drin, dieser Gedanke, dass ich diesen Schritt gehen möchte, weißt Du, aber ich hab da schon 'n lange Atem, als so was angeht, weil wenn ich so was mache, dann mach ich das auch, wenn ich sag, ich kann das auch, also ich mach das richtig und Mhm.

Ich hab jetzt auch was weiterzugeben so. Okay, wie finden Unternehmen dich heute? Bist Du einfach in der Branche so bekannt oder nutzt Du LinkedIn oder was sind so deine Marketing Dinge? Klar, ich hab natürlich eine Homepage, ganz normal mein Name WWW minus Waschen Punkt d e oder auf LinkedIn bin ich viel unterwegs, da findet man mich auch gut unter meinem Namen. Genau.

Was ich jetzt heutzutage einfach mache, ist One To One Sparring mit Geschäftsführern oder Führungskräften oder was ich auch viele habe, sind so firmeninterne Führungskräftegruppen. Also ich arbeite quasi online per Zoom und ich hab noch, wer möchte, sone Impulsbibliothek. Im Hintergrund habe ich Videos aufgenommen mit Reflexionsfragen Checklisten. Das ist jetzt nicht zwingend Bestandteil und es gibt ja manche Menschen, die schauen sich auch gerne Sachen noch an, in Ruhe einfach zum Selbstreflektieren, zum Impulse bekommen, dass man einfach die Möglichkeit hat, weil vom Psychologisch her wieder ist es natürlich gut, möglichst ja jedes bisschen unterschiedlich verschiedene Wege anzubieten, wie man selber sich auch mit Sachen beschäftigen möchte. Mhm.

Und für mich ist es halt wichtig, wenn wir miteinander reden arbeiten, dass es halt einfach sehr praxisbezogen ist, dass man die Sachen aus der Praxis mitbringt, wirklich da drüber redet, da dran ist, weil oft sind es ja auch die kleinen Hürden, die kleinen Hemmnisse, also ich hab schon oft gehört zu ja Thema, keine Ahnung, Feedback oder was auch immer, ja ich hab mich schnell damit beschäftigt. Aber im Alltag, wenn Du dann fragst, ja machst Du denn das? Ja nee, geht nicht, weil. Ja super, genau da drüber können wir reden. Das, ne, weil das sind die kleinen Sachen, an denen es nachher scheitert.

Und es gibt so viele psychologische Sachen, die, sag ich jetzt mal, die kosten weder Geld noch kosten so viel Zeit, sondern muss man zuverlässig dran sein und Führung wirklich als Beziehungsarbeit auch verstehen. Und da einfach dran zu sein und genau. Also ich hab noch ungefähr 1000 Fragen hier stehen, die wir alle heute nicht mehr besprechen können. Eine Sache, also ein 1 Lob wollte ich dir noch mal geben, Shoutout, nämlich zu sagen, ich mein, leg das auch mal in Teilen als Videobibliothek an, damit Menschen in der Geschwindigkeit, die sie selbst danach haben, vielleicht noch mal was lesen, anschauen, hören, whatever. Das find ich schon sehr nah und sehr gut am Kunden auch gedacht, ja, weil das ist ja der das Problem.

Also a, dass Menschen die Qualität oder die Kompetenz abgesprochen wird. Ich nenn jetzt mal als Beispiel, ich weiß gar nicht, warum die mir einfallen, die Politiker, ne. Weil oftmals dann Politiker im Bundestag sitzen, die die selbst gearbeitet haben. Also das war so dieser Weg bei dir, selbst die Erfahrung zu sammeln, dann das Know how aufzubauen und dann aber auch zu sagen, ich orientier mich am Kunden und mach jetzt nicht einfach nur Coaching, sondern ich hab da verschiedene Einstiegswege oder Wege, mit mir zu interagieren. Das find ich schon mal total super.

Also ich hätt aber trotzdem noch jede Menge Frage. Letzte Frage, die ich aber wirklich inhaltlich stelle, denn wir sind ja jetzt beim Status quo angekommen. Du hast die Ines war schon GmbH und beräts Unternehmen und machst das, glaub ich, auch sehr, sehr gut und total gut. Also wir für euch natürlich draußen, die Zuhörer und Zuhörerinnen wissen das, ihr folgt natürlich bitte unserem Gast, weil das ist sehr, sehr gut und es lohnt sich. So, das erst mal als kleiner Shoutout.

Letzte Frage aus diesem sozusagen Lebenszyklusgespräch. Als Du jetzt selbst Unternehmerin warst, eine GMBH gegründet hast, Mhm. Geht ja schon los, Du gehst zum Notar, Du musst da Kapital hinterlegen und so weiter. Gab's so einen Moment, also das war jetzt zum ersten Mal, dass Du Unternehmerin warst, oder? Musst Du mal zwischenfragen.

Gab nicht vorher irgend eine Phase, wo schon Okay. Jetzt gab's einen Moment oder andersrum gefragt, gibt es eine Sache, von der Du sagst, die hat mich als Unternehmerin komplett überrascht? Die hätte ich als Unternehmerin so nicht erwartet, weil ich ja bis dato immer angestellt war. Ja, das ist jetzt eine gute Frage. Ich muss sagen, was mich tatsächlich überrascht hat, da werden es wahrscheinlich natürlich alle schmunzeln, die da schon lange in Games sind, ist, die extrem viel Zeit tatsächlich in den Vertrieb reingeht und Marketing, ne.

Mhm. Da hab ich ja, ich mein, ich war davor angestellt und selbst wenn man BWL studiert hat, das lernt man da auch nicht im Angestelltenverhältnis dafür, ne. Das ist ja noch mal was ganz anderes. Also ich lieb's gleichzeitig, also man lernt ja extrem viel jeden Tag und aber in Bereichen, wo man ja eigentlich gar nicht aufgestellt ist oder war, ne. Man isst da plötzlich wieder so blutige Anfänge erst mal, wenn man da loslegt.

Und ja, wie extrem viel Zeit das in Anspruch nimmt, das hatt ich tatsächlich unterschätzt. Und auch, für mich 'n bisschen naiv, aber ich mein, wenn man anfängt, ist man, glaub ich, immer naiv, das gehört auch dazu, wie schwierig das auch tatsächlich ist am Anfang so, ja, so die die ersten Kunden und da sichtbar zu sein und da auch so diesen richtigen Weg zu finden, weil davor hab ich ja noch nie Verkaufsgespräche geführt und die Sachen gemacht und alles und erst mal so selber in diese, das ist ja eine, natürlich hat man Gespräche geführt, aber ist natürlich eine andere Art von Gespräch und auch so selber sich, sag ich mal, zu vermarkten, also über sich zu reden und im Grunde genommen zu sagen, so, hey, ich bin gut, ich bin toll, ich kann das, ich biete das und das an und so, das ist so, es ist auch gar nicht so ganz meine Art, auch heute noch nicht oder es fällt mir schwer, aber das war am Anfang noch viel viel schwieriger so diesen Weg zu gehen, ne, weil ich da anders selber anders gestrickt bin und ja, diese ganzen diese ganzen Rollenfindung glaube ich, wenn man sagt, ich bin jetzt Unternehmerin oder Selbstständige, das ist etwas, das habe ich auch ein bisschen unterschätzt beziehungsweise wie soll man sagen, ich hab ich hatte ja gar keine gescheite Vorstellung davon.

Ich denk mal auf der anderen Seite ja, also würde das Thema sagen Rückblick. Ich glaube, wenn man das alles immer vorher wüsste, gerade solche Sachen, ich da würden wahrscheinlich schon ganz viele nicht anfangen, aber ist ja nicht verkehrt, selbst wenn's jetzt nicht funktionieren sollte, aber diese Erfahrung und das, was ich alles gelernt hab und auch, was ich für Menschen kennengelernt hab, das das kann mir ja gar keiner nehmen und ich lieb das ja auch, was ich mache. Von daher passt passt das alles sehr gut. Ja, versteh ich. Und ist auch noch mal 'n guter Appell an alle, die entweder an der Schwelle stehen zur Selbstständigkeit oder zum neuen Karriereschritt oder was immer man, Du hast nie die hundertprozentige Sicherheit.

Selbst wenn Du organisatorisch sehr gut aufgestellt bist. Planungstechnisch hast Du ja auch gesagt, Du planst jetzt nicht alles durch, aber schon Du planst, ich glaub ich auch, dass Du so jemand bist, der nicht blauäugig irgendwo reinrinnt. Und trotzdem hat das Leben immer noch die ein oder andere Überraschung. Und da geht mein Appell, den hab ich häufig schon im Podcast gemacht und damit schließ ich auch sozusagen deine Heldenreise ab, dann kommen noch die Abschlussfragen. Mein Appell, geht raus an euch da draußen, redet.

Also das ist einfach der, ja. Sorry, es ist so einfach. Wie selten gesagt, geht auf Netzwerkveranstaltungen, geht zur IHK, geht zum Unternehmertag, geht zum zu Konferenzen, weiß ich was, ja. Und und redet mit den Leuten, die das schon machen. Oder spricht sie einfach so an, ja.

Schreibt sie an und sagt, ich überlege mich, selbstständig zu machen. Also es ist einfach tatsächlich viel, viel Austausch, viel Netzwerken und das kann dir helfen, dass Du entweder 'n Mentor findest oder einfach neue Perspektiven bekommst, die dich später dann nicht überraschen können. Aber perfekt wird's nie sein und so wie's ist, ist es dann halt perfekt. Also das ist, glaub ich, 'n ganz guter Abschluss an der Stelle. Erst mal danke bis dahin.

Ich hab jetzt noch 'n paar Abschlussfragen an dich. Die eine Abschlussfrage, die ich immer habe, ist, gibt es 'n Menschen, von dem Du sagen würdest, der ist mir auf meinem Weg begegnet, entweder in Brasilien oder im Studium oder in irgendwo, der eine sehr interessante Wiederhatte und vielleicht jemand als Gast taugen würde. Mhm. Ja, da wird mir auch jemand einfallen. Okay.

Magst den Namen sagen, konnt's mir auch im Nachgang schicken. Ist okay. Schutz der im Nachgang schicken, weil ich jetzt gar nicht weiß, ob er das möchte, aber das hat auch jemand mit 'ner sehr interessanten Bieter und ja, sich da auch sehr erfolgreich, sag ich mal, hocharbeitet, reingearbeitet und Okay. Und auch wie immer der Appell an euch da draußen, wenn ihr selbst, also das passiert mir in der letzten Zeit tatsächlich häufiger, freu ich mich mega drüber, dass Leute sich anbieten und sagen, ich würd gern mal in deinem Podcast kommen und meine Geschichte erzählen. Das macht mir total viel Spaß.

Also wenn ihr selbst mal Gast sein wollt oder jemanden kennt mit 'ner tollen Vita, gerne mal an mich raus schauten. Wenn Du jetzt sozusagen die eine Sache der Welt mitteilen darfst, die sie über Führung gelernt haben sollte, wenn sie dir zuhört oder generell? Was wär das? Mhm. Genau, das hab ich vorhin schon mal ganz kurz gesagt.

Und zwar Führung ist Beziehungsarbeit. Führung bedeutet ja letztlich, Menschen mitzunehmen, zu überzeugen, auch zu begeistern und das funktioniert nur bei Beziehung. Mhm. Also sind wir wieder bei Interaktion, Kommunikation? Ja.

Zuhören, verstehen, beitragen, ja. Genau. Das heißt jetzt natürlich nicht nur, dass es so kuschelkursmäßig sein muss. Also man kann genauso klare Worte finden, man kann Regeln aufstellen, Regeln gemeinsam erarbeiten, was auch immer, aber auch das gehört ja zur Beziehung dazu, dass man quasi auch nach, sag ich mal, auch wir leben ja in 'ner Gesellschaft mit bestimmten Regeln, ne? Mhm.

Und aber ich denke, es wird so ganz schnell Richtung, geht das so, ah ja, ist alles so weichgespült und so, nein, überhaupt gar nicht. Aber sonst geht auch Klarheit, auch Konfliktfähigkeit, auch Beziehungen, auch gute Beziehungsarbeit halt auch Konflikte aus oder ist tragfähig, was Konflikte angeht, auch das gehört ja alles mit dazu. Mhm. Und dann selber halt sich, wenn man das nicht, sag ich mal, schon gelernt hat, auch zum Beispiel sich die Handwerks das Handwerkszeug drauf zu schaffen, sozusagen, wie kommuniziere ich oder was ist zum Beispiel auch wichtig, Beziehungen zu erhalten und das ist halt nicht das große Event, sondern das ist eben das tägliche Miteinander, Mine to five, Montag bis Freitag, wie gestalten wir das? Mhm.

Ja, cool. Letzte Frage, meine Liebe. In deiner Nähe gibt's bestimmt eine große Kreuzung, hoffe ich. Irgendwo in der Nähe, ja? Eine sehr viel befahrene Kreuzung und Du hast, genau wie alle meine anderen Gäste, die Chance, meine Superkraft zu nutzen.

Ich kann da nämlich 4 Wochen lang eine riesige Leuchttafel aufstellen, die von allen Seiten gut lesbar ist. Und da steht ein Satz drauf, den alle Menschen lesen müssen, die durch diesen Kreisverkehr fahren. Was steht denn da drauf, wenn die Ines den benennen darf? Hat Vertrauen ins Leben. Habt Vertrauen ins Leben.

Das ist 'n wunderschönes Schlusswort. Ich danke dir. Ich hatte Vertrauen in die Technik, dass es beim zweiten Mal klappt. Das hat geklappt. Ich Wunderbar.

Drücke uns beiden die Daumen und euch auch, weil's 'n wundervolles Gespräch war, dass das technisch hingekriegt wird sozusagen, dass der Bob, der liebe Bob, Grüße gehen an Stefan Niesche in Berlin, der die ganze Technik in meinem Hintergrund macht, dass der das so hinbastelt jetzt, dass unser Gespräch dann auch wirklich gut und flüssig rüberkommt. Ich dank dir, liebe Ines. Ich danke dir. Ja, ich würde sagen, wenn ihr 'n Thema habt mit Führung, wenn ihr in diesem Themenkomplex unterwegs seid, dann müsst ihr unbedingt der Ines folgen. Ines war schon, auch Ines war schon d e.

Und ich glaube, wir sehen uns, ich bin relativ sicher, nein, ich bin sehr sicher, wir sehen uns demnächst in Mainz, in der Pyramide aufm Agency Day oder bei dem OMT. Ja, und euch da draußen gebt uns gerne 'n Feedback, gebt uns gerne eine Bewertung oder 'n Stern oder whatever. Ihr wisst, ich freu mich drüber, aber ich freu mich auch, wenn ihr einfach nur zuhört. In diesem Sinne wünsch ich uns allen 'n schönen Sommer beziehungsweise wie gesagt, der ist ja vielleicht schon fast vorbei, wenn die Folge rauskommt. Ich wünsch uns auf jeden Fall 'n schönen Tag und viel Sonne.

Bis dahin. Tschüs, Ines. Tschüs, Wolfgang und danke dir.

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